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Verflixt und zugenäht! - Die Nähmaschine als Lerngegenstand der technischen Elementarbildung

Titel: Verflixt und zugenäht! - Die Nähmaschine als Lerngegenstand der technischen Elementarbildung

Examensarbeit , 2002 , 71 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thordis Seiffert-Hansen (Autor:in)

Didaktik - Sachunterricht, Heimatkunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird zunächst die technische Elementarbildung im Sachunterricht
erläutert. Anschließend wird die haushaltsübliche Nähmaschine behandelt, wobei
sowohl ihre Geschichte als auch ihre Funktionen beschrieben werden. Es wird schon
hierbei deutlich werden, dass die Nähmaschine als Thema weitaus ergiebiger ist als es
der Bereich des Textilen Werkens zu behandeln vermag.
Ein gesondertes Kapitel ist im Anschluss daran der Kindernähmaschine mit Ihrer
speziellen Geschichte und ihren Verwendungsmöglichkeiten gewidmet.
Diesen Kapiteln folgt eines, das ausgewählte Aspekte der technischen Elementarbildung
erläutert, die hervorragend am Beispiel der Nähmaschine behandelt werden können.
Im Verlauf dieser Arbeit wird deutlich werden, dass die Nähmaschine ein Comeback in
die Klassenzimmer und die Lehrmaterialien verdient hat, da sie eine umfassende
Beschäftigung mit der Lebensumwelt der Kinder ermöglicht.
Um das Lesen des Textes nicht unnötig zu erschweren, wird bei nicht namentlich
genannten Personen ausschließlich die männliche Form verwendet. Selbstverständlich
sind weibliche Personen hier mit eingeschlossen, sofern nicht explizit anders erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zur technischen Elementarbildung im Sachunterricht

1.1. Aufgaben und Ziele des Sachunterrichts

1.2 Technische Elementarbildung

1.2.1 Zum Technikbegriff

1.2.2. Die Entwicklung des Technikunterrichts

1.2.3. Zur Unentbehrlichkeit von technischer Elementarbildung

1.2.4. Die Diskussion um Inhalte und Ziele der technischen Elementarbildung

2. Die Nähmaschine

2.1 Die Entwicklungsgeschichte der Nähmaschine

2.1.1. Am Anfang war die Nadel

2.1.2. Die Geschichte der Nähmaschine

2.2. Die Nähmaschinenarten

2.3. Funktionsweise der Nähmaschine

2.3.1. Aufbau und Antrieb

2.3.2. Die Stichbildungsorgane

2.3.3. Der Stichbildungsvorgang

2.3.4. Der Stofftransport

2.3.5. Sticharten

2.4. Grundregeln für das Arbeiten mit der Nähmaschine

2.5. Sicherheitsmaßnahmen

2.6. Kindernähmaschinen

3. Die Nähmaschine als Unterrichtsthema

3.1. Der Aspekt der Fertigungsaufgabe am Beispiel der Herstellung eines Turnbeutels

3.1.1. Die Fertigungsaufgabe

3.1.2. Die Fertigungsaufgabe „Ich nähe mir einen Turnbeutel“

3.2. Verflixt...- Der Aspekt des problemlösenden Lernens

3.2.1. Didaktische Überlegungen

3.2.2. Methodische Überlegungen am Beispiel der Fadenverschlingung

3.3. Der Aspekt, wie Technik Arbeit verändert: Technikgeschichte am Beispiel der Stichbildung

3.3.1. Historisches Lernen und Technikgeschichte

3.3.2. Die Stichbildung - wie Technik die Näharbeit verändert hat

3.3.2.1. Didaktische Überlegungen

3.3.2.2. Methodische Überlegungen

3.4. Der Aspekt des Erkennens von Bedingungszusammenhängen

3.4.1. Das Thema „Kinderarbeit in der ‘Dritten Welt’“ in der technischen Elementarbildung

3.4.2. Kinderarbeit in der „Dritten Welt“

3.4.2.1. Kinderarbeit in der Textilindustrie am Beispiel Asiens

3.4.3. Methodische Überlegungen

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Nähmaschine als Lerngegenstand der technischen Elementarbildung im Sachunterricht der Grundschule. Ziel ist es, den Mehrwert des Einsatzes der Nähmaschine gegenüber einer rein oberflächlichen Bedienung aufzuzeigen und durch handlungsorientiertes Lernen, das technisches Verständnis mit soziokulturellen und ethischen Fragestellungen verknüpft, die Handlungskompetenz von Kindern in einer technisierten Welt zu fördern.

  • Technische Grundlagen und Funktionsweise der Nähmaschine.
  • Die Nähmaschine als Medium für handlungsorientiertes, problemlösendes Lernen.
  • Verzahnung von Technikgeschichte mit aktuellen sozialen Kontexten.
  • Sensibilisierung für globale Themen wie Kinderarbeit in der Textilindustrie.
  • Förderung der technischen Handlungskompetenz von Grundschulkindern.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Am Anfang war die Nadel

Die ersten Geräte, die zum Nähen gebraucht wurden, waren archäologischen Funden nach zu urteilen aus Holzstäbchen, Dornen, Knochensplittern und Fischgräten gefertigt. Man bohrte mit den angespitzten Stechwerkzeugen Löcher in das zu bearbeitende Material und zog anschließend Darmstreifen, Lederriemen oder Pflanzenfasern hindurch und verknotete sie. Mit Beginn der Bronze- und der späteren Eisenzeit wurden die Nadeln aus immer widerstandsfähigerem Material gefertigt. (S. Abb. 1.)

