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Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration

Eine thematische Einführung und Reflexion fachspezifischer Termini

Titre: Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration

Dossier / Travail , 2020 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Gloria Meßner (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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In der Arbeit soll eine Einführung in die Komplexität der Thematik Diskriminierung und die damit in Zusammenhang stehenden Felder der Bildung und der Migration gegeben werden. Die Zielführung des Werkes besteht darin, eine fundierte Grundlage für weitergehende Forschungsarbeiten mithilfe von fokussierten Definitionsversuchen und Begriffsvorstellungen sowie -abgrenzungen im wissenschaftlichen Bereich der Pädagogik, spezifischer im Bildungskontext, zu liefern.

Wie im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bereits gesetzlich verankert ist, soll ausnahmslos jeder Mensch die gleichen Rechte und Chancen haben. Dieser Grundsatz ist durch das sogenannte Diskriminierungsverbot in den Grund- und Menschenrechten rechtlich festgelegt und dennoch zeigt sich immer wieder, dass zwischen dem angestrebten Anspruch und der sozialen Wirklichkeit teils gravierende Lücken klaffen. Obgleich jegliche Form der Diskriminierung von den meisten Menschen abgelehnt und zumindest nach außen hin entschieden als nicht-salonfähig und nicht-tragbar angeprangert und verurteilt wird, sind vorherrschende Bewertungsmuster dennoch als kritisch zu bewerten. Besonders gravierend ist jegliche Form der Ungleichbehandlung, wenn dadurch unmittelbar Chancen und Möglichkeiten kategorisch für bestimmte Personengruppen unerreichbar und grundlegend unzugänglich werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodologie

3. Grundlagen und Grundbegriffe

3.1. Bestimmungsversuch: Diskriminierung

3.1.1. Institutionelle Diskriminierung

3.1.2. Strukturelle Diskriminierung

3.2. Begriffsentfaltung: Bildung

3.3. Terminologie: Migration

4. Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration – Ein Ausblick

5. Fazit

6. Bibliografie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine wissenschaftlich fundierte Einführung in die komplexe Thematik der Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration zu geben. Dabei soll ein Verständnis für die verschiedenen Formen der Diskriminierung entwickelt und deren Wirksamkeit im deutschen Bildungs- und Gesellschaftssystem kritisch reflektiert werden.

  • Grundlagen der Diskriminierung (institutionell und strukturell)
  • Pädagogische Einordnung des Bildungsbegriffs
  • Terminologische Differenzierung von Migration
  • Diskriminierungsrisiken im schulischen Bildungssystem
  • Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt im Zusammenhang mit Migration

Auszug aus dem Buch

3.1. Bestimmungsversuch: Diskriminierung

Ein erstes Streben nach einer einheitlichen Definition der Diskriminierung stammt von Dr. Mechtild Gomolla. Ihr zufolge, sind alle „Praktiken der Herabsetzung, Benachteiligung und Ausgrenzung […], die gegen Angehörige bestimmter Gruppen bzw. Gruppen gerichtet sind“ (Gomolla in Mecheril 2016, S. 73) als soziale Diskriminierung zu bezeichnen. Dieser Determination hinzuzufügen bleibt, dass durch jegliche Form der Benachteiligung, gesellschaftliche Privilegien und Vorteile für dominante Gruppen und ihre Mitglieder erzeugt und bestärkt werden können. Eine diskriminierende Wirkung kann also „einerseits durch die Verweigerung eines Rechtes, einer Dienstleistung oder einer Sache und andererseits durch das Bestreiten des gleichen Wertes der diskriminierenden Person“ (Erben nach Jenessen et al. 2013, S. 18) entstehen.

Für Ulrike Hormel und Albert Scherr entfaltet sich die Begrifflichkeit Diskriminierung wie folgt: „Als Diskriminierungen gelten gewöhnliche Äußerungen und Handlungen, die sich in herabsetzender oder benachteiligender Absicht gegen Angehörige bestimmter sozialer Gruppen richten“ (Hormel/Scherr 2010, S. 7). Daran anknüpfend besagt die soziologische Definition, dass immer dann von diskriminierenden Verhaltensweisen gesprochen werden kann, „wenn aus dem Handeln individueller Akteure nachteilige Folgen für andere Akteure eintreten, weil sie diese aufgrund wahrgenommener sozialer oder ethnischer Merkmale als ungleich bzw. minderwertig ansehen“ (Pates et al. 2010, S. 27). Auch die juristische Definition betont einmal mehr die ungleiche Behandlung trotz des Fehlens eines sachlichen Hintergrundes und die Herabwürdigung eines Menschen aufgrund eines „nicht oder nur schwer aufgebbaren Identitätsmerkmals der betreffenden Person“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verankert die Thematik rechtlich durch das Grundgesetz und kontrastiert den gesellschaftlichen Anspruch auf Chancengleichheit mit der sozialen Realität von Diskriminierung im Bildungskontext.

