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Geld und seine Auswirkung auf die Kaufleute in Bezug auf die religiöse und moralische Einstellung

Title: Geld und seine Auswirkung auf die Kaufleute in Bezug auf die religiöse und moralische Einstellung

Essay , 2006 , 7 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Anna Sliwa (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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„Noch nicht einmal die Liebe hat aus so vielen Männern Narren gemacht wie das Geld.“ , sagte einst Gladstone, und doch könnte sich kaum Einer von uns ein Leben ohne Geld vorstellen. Doch wann und warum ist das Geld überhaupt entstanden?
Einen genauen Zeitpunkt des Entstehens des Geldes kann man nicht nennen, denn es gibt viele Theorien. Einige denken hier an die Sumerer, die schon 3000 v. Chr. aus dem Tausch der jeweiligen Güter wiederkehrende Wertverhältnisse ableiteten , andere wiederum sind der Meinung, dass die ältesten Quellen von Geldnutzung aus Mesopotamien stammen. Eins steht jedoch fest die ersten Münzen aus Edelmetallen gab es um 600 v. Chr. in Kleinasien und ab hier entwickelte sich die Form des Geldes weiter.
Warum das Geld erfunden wurde vermag keiner zu sagen, sicher ist jedoch, dass die Bedeutung des Geldes sich erst mit der Zeit entwickelt hat.
Zuerst herrschte noch die Naturalwirtschaft, d. h. man tauschte untereinander, das was man besaß, z. B. Rinder gegen Ziegen usw. Mit der Zeit entwickelte sich schließlich das Geld als Tauschmittel und aufgrund dieser speziellen Entwicklung nimmt der Handel ab dem 13. Jahrhundert enorm zu und geht über die Landesgrenzen hinaus.
In dem nachfolgendem Protokoll möchte ich nun auf die Kaufleute im Mittelalter eingehen, und wie sie vom Geld beeinflusst wurden. Im Mittelpunkt sollen hier jedoch ganz speziell die religiösen und moralischen Aspekte stehen und so werde ich mich in diesem Zusammenhang mit der Wucherei und dem Handeln des Kaufmanns gegen seine Mitmenschen und die Kirche beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Kaufmann und das Geld

3. Der Kaufmann und sein Handeln

4. Schlusswort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das vorliegende Protokoll analysiert die sozioökonomische Entwicklung der Kaufleute im Mittelalter und untersucht dabei insbesondere den Einfluss des Geldes auf deren moralische und religiöse Wertvorstellungen sowie deren Interaktion mit der Kirche.

  • Ursprung und Entwicklung des Geldes und des Handels im Mittelalter
  • Entstehung von Handelszentren und die Differenzierung der Kaufmannstypen
  • Die Rolle von Wucher und Zins als moralischer Konfliktpunkt mit der Kirche
  • Das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Notwendigkeit und kirchlichem Verbot
  • Die Etablierung des frühen Kreditwesens und die Professionalisierung der Kaufleute

Auszug aus dem Buch

3. Der Kaufmann und sein Handeln

Die Kaufleute liebten das Geld und taten alles um dieses Geld zu verdienen. Mit aller Leidenschaft wollten sie ihre Geldgier befriedigen, und so geschah es dass die Kaufleute, aufgrund ihres richtigen Geschäftsinns, anfingen ihr Geld verzinst zu verleihen.

Gerade im Mittelalter waren die Zinsen unverschämt hoch. Um 1200 lag der Jahreszins in Genua bei 20 % und in Florenz sogar bei 22 %, so konnte der Kaufmann auf Kosten der anderen sein Vermögen enorm steigern. Im Laufe des 13. Jahrhunderts breitete sich der Begriff „Wucher“ beziehungsweise „wucherisch“ aus, was bedeutet „zu einem hohen Zinssatz“.

Durch die Festlegung der überhöhten und ungerechten Zinsen wurde nun der Kaufmann zum Wucherer, der den Leuten das Geld aus der Tasche zog um seinen Besitz zu vermehren.

Durch diese Geldgier wurde der Kaufmann zum unmoralischen, egoistischen und unreligiösen Handeln verleitet, und so heißt es auch schon im Buch Jesus Sirach, dass Geldbesitz die Reinheit der Seele gefährdet.

