Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Musicology - Systematic musicology

Übungsstrategien zur Improvisation an der Orgel

Welche Strategien eignen sich zum Erlernen der Orgelimprovisation für Kirchenmusikstudierende?

Title: Übungsstrategien zur Improvisation an der Orgel

Master's Thesis , 2021 , 77 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Musikpädagogin, Kirchenmusikerin Emelie Walther (Author)

Musicology - Systematic musicology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Üben von Improvisation unterscheidet sich grundsätzlich vom Literaturspiel. Improvisation ist ein individueller, nicht greifbarer und zudem sehr schlecht erklärbarer Prozess. Aber Improvisation ist erlernbar. Das unterstreicht nicht nur die Jahrhunderte alte Tradition der Kirchenmusik, sondern auch eine Fülle an Improvisationsschulen oder -ratgebern und Kompendien aus gleichermaßen Jazz und Klassik. Was diese Ratgeber nicht verraten, ist das Wie des Übens. Wie übe ich eine Kadenz so, dass ich sie auch anwenden kann? Wie finde ich Inspirationen ohne die Hilfe eines Lehrers? Wie erarbeite ich mir stiltypische Harmonien und Formen und vor allem, wie übertrage ich sie auf eigene Ideen?

An diese Fragen soll sich diese Arbeit anschließen. Sie stützt sich dabei auf das im Literaturspiel schon weiter verbreitete Konstrukt der Übestrategien. Solche Strategien sollen dem Übenden helfen, sich aus vermeintlichen Sackgassen zu manövrieren oder gar nicht erst hineinzulaufen. Im Kapitel 2 wird zunächst der Begriff der Improvisation definiert und genauer auf die Charakteristika der (liturgischen) Orgelimprovisation eingegangen. Die Arbeit widmet sich dann zunächst sog. improvisatorischen Kompetenzen, die zum Erlernen der Improvisation notwendig sind, um anschließend empirische Erkenntnisse zum Thema Üben darzustellen. Nachdem im Kapitel 5 Forschungsdesign und -aufbau dieser Arbeit näher beleuchtet wurden, werden im Kapitel 6 die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Forschung dargestellt und anschließend aufeinander bezogen und interpretiert. Schließlich werden aufbauend auf dem wissenschaftlichen Fundament sowie den Erkenntnissen der Forschung im Kapitel 8 konkrete Übestrategien formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff der Improvisation

2.1 Merkmale (liturgischer) Orgelimprovisation

2.2 Die Sonderrolle der Orgelimprovisation

3 Improvisatorische Kompetenzen

3.1 Grundsätzliche Überlegungen zu improvisatorischen Kompetenzen

3.2 Instrumentaltechnische Fertigkeiten

3.3 Musiktheoretisches Wissen

3.4 Repertoirekenntnisse

3.5 Kreativität

3.6 Gehör und Höraufmerksamkeit

3.7 Reaktionsvermögen und Interaktion

3.8 Begabung

4 Improvisation lernen und üben

4.1 Was ist Üben?

4.2 Parallelen zum Sprachlernen

4.3 Blick in das historische Improvisationslernen

4.4 Übestrategien

5 Forschungsdesign

5.1 Forschungsfrage

5.2 Datenerhebung

5.3 Datenanalyse

5.4 Das Dilemma der Intuition

6 Untersuchungsergebnisse

6.1 Ergebnisse der quantitativen Umfrage

6.1.1 Improvisatorische Vorerfahrungen

6.1.2 Selbsteinschätzung und Mindset

6.1.3 Unterricht in Improvisation bzw. Liturgisch Orgel

6.1.4 Üben von Improvisation

6.1.5 Zusammenfassung

6.2 Ergebnisse der qualitativen Experteninterviews

6.2.1 Übungstypen

6.2.2 Umsetzung auf die Tasten – die Grundvoraussetzung

6.2.3 Emotion

6.2.4 Kreativität

7 Interpretation der Forschungsergebnisse

7.1 Übungstypen

7.2 Umsetzung auf die Tasten

7.3 Lernziele

7.4 Technische Aspekte

7.5 Emotion und Mindset

7.6 Kreativität und Inspiration

8 Konkrete Übestrategien

9 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Erlernen der Orgelimprovisation für Kirchenmusikstudierende und entwickelt fundierte Übestrategien, um den Lernprozess effizienter und strukturierter zu gestalten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Übestrategien sich zum Erlernen der Orgelimprovisation eignen.

  • Analyse improvisatorischer Kompetenzen
  • Empirische Untersuchung der Übesituation
  • Vergleich von Improvisations- und Übungstypen
  • Entwicklung konkreter didaktischer Übestrategien

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Mit der Orgelimprovisation ist das so eine Sache. Es gibt da immer die wenigen, die wie beseelt aus ihrem Improvisationsunterricht kommen, die sich ans Instrument setzen und scheinbar aus dem Nichts die tollsten Vorspiele, Intonationen und Meditationen improvisieren können. Und dann gibt es den großen Rest, für die Improvisation scheinbar ein völlig unerreichbares Mysterium darstellt. Über eines ist man sich im Gespräch unter Mitstudierenden weitestgehend einig: Am Unterricht liegt es nicht. Auch ich kann von ganzem Herzen behaupten, mit meinen drei Improvisationslehrern großes Glück gehabt zu haben; ich habe viel gelernt und den Unterricht immer als produktiv und konstruktiv empfunden.

