Die vorliegende Bachelorarbeit gibt einen Überblick über das Phänomen Kreativität im beruflichen Kontext. Dabei wurde unter der Theorie von Edward de Bono das laterale Denken hinsichtlich des Beitrages der Kreativität im Rahmen von Problemlösungsprozessen untersucht.
Am Beispiel von drei ausgewählten Kreativitätstechniken für Gruppenarbeiten wurde ein Einblick auf die Anwendung im Berufskontext dargelegt. Die Beispiele wurden bereits in dem Unternehmen angewendet, in dem die Autorin dieser Arbeit als Vertriebsmitarbeiterin tätig ist. Die Forschungsgrundlagen bilden die Literaturrecherche rund um das Thema Kreativität, sowie ein Interview mit den Teilnehmern aus dem Fallbeispiel für Kreativitätstechniken, um eine Illustration der Thematik herzustellen. Hierbei wird belegt, dass Kreativitätstechniken Einzelpersonen oder Gruppen unterstützen, um aus routinierten Denkmustern auszubrechen und neue Wege zu suchen. Im Rahmen der mündlichen Befragung von Mitarbeitern konnte über die eingesetzte Kreativitätstechnik ermittelt werden, dass kreative Methoden für neue Ideen nützlich sind – mit der Voraussetzung der Übereinstimmung mit dem Anwendungsfall.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Problemlösungsprozess
3 Kreativität
3.1 Kreativität – das Undefinierbare?
3.2 Die vier Parameter
3.3 Die Rolle des menschlichen Gehirns
4 Laterales Denken
5 Kreativität im wirtschaftlichen Kontext
6 Kreativitätstechniken in der Praxis
6.1 Fallbeispiel 1 – Brainstorming
6.2 Fallbeispiel 2 – Kopfstandtechnik
6.3 Fallbeispiel 3 – Walt-Disney-Methode
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht den Beitrag, den Kreativität im Rahmen von Problemlösungsprozessen leisten kann, wobei insbesondere das Konzept des lateralen Denkens nach Edward de Bono betrachtet wird. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kreative Methoden in den Berufsalltag integriert werden können, um innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen zu generieren.
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Problemlösungsprozessen und kreativem Denken.
- Untersuchung des Konzepts des lateralen Denkens zur Überwindung gewohnter Denkmuster.
- Darstellung von Kreativitätstechniken als Werkzeuge im wirtschaftlichen Kontext.
- Praktische Erprobung und Evaluation von Brainstorming, Kopfstandtechnik und Walt-Disney-Methode.
Auszug aus dem Buch
3.1 Kreativität – das Undefinierbare?
Kreativität ist mehr denn je zuvor gefragt, und der Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft vollzieht sich immer schneller. Die Kreativitätsforschung ist im letzten Jahrzehnt durch einen soliden Aufschwung gekennzeichnet – auch begründet dadurch, dass Kreativität seitens der Wirtschaft zunehmend als wesentlichen Schlüssel zum Erfolg verstanden wird. Unternehmer, die es verstehen, sich durch neuartige Entwicklungen gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen, scheinen dauerhaft zu bestehen. Das Interesse an kreativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist so stark wie nie zuvor.
In der Erkenntnis um die Bedeutsamkeit kreativer Mitarbeiter in Gesellschaft und Wirtschaft wird sich in der psychologischen Forschung schon seit dem ersten Weltkrieg, darum bemüht, die Rätsel hinsichtlich Kreativität zu lösen.
‚Kreativität‘ stammt von dem lateinischen Wort ‚creare‘ und kann als ‚erschaffen‘, ‚hervorbringen‘ und als ‚erzeugen‘ übersetzt werden - die Wurzel des deutschen Wortes ‚Kreativität‘ (Schröder, 2008, S. 10). So umschreibt der Duden Kreativität auch mit „schöpferischer Kraft, kreatives Vermögen“ (Dudenredaktion, o. J.). Die schöpferische Kraft erinnert an Textstellen in der Bibel, die als eine Domäne Geschenk Gottes an wenige auserwählte Menschen betrachtet wird.
