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Liegt bei einer Bindungsstörung eine Kindeswohlgefährdung vor?

Formen der Kindeswohlgefährdung sowie Ursachen, Symptome und Folgen einer Bindungsstörung

Titel: Liegt bei einer Bindungsstörung eine Kindeswohlgefährdung vor?

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maren Schweins (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen einer Bindungsstörung und einer Kindeswohlgefährdung gibt bzw. ob bei einer vorliegenden Bindungsstörung auch folglich eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Doch was genau versteht man unter einer Bindungsstörung? Was verbirgt sich hinter den Begriff ,,Kindeswohlgefährdung“?

Die Arbeit geht zuerst auf die Bedeutung des Begriffes ,,Kindeswohl“ ein, um im darauffolgenden Punkt auf den Begriff der „Kindeswohlgefährdung“ eingehen zu können. Dabei werden zusätzlich die Aspekte erläutert, die im Falle einer Kindeswohlgefährdung vorliegen müssen. Im Anschluss wird auf die Formen sowie das Verfahren bei einer Kindeswohlgefährdung eingegangen. Im Anschluss daran befasst sich die Arbeit mit dem Thema „Bindungsstörung“. Um Bindungsstörungen zu erklären, wird die „Bindungstheorie“ in den Blick genommen. In den darauf-folgenden Punkten werden die verschiedenen Ursachen und Folgen der Bindungsstörung erläutern. Im Anschluss werden die möglichen Zusammenhänge zwischen einer Kindeswohlgefährdung und einer Bindungsstörung herausgestellt. Abschließend wird im Fazit die Frage aus der Einleitung beantwortet oder ggf. die Schwierigkeiten zur Beantwortung der Frage aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung Kindeswohl

3. Begriffserklärung Kindeswohlgefährdung

3.1. Formen der Kindeswohlgefährdung

3.2. Themenanriss: Verfahren bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

4. Begriffserklärung Bindungstheorie

4.1. Bindungstypen und die Bedeutung der Bindungsqualität

5. Begriffserklärung Bindungsstörung

5.1. Mögliche Ursachen einer Bindungsstörungen

5.2. Symptome und Folgen einer Bindungsstörung

6. Zusammenhänge zwischen einer Bindungsstörung und einer Kindeswohlgefährdung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Fragestellung, ob bei Vorliegen einer Bindungsstörung bei einem Kind zwangsläufig auch von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen ist, und beleuchtet hierbei die rechtlichen und psychologischen Rahmenbedingungen.

  • Grundlagen des Kindeswohlbegriffs und der Kindeswohlgefährdung
  • Einführung in die Bindungstheorie nach John Bowlby
  • Klassifizierung von Bindungstypen und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung
  • Definition und Symptomatik von Bindungsstörungen
  • Analyse der kausalen Zusammenhänge zwischen Bindungsstörungen und Gefährdungspotenzialen

Auszug aus dem Buch

4. Begriffserklärung Bindungstheorie

Der englische Psychiater und Psychoanalytiker John Bowlby (1907- 1990) war ein wichtiger Hauptbegründer und -vertreter der Bindungstheorien (vgl. Julius, Henri u.a. (2009) S. 90). „Die Bindungstheorie verbindet ethologisches, entwicklungspsychologisches, systemisches und psychoanalytisches Denken. In ihren Annahmen befasst sie sich mit den grundlegenden Einflüssen auf die emotionale Entwicklung des Kindes und versucht, die Entstehung und Veränderung von starken gefühlsmäßigen Bindungen zwischen Individuen im gesamten Lebenslauf zu erklären“ (Brisch, Karl Heinz (2013), S. 35). Bowlby konzipierte Bindung als mehrere angeborene Verhaltenssysteme wie das Explorationssystem (vgl. Julius, Henri u.a. (2009) S. 90). Im Folgenden werden die vier verschiedenen Bindungstypen sowie die Bindungsqualität genauer erläutert, welche relevant zur Beantwortung der Fragestellung sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Fragestellung ein und erläutert die "Garantenstellung" von Fachkräften in der sozialen Arbeit sowie die statistische Häufigkeit von Kindeswohlgefährdungen.

2. Begriffserklärung Kindeswohl: Dieses Kapitel definiert das Kindeswohl als unbestimmten Rechtsbegriff und beleuchtet die normative Einordnung sowie die grundlegenden Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen.

3. Begriffserklärung Kindeswohlgefährdung: Hier wird der Begriff der Kindeswohlgefährdung rechtlich eingeordnet und es werden die notwendigen Voraussetzungen sowie die verschiedenen Formen der Gefährdung dargelegt.

