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Die Besonderheiten in und über Andrea Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“

Title: Die Besonderheiten in und über Andrea Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“

Seminar Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tina Pfab (Author)

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Die vorliegende Arbeit betrachtet den Kupferstich „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna (1431–1506) ,Kupferstich in brauner Druckfarbe, 42,9 x 33,6 cm, London, British Museum , Leihgabe an Berlin, Staatliche Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. 840-21 . In der Literatur ist der Kupferstich unter „Datierung unbekannt“ verzeichnet, aus einer anderen Quelle geht jedoch hervor, dass der Kupferstich im Zeitraum 1460/70 entstanden sein soll .
Das Bildthema kommt nicht in der Bibel vor, sondern findet im apokryphen Evangelium Inhalt, was allerdings nicht die einzige Besonderheit des Stichs ist. Mantegna soll für den Kupferstich von einem Bild von Jacopo Bellini angeregt worden sein , jedoch war das Bild J. Bellinis in der Literatur nicht zu finden, aber ein Verweis auf ein, an J. Bellini angelehntes Bild von Giovanni Bellini . Die Darstellungen der Figuren in beiden Werke weisen Ähnlichkeiten auf, allerdings auch beachtliche Unterschiede. Desweiteren gibt es drei weitere Werke Mantegnas mit religiösen Inhalt und zeitlicher Abfolge einer biblischen Szenerie, die dem Neuen Testament entstammen. Es ergibt sich die Frage nach einem Bildzyklus. Interessant ist auch die Fragestellung, ob das Werk überhaupt Mantegna zuzuschreiben ist. Es gibt abweichende Standpunkte darüber , welche in dieser Arbeit Inhalt finden werden. Aufgrund dass „Die Argumente für eine Zuschreibung des Stichs an Mantegna überwiegen.“ , wird in dieser Hausarbeit davon ausgegangen, dass besagter Kupferstich Mantegna zuzuschreiben ist. Über einen Entstehungsprozess des Kupferstiches „Christus in der Vorhölle“ sind keine näheren Informationen zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Besonderheiten IN und ÜBER Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“

2.1 Eigenheiten im Bild.

2.1.1 Die Bildbeschreibung.

2.1.2 Das Deutungsspektrum und die Einbettung der Szene im apokryphen Evangelium.

2.2 Besonderheiten über den Stichs und in dessen Darstellung.

2.2.1 Das Bildthema und die angebliche Anregung durch Jacopo Bellini.

2.2.2 Bildvergleich mit Bellinis Werk sowie dem Albrecht Dürers, die selbiges Bildthema darstellen.

2.3 Divergente Meinungen über Zu- und Abschreibungen des Stichs an Andrea Mantegna.

2.4 Kann der Kupferstich für einen Zyklus gedacht gewesen sein? Eine Pro- und Contradarstellung.

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der kunsthistorischen Analyse des Kupferstichs „Christus in der Vorhölle“ von Andrea Mantegna. Das Hauptziel ist die Untersuchung der ikonographischen Besonderheiten, der Zuschreibungsdebatten sowie der Frage nach der Zugehörigkeit zu einem größeren Bildzyklus.

  • Ikonographische Bildbeschreibung und Deutung basierend auf apokryphen Quellen.
  • Vergleich der Darstellung mit Werken von Jacopo und Giovanni Bellini sowie Albrecht Dürer.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Autorenschaft und Zuschreibung an Andrea Mantegna.
  • Untersuchung der Hypothese eines thematisch zusammenhängenden Passionszyklus.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Bildbeschreibung.

Ein, das Bild zu großen Teil ausfüllendes Felstor mit nur spärlich Blick auf die übrige Landschaft, ragt frontal und mit wenig Distanz zum Betrachter ins Bild. Es ist umgeben von acht gut sichtbaren, unterlebensgroßen Figuren. Am linken Bildrand und links vom Felstor steht ein nackter, männlicher Mensch mit einem übermanns-großen Kreuz, welches er mit beiden Händen mit Leichtigkeit hält, da er es vor seinen Füßen auf den steinigen Boden aufgestellt hat. Er hat kurzes, etwas gelocktes Haar und einen kräftig gebauten, muskulösen Körper. Er blickt zu einem über ihm schwebenden, beflügelten Fabelwesen, welches in seinen Händen ein Horn hält, in welches er hineinbläst. Die Wangen dieses Wesens sind wegen der Bedienung des Blasinstrumentes aufgeplustert. Dessen Oberkörper ist menschlicher Natur, nur seine Ohren ragen auffällig spitz über seinen Kopf hinaus, der mit Haaren bedeckt ist. Der Unterkörper hat Ähnlichkeit mit einem eines Drachens, wie auch die Flügel, die das Wesen zum fliegen befähigen. Im Gegensatz zu denen eines Vogels sind sie nicht mit Federn bedeckt.

