Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte - Allgemeines

Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen

Zur inhaltlichen Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen

Titel: Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen

Essay , 2021 , 5 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Raissle (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter Heinrich dem Löwen avancierte Braunschweig zu einem eigenständigen künstlerischen Zentrum. Der Herzog fungierte als Stifter, Auftraggeber, Kulturförderer und Mäzen. Unter ihm blühten Künste wie die Buchmalerei, die Goldschmiedekunst und der Bronzeguss auf. Heinrich profitierte durch sein Engagement, indem die durch ihn geförderte Kunst seine Herrschaft und Macht repräsentierte. Da die Entstehungsumstände des Braunschweiger Burglöwen – dem Bronzedenkmal eines überlebensgroßen Löwen – weitgehend unklar sind, wird dessen symbolischer Gehalt bis heute diskutiert. Der theologische Charakter aller uns überlieferten Zeugnisse von Heinrichs Herrschaft scheint unübersehbar, beim Burglöwen wird dieser in der Diskussion jedoch teilweise vernachlässigt. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, wie der Burglöwe in den Zusammenhang von Repräsentation durch Kulturförderung einzuordnen ist und inwiefern die theologische Ebene des Kunstwerks zwar in seiner Genese berücksichtigt wird, in seiner Symbolkraft oder inhaltlichen Bedeutung jedoch vernachlässigt oder unter sekundären Bedeutungsebenen subsumiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen

1.1 Zur inhaltlichen Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die symbolische und theologische Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen im Kontext der Herrschaftsrepräsentation Heinrichs des Löwen, wobei insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung des Monuments als rein „profanes Denkmal“ im Mittelpunkt steht.

  • Herrschaftsrepräsentation durch Kulturförderung und Mäzenatentum
  • Entstehungsgeschichte und Kontextualisierung des Braunschweiger Burglöwen
  • Symbolik der Löwenfigur im 12. Jahrhundert
  • Militärische und rechtssymbolische Deutungsansätze vs. theologische Dimension
  • Interaktion zwischen weltlicher Herrschaft und sakralem Machtanspruch

Auszug aus dem Buch

Zur inhaltlichen Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen

Unter Heinrich dem Löwen avancierte Braunschweig zu einem eigenständigen künstleri schen Zentrum. Der Herzog fungierte als Stifter, Auftraggeber, Kulturförderer und Mäzen. Un ter ihm blühten Künste wie die Buchmalerei, die Goldschmiedekunst und der Bronzeguss auf. Heinrich profitierte durch sein Engagement, indem die durch ihn geförderte Kunst seine Herr schaft und Macht repräsentierte. Da die Entstehungsumstände des Braunschweiger Burglöwen – dem Bronzedenkmal eines überlebensgroßen Löwen – weitgehend unklar sind, wird dessen symbolischer Gehalt bis heute diskutiert. Der theologische Charakter aller uns überlieferten Zeugnisse von Heinrichs Herrschaft scheint unübersehbar, beim Burglöwen wird dieser in der Diskussion jedoch teilweise vernachlässigt. Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, wie der Burglöwe in den Zusammenhang von Repräsentation durch Kulturförderung einzuord nen ist und inwiefern die theologische Ebene des Kunstwerks zwar in seiner Genese berück sichtigt wird, in seiner Symbolkraft oder inhaltlichen Bedeutung jedoch vernachlässigt oder unter sekundären Bedeutungsebenen subsumiert wird.