Motiviert und inspiriert durch den Unterricht setze ich mich am Tag nach dem Unterricht an die Orgel, doch das Gelernte, was doch im Unterricht so gut funktioniert hatte, will sich einfach nicht mehr rekonstruieren lassen. Gähnende Leere, Kreativitäts- und Inspirationslosigkeit im Kopf. Kein Ansatz, obwohl man doch vom Lehrer so viele Tipps und Anregungen bekommen hatte! Wie kann das sein? Ich bin doch sonst nicht so einfallslos, kann mich beim Üben gut disziplinieren und würde behaupten, auf dem Instrument und auch musiktheoretisch firm zu sein. Erfolglose Versuche einer Choralbearbeitung. Es klingt überhaupt nicht, wie wir das gestern angefangen hatten, wieso kriege ich das nur nicht hin? Die Zeit verrinnt – wertvolle Zeit, die ich gut für die Vorbereitung anderer Fächer gebrauchen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen inspiriertem Unterricht und der Schwierigkeit, Improvisation alleine zu üben, und führt das Konzept der Übestrategien ein.

2 Zum Begriff der Improvisation: Dieses Kapitel definiert Improvisation und erörtert die spezifischen Merkmale der (liturgischen) Orgelimprovisation sowie ihre Sonderstellung.

3 Improvisatorische Kompetenzen: Hier werden essentielle Fähigkeiten wie Technik, Musiktheorie, Gehör und Kreativität analysiert, die für den Improvisationsprozess erforderlich sind.

4 Improvisation lernen und üben: Das Kapitel vergleicht Übungsansätze mit dem Sprachlernen, reflektiert historische Lehrtraditionen und führt den Begriff der Übestrategien ein.

5 Forschungsdesign: Es wird die explorative qualitative Methodik inklusive Online-Umfrage und Experteninterviews erläutert, um den Ist-Zustand des Improvisationsübens zu erfassen.

6 Untersuchungsergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Umfrage und der Experteninterviews werden detailliert dargestellt und nach Themenbereichen gegliedert.

7 Interpretation der Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse werden in Beziehung zueinander gesetzt und interpretiert, um eine Basis für die Übestrategien zu schaffen.

8 Konkrete Übestrategien: Auf Basis der Forschung werden konkrete Übe-Rezepte formuliert, die Studierenden als praktische Orientierung dienen sollen.

9 Fazit und Ausblick: Die Autorin zieht Bilanz aus dem Schreibprozess und betont die Bedeutung eines strukturierten Übens für die künftige kirchenmusikalische Praxis.

Schlüsselwörter

Orgelimprovisation, Kirchenmusikstudium, Übestrategien, Improvisationsunterricht, Musiktheorie, Instrumentale Technik, Kreativität, Musikalisches Gehör, Improvisationstypen, Mentale Repräsentation, Flow-Zustand, Lernprozesse, Musikalisches Handeln, Liturgisches Orgelspiel, Selbstwirksamkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, dass viele Kirchenmusikstudierende zwar Improvisationsunterricht erhalten, diesen aber nur schwer in die eigene Übepraxis zu Hause umsetzen können. Sie sucht nach Wegen, diese Lücke zu schließen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Analyse improvisatorischer Kompetenzen, die psychologischen und methodischen Aspekte des Übens sowie der Vergleich von historischen Lehrtraditionen mit heutigen Anforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Formulierung konkreter Übestrategien, die es Studierenden ermöglichen, ihren Improvisationsprozess selbstgesteuert und effektiv zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Es wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage unter Studierenden und einer qualitativen Hauptuntersuchung mittels Experteninterviews, ausgewertet nach der Inhaltsanalyse von Mayring.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kompetenzen, eine empirische Analyse der derzeitigen Studiensituation und eine daraus resultierende Interpretation, die in einen praxisnahen Katalog von Übestrategien mündet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Orgelimprovisation, Übestrategien, kognitive Kompetenzen, musikalisches Gehör, Kreativität und selbstgesteuertes Lernen.

Warum spielt die Unterscheidung von Übungstypen eine Rolle?

Die Untersuchung zeigt, dass Studierende sehr unterschiedlich lernen (z. B. theorieorientiert vs. repertoireorientiert). Das Wissen um den eigenen Typ hilft dabei, individuell passende Strategien zu wählen und Frustration zu vermeiden.

Was besagt das "Dilemma der Intuition" in diesem Kontext?

Es beschreibt die Schwierigkeit von Experten, ihren intuitiven Improvisationsprozess in Worte zu fassen oder methodisch zu erklären, was die Rekonstruktion für Lernende oft erschwert.

Welche Bedeutung hat das "Fixed Mindset" für Improvisierende?

Ein Fixed Mindset führt zu der Überzeugung, man sei nicht talentiert genug für die Improvisation. Dies blockiert den Lernfortschritt, da die Studierenden hohe klangliche Ansprüche an sich stellen, die sie noch nicht erfüllen können.

Excerpt out of 77 pages  - scroll top

Details

Title
Übungsstrategien zur Improvisation an der Orgel
Subtitle
Welche Strategien eignen sich zum Erlernen der Orgelimprovisation für Kirchenmusikstudierende?
College
Dresden University of Music
Grade
1,1
Author
Musikpädagogin, Kirchenmusikerin Emelie Walther (Author)
Publication Year
2021
Pages
77
Catalog Number
V1152592
ISBN (eBook)
9783346542809
ISBN (Book)
9783346542816
Language
German
Tags
übungsstrategien improvisation orgel welche strategien erlernen orgelimprovisation kirchenmusikstudierende
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Musikpädagogin, Kirchenmusikerin Emelie Walther (Author), 2021, Übungsstrategien zur Improvisation an der Orgel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152592
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  77  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint