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Zum Bilderbuch "Adrian hat gar kein Pferd" von Marcy Campell und Corinna Luyken. Eine interpretative Segmentanalyse nach Breckner

Title: Zum Bilderbuch "Adrian hat gar kein Pferd" von Marcy Campell und Corinna Luyken. Eine interpretative Segmentanalyse nach Breckner

Term Paper , 2020 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Kaya (Author)

Pedagogy - General
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der visuellen Segmentanalyse nach Roswitha Breckner auseinander. Diese Methode ist der interpretativen Forschung zuzuordnen und dient der Erschließung bildlicher Bedeutungs- und Sinnbezüge. Breckner selbst lehrt und forscht mit dem Forschungsschwerpunkten Bildsoziologie und interpretativen Methoden am Institut für Soziologie der Universität Wien.
Das methodische Vorgehen wird am Beispiel des 2018 publizierten Bilderbuches „Adrian hat gar kein Pferd“ von Marcy Campell und Corinna Luyken verdeutlicht. Dieses beschäftigt sich thematisch mit der kindlichen Phantasiewelt des Protagonisten Adrian Simmer. Das Medium selbst wurde dabei primär unter Bezugnahme des nach Ralf Barthes geprägten Begriffs des Punctum ausgewählt. Dieser Aspekt spricht die affektive Welt des Betrachters*in an und generiert somit eine emotionale Betroffenheit, ohne weitere informationelle Bezüge zu berücksichtigen.

Durch die thematische Verortung des Bilderbuches, wird in dieser Arbeit der folgenden Frage nachgegangen: Wie wird die kindliche Phantasie in zeitgenössischen Bilderbüchern dargestellt?
Diese Fragestellung lässt sich innerhalb der Erziehungswissenschaft in der allgemeinen Pädagogik, unter Anwendung einer sozialwissenschaftlichen Bildanalyse konstatieren.
Grundlage des wissenschaftlichen Traktats bilden die Inhalte aus dem 2010 edierten Werk Breckners der „Sozialtheorie des Bildes“, in dem sie sich der systematischen Methodenerschließung annimmt.
Um den thematischen Hintergrundkontext zu verdeutlichen, wird zunächst kurz auf die Phantasie im Kindesalter, insbesondere auf das Phänomen der kindlichen Phantasiegefährten eingegangen. Die daraus referierten Forschungsergebnisse entstanden unter der Verwendung der hermeneutisch-interpretativen Methode der Texterschließung.
Daran schließt sich eine kurze Darstellung und Definition des Printmediums Bilderbuch sowie eine inhaltliche Vorstellung des ausgewählten Buches an. Die weiteren Ausführungen der Arbeit befassen sich sodann mit dem konkreten methodischen Vorgehen der Segmentanalyse. Die daraus gewonnenen Analyseergebnisse werden anschließend unter Einbeziehung fachtheoretischer Bezüge zusammengefasst und auf ihre gegenwärtige Bedeutung für die Pädagogik hin überprüft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Phantasie im Kindesalter

2.1 Zum Begriff Phantasie

2.2 Bedeutung kindlicher Phantasiegefährten

3. Das Medium Bilderbuch

4. Vorstellung des ausgewählten Bilderbuches

5. Visuelle Segmentanalyse nach Breckner am Beispiel des Bilderbuches „Adrian hat gar kein Pferd“

5.1 Zur Methodik

5.2 Segmentbildung

5.3 Interpretation der Segmente

5.4 Interpretation der Gesamtgestalt des Bildes

6. Zusammenfassung der Analyseergebnisse

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer visuellen Segmentanalyse nach Roswitha Breckner, wie kindliche Phantasie in zeitgenössischen Bilderbüchern dargestellt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Erschließung bildlicher Sinnbezüge und der emotionalen Wirkung auf den Betrachter, um ein tieferes Verständnis für die Darstellung von Phantasiewelten und deren pädagogische Relevanz zu gewinnen.

  • Visuelle Segmentanalyse nach Roswitha Breckner
  • Bedeutung der kindlichen Phantasiewelt
  • Das Medium Bilderbuch als pädagogisches Instrument
  • Rolle von Phantasiegefährten in der Kindesentwicklung
  • Symbolik und Farbwirkung in der Bildinterpretation

Auszug aus dem Buch

Segment 1

In der rechten unteren Bildhälfte ist vermutlich ein Junge zu sehen. Darauf verweist seine kindliche Statur wie auch seine sanften Gesichtszüge. Neben der Geschlechtszuschreibung kann man mit seiner Kleidung auch eine westliche Prägung sowie einen gegenwärtigen Kontext assoziieren. Trotz der relativ geringen Größe des Segments nimmt die Figur durch ihren direkten, weitreichenden Blick nach links, sinnbildlich gesprochen, einen großen Raum ein. Diese Wirkung wird auch durch den kräftigen farblichen Kontrast von Weiß, Orange und Schwarz erzielt. Folgt man an dieser Stelle der Symbolik der Farben Orange und Schwarz von Energie, Freude, Glück, Geheimnis und Vitalität (vgl. Wiegand 2019, S. 80), so deckt sich diese auch mit der Wahrnehmung des Charakters. Die Figur scheint eine freudige, schüchterne und auch verträumte Persönlichkeit darzustellen.