Das genaue Herstellungsdatum des Braunschweiger Burglöwen ist unbekannt. Mehrere mittelalterliche Chronisten nennen Heinrich den Löwen selbst als Auftraggeber des Burglöwen und die Entstehungszeit wird meist mit 1166 angegeben. Diese Angabe gilt jedoch als umstrit ten. Der Burglöwe stand über 800 Jahre in Braunschweig zwischen der ehemaligen Stiftskirche St. Blasius und der Burg Dankwarderode auf einem hohen steinernen Unterbau. Im Jahr 1980 wurde er schließlich durch eine Kopie ersetzt und steht seither im Herzog Anton Ulrich-Mu seum in der Burg Dankwarderode. Die überlebensgroße Bronzeskulptur stellt einen Löwen mit weit aufgerissenem Rachen und prächtiger Mähne dar. Er steht aufrecht, mit lang gestrecktem Körper, gestreckten Vorläufern, weit zurück gespreizten Hinterläufen und im Bogen nach unten geschwungenem Schwanz. Albert von Stade schreibt, dass Heinrich selbst das Löwenstandbild in Braunschweig aufrichten und die Stadt mit Graben und Mauern befestigen ließ. Der Künstler ist unbekannt, die Qualität der Skulptur lässt jedoch auf einen Goldschmied schließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen: Dieses Kapitel führt in die Rolle Heinrichs des Löwen als Mäzen ein und beleuchtet die Etablierung Braunschweigs als künstlerisches Zentrum.

1.1 Zur inhaltlichen Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen: Dieser Abschnitt analysiert das Bronzedenkmal kritisch auf seine Entstehungsumstände, seine symbolische Funktion als Machtinstrument und seine bisher oft unterschätzte theologische Dimension.

Schlüsselwörter

Heinrich der Löwe, Braunschweiger Burglöwe, Herrschaftsrepräsentation, Mittelalter, Bronzeskulptur, Kulturförderung, Symbolik, Burg Dankwarderode, Sakrale Macht, Stiftskirche St. Blasius, Politische Ikonographie, Welfen, Mittelalterliche Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kulturellen und politischen Repräsentation des Herzogs Heinrich des Löwen, fokussiert auf das Monument des Braunschweiger Burglöwen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen herrschaftliche Repräsentation, mittelalterliche Kunstgeschichte, die Funktion von Denkmälern im Hochmittelalter sowie die Deutung von Herrschaftssymbolik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die in der Forschung oft vernachlässigte theologische Bedeutungsebene des Burglöwen gegenüber rein profanen Interpretationen hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische und historische Analyse, die sich auf zeitgenössische Quellen sowie moderne Forschungsliteratur stützt, um das Denkmal in den Kontext der Politik Heinrichs zu stellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Entstehungsumstände des Löwen, die verschiedenen Forschungspositionen zur Funktion (militärisch vs. rechtssymbolisch) und die Einordnung in die sakral beeinflusste Herrschaftsinszenierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Heinrich der Löwe, Braunschweiger Burglöwe, Repräsentation, Sakralität und herrschaftliche Symbolik.

Warum wird der Burglöwe in der Forschung oft als „profanes Denkmal“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung rührt von Interpretationen her, die das Denkmal primär als Symbol für militärische Stärke oder als Gerichtswahrzeichen einordnen, statt seine theologischen Bezüge zu betrachten.

Welche Rolle spielt die Lage des Denkmals für die Argumentation des Autors?

Die Positionierung zwischen der Stiftskirche St. Blasius und der Burg Dankwarderode dient als Indiz für die enge Verknüpfung von weltlichem Herrschaftsanspruch und religiöser Legitimation.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen
Untertitel
Zur inhaltlichen Bedeutung des Braunschweiger Burglöwen
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Proseminar: Fürstendynastien im mittelalterlichen Reich
Note
1,0
Autor
Andreas Raissle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
5
Katalognummer
V1153035
ISBN (eBook)
9783346544001
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelalterliche Geschichte Fürstendynastien Braunschweig Burglöwe Heinrich der Löwe Repräsentation Kulturförderung Bronzedenkmal Theologie Herrschaft Kunstwerk Dankwarderode Herzog Anton Ulrich-Museum Bronzeskulptur Löwe Albert von Stade Skulptur antik byzantinisch romanisch Fürst Bischof Bischöfe Kaiser Macht Militär Recht 13. Jahrhundert Gerichtswahrzeichen Tradition Seiler Juda Bibel Stärke Zorn Furor profan Selbstinszenierung sakral Politik Stiftskirche St. Blasius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Raissle (Autor:in), 2021, Repräsentation und Kulturförderung einer fürstlichen Dynastie am Beispiel Heinrichs des Löwen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153035
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  5  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum