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Essverhalten in der Coronakrise. Wie sich der pandemiebedingte Stress auf das Essverhalten auswirkt

Titel: Essverhalten in der Coronakrise. Wie sich der pandemiebedingte Stress auf das Essverhalten auswirkt

Masterarbeit , 2020 , 91 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elisabeth Kaspar (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Verleitet der Stress in der Coronakrise dazu, mehr zu essen, mehr zu naschen und mehr Lebensmittel wie z.B. Süßigkeiten zu verzehren? Welche Stressoren sind dabei von Bedeutung und welche Rolle spielen individuelle Essensverhaltensmuster? Um diesbezüglich erste Tendenzen darstellen zu können, wurde eine quantitative Erhebung bei Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Anhalt durchgeführt. Untersucht werden soll, inwiefern sich der pandemiebedingte Stress auf das Essverhalten auswirkt. Dazu werden Einflüsse des subjektiv wahrgenommenen Stresses und ausgewählter pandemiebedingter Stressoren auf das Essverhalten geprüft und betrachtet, inwiefern diese Zusammenhänge von den Essensverhaltensmustern bzw. Ess-Stilen emotionales, restriktives und externales Essverhalten moderiert werden.

Im ersten Teil der Arbeit (Kap. 2 und Kap.3) werden zunächst theoretische Ansätze und Diskussionen nachgezeichnet, die die Grundlage für den empirischen Teil bilden. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19- Pandemie in Deutschland werden in Kapitel 2 nachgezeichnet. Kapitel 3 führt ein in für diese Arbeit relevante Begriffe der Emotions-, Stress- und Ernährungspsychologie. Anschließend wird ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand hinsichtlich wesentlicher Aspekte der vorliegenden Fragestellung gegeben (Kap. 4).

Im zweiten Teil der Arbeit (Kap. 5 und Kap. 6) wird aufbauend auf der Theorie die empirische Untersuchung nachgezeichnet. Dazu wird in Kapitel 5 das methodische Vorgehen differenziert beschrieben, das der quantitativen Erhebung zugrunde liegt. Die Forschungsergebnisse werden in Kapitel 6 anhand der unterschiedlichen Auswertungsmethoden spezifiziert. In Kapitel 7 werden die zentralen Ergebnisse aufgegriffen, methodisch und
inhaltlich diskutiert sowie mit den bisherigen Forschungsergebnissen verglichen. Orientiert an den Ergebnissen werden in Kapitel 7.3 Schlussfolgerungen erörtert und ein Ausblick gegeben. Das letzte Kapitel (Kap. 8) fasst Ziel, Methode,
Ergebnisse und Diskussion der vorliegenden Arbeit zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problem- und Zielstellung

2 Hintergrund: Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie in Deutschland

3 Begriffsbestimmungen

3.1 Emotionen

3.2 Stress und Stressbewältigung

3.3 Ess-Stile

3.3.1 Emotionales Essverhalten

3.3.2 Gezügeltes bzw. restriktives Essverhalten

3.3.3 Externales Essverhalten

4 Aktueller Forschungsstand

5 Methodisches Vorgehen

5.1 Fragestellung und Untersuchungsdesign

5.2 Erhebungsinstrumente

5.2.1 Demographische und gewichtsbezogene Angaben

5.2.2 Essverhalten

5.2.3 Wahrgenommener Stress und Stressoren

5.2.4 Moderatoren

5.2.5 Offene Frage

5.3 Pretest

5.4 Durchführung

5.5 Auswertungsmethoden

6 Darstellung der Ergebnisse

6.1 Beschreibung der Stichprobe

6.2 Beschreibung der Häufigkeitsverteilungen der Variablen

6.3 Ergebnisse der Korrelationsanalyse

6.4 Ergebnisse der Moderationsanalyse

6.5 Ergebnisse der explorativen Datenanalyse

7 Diskussion und Ausblick

7.1 Diskussion der Methodik

7.2 Diskussion der Ergebnisse

7.3 Schlussfolgerungen und Ausblick

8 Zusammenfassung

9 Literaturverzeichnis

10 Anlagen

Anlage 1: Fragebogen mit Items und Quellen

Anlage 2: Ausgewählte Kommentare und Anmerkungen der Befragten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von pandemiebedingtem Stress auf das Essverhalten von Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Anhalt. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen wahrgenommenem Stress, spezifischen pandemiebedingten Stressoren und individuellen Essstilen aufzudecken sowie zu klären, inwiefern emotionale, restriktive oder externale Verhaltensmuster diesen Prozess moderieren.

  • Einfluss von pandemiebedingtem Stress auf das Essverhalten
  • Moderierende Wirkung individueller Essstile (emotional, restriktiv, external)
  • Rolle spezifischer pandemiebedingter Stressoren (z.B. Angst, Langeweile, finanzielle Sorgen)
  • Quantitative Erhebung bei Hochschulangehörigen
  • Vergleich von Stresserleben und Essgewohnheiten bei verschiedenen soziodemografischen Gruppen