Das unmoralische Handeln des Kaufmanns hieß Wucherei, was nichts anderes bedeutete als Zeit zu verkaufen, er bekam also Geld für die Zeitspanne, in der er das Geld verlieh. Zeit ist jedoch kein persönliches Gut sondern wird von Gott gegeben, und so verdammte die Kirche die Handlugen des Kaufmanns beziehungsweise den Kaufmann selbst. Der Grund für die Verdammung war die Verfolgung seiner Ziele, denn das Streben nach Reichtum bedeutete Habsucht, war also eine Kapitalsünde und somit war das Kreditwesen von der Kirche verboten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die historische Entstehung des Geldes und skizziert die Fragestellung bezüglich der religiös-moralischen Einstellung der mittelalterlichen Kaufleute.

2. Der Kaufmann und das Geld: Hier wird der Wandel des Kaufmanns vom wandernden Händler zum sesshaften Akteur infolge der kommerziellen Revolution und der Goldprägung im 13. Jahrhundert erläutert.

3. Der Kaufmann und sein Handeln: Dieser Abschnitt beleuchtet die Praxis der Kreditvergabe, das Phänomen des Wuchers und die daraus resultierenden theologischen Konflikte zwischen den Kaufleuten und der mittelalterlichen Kirche.

4. Schlusswort: Die abschließende Betrachtung reflektiert die dauerhafte Leidenschaft für Geld und resümiert die historische Bedeutung des Kaufmannsstandes für die Entstehung des modernen Kreditwesens.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Kaufmann, Geld, Handel, Wucher, Kirche, Zinsen, Moral, Religion, Kapital, Kreditwesen, Goldprägung, Handelszentren, Geldgier, Wirtschaftsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Kaufleute im Mittelalter und deren veränderten moralischen Einstellungen durch den zunehmenden Einfluss von Geld und Handel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die ökonomische Entwicklung des Handels, die Rolle der Kirche als moralische Instanz und den Umgang der Kaufleute mit Zinsgeschäften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Streben nach Profit und der Umgang mit Kapital die religiöse und moralische Integrität der Kaufleute herausforderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein erweitertes Protokoll auf Basis einer literarischen und historischen Recherche zur mittelalterlichen Wirtschaftsgeschichte.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des internationalen Handels, die Entdeckung von Zinsmechanismen und die Reaktion der Kirche auf die wucherische Praxis der Kaufleute.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mittelalter, Handel, Wucher, Kaufmann und christliche Moral beschreiben.

Wie reagierte die Kirche auf den Sklavenhandel mit islamischen Gebieten?

Obwohl die Kirche Geschäfte mit Ungläubigen missbilligte, sahen sich die Kaufleute gezwungen, diese fortzusetzen; die Kirche duldete dies teils aus praktischer Notwendigkeit und bezeichnete es euphemistisch als Solidarität.

Wie versuchten Kaufleute die kirchlichen Verbote zu umgehen?

Kaufleute deklarierten Zinsen häufig als Spenden oder Geldstrafen, um den formellen Verboten der Kirche zu entgehen und ihre Kreditgeschäfte abzusichern.

Wurde der Kaufmann von der Kirche nur verurteilt?

Nein, im Verlauf der Zeit entwickelte die Kirche Rechtfertigungsstrategien, indem sie den Kaufmann als notwendiges, wenn auch riskantes Glied im Wirtschaftsgefüge betrachtete.

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Details

Title
Geld und seine Auswirkung auf die Kaufleute in Bezug auf die religiöse und moralische Einstellung
College
University Karlsruhe (TH)  (für Literaturwissenschaft / Mediävistik)
Course
Geld – Kultur – Synthesis
Grade
2,0
Author
Bachelor of Arts Anna Sliwa (Author)
Publication Year
2006
Pages
7
Catalog Number
V115249
ISBN (eBook)
9783640166688
Language
German
Tags
Geld Auswirkung Kaufleute Bezug Einstellung Geld Kultur Synthesis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Anna Sliwa (Author), 2006, Geld und seine Auswirkung auf die Kaufleute in Bezug auf die religiöse und moralische Einstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115249
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