Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Kulturwissenschaften - Sonstiges

Prävention für Berufsmusiker:innen als Managementaufgabe. Was der Orchesterbetrieb vom Profisport lernen kann

Titel: Prävention für Berufsmusiker:innen als Managementaufgabe. Was der Orchesterbetrieb vom Profisport lernen kann

Masterarbeit , 2021 , 75 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hannah Bregler (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit werden Erkenntnisse zu den physischen und psychischen Belastungen von Berufsmusiker:innen ausführlich dargestellt und Risikofaktoren herausgearbeitet. Anhand von ausgewählten Studien aus dem Hochleistungssport soll gezeigt werden, wie Athlet:innen Gesundheitsschäden während ihrer Karriere vermeiden. Als Quellen dienen Fachzeitschriften, Fachbücher und wissenschaftliche Artikel in Online-Publikationen. Expertise aus dem Leistungssport wird durch Interviews mit einer Sportpsychologin des Olympiastützpunkts Hamburg/Schleswig-Holstein e.V. und dem Geschäftsführer eines Handballvereins eingebracht.

Im ersten Teil wird die gesundheitliche Situation von Profimusiker:innen dargestellt. Anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen wird zunächst auf die hohen physischen Belastungen eingegangen und eine Erklärung für das Entstehen von körperlichen Beschwerden herausgearbeitet. In unmittelbarem Zusammenhang dazu stehen die psychischen und psychosozialen Belastungen, mit denen Berufsmusiker:innen im Laufe ihres Berufslebens konfrontiert werden.
Im zweiten Teil werden einzelne Studien aus dem Leistungssport vorgestellt. Diese werden, soweit möglich, den Problemfeldern von Musiker:innen gegenübergestellt.

Der dritte Teil geht auf die Situation bezüglich gesundheitlicher Prävention in professionellen Orchestern ein. Ein kurzer Überblick über bereits vorhandene Maßnahmen, das Aufzeigen von Mängeln und ausgewählte Studienergebnisse dienen als Grundlage für Handlungsempfehlungen. Darüber hinaus werden Personalführung, Kommunikationskultur im Orchesterbetrieb und die Mitarbeiter:innenentwicklung berücksichtigt. Abschließend werden die Erkenntnisse in die musikspezifischen Bedürfnisse übersetzt und Empfehlungen daraus abgeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Historische Entwicklung von Sport- und Musikermedizin

1.2 Ausgangslage

1.3 Zielsetzung

1.4 Methodik und Aufbau

1.5 Begriffserklärungen

2. Musikermedizinische und -psychologische Forschungen

2.1 Somatische Risikofaktoren bei Instrumentalist:innen

2.1.1 Muskuläre Überbelastung, Gelenkprobleme

2.1.2 Nervenkompressionssymptome und fokale Dystonie

2.2 Psychologische Risikofaktoren bei Instrumentalist:innen

2.2.1 Lampenfieber und Auftrittsangst

2.2.2 Stress bei Musiker:innen

2.2.3 Kommunikationskultur im Orchester

3. Erkenntnisse aus dem Leistungssport

3.1 Zusammenhang von Emotionen und sportlicher Leistung

3.2 Stress und Wettkampfangst

3.3 Belastung-Erholung

3.3.1 Erholungs-Belastungs-Fragebogen nach Kellmann

3.4 Emotionsregelung und Bewältigungsstrategien

3.4.1 Regulation durch Selbstgespräche

3.4.2 Entspannungsverfahren

3.4.3 Physiotherapeutische Maßnahmen

3.5 Mentales Training

3.6 Gruppenkohäsion und Leistungsfähigkeit

4. Implementierung in das Orchestermanagement

4.1 Ist-Zustand

4.1.1 Arbeitsumfeld Orchester

4.1.2 Betriebliche Förderung

4.2 Handlungsoptionen des Orchestermanagements

4.2.1 Personenorientierte Maßnahmen

4.2.2 Organisatorische Maßnahmen

4.3 Neue Prozesse anstoßen

5. Handlungsempfehlungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Situation von Orchestermusiker:innen und zeigt die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen auf, wobei Erkenntnisse aus dem Leistungssport als Leitfaden für ein verbessertes Orchestermanagement dienen. Ziel ist es, ein Verständnis für physische und psychische Belastungsfaktoren zu schaffen und Strategien zu entwickeln, um die Gesundheit der Musiker:innen nachhaltig zu fördern und die Arbeitsfähigkeit zu sichern.

  • Gesundheitliche Risikofaktoren bei Berufsmusiker:innen
  • Übertragbarkeit von Trainings- und Bewältigungsstrategien aus dem Leistungssport
  • Optimierung des Orchestermanagements durch Prävention und Gesundheitsförderung
  • Verbesserung der Kommunikationskultur und Arbeitsbedingungen in Orchestern

Auszug aus dem Buch

1.1 Historische Entwicklung von Sport- und Musikermedizin

Bereits im 5. Jahrhundert v. Ch. erwähnte Herodicus erstmals das Zusammenspiel von Sport, Ernährung und Gesundheit und stellte fest, dass eine ausgewogene Diät in Verbindung mit sportlichen Aktivitäten zu einem gesunden Leben führt (vgl. Georgoulis u.a. 2007). Auch philosophische Überlegungen zu Gesundheit, Sport und Körper sind seit der Antike häufig angestellt worden. In jüngerer Vergangenheit markiert der 21. September 1912 mit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. die Geburtsstunde der institutionellen Sportmedizin in Deutschland. Zudem fand die Internationale Hygieneausstellung in Dresden (1911), der erste sportmedizinische Kongress in Oberhof/Thüringen (1912) und das sportmedizinisch akzentuierte Pariser Ärztetreffen (1913) statt (vgl. Mastnak 2016).

