Die Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, welche organisatorischen Bedingungen im Unternehmen vorhanden sein müssen, um auf Lieferkettenunterbrechungen effektiv reagieren zu können. Um diese zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche durchgeführt, die Aufschluss über den momentanen Forschungsstand geben soll. Letzterer wird nach einer Definition des unkonventionellen Begriffes der Informationsverarbeitung wiedergegeben. Am Schluss dieser Arbeit steht ein Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Begriffsbestimmung
Informationsverarbeitung
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die organisatorischen Voraussetzungen, die Unternehmen erfüllen müssen, um effektiv und zeitnah auf Unterbrechungen in ihren Lieferketten zu reagieren. Im Zentrum steht dabei die Rolle der Informationsverarbeitung als kritischer Erfolgsfaktor.
- Analyse von internen Einflussfaktoren auf die Reaktionsfähigkeit bei Lieferkettenstörungen
- Bedeutung der Informationsverarbeitung für eine akkurate Krisenreaktion
- Instrumente der Ressourcenkonfiguration zur Bewältigung komplexer Aufgaben
- Funktionsweise und Nutzen der Risikomanagement-Infrastruktur
- Synergieeffekte durch die Kopplung von Standardisierung und Ressourcenflexibilität
Auszug aus dem Buch
Informationsverarbeitung
Die Güte der Informationsverarbeitung beruht auf den Instrumenten Ressourcenkonfiguration und Risikomanagement-Infrastruktur. Für eine sofortige Reaktion auf eine Unterbrechung müssen die Abläufe und Aufgaben sämtlicher Organisationseinheiten eindeutig definiert sein (Bode und Macdonald 2017). Dies wird durch die Risikomanagement-Infrastruktur umgesetzt, mit deren Hilfe eine strukturierte Informationsverarbeitung und -übermittlung im Unternehmen erzeugt wird. Nach der Erkenntnis von Bode und Macdonald (2017) können beteiligte Organisationseinheiten hiermit ihre Beiträge zur Reaktion auf die Lieferkettenunterbrechung beschleunigen.
Anhand der Risikomanagement-Infrastruktur wird der Rahmen für die Ressourcenkonfiguration erschaffen. Letztere ist zuständig für „die Umgestaltung, die Bündelung, den Erwerb und die Freisetzung“ von Ressourcen (Ambulkar et al. 2015, S. 119). Vorstellbare Ressourcen innerhalb des konkreten Rahmens sind informationstechnische Systeme, Risikopläne, Risikomanager und Abteilungen. Deren Konfiguration ist deshalb bedeutsam, da ihr Wert sich mit der Zeit ändert (Ambulkar et al. 2015). Eine denkbare Veränderung ist der Wertverlust von Risikoplänen bzw. -managern bei fortschreitenden Informations- und/oder KI-basierten-Systemen.
Allein das Sammeln und Konfigurieren von Ressourcen bildet jedoch keine ausreichende Grundlage für eine effektive Reaktion auf Lieferkettenunterbrechungen. Yang und Yang (2010, S. 1907) zeigen, dass Unternehmen häufig auf standardisierte Prozesse zurückgreifen, um mit diesen die „interaktive Komplexität“ zu verringern. Durch die Risikomanagement-Infrastruktur ist eine Standardisierung gegeben, denn diese beinhaltet das Vorhandensein von festgelegten Abteilungen, Risikogruppen, Risikomanagern und Geschäftskontinuitätsplänen, die für die Bewerkstelligung präsent sind (Revilla und Saenz 2017).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Lieferkettenunterbrechungen und definiert die Forschungsfrage nach den notwendigen organisatorischen Bedingungen für eine effektive Reaktion.
Begriffsbestimmung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Lieferkettenunterbrechung gelegt und die Informationsverarbeitung als zentraler Mechanismus für eine strukturierte Reaktion eingeführt.
Informationsverarbeitung: Dieses Kapitel analysiert das Zusammenspiel von Ressourcenkonfiguration und Risikomanagement-Infrastruktur als entscheidende Instrumente zur Bewältigung von Krisen.
Fazit: Das Resümee betont, dass die Synergie aus struktureller Infrastruktur und flexibler Ressourcenkonfiguration den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei Störungen bildet.
Schlüsselwörter
Lieferkette, Unterbrechung, Informationsverarbeitung, Risikomanagement-Infrastruktur, Ressourcenkonfiguration, Organisation, Reaktionsfähigkeit, Standardisierung, Krisenbewältigung, Unternehmenseffizienz, Komplexität, Resilienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche organisatorischen Rahmenbedingungen Unternehmen benötigen, um bei Lieferkettenunterbrechungen schnell und wirksam agieren zu können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen internen Arbeitsprozessen, der Bereitstellung von Informationen und der strukturellen Organisation des Risikomanagements.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu identifizieren, welche organisatorischen Bedingungen vorhanden sein müssen, um eine effektive Reaktion auf Störungen im Materialfluss zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Informationsverarbeitung und deren zwei zentrale Säulen: die Risikomanagement-Infrastruktur und die Ressourcenkonfiguration.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Kernbegriffe sind Lieferkettenunterbrechung, Informationsverarbeitung, Risikomanagement-Infrastruktur und Ressourcenkonfiguration.
Warum reicht eine reine Ressourcenkonfiguration nicht aus, um auf Störungen zu reagieren?
Allein die Ressourcenkonfiguration bietet keinen ausreichenden Rahmen, da Unternehmen standardisierte Prozesse benötigen, um mit der bei Störungen auftretenden interaktiven Komplexität umgehen zu können.
Welche Rolle spielt die Risikomanagement-Infrastruktur bei komplexen Aufgaben?
Sie liefert Entscheidungspersonen und feststehende Abläufe, die bei kleineren Problemen helfen; bei höherer Komplexität wird sie durch Ressourcenkonfiguration ergänzt, um Unsicherheit abzufedern.
- Arbeit zitieren
- Ali Asilkan Kenar (Autor:in), 2020, Organisatorische Bedingungen für eine effektive Antwort auf unterbrochene Lieferketten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153729