Aus den gleichen Materialien wurden ca. 3000 v. Chr. die ersten Nähnadeln mit einem Öhr hergestellt. Die Erfindung des Nadelöhrs ermöglichte es, dass die beiden Arbeitsgänge vom Lochen des Materials und dem Durchfädeln des Fadens oder Riemens in einem erledigt werden konnten.

Um 1370 herum wurden die ersten Nadeln in Serie produziert, nachdem man gelernt hatte, aus Stahl Drähte zu ziehen. Die in gleich lange Stücke zerteilten Drähte wurden in reiner Handarbeit durch Walzen und Schmieden gespitzt, mit einem Öhr und Prägestempel versehen, mehrmals geschliffen und vor dem Versand noch poliert. Letztere Arbeitsgänge erforderten viel Fingerspitzengefühl und wurden von Frauen und Kindern ausgeführt. (Vgl. Planton 1990.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur technischen Elementarbildung im Sachunterricht: Erläutert die theoretischen Grundlagen der technischen Bildung im Grundschulunterricht, diskutiert den Technikbegriff und stellt verschiedene didaktische Ansätze gegenüber.

2. Die Nähmaschine: Beschreibt detailliert die Entwicklungsgeschichte der Nähmaschine, die verschiedenen Bauarten, deren mechanische Funktionsweise sowie Grundregeln für den sicheren Umgang und die Besonderheiten von Kindernähmaschinen.

3. Die Nähmaschine als Unterrichtsthema: Zeigt anhand praktischer Beispiele auf, wie die Nähmaschine als Lerngegenstand genutzt werden kann, um Fertigungsaufgaben, problemlösendes Lernen, Technikgeschichte und die Reflexion über globale Bedingungszusammenhänge wie Kinderarbeit in den Unterricht zu integrieren.

4. Resümee: Fasst zusammen, dass die Nähmaschine als komplexes technisches Objekt weit mehr als nur ein Werkzeug des textilen Werken ist und ein Comeback im Klassenzimmer verdient, um ganzheitliche Bildungsprozesse zu unterstützen.

Schlüsselwörter

Technische Elementarbildung, Sachunterricht, Grundschule, Nähmaschine, Technikgeschichte, Handlungsorientierung, Fertigungsaufgabe, Problemlösendes Lernen, Stichbildung, Kinderarbeit, Textilindustrie, Technische Handlungskompetenz, Didaktik, Modellbau, Wertorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Nähmaschine als vielseitigen Lerngegenstand für die technische Elementarbildung im Sachunterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Technikgeschichte, der Funktionsweise von Maschinen, der didaktischen Umsetzung von Fertigungsaufgaben und der kritischen Auseinandersetzung mit den globalen Auswirkungen technischer Produktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass die Nähmaschine aufgrund ihrer technischen Komplexität und ihrer Alltagsrelevanz ein hervorragendes Medium ist, um technische Grundbildung und ethische Urteilskompetenz integrativ zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der didaktischen Reflexion und exemplarischen Darstellung von Unterrichtsmodellen im Sachunterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Geschichte der Nähmaschine, ihre mechanische Funktionsweise, methodische Ansätze für den Unterricht (z. B. Stationslernen) sowie die Verknüpfung mit dem Thema Kinderarbeit in der Textilindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie technische Elementarbildung, Sachunterricht, Handlungsorientierung, Kinderarbeit und technische Handlungskompetenz beschreiben.

Warum ist der Einsatz von Kindernähmaschinen sinnvoll?

Sie ermöglichen Grundschülern aufgrund integrierter Sicherheitsmerkmale einen gefahrlosen Zugang zu technischen Prozessen, die mit Haushaltsmaschinen aus Sicherheitsgründen oft nicht möglich wären.

Wie kann die Fadenverschlingung mit Schülern erarbeitet werden?

Durch den Bau überdimensionaler Modelle und die Untersuchung der echten Nähmaschine in Kleingruppen können Schüler die Funktionsweise des Greifers und den Prozess der Fadenverschlingung handelnd nachvollziehen.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verflixt und zugenäht! - Die Nähmaschine als Lerngegenstand der technischen Elementarbildung
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Autor
Thordis Seiffert-Hansen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
71
Katalognummer
V115236
ISBN (eBook)
9783640292646
ISBN (Buch)
9783640292820
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verflixt Nähmaschine Lerngegenstand Elementarbildung Technik Unterricht Grundschule Technikgeschichte Kinderarbeit Fertigungsaufgabe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thordis Seiffert-Hansen (Autor:in), 2002, Verflixt und zugenäht! - Die Nähmaschine als Lerngegenstand der technischen Elementarbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115236
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Leseprobe aus  71  Seiten
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