Auszug aus dem Buch

3.1 Emotionen

Geht man der Frage nach, was Emotionen sind, wodurch sie verursacht werden und wie sie sich auf das menschliche Verhalten auswirken, so begegnet man verschiedenen Emotionstheorien, die sich in ihren Hypothesen, Untersuchungsmethoden und Messverfahren unterscheiden und „von dem jeweiligen wissenschaftshistorischen Kontext abhängig“ (Traue 1998: 33) sind. Sie reichen von der evolutionsbasierten Expressionstheorie (Darwin-Tradition) über die psychophysiologische Aktivationstheorie (James-Lange-Tradition), die neurobiologische Emotionstheorie (Canon-Bard-Tradition), die psychoanalytische Emotionstheorie (Freud-Tradition) bis hin zur Kognitions-Aktivationstheorie (Schachter-Singer-Tradition) (vgl. ebd., p. 31f). All diese Emotionstheorien auszuführen und sie auf ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin miteinander zu vergleichen wäre durchaus interessant, würde den Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch sprengen und von dem eigentlichen Erkenntnisinteresse der Arbeit ablenken. Festzuhalten ist, dass eine Vielzahl sich einander widersprechender und gegenseitig ausschließender Emotionstheorien vorliegt und die Abgrenzung des Emotionsbegriffs von Begriffen wie Gefühl, Stimmung und Affekt entsprechend schwierig ist. Wesentlicher Konsens besteht über die folgenden an Emotionsprozessen beteiligten Komponenten:

1. Ausdrucksverhalten der Mimik, der Gestik und des gesamten Körpers.

2. Kognitive Bewertung von inneren und äußeren Stimuli.

3. Physiologische und endokrine Aktivierung.

4. Kognitiver Entwurf von Handlungen und Handlungsbereitschaften.

5. Subjektives Erleben und sprachliche Repräsentanz.“ (Traue 1998: 30)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problem- und Zielstellung: Das Kapitel führt in die pandemiebedingte Ausnahmesituation ein und formuliert das Ziel, die Auswirkungen von Stress auf das menschliche Essverhalten zu erforschen.

2 Hintergrund: Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie in Deutschland: Es werden die staatlichen Maßnahmen, Kontaktbeschränkungen und Lockdowns dokumentiert, die den Alltag der Bevölkerung im Frühjahr 2020 maßgeblich prägten.

3 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen zu den Themen Emotionen, Stressmodelle (Selye, Lazarus) und klassifiziert verschiedene Essstile als Moderatoren des Ernährungsverhaltens.

4 Aktueller Forschungsstand: Hier erfolgt eine Literaturübersicht über Studien zu Stress und Essverhalten im Kontext der Covid19-Pandemie sowie zu den psychologischen Auswirkungen früherer Krisen.

5 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Design der quantitativen Online-Erhebung, die verwendeten Messinstrumente (PSS, DEBQ) und die statistischen Auswertungsmethoden.

6 Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Befragung von 444 Personen werden präsentiert, inklusive der statistischen Analysen zu Stressoren, Essverhalten und den Moderationseffekten der verschiedenen Essstile.

7 Diskussion und Ausblick: Die erhobenen Daten werden kritisch reflektiert, mit Hypothesen abgeglichen, Grenzen der Untersuchung aufgezeigt und Handlungsempfehlungen für das betriebliche Gesundheitsmanagement gegeben.

8 Zusammenfassung: Das Kapitel bietet ein kurzes Resümee der Kerninhalte und zentralen Erkenntnisse der Masterarbeit.

Schlüsselwörter

Covid19-Pandemie, Stress, Essverhalten, Emotionsregulation, psychologische Belastung, emotionales Essverhalten, restriktives Essverhalten, externales Essverhalten, soziale Isolation, Stressoren, Studierende, Quantitative Erhebung, Copingstrategien, Gesundheitspsychologie, Adipositasprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der durch die Covid19-Pandemie bedingte Stress auf das Essverhalten von Studierenden und Beschäftigten der Hochschule Anhalt ausgewirkt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Stresspsychologie, Ernährungspsychologie, die Analyse von Essstilen (emotional, restriktiv, external) und deren Moderationsrolle bei Stressbewältigung durch Essen im Kontext der Pandemie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, welche pandemiebedingten Stressoren auftreten und ob individuelle Essensverhaltensmuster den Zusammenhang zwischen Stress und Nahrungsaufnahme verstärken oder abschwächen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative Online-Fragebogenerhebung mit 444 Teilnehmern durchgeführt. Die Daten wurden mittels Korrelations- und multipler Regressionsanalysen (Moderationsanalyse nach Hayes) ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Begriffe (Stress, Emotionen, Essstile), eine methodische Darstellung der Erhebung sowie die detaillierte statistische Analyse der Umfrageergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Covid19-Pandemie, Stress, Essverhalten, emotionale Regulation und Copingstrategien.

Welche Rolle spielt das emotionale Essverhalten in der Studie?

Die Studie zeigt, dass Personen mit moderaten oder starken Ausprägungen im emotionalen Essverhalten bei Stress signifikant mehr essen, was darauf hindeutet, dass Essen als Mechanismus zur Emotionsregulation eingesetzt wird.

Welcher Stressor erwies sich als besonders einflussreich?

Der Stressor "Frustration und Langeweile" korrelierte am stärksten mit dem wahrgenommenen Stress und zeigte signifikante Zusammenhänge mit einem erhöhten Naschverhalten und gesteigerter Gesamtverzehrmenge.

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Details

Titel
Essverhalten in der Coronakrise. Wie sich der pandemiebedingte Stress auf das Essverhalten auswirkt
Hochschule
Hochschule Anhalt - Standort Bernburg
Note
1,0
Autor
Elisabeth Kaspar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
91
Katalognummer
V1152403
ISBN (eBook)
9783346540720
ISBN (Buch)
9783346540737
Sprache
Deutsch
Schlagworte
essverhalten coronakrise stress
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Kaspar (Autor:in), 2020, Essverhalten in der Coronakrise. Wie sich der pandemiebedingte Stress auf das Essverhalten auswirkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152403
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Leseprobe aus  91  Seiten
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