Trotz ihrer vielseitigen Verwendung fehlt es dem Begriff der Kreativität auch heute noch an einer generell akzeptierten inhaltlichen Präzisierung. Wie auch Schuler und Görlich betonen: erweist sich Kreativität erscheint als „schillernd, geheimnisvoll und attraktiv – und dabei so unpräzise umgrenzt […]“ (Schuler & Görlich, 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Kreativität im beruflichen Alltag ein und legt die Relevanz der Arbeit sowie den Aufbau dar.
2 Problemlösungsprozess: Das Kapitel klassifiziert den Problembegriff und stellt den Ablauf von Problemlösungsprozessen sowie deren Bedeutung für Unternehmen dar.
3 Kreativität: Es erfolgt eine theoretische Einführung in das Kreativitätskonstrukt, inklusive der Entstehung, der vier Parameter sowie der Rolle des Gehirns.
4 Laterales Denken: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des lateralen Denkens von Edward de Bono als Möglichkeit, kreative Prozesse bei der Problemlösung zu steuern.
5 Kreativität im wirtschaftlichen Kontext: Hier wird die Relevanz von Kreativität als Unternehmensressource diskutiert und die Rolle von Innovationskulturen beleuchtet.
6 Kreativitätstechniken in der Praxis: Dieses Kapitel stellt anhand von drei realen Fallbeispielen die Anwendung von Brainstorming, Kopfstandtechnik und der Walt-Disney-Methode vor.
7 Fazit: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, wie Kreativität und laterales Denken Problemlösungsprozesse beeinflussen können.
Schlüsselwörter
Kreativität, Laterales Denken, Problemlösungsprozess, Kreativitätstechniken, Brainstorming, Kopfstandtechnik, Walt-Disney-Methode, Innovation, Ideenfindung, Unternehmensführung, Kreativitätsforschung, Problemlösungsfähigkeit, Denkmuster, Arbeitswelt, Wissensmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Kreativität am Beispiel des lateralen Denkens gezielt eingesetzt werden kann, um Problemlösungsprozesse in Unternehmen zu unterstützen und zu optimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Kreativität, die Physiologie des kreativen Denkens, das laterale Denken nach Edward de Bono und die praktische Anwendung von Kreativitätstechniken im beruflichen Alltag.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, welchen Beitrag Kreativität und geeignete Methoden leisten können, um neue Denkansätze für komplexe Probleme in der Praxis zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer qualitativen Methode in Form von Interviews mit Teilnehmern, die Kreativitätstechniken in einem Fallbeispiel angewendet haben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zu Problemlösung und Kreativität, das laterale Denken, die Einordnung von Kreativität in den wirtschaftlichen Kontext sowie drei konkrete Fallbeispiele von Kreativitätstechniken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreativität, Laterales Denken, Problemlösungsprozess, Kreativitätstechniken, Innovation und Ideenfindung geprägt.
Wie unterscheidet sich die Kopfstandtechnik von anderen Methoden?
Die Kopfstandtechnik kehrt die Problemstellung ins Gegenteil um, um durch diesen Perspektivwechsel neue Lösungsansätze zu generieren, die bei einer direkten Betrachtung oft nicht in den Sinn kommen.
Welche Herausforderungen nennt die Autorin bei der Anwendung der Walt-Disney-Methode?
Die Autorin hebt hervor, dass die Methode einen hohen Zeitaufwand erfordert und es den Teilnehmern zu Beginn schwierig fallen kann, die unterschiedlichen Rollen (Träumer, Realisierer, Kritiker) einzunehmen.
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- Anonym (Author), 2019, Kreativität im Beruf. Kreativitätstechniken als praktische Problemlösungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1152719