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Politik und Militär in Süd- und Mittelamerika

Title: Politik und Militär in Süd- und Mittelamerika

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Martin Reiher (Author)

Politics - Region: Middle and South America
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Im folgenden Text werden die zivil-militärischen Beziehungen in Süd- und Mittelamerika diskutiert. Zu Beginn erfolgt ein Überblick zur theoretischen Debatte über das Verhältnis von Politik und Militär, darauf folgt ein kurzer Abriss der lateinamerikanischen zivil-militärischen Beziehungen im 20. Jahrhundert und abschließend eine Zusammenfassung der Herausforderungen, die sich an die heutige Politik in der Region stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politik und Militär in der theoretischen Debatte

3. Historische Entwicklung von Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika

4. Militär in der Politik des 20. Jahrhunderts

5. Herausforderungen für die Politik heute

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen zivil-militärischen Beziehungen in Süd- und Mittelamerika, analysiert theoretische Ansätze zur Kontrolle des Militärs und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die aktuellen Herausforderungen für eine stabile demokratische Ordnung.

  • Theoretische Debatten zur zivilen Kontrolle (Huntington, Janowitz, Linz)
  • Historische Genese und Professionalisierung des Militärs
  • Die Rolle des Militärs im 20. Jahrhundert und Auswirkungen auf politische Systeme
  • Ursachen und Dynamiken militärischer Interventionen
  • Strategien zur Sicherung des Primats der Politik über das Militär

Auszug aus dem Buch

Politik und Militär in der theoretischen Debatte

Der US-amerikanische Politikwissenschaftler Samuel Phillips Huntington gehört zu den prägenden Autoren in der Debatte um die zivil-militärischen Beziehungen. In seinem vieldiskutierten Werk „The Soldier and the State“ (1957) stellt er dar, dass die Beziehung zwischen Militär und Politik im Wesen des militärischen Professionalisierung verwurzelt sind.

Er differenziert zwischen subjektiver und objektiver ziviler Kontrolle des Militärs: Bei der subjektiven zivilen Kontrolle sucht die zivile Seite die Unterstützung des Militärs für ihre politischen Interessen. Da es in der Regel mehrere konkurrierende Gruppen geben wird, ist das Militär gezwungen, sich für eine bestimmte und gegen andere Gruppierungen zu entscheiden. Oder aber unterschiedlichen zivilen Gruppierungen werden danach streben, einzelne militärische Unterstützer für ihre Vorhaben zu gewinnen. Beide Entwicklungen verhindern ein geschlossenes Auftreten der Institution Militär und fördern Spaltungstendenzen. Nach Huntington entstehen daher fast zwangsläufig konkurrierende zivil-militärische Bündnisse, die das Entstehen einer professionellen Rolle des Militärs unmöglich machen.

Huntington begründete ein neues, heute als „militärischer Professionalismus“ klassisches Bild des militärischen Selbstverständnisses (konservativ, realistisch, pessimistisch gegenüber dem menschlichen Wesen) und bestimmte die „objective control“ als optimale Form der zivil-militärischen Beziehungen. Diese Form der zivilen Kontrolle erreicht das Ziel des Primats der Politik über das Militär, in dem der militärische Professionalismus vor allem des Offizier-Korps maximiert wird und so zur Eigenständigkeit eines klar definierten militärischen Bereiches beiträgt. Dazu muss die Unabhängigkeit des militärischen Berufes anerkannt und das Militär zu einer eigenständigen neutralen Institution entwickelt werden, der man zugesteht, eigene professionelle Kompetenzen auf ihrem Gebiet und ein gewissen Maß an Autonomie zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieser Abschnitt skizziert das Ziel der Arbeit, die zivil-militärischen Beziehungen in Lateinamerika anhand theoretischer Konzepte und historischer Entwicklungen zu analysieren.