2. Methodologie: Dieses Kapitel erläutert den wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit, zentrale Fachbegriffe zu klären und einen neutralen sowie strukturierten Überblick über das Themenfeld zu liefern.

3. Grundlagen und Grundbegriffe: Hier werden die Kernbegriffe Diskriminierung, Bildung und Migration theoretisch definiert und in ihre jeweiligen Subkategorien (z.B. institutionelle vs. strukturelle Diskriminierung) aufgegliedert.

3.1. Bestimmungsversuch: Diskriminierung: Dieser Abschnitt bietet einen detaillierten Diskurs über soziologische und juristische Definitionen von Diskriminierung sowie eine Abgrenzung von Vorurteilen.

3.1.1. Institutionelle Diskriminierung: Es wird erörtert, wie organisationale Routinen und Normen dauerhafte Benachteiligungen hervorbringen können, unabhängig von einer direkten Diskriminierungsabsicht.

3.1.2. Strukturelle Diskriminierung: Der Fokus liegt auf der historisch gewachsenen, gesellschaftsweiten Verdichtung von Benachteiligung, die nicht auf einzelne Akteure reduzierbar ist.

3.2. Begriffsentfaltung: Bildung: Das Kapitel reflektiert den Bildungsbegriff als Prozess der Selbstbestimmung und differenziert ihn von Erziehung und Sozialisation.

3.3. Terminologie: Migration: Hier werden verschiedene Formen der Migration definiert und die Relevanz des Begriffs Migrationshintergrund für die Bildungsdebatte herausgearbeitet.

4. Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration – Ein Ausblick: Dieser Teil verbindet die theoretischen Grundlagen mit der Praxis und zeigt auf, wie das Bildungssystem ungewollt Ungleichheiten reproduzieren kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Themas zusammen und plädiert für eine migrationssensible und diskriminierungskritische Gestaltung aller Bildungsbereiche.

6. Bibliografie: Dieses Kapitel listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise auf.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Migration, Bildung, Chancengleichheit, Institutionelle Diskriminierung, Strukturelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, Bildungsungleichheit, Soziale Gerechtigkeit, Vorurteile, Pädagogik, Integration, Chancengerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine thematische Einführung und eine wissenschaftliche Reflexion zum Phänomen Diskriminierung, speziell im Schnittfeld von Bildung und Migration in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die theoretische Bestimmung von Diskriminierung, die pädagogische Definition von Bildung sowie die differenzierte Betrachtung verschiedener Migrationsformen und deren Auswirkungen auf Bildungschancen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine fundierte begriffliche Grundlage zu schaffen, um die Vielschichtigkeit von Diskriminierung im Bildungssystem zu durchleuchten und für die Notwendigkeit diskriminierungskritischer Ansätze zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer theoretischen Aufarbeitung fachspezifischer Termini, um Konsens über grundlegende Definitionen für weiterführende Forschungen herzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundbegriffe der Diskriminierung (institutionell/strukturell), Bildung und Migration erläutert. Darauf aufbauend folgt ein Ausblick, der die Umsetzung dieser Theorien im schulischen und gesellschaftlichen Alltag kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Diskriminierung, institutionelle/strukturelle Benachteiligung, Migrationshintergrund, Bildungsgerechtigkeit und pädagogische Reflexion.

Warum wird im Kontext von Bildung von "institutioneller Diskriminierung" gesprochen?

Da Bildungseinrichtungen Regeln, Routinen und Normen nutzen, die – auch ohne explizite Diskriminierungsabsicht der Lehrkräfte – Angehörige bestimmter Gruppen (wie solche mit Migrationshintergrund) überproportional benachteiligen können.

Inwiefern beeinflusst der Begriff "Migration" die Bildungschancen?

Die Arbeit zeigt, dass Migration oft als soziales Merkmal genutzt wird, welches im deutschen Bildungssystem zu einer vorzeitigen Prädeterminierung der Bildungschancen führen kann.

Ist Bildung ein wirksames Gegenmittel gegen Diskriminierung?

Die Autorin argumentiert, dass Bildung zwar das Potenzial zur Aufklärung und Destabilisierung von Vorurteilen besitzt, jedoch in ihrer aktuellen Form auch Gefahr läuft, bestehende diskriminierende Strukturen zu stützen.

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Résumé des informations

Titre
Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration
Sous-titre
Eine thematische Einführung und Reflexion fachspezifischer Termini
Université
University of Augsburg
Note
1,3
Auteur
Gloria Meßner (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
17
N° de catalogue
V1151931
ISBN (ebook)
9783346541413
ISBN (Livre)
9783346541420
Langue
allemand
mots-clé
Bildung migration Diskriminierung Thematische Einführung Reflexion Politische Erwachsenenbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gloria Meßner (Auteur), 2020, Diskriminierung im Kontext von Bildung und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151931
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Extrait de  17  pages
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