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Wie entstehen soziale Normen und was geschieht bei Normabweichung?

Titel: Wie entstehen soziale Normen und was geschieht bei Normabweichung?

Essay , 2019 , 8 Seiten , Note: 2,2

Autor:in: Samira Kluge (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im ersten Kapitel wird es darum gehen, wie soziale Normen überhaupt entstehen und was diese für die Gesellschaft tun. Doch nicht nur die Entstehung, sondern auch die Entwicklung dieser Normen wird thematisiert. Der zweite Teil beschäftigt sich hingegen mit der Abweichung von eben diesen normierten Verhaltensweisen und wie sich diese bestimmen lassen. Danach werden verschiedene Theorien dargestellt, die gesellschaftliche und biologische Ursachen für dieses Verhalten bieten. Das letzte Kapitel fasst dann die gesammelten Informationen der ersten beiden Abschnitte zusammen und erklärt, was diese für die Soziale Arbeit bedeuten und wie sie mit diesen umgehen soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Wirkung sozialer Normen

3. Soziale Kontrolle als Folge abweichenden Verhaltens

4. Die Bedeutung für die Soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Artikel "Norm und Abweichung" von Prof. Dr. Franz Kolland auseinander. Ziel ist es, die gesellschaftliche Konstruktion von Normen zu analysieren, die Mechanismen sozialer Kontrolle bei abweichendem Verhalten zu verstehen und die Implikationen dieser Prozesse für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit zu reflektieren.

  • Entstehung und Wandel sozialer Normen im gesellschaftlichen Kontext
  • Abweichendes Verhalten als gesellschaftliches Konstrukt
  • Die Transformation von der Disziplinar- zur Sicherheitsgesellschaft
  • Soziale Kontrolle durch staatliche Organisationen und medizinische Pathologisierung
  • Herausforderungen und ethische Verantwortung der Sozialen Arbeit im Umgang mit Normen

Auszug aus dem Buch

Entstehung und Wirkung sozialer Normen

Im ersten Kapitel „Handeln nach sozialen Normen“ (vgl. Kolland,2008, 149) wird zu Beginn die zentrale Frage aufgeworfen, wie Normen überhaupt entstehen. Hierfür werden zunächst drei unterschiedliche Theorien aufgezählt: 1. die Entstehung durch naturgegebene Vorgänge, 2. durch göttlichen Willen und 3. durch menschliches Tun. Mittels eines Zitates von Schäfer wird näher auf die dritte genannte Theorie eingegangen, so sagt dieses aus, dass in jeder Gesellschaft die Notwendigkeit besteht Normen zu konstruieren. Und obwohl es auch Systemübergreifende Normen gibt, variieren diese meistens, da sie je nach Gesellschaft ihren Kontext und somit ihre Bedeutung verlieren. Daher kann auch variieren, was als normal und was als unnormal angesehen wird1, weshalb der Text sich auf keine nähere Definition bezieht.

Kolland stellt hier die These auf, dass bereits die reine Existenz dieser normierten Verhaltensweisen darauffolgende Verstöße nach sich ziehen, geht aber danach nicht weiter darauf ein.

Was die Wirkung der Normen betrifft, wird eine weitere These präsentiert, die besagt, dass die Entwicklung von Normen die Gesellschaft produktiv macht. Dies wird damit begründet, da dadurch weitere Entscheidungen hervorgerufen werden, an denen sich die Gesellschaft aktiv beteiligen kann, so beispielsweise die Wahl welchen Rahmen die neue Norm betreffen wird und darauffolgende Festlegungen. Diese Entscheidungen sollen zwar im Idealfall mehr Sicherheit und Stabilität erzeugen, können das Individuum aber auch in seiner Freiheit einschränken. Daher spielt also nicht nur die Gewährleistung von Sicherheit eine Rolle, ob diese als produktiv angesehen wird, sondern auch wie die neue Norm sich auf bestimmte Machtverhältnisse auswirkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Artikel von Franz Kolland ein, skizziert die thematische Auseinandersetzung mit Normen und Abweichungen und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2. Entstehung und Wirkung sozialer Normen: Dieses Kapitel analysiert die Ursprungstheorien sozialer Normen und diskutiert den Wandel von der Disziplinargesellschaft zur Sicherheitsgesellschaft unter Berücksichtigung von Machtverhältnissen und Inklusions-/Exklusionsmechanismen.

3. Soziale Kontrolle als Folge abweichenden Verhaltens: Hier wird abweichendes Verhalten als soziales Konstrukt definiert und die Reaktion der Gesellschaft darauf untersucht, wobei insbesondere der Wandel zu medizinisch begründeten Kontrollmechanismen hervorgehoben wird.

4. Die Bedeutung für die Soziale Arbeit: Das abschließende Kapitel beleuchtet, wie Normen das professionelle Handeln beeinflussen, und fordert eine kritische Haltung der Sozialen Arbeit ein, um nicht bloß als ausführendes Organ sozialer Kontrolle zu agieren.

Schlüsselwörter

Soziale Normen, Abweichendes Verhalten, Soziale Kontrolle, Sicherheitsgesellschaft, Disziplinargesellschaft, Soziale Arbeit, Inklusion, Exklusion, Normierung, Pathologisierung, Machtverhältnisse, Gesellschaftliches Konstrukt, Prävention, Systemveränderung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem analysierten Text grundlegend?

Der Text befasst sich mit der soziologischen Untersuchung von Normen, deren Entstehung, der Definition von abweichendem Verhalten und den daraus resultierenden Mechanismen sozialer Kontrolle in der modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die gesellschaftliche Konstruktion von Normalität, der historische Wandel der Gesellschaftsformen, die Rolle der Medizin bei der Kontrolle von Verhalten und die ethischen Herausforderungen für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für die Entstehung und Wirkung von Normen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie diese die Soziale Arbeit beeinflussen und welche Verantwortung Sozialarbeiter dabei tragen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um ein Exzerpt, bei dem eine theoretische Auseinandersetzung und kritische Analyse des Originalartikels von Prof. Dr. Franz Kolland durchgeführt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung sozialer Normen, die Analyse abweichenden Verhaltens und die Reflexion der Bedeutung dieser Prozesse für die Soziale Arbeit, inklusive theoretischer Modelle und Machtkritik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Normen, Soziale Kontrolle, Sicherheitsgesellschaft, Abweichung und die kritische Rolle der Sozialen Arbeit.

Inwiefern beeinflusst der Wohlfahrtsstaat die Entwicklung sozialer Normen?

Der Text stellt dar, dass der Wohlfahrtsstaat durch Sicherheitsgarantien enorme Normierungsprozesse ausgelöst hat, indem er festlegt, welche Lebensphasen und Tätigkeiten (z.B. Erwerbsarbeit vs. Ruhestand) als normal und sicher gelten.

Warum warnt die Autorin vor der Rolle der Sozialen Arbeit als bloße Kontrollinstanz?

Die Autorin argumentiert mit Kolland, dass die Soziale Arbeit ihre Eigenständigkeit gefährdet, wenn sie Normen unkritisch übernimmt; sie sollte daher "Zumutungen" hinterfragen und eine Systemveränderung anstreben, statt nur als ausführende Gewalt zu fungieren.

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Details

Titel
Wie entstehen soziale Normen und was geschieht bei Normabweichung?
Note
2,2
Autor
Samira Kluge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
8
Katalognummer
V1152637
ISBN (eBook)
9783346543530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Soziale Normen Normierung Gesellschaft Devianz Deviantes Verhalten Hilfe und Kontrolle Soziologie soziologischer Wandel Soziale Kontrolle Normabweichung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samira Kluge (Autor:in), 2019, Wie entstehen soziale Normen und was geschieht bei Normabweichung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152637
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Leseprobe aus  8  Seiten
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