Politik und Militär in der theoretischen Debatte: Das Kapitel erläutert die Ansätze von Huntington, Janowitz und Linz zur Kontrolle des Militärs sowie das Konzept der zivil-militärischen Trennung.

Historische Entwicklung von Staat und Militär in Süd- und Mittelamerika: Es wird die Genese professioneller Streitkräfte Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Einfluss europäischer Vorbilder beschrieben.

Militär in der Politik des 20. Jahrhunderts: Der Text analysiert, wie zunehmende Professionalisierung und politische Krisen das Militär in die Rolle des politischen Akteurs und der Militärregierung drängten.

Herausforderungen für die Politik heute: Das Kapitel diskutiert, wie nach dem Rückzug des Militärs eine dauerhafte zivile Kontrolle und institutionelle Reformen sichergestellt werden können.

Schlüsselwörter

Zivil-militärische Beziehungen, Militär, Lateinamerika, Objektive Kontrolle, Subjektive Kontrolle, Militarismus, Professionalismus, Demokratie, Transition, Interventionismus, Primat der Politik, Sicherheitssektor, Verteidigungsreform, Politische Stabilität, Institutionelle Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit behandelt die Dynamiken des Verhältnisses zwischen zivilen politischen Akteuren und den Militärinstitutionen in Süd- und Mittelamerika sowie die Bedingungen für eine dauerhafte demokratische Kontrolle.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung zivil-militärischer Beziehungen, die historische Entwicklung der Streitkräfte in der Region und die Herausforderungen der zivilen Suprematie in heutigen Demokratien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Faktoren zu militärischen Interventionen führen und welche Mechanismen notwendig sind, damit die Politik dauerhaft die Kontrolle über das Militär behält.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Diskursanalyse bedeutender Autoren der Militärsoziologie und einer historischen Betrachtung der regionalen politischen Entwicklung.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die Konzepte der zivilen Kontrolle nach Huntington und Janowitz und stellt diese den historischen Realitäten der Militärregimes im 20. Jahrhundert gegenüber.

Welche Fachbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "objective control", "neuer Professionalismus", "legitimierter Militarismus" und der "Interventionismus" des Militärs.

Wie unterscheidet Huntington zwischen subjektiver und objektiver Kontrolle?

Bei der subjektiven Kontrolle wird das Militär von politischen Gruppen instrumentalisiert, während bei der objektiven Kontrolle das Militär als professionelle, neutrale Institution strikt der zivilen politischen Führung untergeordnet ist.

Warum haben viele Militärregimes in den 80er Jahren die Macht abgegeben?

Die Transition war primär durch die Unfähigkeit der Militärregimes bedingt, wirtschaftliche Krisen wie die hohe Auslandsverschuldung zu bewältigen, sowie durch den wachsenden sozialen Widerstand.

Welche Rolle spielt die Ausbildung für das Militär laut dem Text?

Eine hohe Professionalisierung durch moderne Ausbildung kann sowohl zur Stabilität beitragen als auch – bei fehlender ziviler Kontrolle – ein erhöhtes politisches Selbstbewusstsein und damit das Interesse am Staatsgeschehen fördern.

Was sind laut dem Autor heute die größten Hürden für eine zivile Führung?

Die größten Hürden sind ein Mangel an politischem Willen bei den Regierenden, fehlende Kontrollinstitutionen sowie die Notwendigkeit, Zivilisten zu sicherheitspolitischen Experten auszubilden.

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Details

Title
Politik und Militär in Süd- und Mittelamerika
College
University of Potsdam  (Dozentur für Internationale und vergleichende Politik)
Course
Militär in der Politik - Das Beispiel Süd- und Mittelamerika
Grade
1,7
Author
Martin Reiher (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V115276
ISBN (eBook)
9783640169313
ISBN (Book)
9783640172122
Language
German
Tags
Politik Militär Süd- Mittelamerika Militär Politik Beispiel Süd- Mittelamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Reiher (Author), 2008, Politik und Militär in Süd- und Mittelamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115276
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