3.1. Formen der Kindeswohlgefährdung: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Arten der Gefährdung, wie Vernachlässigung, Misshandlung und sexuelle Gewalt.

3.2. Themenanriss: Verfahren bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung: Das Kapitel befasst sich mit der Einschätzung der Gefährdungssituation durch Fachkräfte und den Faktoren, die bei einer Gefährdungsprognose eine Rolle spielen.

4. Begriffserklärung Bindungstheorie: Es werden die theoretischen Grundlagen nach John Bowlby vorgestellt, insbesondere das Zusammenspiel von Bindungs- und Explorationssystem.

4.1. Bindungstypen und die Bedeutung der Bindungsqualität: Hier werden die verschiedenen Bindungstypen erläutert und wie diese mittels standardisierter Methoden wie der "Fremden Situation" untersucht werden.

5. Begriffserklärung Bindungsstörung: Dieses Kapitel klassifiziert Bindungsstörungen gemäß ICD-10 und erläutert deren Erscheinungsformen.

5.1. Mögliche Ursachen einer Bindungsstörungen: Es wird analysiert, wie massive Traumata und Beziehungsverluste zur Entstehung von Bindungsstörungen führen können.

5.2. Symptome und Folgen einer Bindungsstörung: Dieser Abschnitt beschreibt die Auswirkungen von Bindungsstörungen auf die körperliche und soziale Entwicklung im Kindes- und Jugendalter.

6. Zusammenhänge zwischen einer Bindungsstörung und einer Kindeswohlgefährdung: Hier erfolgt die Synthese, in der dargelegt wird, warum Bindungsstörungen einen bedeutsamen Risikofaktor für das Kindeswohl darstellen können.

7. Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung und betont die Notwendigkeit einer Einzelfallprüfung bei der Gefährdungseinschätzung.

Schlüsselwörter

Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, Bindungsstörung, John Bowlby, Bindungstypen, Fremde Situation, Feinfühligkeit, Explorationssystem, Trauma, Vernachlässigung, Kinderschutz, soziale Arbeit, Entwicklungspsychologie, Gefährdungseinschätzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen und praktischen Zusammenhänge zwischen Bindungsstörungen bei Kindern und einer möglichen Kindeswohlgefährdung im Kontext der sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Kindeswohls, die psychologische Bindungstheorie nach Bowlby sowie die rechtliche und fachliche Einschätzung bei Kindeswohlgefährdung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Liegt bei einer Bindungsstörung eine Kindeswohlgefährdung vor?“

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze der Bindungsforschung und rechtliche Grundlagen des Kinderschutzes methodisch zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffserklärungen von Kindeswohl und Bindungstheorie, die Darstellung verschiedener Bindungstypen sowie die detaillierte Analyse der Symptome und Folgen von Bindungsstörungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindeswohlgefährdung, Bindungstypen, Feinfühligkeit, Traumatisierung und Gefährdungseinschätzung geprägt.

Inwiefern spielt das Explorationssystem eine Rolle für die Bindung?

Das Explorationssystem ist nach Bowlby komplementär zur Bindung. Ein Kind kann die Umwelt nur sicher explorieren, wenn das Bindungssystem durch eine stabile Basis (Bezugsperson) aktiviert ist.

Warum ist die Unterscheidung der Bindungstypen für die Arbeit so wichtig?

Die Differenzierung der Bindungstypen erlaubt eine fundierte Einschätzung der psychischen Belastbarkeit des Kindes und hilft zu verstehen, wie sich mangelnde Feinfühligkeit in spezifischen Verhaltensmustern niederschlägt.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Gefährdung?

Der Autor schlussfolgert, dass eine Bindungsstörung zwar ein massiver Risikofaktor ist, die Frage nach einer tatsächlichen Kindeswohlgefährdung jedoch stets einer individuellen Einzelfallprüfung durch Fachkräfte unterliegt.

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Details

Titel
Liegt bei einer Bindungsstörung eine Kindeswohlgefährdung vor?
Untertitel
Formen der Kindeswohlgefährdung sowie Ursachen, Symptome und Folgen einer Bindungsstörung
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1,3
Autor
Maren Schweins (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1151938
ISBN (eBook)
9783346541352
ISBN (Buch)
9783346541369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kindeswohlgefährdung Bindungsstörung Mutter-Kind-Bindung Eltern-Kind-Bindung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maren Schweins (Autor:in), 2019, Liegt bei einer Bindungsstörung eine Kindeswohlgefährdung vor?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151938
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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