Neben diesem Fabelwesen schwebt ein zweites, ebenfalls über den Köpfen der im Bild anwesenden Menschengestalten, am rechten Rand des Felstores. Es bläst auch in ein Horn. Sein drachenähnlicher Unterkörper ragt hinter seinem Oberkörper empor. Ein drittes Fabelwesen schwebt kopfüber neben dem Felstor am rechten Bildrand. Seine Hände bedienen kein Horn, sondern hängen herab, wie auch seine mittellangen Haare. Unter diesem Wesen stehen drei menschliche Figuren nebeneinander, nah neben dem geöffneten Felstor. Sie sind unbekleidet und ihre Mimik sieht verzogen aus. Die männliche Person am äußeren rechten Bildrand hält sich mit beiden Händen die Ohren zu. Dessen Oberkörper ist muskulös, wie auch seine Beine, nur seine Füße sehen knochig aus, wie auch die der ihm nebenstehenden Figuren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Untersuchung des Kupferstichs ein, benennt die Eckdaten des Werkes und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Ikonographie und Zuschreibung.

2. Die Besonderheiten IN und ÜBER Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“: Dieses Kapitel analysiert die Bildkomposition, vergleicht sie mit ikonographischen Vorbildern und diskutiert kritisch sowohl die Urheberschaft als auch die mögliche Einbindung in einen Zyklus.

3. Fazit: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und weist auf die Grenzen der Forschung sowie auf weiterführende Fragestellungen zum historischen Kontext hin.

Schlüsselwörter

Andrea Mantegna, Christus in der Vorhölle, Kupferstich, Nikodemus-Evangelium, Ikonographie, Jacopo Bellini, Giovanni Bellini, Vorhölle, Bildzyklus, Renaissance, Höllentor, Kunstgeschichte, Zuschreibung, Apokryphen, Passionsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten kunsthistorischen Untersuchung des Kupferstichs „Christus in der Vorhölle“, der Andrea Mantegna zugeschrieben wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Bildbeschreibung, die Einbettung der Szene in apokryphe Evangelien, vergleichende Analysen mit zeitgenössischen Werken und die kunstwissenschaftliche Zuschreibungsdebatte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen ikonographischen Merkmale des Stichs zu ergründen und zu prüfen, ob das Werk Teil eines zusammenhängenden Zyklus gewesen sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine formale Bildanalyse angewandt, ergänzt durch einen ikonographischen Vergleich mit anderen Werken sowie die Auswertung von Fachliteratur zur Authentizität.

Welche Aspekte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Bildbeschreibung, die Deutung der Symbolik, den stilistischen Vergleich mit Bellini und Dürer sowie die Auseinandersetzung mit historisch belegten Dokumenten zur Autorenschaft.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Mantegna, Ikonographie, Kupferstich, apokryphe Evangelien und Renaissancemalerei beschreiben.

Welche Rolle spielt das Motiv des Höllentores in der Arbeit?

Das Höllentor wird als zentrales Element identifiziert, das die Szene der „Höllenfahrt Christi“ gemäß dem Nikodemus-Evangelium visuell verankert und in Beziehung zu den befreiten Gerechten setzt.

Wie bewertet die Autorin die Zuschreibungsdebatte an Mantegna?

Die Arbeit folgt der überwiegenden Auffassung der Literatur, dass der Kupferstich Mantegna zuzuschreiben ist, setzt sich jedoch kritisch mit abweichenden Thesen auseinander, die eine Entstehung in seiner Werkstatt unter fremder Aufsicht vermuten.

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Details

Title
Die Besonderheiten in und über Andrea Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“
College
http://www.uni-jena.de/  (Kunsthistorisches Seminar und Kustodie)
Course
Kunst um 1500 in Florenz und Rom
Grade
1,3
Author
Tina Pfab (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V115358
ISBN (eBook)
9783640169474
ISBN (Book)
9783640183623
Language
German
Tags
Kupferstich Florenz Mantegna Chrsitus in der Vorhölle Limbus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Pfab (Author), 2007, Die Besonderheiten in und über Andrea Mantegnas Kupferstich „Christus in der Vorhölle“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115358
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