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Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn als Vorreiter der Erlebnispädagogik

Title: Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn als Vorreiter der Erlebnispädagogik

Intermediate Diploma Thesis , 1997 , 37 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Volker Weißbach (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Summary Excerpt Details

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht für mich Kurt Hahns Beziehung zur modernen
Erlebnispädagogik. Er wird von verschiedenen Vertretern der Erlebnispädagogik
als der Vater der Erlebnispädagogik bezeichnet, weshalb möchte ich hier
ergründen. Um Kurt Hahn gerecht zu werden, versuche ich zunächst ihn darzustellen (Kapitel 1-4) und erst später seine Gedanken zeitkritisch zu hinterfragen (Kapitel 5). Zum Schluß möchte ich noch feststellen was von ihm und seiner Erlebnistherapie überhaupt noch übrig geblieben ist (Kapitel 6). Das Gedicht zur Einleitung, das Vor- und auch das Nachwort sollen eigentlich nur ein
gewissen Rahmen schaffen, in dem diese Arbeit zu sehen ist: Ein aktuelles Bild
von Kurt Hahn in der heutigen Zeit. Schließlich wirkt der 111-jährige in der
Erlebnispädagogik mit seinen Kurzschulen immernoch mit. In Anbetracht des
kurzen Zeitraumes ist es mir nicht gelungen die neueste Literatur zu Kurt Hahn
und zu diesem Thema zu besorgen. Ich verweise nur auf die nicht verwendete
Literatur: Rolf Ahrens-Philipzen: Die Erlebnispädagogik Kurt Hahns, Diplomarbeit
Duisburg 1993; und Dagmar Andreas: Die Kurzschulen Kurt Hahns - Idee und Wirklichkeit, Diplomarbeit Köln 1985. Was die Perspektive dieser Arbeit angeht, so sollte noch festgehalten sein, es geht damals wie heute um Erlebnisse und deren Prägung in unserem Gedächtniszentrum. Egal wie man es formuliert das ist das was die Erlebnistherapie ausgemacht hat und was die Erlebnispädagogik auszudrücken versucht

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. das Leben von Kurt Hahn

2. die Pädagogik von Kurt Hahn

2.1. von Plato, Lietz und anderen zu Hahns Pädagogik

2.1.1. Plato und Hahn und die sittliche Erziehung des Menschen

2.1.1.1. pleoexia (Habsucht)

2.1.1.2. energische Teilnahme

2.1.1.3. suggn´wmh (der Störenfried der Reue und Scham)

2.1.2. die pädagogische Provinz Kurt Hahns

2.1.3. das moralische Äquivalenz zum Krieg

2.2. Ziel, Möglichkeiten und Grenzen der Pädagogik von Hahn

2.3. Besonderheiten der Pädagogik Hahn´s

2.3.1. grande passion

2.3.2. Pubertät

2.3.3. Hahn und die Demokratie

2.3.4. Geschlechterspezifik

3. Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn

3.1. körperliches Training

3.1.1. Die Bedeutung des Sports

3.2. handwerkliche Tätigkeit

3.3. Expedition

3.4. Projektarbeit

3.5. Rettungsdienst

3.6. Trainingsplan

4. „Erziehung zur Verantwortung“

4.1. Hahn und seine Einstellung zur Schule unter der Lupe

4.2. Die Demokratie Hahns im der Kritik

4.3. Verallgemeinerung von Hahn schlechten Erfahrungen mit der Pubertät

4.4. Hahn und sein Mißverständnis von Plato (nach Hartmut von Hentig)

4.5. Kurt Hahn und der Sport, oder das 6. Salemer Gesetz

5. Von der Erlebnistherapie zur Erlebnispädagogik

6. Die moderne Erlebnispädagogik

6.1. Die Definition von Erlebnispädagogik

6.2. Ziele der Erlebnispädagogik

6.3. Methoden der Erlebnispädagogik

6.4. Didaktik der Erlebnispädagogik

6.5. Grenzen der Erlebnispädagogik

7. Nachwort

8. Literaturverzeichnis Primärquellen / Sekundärquellen

8.1. Primärliteratur

8.2. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Kurt Hahns Beziehung zur modernen Erlebnispädagogik, indem sie sein pädagogisches Konzept zeitkritisch analysiert und die bleibende Relevanz seiner „Erlebnistherapie“ ergründet. Die zentrale Forschungsfrage dabei ist, inwieweit Hahns pädagogische Prinzipien, wie das „moralische Äquivalent zum Krieg“ oder die „Erziehung zur Verantwortung“, auf die heutige Zeit übertragbar sind und was von seinem ursprünglichen Ansatz in der modernen Erlebnispädagogik fortbesteht.

