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Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung

Titel: Vorurteile gegenüber Menschen  mit Behinderung

Hausarbeit , 2021 , 8 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zu Beginn der Ausführungen sollte auf die Dimensionen und Inhalte von Vorur-teilen eingegangen werden. Bei Vorurteilen handelt es sich um eine negative Grundhaltung gegenüber Gruppen oder Personen, die dieser Gruppe angehören. Besonders wird der Begriff des Vorurteils durch den Ge-halt von normativen und moralischen Inhalten definiert. Vorurteile unterscheiden sich von anderen Ansichten nicht durch eine innere Qualität, sondern umfassen eine soziale Unerwünschtheit. Demnach bestehen Vorurteile nur als ein soziales Urteil, welches gegen Normen der Rationalität, Gerechtigkeit und Menschlichkeit verstoßen. So werden etwa Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger oder Behinderte als störend empfunden in einer Gesellschaft, welche auf Leistung und Konkurrenz aus ist. Dadurch wer-den soziale Schwache und Behinderte als „Versager“ oder „Faulenzer“ wahrgenommen und deklariert. Während sich die Ausgrenzung von sozial Schwachen laut und öffentlich vollzieht, so werden Menschen mit Behinderung häufig isoliert und leise an den Rand geschoben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Benachteiligungsfelder von Menschen mit Behinderung

2.1 Strukturelle Dimension

2.2 Gesellschaftliche Dimension

2.3 Pädagogische Praxis

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung und analysiert deren Auswirkungen auf die soziale Teilhabe sowie die Rolle der pädagogischen Praxis beim Abbau dieser Barrieren.

  • Dimensionen und soziale Funktionen von Vorurteilen
  • Strukturelle Diskriminierung und Ableismus
  • Gesellschaftliche Wahrnehmung und Exklusionsmechanismen
  • Der Gemeinwesen-Ansatz als inklusives Handlungskonzept
  • Anforderungen an die professionelle pädagogische Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Strukturelle Dimension

Die strukturelle Diskriminierung von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen wird im Allgemeinen auch als Ableismus bezeichnet (vgl. Czollek et al. 2019, S.222). Trotz der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (2008) kann längst noch nicht von einer vollständigen Integration und Teilhabe gesprochen werden (vgl. Gercke et al. 2017, S.3). Menschen mit Beeinträchtigung sollte ein ganzheitlicher Zugang zur Umwelt, Transportmitteln, Informationen, sowie Kommunikation möglich sein. Trotzdem wurde diese Forderung bisher nur mangelhaft umgesetzt (vgl. Czollek 2019, S.222). Insbesondere wird diese strukturelle Diskriminierung durch physische Barrieren sichtbar, welche Wege z.B. in städtische Einrichtungen verwehren. Daneben stehen diese Barrieren auch für andere unsichtbar im digitalen Raum, indem z.B. Videos nicht mit Untertitel zur Verfügung stehen und dadurch Gehörlöse exkludieren (vgl. Czollek 2019, S.222).

Auffällig ist, dass die verschiedenen Arten von Behinderungen in der Umsetzung auch keine besondere Beachtung finden. Zumeist sind etwa Behindertentoiletten auf Rollstuhlfahrer ausgelegt, ignorieren aber die Bedürfnisse anderer Menschen mit Behinderungen (vgl. Czollek 2019, S.222). Als negativ Beispiel für strukturelle Benachteiligung von Menschen mit Behinderung können auch „Werkstätte für behinderte Menschen“ aufgezeigt werden. Ziele jener Einrichtungen sind nach deren Angaben meist die berufliche Rehabilitation und die Integration (vgl. Czollek 2019, S.222). Die Realität dieser Einrichtungen spiegelt allerdings ein anderes Bild wider. Alltägliche Praxis sind Bestrafung, Gewalt, Vernachlässigung und fehlende Förderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Vorurteils als soziales Urteil und erläutert die damit verbundene soziale Ausgrenzung sowie Stigmatisierung von Menschen mit Behinderung.

2. Benachteiligungsfelder von Menschen mit Behinderung: Hier werden die strukturellen Barrieren, gesellschaftlichen Ablehnungsmuster sowie Ansätze der pädagogischen Praxis zur Inklusion detailliert beleuchtet.

3. Fazit: Das Fazit fasst die anhaltende Exklusion zusammen und betont die Notwendigkeit des Gemeinwesen-Ansatzes zur aktiven Förderung sozialräumlicher Teilhabe.

Schlüsselwörter

Vorurteile, Menschen mit Behinderung, Ableismus, soziale Exklusion, Inklusion, Gemeinwesen-Ansatz, strukturelle Diskriminierung, pädagogische Praxis, Teilhabe, Barrierefreiheit, soziale Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung und deren Auswirkungen auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die strukturelle Diskriminierung, die gesellschaftliche Wahrnehmung unterschiedlicher Beeinträchtigungen sowie Möglichkeiten der pädagogischen Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Vorurteile entstehen, warum sie zur Exklusion führen und wie durch Ansätze wie die Gemeinwesenarbeit inklusive Strukturen gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und aktuellen Diskursen zur Inklusion und sozialen Diskriminierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die strukturelle, gesellschaftliche und pädagogische Dimension der Benachteiligung sowie Lösungsansätze für die Praxis diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vorurteile, Ableismus, Inklusion, soziale Exklusion und der Gemeinwesen-Ansatz.

Was versteht die Autorin unter struktureller Diskriminierung?

Dies bezieht sich auf Barrieren, die den Zugang zur Umwelt oder Informationen erschweren, wie etwa fehlende bauliche Barrierefreiheit oder fehlende Untertitel in digitalen Medien.

Warum wird der Gemeinwesen-Ansatz als besonders relevant hervorgehoben?

Er wird als besonders relevant erachtet, da er durch multiprofessionelle Vernetzung und die Schaffung von Begegnungsräumen präventiv Vorurteile abbauen und soziale Teilhabe fördern kann.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1151834
ISBN (eBook)
9783346538604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorurteile Behinderung Beeinträchtigung Gesellschaft Diskriminierung Ableismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151834
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Leseprobe aus  8  Seiten
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