Die Stimmungslage des Segments inkludiert auf Grund der hochgezogenen Augenbrauen sowie des offenen Mundes der Figur einen Moment der Überraschung, während die Körperhaltung als offen, locker und zugewandt scheint. Welche Rolle der dabei in seiner Hand gehaltene Strauch spielt, bleibt offen. Möglicherweise verweist er auf einen Kontext außerhalb des Wohnraumes oder einer Institution.

Insgesamt lässt sich zunächst festhalten, dass der Junge durch die positiven Assoziationen und Symbolik der Farbgestaltung als ein sympathischer, dem Leben zugewandter Akteur den weiteren Kontext prägen könnte. Seine überraschte Gestik und Mimik scheint dabei im Zusammenhang mit der linken Bildhälfte zu stehen. Der sich daraus ergebende dynamische Aspekt könnte auf eine spannende Szene hinweisen. Im Rahmen der Sympathielenkung könnte der Betrachter*in die Figur dabei aus einer beobachtenden Perspektive begleiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die visuelle Segmentanalyse nach Roswitha Breckner ein und definiert die Fragestellung bezüglich der Darstellung kindlicher Phantasie im Bilderbuch.

2. Phantasie im Kindesalter: Das Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Begriff der Phantasie und beleuchtet die psychologische Bedeutung kindlicher Phantasiegefährten für die Identitätsentwicklung.

3. Das Medium Bilderbuch: Hier wird das Bilderbuch als pädagogisches Medium und Untergattung der Kinderliteratur hinsichtlich seiner Funktion und Rezeption analysiert.

4. Vorstellung des ausgewählten Bilderbuches: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über das Werk „Adrian hat gar kein Pferd“ und stellt die beteiligten Akteure vor.

5. Visuelle Segmentanalyse nach Breckner am Beispiel des Bilderbuches „Adrian hat gar kein Pferd“: In diesem Hauptteil wird die methodische Analyse in fünf Segmenten durchgeführt, um die bildliche Gestaltung und Symbolik systematisch zu interpretieren.

6. Zusammenfassung der Analyseergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Darstellung kindlicher Phantasie zusammen und diskutiert die pädagogische Bedeutung der Perspektivübernahme.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Visuelle Segmentanalyse, Roswitha Breckner, Bilderbuch, Phantasie, Phantasiegefährte, Kindesentwicklung, Bildinterpretation, Farbsymbolik, Erziehungswissenschaft, Sozialtheorie des Bildes, Perspektivübernahme, Adrian hat gar kein Pferd, Medienpädagogik, Ästhetik, Symbolgehalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Darstellung kindlicher Phantasie in Bilderbüchern anhand einer visuellen Segmentanalyse nach Roswitha Breckner.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Psychologie der kindlichen Phantasie, die Bedeutung von Phantasiegefährten sowie die systematische Analyse von Bildkompositionen und Symbolik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, wie kindliche Phantasie in zeitgenössischen Bilderbüchern visuell dargestellt wird und welchen Stellenwert diese für die kindliche Entwicklung und pädagogische Arbeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird die visuelle Segmentanalyse nach Roswitha Breckner verwendet, ein methodischer Zugang aus der interpretativen Soziologie, der bildliche Bedeutungszusammenhänge erschließt.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Anwendung der Segmentanalyse auf das Bilderbuch „Adrian hat gar kein Pferd“, unterteilt in Methodik, Segmentbildung und Interpretation der Bildgestalt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind visuelle Segmentanalyse, kindliche Phantasie, Bilderbuchrezeption, Phantasiegefährten und medienpädagogische Bedeutung.

Wie trägt das Bilderbuch „Adrian hat gar kein Pferd“ zur Fragestellung bei?

Das Buch dient als Fallbeispiel, an dem die Entwicklung kindlicher Perspektiven durch Kreativität und die Symbolik von Phantasiewesen exemplarisch verdeutlicht wird.

Welche Rolle spielt die Farbsymbolik in der Analyse?

Die Farbsymbolik ist ein zentrales Werkzeug der Analyse; kräftige Farben wie Orange und Gelb werden für positive Assoziationen und Vitalität analysiert, während Violett und Schwarz als Zeichen für Sorge oder Distanz gedeutet werden.

Welchen Stellenwert hat die pädagogische Arbeit laut der Autorin?

Die Autorin betont, dass das Buch durch die Thematisierung von Empathie und Phantasie sehr gut für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter geeignet ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Perspektivübernahme?

Die Analyse zeigt auf, dass der Prozess der Perspektivübernahme – also das „Mit den Augen des anderen sehen“ – ein zentraler Lernschritt ist, der die eigene Welt kreativ bereichern kann.

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Details

Title
Zum Bilderbuch "Adrian hat gar kein Pferd" von Marcy Campell und Corinna Luyken. Eine interpretative Segmentanalyse nach Breckner
College
University of Augsburg
Grade
1,3
Author
Stefanie Kaya (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V1151891
ISBN (eBook)
9783346542298
Language
German
Tags
bilderbuch adrian pferd marcy campell corinna luyken eine segmentanalyse breckner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Kaya (Author), 2020, Zum Bilderbuch "Adrian hat gar kein Pferd" von Marcy Campell und Corinna Luyken. Eine interpretative Segmentanalyse nach Breckner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151891
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