  • Biografie und pädagogische Einflüsse von Kurt Hahn
  • Die Grundpfeiler von Hahns Pädagogik (sittliche Erziehung, pädagogische Provinz)
  • Die Elemente der Erlebnistherapie (Training, Handwerk, Expedition, Projektarbeit)
  • Kritische Auseinandersetzung mit Hahns Demokratieverständnis und Schulbegriff
  • Transfer der Erlebnistherapie in die moderne Erlebnispädagogik

Auszug aus dem Buch

3.1. Körperliches Training

Auf Grund meiner Erfahrung zögere ich nicht zu sagen: Jeder normale Junge kann zu leichtathletischen Leistungen gebracht werden, die gut genug sind, um sein Selbstvertrauen zu stärken. Aber nur unter einer Bedingung läßt sich dieses Ziel erreichen: daß man die sitzenden Lebensgewohnheiten des Vormittags durch eine Trainingspause von 45 Minuten unterbricht, in der ein Junge Sprungkraft und Schnellkraft, Ausdauer und Körperbeherrschung sorgsam üben und erproben kann. Der ungeschickte oder furchtsame Junge wird freudig überrascht werden durch seine unerwarteten Fortschritte. Der Ehrgeiz wird ihn ergreifen, bestimmte Leistungen im Springen, Rennen und Werfen zu erreichen. Schließlich wird sich die Abenteuerlust wieder regen, auch bei Kindern, die sich bereits mit ihrer körperlichen Untauglichkeit abgefunden und den Träumen ihrer Kindheit Lebewohl gesagt hatten.

Mit der leichtathletischen Pause gehen wir den Weg, den Diem gewiesen hat: jedem gesunden Jungen und Mädchen den Antrieb zu vermitteln, Schnellkraft, Sprungkraft, Ausdauer, Körperbeherrschung zu entwickeln. wir stecken klare Leistungsziele im Werfen, im Lang- und Kurzstreckenlauf, Im Rennen und Springen, erreichbar für jeden Jungen, der sein Training ernst nimmt. Fast jedes Kind ist von Natur ausgestattet mit einer Eignung für eine bestimmte leichtathletische Disziplin. Es ist aber in der Regel auch mit der Unbegabtheit ausgestattet, sei es für den Schnelllauf oder den Langlauf oder das Werfen oder das Springen, und die Unbegabtheit wird zur Chance, die Überwinderkraft zu üben. Für die Willensbildung ist es wichtiger, der angeborenen Schwäche Herr zu werden, als die angeborene Stärke zu steigern. Beides ist nötig und heilsam.

Man kann jeden gesunden Jungen soweit bringen, daß er durch ein fortschreitendes Training in seiner Zuversicht und Selbstachtung gestärkt wird, indem er nämlich zu Leistungen gelangt, die ihm einst unerreichbar schienen. Bei gesunden Kinder ist die körperliche Tauglichkeit die notwendige, wenn auch nicht hinreichende Bedingungen für die Unternehmungslust. Asthmatiker und Krüppel nähren ihre Überwinderkraft aus anderer Quelle, aus ihrem Leiden, dank dem täglichen Antrieb zur Selbstüberwindung, die ihre Behinderung ihnen vermittelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. das Leben von Kurt Hahn: Dieser Abschnitt bietet einen biografischen Abriss von Kurt Hahns Leben und Wirken, eingebettet in den zeitgeschichtlichen Kontext seiner verschiedenen Gründungen.