Die Musikermedizin ist im Vergleich dazu ein jüngerer Forschungsbereich und wird in der Literatur überwiegend pathologieorientiert dargestellt. Vereinzelt gibt es auch hier frühe Erwähnungen, wie z.B. aus dem Jahr 1486 von Leistenbrüchen bei Flöten- und Trompetenspielern. 1713 geht der Sportmediziner Bernardino Ramazzini auf die Berufskrankheiten des Musikers ein und 1926 legte Kurt Singer, Arzt, Musiker und Publizist in Berlin, mit seiner Arbeit „Die Berufskrankheiten der Musiker: systematische Darstellungen ihrer Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden“ die Grundsteine der modernen Musikermedizin (vgl. Mastnak 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesundheitlichen Belastungen von Berufsmusiker:innen ein und stellt den Vergleich zum Leistungssport als Potenzial für die Gesundheitsprävention heraus.

2. Musikermedizinische und -psychologische Forschungen: Hier werden physische Risikofaktoren wie muskuloskelettale Überbelastung sowie psychische Faktoren wie Lampenfieber, Auftrittsangst und Stress im Orchesterbetrieb beleuchtet.

3. Erkenntnisse aus dem Leistungssport: In diesem Kapitel werden sportwissenschaftliche Ansätze und Methoden zur Emotionsregelung, Belastungs-Erholungs-Steuerung und zum mentalen Training vorgestellt, um sie für den Orchesterbetrieb nutzbar zu machen.

4. Implementierung in das Orchestermanagement: Der Fokus liegt hier auf der Analyse des Ist-Zustands in Orchestern und der Ableitung konkreter gesundheitsfördernder Handlungsoptionen für das Management.

5. Handlungsempfehlungen und Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer strukturellen und kulturellen Veränderung zusammen und gibt Empfehlungen für die nachhaltige Etablierung gesundheitspräventiver Angebote.

Schlüsselwörter

Berufsmusiker:innen, Musikermedizin, Gesundheitsprävention, Orchestermanagement, Leistungssport, Auftrittsangst, Mentales Training, Belastungs-Erholungs-Management, Physiotherapeutische Maßnahmen, Stressbewältigung, Arbeitsklima, Betriebliche Gesundheitsförderung, Kommunikation, Salutogenese, Gruppenkohäsion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Belastungssituation von professionellen Orchestermusiker:innen und prüft, inwiefern bewährte Methoden aus dem Leistungssport auf das Orchestermanagement übertragen werden können, um Prävention und Gesundheitsförderung zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die physischen und psychischen Risikofaktoren im Orchesteralltag, die Übertragung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. mentale Techniken, Regenerationsmanagement) sowie die Rolle der Führungskultur im Orchestermanagement.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Bewusstsein für die gesundheitlichen Herausforderungen in Orchestern zu schaffen und Führungskräften konkrete, praxisnahe Leitfäden für die Implementierung gesundheitspräventiver Maßnahmen an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur und Studien sowie der Einbeziehung von Expertenwissen aus dem Leistungssport, das durch Interviews mit einer Sportpsychologin und einem Geschäftsführer im Profisport ergänzt wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der gesundheitlichen Gefahren für Musiker:innen, die Vorstellung von Interventionsmethoden aus dem Leistungssport sowie die Analyse und Implementierung dieser Ansätze in bestehende Orchesterstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Musikermedizin, Gesundheitsprävention, Orchestermanagement, Leistungssport, Stressbewältigung, Salutogenese und Betriebliche Gesundheitsförderung geprägt.

Wie kann das Modell der "Individual Zone of Functioning" (IZOF) im Orchesterbetrieb helfen?

Das IZOF-Modell hilft Musiker:innen, den Zusammenhang zwischen ihren Emotionen und ihrer Leistung individuell zu verstehen, um dysfunktionale (leistungshemmende) emotionale Zustände rechtzeitig zu erkennen und in funktionale (leistungsfördernde) Bereiche zu lenken.

Warum ist die Einbindung von Physiotherapeuten im Orchesterbetrieb empfehlenswert?

Physiotherapeuten können nicht nur körperliche Beschwerden durch gezielte Interventionen mindern, sondern dienen als wichtige Schnittstelle zum Management, indem sie durch ihre tägliche Arbeit im engen Kontakt mit den Musikern frühzeitig Stimmungsbilder und individuelle Bedürfnisse erkennen können.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prävention für Berufsmusiker:innen als Managementaufgabe. Was der Orchesterbetrieb vom Profisport lernen kann
Hochschule
Institut für Kultur- und Medienmanagement
Veranstaltung
Kulturmanagement
Note
1,3
Autor
Hannah Bregler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
75
Katalognummer
V1152272
ISBN (eBook)
9783346547200
ISBN (Buch)
9783346547217
Sprache
Deutsch
Schlagworte
prävention berufsmusiker managementaufgabe orchesterbetrieb profisport
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hannah Bregler (Autor:in), 2021, Prävention für Berufsmusiker:innen als Managementaufgabe. Was der Orchesterbetrieb vom Profisport lernen kann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152272
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  75  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum