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Eine Analyse der "repräsentativen Krise" anhand des Stücks "Krieg der Welten" von Orson Welles

Titel: Eine Analyse der "repräsentativen Krise" anhand des Stücks "Krieg der Welten" von Orson Welles

Hausarbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Medienpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit Orson Welles Werk "Krieg der Welten" und der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass dieses fiktive Hörspiel für eine reale Dokumentation gehalten wurde. Dabei wird vor allem auf den Text "Die Farbe der Wahrheit" von Hito Steyerl eingegangen, mit besonderem Fokus auf das Kapitel des "Phantom Trucks". Dabei soll überprüft werden, ob man anhand der Reaktion auf das oben genannte Hörspiel die von Steyerl benannte „Krise der dokumentarischen Repräsentation“ bestätigen kann. Es wird neben Steyerls Text auch auf die Präsentation des Hörspielwerkes, dessen Produktions- und sozialen Hintergrund sowie Lacans Theorie zur menschlichen Wahrnehmung eingegangen.

Beobachtet man die Entwicklung von digitalen Medien, kann man sagen, dass diese im Großen und Ganzen die Welt dem Menschen zugänglicher macht. Über Social Media Plattformen kann man mit Personen live chatten, welche sich in ganz anderen Ländern oder auch Kontinenten aufhalten. Mit einem Handy kann man raum- und zeitunabhängig auf eine unendliche Plattform von Wissen zugreifen. Man kann jederzeit nachschauen, wo gerade was passiert und auch die Immersion von Medien wird durch Fortschritte, wie zum Beispiel Virtual Reality oder Augmented Audio immer besser. Doch kann es auch problematisch werden, wenn diese Medien das Weltbild von Menschen manipulieren. Gerade in den 30er Jahren gab es einen großen Trend der Dokumentation und des Versuchs, die Welt so gut wie möglich abzubilden, doch ebenso Kritik an jenen Medien. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist das Hörspiel "Krieg der Welten" von Orson Welles, welches Menschen dazu brachte zu denken, das Ende der Welt stünde kurz bevor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Repräsentation

3. Die dokumentarische Krise der Repräsentation

3.1 Vorstellung von ‚Krieg der Welten‘

3.1.1 Die Rolle des Rundfunks

3.1.2 Entstehung eines Dokumentes

3.1.3 Erzeugung des ‚hinreichenden Bildes‘

3.1.4 Verkörperung einer Psychose

3.2 Krise

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen, wie das fiktive Hörspiel „Krieg der Welten“ von Orson Welles als reale Dokumentation wahrgenommen werden konnte. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die Reaktion auf dieses Hörspiel die von Hito Steyerl postulierte „Krise der dokumentarischen Repräsentation“ bestätigt und welche Rolle mediale Manipulation sowie psychologische Faktoren dabei spielen.

  • Analyse des Repräsentationsbegriffs nach Carl Schmitt und Lutz Huth.
  • Untersuchung der „Krise der dokumentarischen Repräsentation“ anhand von Hito Steyerls Theorie.
  • Betrachtung von „Krieg der Welten“ als medienkritisches und manipulatives Instrument.
  • Integration von Jacques Lacans Theorie zur menschlichen Wahrnehmung (Reales, Symbolisches, Imaginäres).
  • Bewertung der Macht von Medien bei der Konstruktion von Realität und der Auslösung kollektiver Psychosen.

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Erzeugung des ‚hinreichenden Bildes‘

Wie im vorhergehenden Kapitel bereits angesprochen, ist ein Aspekt, der zur Glaubwürdigkeit eines Dokumentes beiträgt, die Nutzung einer Mehrzahl von verschiedenen Quellen, welche das Dokument untermauern. Dies begründet Steyerl darin, dass „die Realität sich dokumentarisch niemals vollständig erfassen lässt“, man jedoch durch Kombinationen mehrerer Quellen, wie beispielsweise Collagen, ein „hinreichendes Bild“ konstruieren kann.

Damit wird einerseits gemeint, dass man über ein einzelnes Dokument nicht die komplette Realität abbilden kann, da jedes Medium gewisse Grenzen besitzt. So kann ein Foto zum Beispiel den Ausschnitt eines Momentes grafisch genau einfangen, jedoch kann man nur spekulieren, was direkt vor oder nach diesem Moment passiert ist, oder auch außerhalb dieses Ausschnittes, sofern man keine weiteren Quellen zur Verfügung stehen hat. Auch werden hier nur rein visuelle Informationen übertragen. Man kann nicht genau wissen, was in diesem Moment zum Beispiel zu hören oder riechen war. Bei dem Hörspiel hingegen werden rein akustische Informationen vermittelt. Zwar gibt es Stellen, an denen Reporter beschreiben, was sie sehen, aber letzten Endes bleibt viel der Fantasie des Zuhörers überlassen. Erst durch eine Kombination verschiedenster Dokumente und Medien, kann man sich ein detaillierteres Bild einer Situation machen, aber selbst dann ist es nie möglich, die Realität in all ihren Aspekten einzufangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der digitalen Medienentwicklung und die Problematik medialer Manipulation ein, wobei das Hörspiel „Krieg der Welten“ als zentrales Beispiel dient.