2. die Pädagogik von Kurt Hahn: Hier werden die philosophischen Fundamente Hahns Pädagogik, insbesondere die Einflüsse von Plato und Lietz, detailliert dargelegt.

3. Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn: Dieses Kapitel erläutert die sechs zentralen Säulen der Erlebnistherapie, von körperlichem Training bis hin zum Rettungsdienst, als Mittel zur Charakterbildung.

4. „Erziehung zur Verantwortung“: Hier erfolgt eine kritische Reflexion von Hahns Schulmodell, seinem Demokratieverständnis und seinem Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen der damaligen Zeit.

5. Von der Erlebnistherapie zur Erlebnispädagogik: Ein kurzes Fazit, das den Übergang von Hahns ursprünglichem Ansatz hin zu den heutigen erlebnispädagogischen Konzepten reflektiert.

6. Die moderne Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel definiert Ziele, Methoden und Didaktik der zeitgenössischen Erlebnispädagogik und diskutiert deren Grenzen.

Schlüsselwörter

Kurt Hahn, Erlebnispädagogik, Erlebnistherapie, Erziehung zur Verantwortung, Salem, Gordonstoun, Körperliches Training, grande passion, Pädagogische Provinz, Demokratie, Sittliche Erziehung, Persönlichkeitsbildung, Handlungsorientierung, Projektarbeit, Charakterbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Lebenswerk und die pädagogische Philosophie von Kurt Hahn, insbesondere den Ursprung und die Entwicklung seiner „Erlebnistherapie“ im Kontext der Erlebnispädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen Hahns, seine Schulerziehungsmodelle (Salem, Gordonstoun), die kritische Auseinandersetzung mit seinem Demokratiebegriff und der Transfer erlebnispädagogischer Methoden in den modernen Kontext.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Hahn als Vater der Erlebnispädagogik bezeichnet wird, und kritisch zu hinterfragen, welche Elemente seiner Erlebnistherapie in der modernen Praxis Bestand haben und welche zeitkritisch neu bewertet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse. Er arbeitet die pädagogischen Gedanken Hahns durch Quellenauswertung auf und hinterfragt diese anschließend kritisch anhand der Ansichten anderer Pädagogen wie Hartmut von Hentig.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Biografie und Pädagogik Hahns (Kapitel 1-4), eine kritische Analyse dieser Ansätze (Kapitel 4) und den Übergang zu modernen erlebnispädagogischen Konzepten (Kapitel 6).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Kurt Hahn, Erlebnispädagogik, Erlebnistherapie, Erziehung zur Verantwortung, Körperliches Training, grande passion und Persönlichkeitsbildung.

Wie steht Kurt Hahn zum Verhältnis von Aristokratie und Demokratie?

Für Hahn sind beide keine Gegensätze. Er sah in der Aristokratie das „Salz“, das eine Demokratie benötigt, um sich vor einem entnervenden Gefühl der Privilegiertheit zu bewahren und echte Führerschaft zu entwickeln.

Welche Rolle spielt die „grande passion“ in Hahns Erziehungskonzept?

Die „grande passion“ (große Leidenschaft) gilt als Schutzengel in der Pubertät. Ziel ist es, diese Leidenschaft bei jedem Kind zu entdecken und zu fördern, um es vor der Alleinherrschaft des Geschlechtstriebes und der Verwahrlosung zu bewahren.

Warum kritisierte Hahn das damalige Schulsystem?

Hahn kritisierte das herrschende System als „Stoffvermittlungsschule“, die den natürlichen Bewegungsdrang unterdrückt und die Willensbildung vernachlässigt, anstatt den Menschen ganzheitlich zu stärken.

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Details

Title
Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn als Vorreiter der Erlebnispädagogik
College
Martin Luther University  (Fachbereich Erziehungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Volker Weißbach (Author)
Publication Year
1997
Pages
37
Catalog Number
V115136
ISBN (eBook)
9783640165513
ISBN (Book)
9783640165605
Language
German
Tags
Erlebnistherapie Kurt Hahn Vorreiter Erlebnispädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Volker Weißbach (Author), 1997, Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn als Vorreiter der Erlebnispädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115136
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