Diese Seminararbeit wird eine Unterrichtseinheit, konzipiert nach dem Daltonplan, darstellen. Im ersten Teil dieser Arbeit wird eine theoretische Zusammenfassung der Daltonplan-Pädagogik erfolgen. Im zweiten Teil dieser Arbeit wird die Unterrichtseinheit in einer kurzen Zusammenfassung dargestellt und anschließend differenziert nach dem Daltonplan konzipert. Zum Schluss wird eine mögliche Nachfolgestunde beschrieben.
Die Epoche der Reformpädagogik gilt als eine Zeit des Aufbruchs und des Protestes gegen die „alte traditionelle Schule“. Diese Form der Pädagogik brachte im Laufe der Geschichte viele Schulneugründungen und Versuchsschulen hervor. Für diese Schulen wurden viele neue Konzepte erstellt, die den Unterricht für die Schülerrinnen und Schüler effizienter gestalten sollten. Unteranderem wurde im Zuge dieser Zeit der sogenannte „Dalton- Plan“ von Helen Parkhurst entwickelt. Dieser Plan sah vor, das selbstständige Lernen in den Fokus des Unterrichts zu rücken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Literatur und Methodik
2. Der Daltonplan
3. Die Unterrichtseinheit um Kurzüberblick
3.1 Das Thema der Unterrichtseinheit
3.2 Das Lernziel der Unterrichtseinheit
3.3 Die Unterrichtsmaterialien
4. Die Unterrichtseinheit nach dem Daltonplan
4.1 Der Beginn der Unterrichtseinheit
4.2 Der weitere Verlauf
4.3 Das Ende der Unterrichtseinheit
5. Quellenverzeichnis
5.1 Literaturverzeichnis
5.2 Bildquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, eine Unterrichtseinheit für das Fach Geschichte in der sechsten Klasse unter Anwendung der Dalton-Pädagogik zu konzipieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, wie die Prinzipien der Freiheit, Kooperation und des "Budgeting Time" methodisch in eine Doppelstunde zum Thema "Das Römische Reich" integriert werden können, um das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
- Grundlagen der Dalton-Pädagogik nach Helen Parkhurst
- Konzeption einer geschichtsdidaktischen Unterrichtseinheit
- Förderung von Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
- Strukturierung von Lernzeit und Arbeitsphasen
- Einsatz von schülerzentrierten Arbeitsmaterialien
Auszug aus dem Buch
2. Der Daltonplan
Die Dalton Pädagogik wurde durch die Reformpädagogin Helen Parkhurst (1886-1973) entwickelt und nach der amerikanischen Stadt „Dalton“ in Massachusetts, U.S.A., benannt (Popp, 1999, S.12). Das Erziehungsziel ihrer Pädagogik war das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler (Popp, 1999, S. 76). Eine grundlegende Erkenntnis von Parkhurst war, dass aktiv selbsterarbeitetes Wissen am besten und einfachsten zu merken ist.
Für das „Selbst-Erarbeiten” ist Zeit vorgesehen, die in zeitlichen Grenzen frei einteilbar und frei nutzbar sein soll, da die eigene Begabung und Motivation einen großen Einfluss auf das individuelle Lerntempo haben. Dadurch und durch die erlaubte Kooperation mit den Mitschülern über die eigene Klassengemeinschaft hinaus werden die Schülerinnen und Schüler systematisch an das selbsttätige Lernen herangeführt.
Es lassen sich daher drei zentrale Prinzipien des Unterrichtens und Erziehens nach dem Daltonplan festlegen, die Parkhurst sinngemäß wie folgt definierte:
Freiheit
Damit meinte Parkhurst die pädagogische Freiheit der Schülerinnen und Schüler, d.h. die Abfolge der angewiesenen Tätigkeiten, die Dauer der Bearbeitungszeit, den Lernort, Arbeitsschwerpunkte, Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit selber entscheiden und festlegen zu können (Popp, 1999, S. 76-77).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Epoche der Reformpädagogik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, eine Unterrichtseinheit nach dem Daltonplan zu konzipieren.
2. Der Daltonplan: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die drei zentralen Prinzipien (Freiheit, Kooperation, "Budgeting Time") der Pädagogik von Helen Parkhurst dargelegt.
3. Die Unterrichtseinheit um Kurzüberblick: Dieses Kapitel definiert das Thema, die Lernziele sowie die notwendigen Materialien für die geplante Geschichtsstunde in Klasse sechs.
4. Die Unterrichtseinheit nach dem Daltonplan: Der praktische Ablauf der Doppelstunde wird detailliert dargestellt, unterteilt in Beginn, Verlauf und Ende der Unterrichtseinheit.
5. Quellenverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Fachliteratur und der genutzten Bildquellen für die Seminararbeit.
Schlüsselwörter
Daltonplan, Reformpädagogik, Helen Parkhurst, Geschichte, Unterrichtsentwurf, Selbstständiges Lernen, Freiheit, Kooperation, Budgeting Time, Sekundarstufe, Römische Reich, Unterrichtsmaterialien, Individualisierung, Eigenverantwortung, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption einer Unterrichtseinheit im Fach Geschichte für die sechste Jahrgangsstufe unter Anwendung der reformpädagogischen Prinzipien des Daltonplans.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung des Daltonplans sowie die praktische Umsetzung durch selbstständiges Lernen, Zeitmanagement und die Förderung kooperativer Arbeitsformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Darstellung eines schulpraktischen Entwurfs, der zeigt, wie Schülerinnen und Schüler durch den Daltonplan zu mehr Selbstvertrauen und Eigeninitiative in ihrem Lernprozess geführt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung des Modells sowie eine didaktische Konzeption zur Planung einer konkreten Unterrichtseinheit für den Geschichtsunterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Dalton-Pädagogik und eine detaillierte Planung der Unterrichtseinheit zum Thema "Das Römische Reich".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Daltonplan, Reformpädagogik, selbstständiges Lernen, Eigenverantwortung und geschichtsdidaktische Unterrichtsplanung definieren.
Warum wurde das Römische Reich als Thema gewählt?
Das Thema ist im Lehrplan für die Klassenstufe sechs vorgesehen und dient als spannender Kontext, um die Prinzipien des Daltonplans auf ein historisches Themenfeld anzuwenden.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft in diesem Dalton-Unterricht?
Die Rolle der Lehrperson wandelt sich von der reinen Wissensvermittlung hin zur begleitenden Aufsicht und beratenden Unterstützung bei Problemen, um die Selbstständigkeit der Lernenden zu gewährleisten.
Welche Materialien werden für die Unterrichtseinheit genutzt?
Eingesetzt werden anschauliche Bilder als Impulsgeber, ein spezielles Arbeitsblatt für die Recherche, das Schulbuch "Die Reise in die Vergangenheit" sowie internetfähige Technik.
- Arbeit zitieren
- Mario Ziesemeier (Autor:in), 2021, Die Daltonplan-Pädagogik von Helen Parkhurst. Konzeption einer Unterrichtseinheit über das Römische Reich (Geschichte, 6. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152412