2. Der Begriff der Repräsentation: In diesem Kapitel wird der theoretische Rahmen des Repräsentationsbegriffs durch Definitionen von Carl Schmitt und Lutz Huth abgesteckt.

3. Die dokumentarische Krise der Repräsentation: Dieses Hauptkapitel analysiert unter Einbeziehung von Hito Steyerls „Phantom Truck“ sowie Lacans Psychologie die Ursachen für die dokumentarische Krise und deren manifestierte Form im Hörspiel.

3.1 Vorstellung von ‚Krieg der Welten‘: Dieses Kapitel stellt das Hörspiel vor und beleuchtet dessen Aufbau und die historische Wirkung.

3.1.1 Die Rolle des Rundfunks: Hier wird untersucht, warum das Medium Radio eine besondere Glaubwürdigkeit als Informationsquelle genoss.

3.1.2 Entstehung eines Dokumentes: Dieses Kapitel erläutert, wie Dokumente durch spezifische Verfahren und die Macht von Wissensinstanzen legitimiert werden.

3.1.3 Erzeugung des ‚hinreichenden Bildes‘: Es wird dargelegt, wie durch die Kombination verschiedener Quellen Realität simuliert und ein hinreichendes Bild konstruiert wird.

3.1.4 Verkörperung einer Psychose: Dieses Kapitel verknüpft Lacans Theorie der Realitätswahrnehmung mit den durch Angst ausgelösten Massenreaktionen.

3.2 Krise: Dieses Kapitel vertieft die Kritik an der Auflösung der Beziehung zwischen Repräsentant und Vertretenem.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die „Krise der Repräsentation“ ein fortbestehendes, durch modernen technologischen Fortschritt verschärftes Problem darstellt.

Schlüsselwörter

Krise der Repräsentation, Krieg der Welten, Orson Welles, Hito Steyerl, Dokumentarismus, Medienmanipulation, Radio, Jacques Lacan, Wahrnehmung, Massenpanik, Dokument, Realität, Phantom Truck, Medientheorie, Simulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die „Krise der dokumentarischen Repräsentation“ anhand des berühmten Hörspiels „Krieg der Welten“ von Orson Welles und hinterfragt, wie Fiktion als Realität akzeptiert werden konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Medientheorie, die Konstruktion von Realität durch Dokumente, die Rolle von Angst bei der Manipulation und die psychologischen Aspekte der menschlichen Wahrnehmung.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, zu prüfen, ob die von Hito Steyerl beschriebene Krise der Repräsentation durch die Reaktionen auf Orson Welles' Hörspiel validiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medientheoretische und diskursanalytische Untersuchung, die primär auf der Literatur von Hito Steyerl sowie psychoanalytischen Ansätzen nach Jacques Lacan basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Hörspiels, die Analyse des Mediums Rundfunk, die Entstehung und Legitimation von Dokumenten sowie die Verknüpfung dieser Prozesse mit gesellschaftlichen Psychosen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der „Krise der Repräsentation“ sind Begriffe wie Manipulation, Authentizität, Simulation, Medienwirklichkeit und Psychoanalyse ausschlaggebend.

Inwiefern spielt die Theorie von Jacques Lacan eine Rolle für das Verständnis des Hörspiels?

Lacan hilft zu erklären, wie paranoide Angstvorstellungen die Wahrnehmung der Wirklichkeit überschwemmen und wie die Trennung zwischen dem Realen und der Realität durch Dokumente aufgelöst werden kann.

Warum wird gerade das Medium Rundfunk im Kontext der Manipulation hervorgehoben?

Der Rundfunk besaß in den 1930er Jahren eine hohe Glaubwürdigkeit als Informationsmedium und vermittelte eine Unmittelbarkeit, die das „Dabeisein“ bei Ereignissen stärker suggerierte als andere Medien.

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Details

Titel
Eine Analyse der "repräsentativen Krise" anhand des Stücks "Krieg der Welten" von Orson Welles
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1153723
ISBN (eBook)
9783346544940
ISBN (Buch)
9783346544957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Orson Welles Medienwissenschaften Hörspiel Dokumentation Realität repräsentative Krise Farbe der Wahrheit Hito Steyerl Krieg der Welten dokumentarisch Analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Eine Analyse der "repräsentativen Krise" anhand des Stücks "Krieg der Welten" von Orson Welles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153723
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Leseprobe aus  14  Seiten
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