In der vorliegenden Seminararbeit soll insbesondere auch auf den steuerlichen Aspekt näher eingegangen werden. Dazu soll beurteilt werden, inwiefern der, anlässlich des Jahressteuergesetzes 2019 eingeführte Familienbonus Plus beziehungsweise der Kindermehrbetrag zu einer Verbesserung der Gleichberechtigung beitragen können. Inwieweit können dadurch speziell Alleinerziehende entlastet werden?
Abschließend möchte ich mich in einem Schlussstatement mit der Frage auseinandersetzen, ob mein Geschlecht mein berufliches Fortkommen beeinflusst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Status Quo
3 Familienbonus Plus und Kindermehrbetrag
4 Beurteilung anhand eines praktischen Beispiels
5 Resümee
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der durch das Jahressteuergesetz 2019 eingeführte Familienbonus Plus sowie der Kindermehrbetrag zur Verbesserung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Österreich beitragen und insbesondere Alleinerziehende finanziell entlasten können.
- Analyse der aktuellen Situation der Gleichberechtigung am österreichischen Arbeitsmarkt
- Untersuchung des Gender Pay Gaps und dessen Auswirkungen
- Detaillierte Erläuterung der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für den Familienbonus Plus
- Erklärung der Funktionsweise und Voraussetzungen des Kindermehrbetrags
- Praktische Fallanalyse zur Überprüfung der steuerlichen Entlastungswirkung
Auszug aus dem Buch
3 Familienbonus Plus und Kindermehrbetrag
Der Familienbonus Plus ist ein Absetzbetrag, welcher die Steuerbelastung direkt entlastet. Geregelt ist dieser in § 33 Abs 3a EStG. Mit 1.1.2019 tritt der Familienbonus Plus in Kraft. Durch ihn fallen jedoch sowohl der Kinderfreibetrag gem § 106a EStG als auch die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten gem § 34 Abs 9 EStG weg.
Gem § 33 Abs 3a EStG steht der Familienbonus Plus für ein Kind zu, wenn folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: für das Kind wird Familienbeihilfe nach dem Familienausgleichsgesetz 1967 gewährt und das Kind hält sich ständig in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Vertragspartnerstaat oder in der Schweiz auf.
Der Familienbonus Plus beträgt gem § 33 Abs 3a Z 1 EStG bis Ende jenes Monats, in welchem das Kind das 18. Lebensjahr vollendet, EUR 125,00 pro Kalendermonat (EUR 1.500,00 pro Kalenderjahr) und Kind. Danach wird der Familienbonus Plus auf einen Betrag iHv EUR 41,68 pro Monat (EUR 500,16 pro Kalenderjahr) reduziert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Gleichberechtigung anlässlich des Weltfrauentags und führt in die steuerrechtliche Fragestellung der Arbeit ein.
2 Status Quo: Dieses Kapitel analysiert den Gender Pay Gap in Österreich und die verfassungsrechtliche Zielsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau.
3 Familienbonus Plus und Kindermehrbetrag: Hier werden die gesetzlichen Voraussetzungen, die Anspruchsberechtigung und die Funktionsweise des Familienbonus Plus sowie des Kindermehrbetrags detailliert dargelegt.
4 Beurteilung anhand eines praktischen Beispiels: Anhand einer Beispielrechnung für eine alleinerziehende Mutter wird der tatsächliche steuerliche Vorteil durch den Familienbonus Plus quantifiziert.
5 Resümee: Der Autor reflektiert über persönliche Vorstellungen von Gender Equality und die Bedeutung von partnerschaftlicher Kinderbetreuung für die berufliche Chancengleichheit.
Schlüsselwörter
Familienbonus Plus, Kindermehrbetrag, Gender Pay Gap, Gleichberechtigung, Steuerrecht, Einkommensteuergesetz, Alleinerziehende, Kinderbetreuung, Familienbeihilfe, Teilzeitarbeit, Altersarmut, Väterkarenz, Steuerbelastung, Absetzbetrag, Gender Equality
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den steuerrechtlichen Neuerungen des Jahressteuergesetzes 2019, speziell dem Familienbonus Plus und dem Kindermehrbetrag, im Kontext der Gleichstellung von Frau und Mann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die aktuelle Gender-Diskussion in Österreich, die steuerliche Entlastung von Familien sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es zu beurteilen, ob der Familienbonus Plus und der Kindermehrbetrag einen tatsächlichen steuerlichen Vorteil bieten und Alleinerziehende finanziell entlasten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur aktuellen gesellschaftspolitischen Lage mit einer steuerrechtlichen Untersuchung und einer exemplarischen Modellrechnung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Status Quo, die rechtliche Analyse der Absetzbeträge und eine praxisorientierte Fallstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Familienbonus Plus, Gleichberechtigung, Gender Pay Gap und Einkommensteuerrecht geprägt.
Unter welchen Voraussetzungen erhält man den Familienbonus Plus?
Der Anspruch setzt voraus, dass für das Kind Familienbeihilfe bezogen wird und das Kind seinen ständigen Aufenthalt in einem EU-Mitgliedstaat, EWR-Staat oder in der Schweiz hat.
Was passiert, wenn der Familienbonus Plus die Einkommensteuer übersteigt?
In diesem Fall kann der Kindermehrbetrag als Differenzbetrag rückerstattet werden, sofern die gesetzlichen Kriterien des § 33 EStG erfüllt sind.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Väter?
Die Autorin betont die Notwendigkeit, Väter stärker in die Kinderbetreuung einzubinden, um durch moderne Karenzmodelle die Erwerbsquote von Frauen zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Elisabeth Klemens (Autor:in), 2019, Familienbonus Plus und Kindermehrbetrag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152497