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Philosophische Untersuchungen zum Thema Sterbehilfe. Die Positionen Jeremy Benthams und Immanuel Kants

Title: Philosophische Untersuchungen zum Thema Sterbehilfe. Die Positionen Jeremy Benthams und Immanuel Kants

Pre-University Paper , 2021 , 13 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Was, wenn der baldige Tod sicher ist und doch nur mittels Geräten verlangsamt werden kann? Geräte abschalten und lieber da einsetzen, wo noch was zu retten ist? Genau diese Frage stellte ich mir, als ich eine ähnliche Situation in meinem Bekanntenkreis mitbekam. Als Hilfe dieses Dilemma zu lösen, wird eine philosophische Sicht geschaffen, indem zuerst der Utilitarismus Benthams und dann die Opposition, der Kategorische Imperativ Kants, aufgeführt und auf das Problem angewandt wird. Nachdem die Argumente der beiden aufgewogen wurden, folgt eine persönliche Positionierung.

Der Mensch ist ein rationales und im Vergleich zu den anderen Bewohnern der Erde ein sehr fortgeschrittenes Wesen. Riesige Bauwerke, Autos, Flugzeuge oder Smartphones sind Beweise hierfür. Ebenso die Humanmedizin. Durch den technischen Fortschritt dieser, sind Kunstherzen oder Kunstdärme nichts Neues für uns. Der Mensch nutzt die Technik, um in seine Natur einzugreifen und überleben zu können. Doch sie stellt ihn auch vor unglaublich schweren Entscheidungen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Problemstellung

2.2 Die Position des Utilitarismus

2.2.1 Grundlagen des Utilitarismus

2.2.2 Anwendung Utilitarismus Benthams auf das Problem

2.3 Der kategorische Imperativ Immanuel Kants

2.3.1 Der kategorische Imperativ Kants

2.3.2 Anwendung der Position Kants auf das Problem

2.3 Bewertung der Positionen Bentham und Kant

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht ethische Fragestellungen zur Sterbehilfe bei Wachkoma-Patienten durch eine vergleichende Analyse der gegensätzlichen philosophischen Ansätze von Jeremy Bentham und Immanuel Kant, um eine begründete persönliche Position zu dem Dilemma zu entwickeln.

  • Ethische Beurteilung der Sterbehilfe aus utilitaristischer Perspektive
  • Anwendung des kategorischen Imperativs auf das Lebensende
  • Vergleich der Nutzenethik mit der Pflichtenethik
  • Die moralische Verantwortung von Angehörigen in medizinischen Ausnahmesituationen
  • Bewertung der Anwendbarkeit klassischer Ethik auf moderne medizinische Dilemmata

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Anwendung Utilitarismus Benthams auf das Problem

Der Utilitaristische Ansatz wurde unter anderem von dem englischen Philosophen Jeremy Bentham entwickelt. In seinem Werk „Eine Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung“ konkretisiert er seine Gedanken zum Utilitarismus: Der Mensch wird von Lust und Unlust unterjocht. Jede seiner Aktionen wird (allein) von diesen Gebietern bestimmt und er kann sich ihnen nicht entziehen. Um diese These als ein System darzustellen, erschafft er das „Prinzip der Nützlichkeit“. Dieses Prinzip bewertet jede Handlung, sowohl die einer Privatperson, als auch die des Staates, nach ihrem Beitrag zum Glück der Gruppe. Hier wird zwischen Vermehrung und Verminderung differenziert. Ziel ist es, die Nützlichkeit, welche die Eigenschaft an einem Objekt ist, Gewinn, Vorteil, Lust, Gutes oder Glück hervorzubringen bzw. vor Unheil, Unlust, Bösem oder Unglück zu bewahren.

Vorgeben, was Lust und was Unlust ist, tut das Interesse der Gemeinschaft. Dieses definiert Bentham als: „Die Summe der Interessen der verschiedenen gliedern, aus denen sie sich zusammensetzt“. Als Glieder versteht er die einzelnen Personen, die sich zu dem Körper, der Gemeinschaft, fügen. Denkt man nun an die Grundlagen des Utilitarismus fällt auf, dass lediglich das Interesse der Gemeinschaft das Gute darstellt. Daraus folgt, dass der Utilitarismus von der Gemeinschaft und ihren Normen abhängig ist. Eine Handlung kann von ihm in verschiedenen Ländern anders beurteilt werden. Der Utilitarismus bewertet die Handlungen ausschließlich und legt somit nicht fest, ob diese auch ausgeführt werden sollten. Benthams Beurteilung unseres Problems ist nicht schwer zu erschließen, da dieser eine Formel aufgestellt hat mit der man exakt berechnen kann, ob eine Handlung recht ist: Um die Tendenz einer Handlung zu berechnen, das heißt um herauszufinden ob diese Handlung das Glück vermehrt oder vermindert, addiert man alle durch die Handlungen entstehenden Lüste und wiegt diese der Summe aller entstehenden Unlüste auf. Jene unterscheiden sich, in ihren Werten als Lust oder Unlust. Der Wert setzt sich aus den Umständen: Intensität, Dauer, Gewissheit oder Ungewissheit, Nähe oder Ferne, Folgenträchtigkeit, und der Reinheit zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinisch-technische Entwicklung und die damit verbundenen ethischen Grenzfragen am Lebensende, die zur persönlichen Auseinandersetzung mit der Sterbehilfe führen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert das Problem der Sterbehilfe bei Wachkoma-Patienten zunächst anhand des utilitaristischen Nutzkalküls von Bentham und anschließend durch die pflichtenethische Perspektive von Kants kategorischem Imperativ.

2.1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen und moralischen Herausforderungen, die sich bei der Entscheidung über das Leben von Wachkoma-Patienten für die Angehörigen ergeben.

2.2 Die Position des Utilitarismus: Hier wird die Grundlagen-Ethik des Utilitarismus dargelegt, die auf der Maximierung von Glück und der Minimierung von Leid basiert.

2.2.1 Grundlagen des Utilitarismus: Es wird definiert, wie Bentham Lust als das Gute und Unlust als das Schlechte bewertet, um eine mathematisch anmutende Entscheidungsfindung zu ermöglichen.

2.2.2 Anwendung Utilitarismus Benthams auf das Problem: Die theoretischen Formeln von Bentham werden konkret auf den Einzelfall der Sterbehilfe angewendet, um die Tendenz der Handlung zu berechnen.

2.3 Der kategorische Imperativ Immanuel Kants: Dieses Kapitel führt in die deontologische Ethik Kants ein und erklärt den kategorischen Imperativ sowie die Selbstzweckformel als Prüfstein für moralisches Handeln.

2.3.1 Der kategorische Imperativ Kants: Die theoretischen Grundlagen der Vernunftethik und die Notwendigkeit der Verallgemeinerbarkeit von Maximen werden erläutert.

2.3.2 Anwendung der Position Kants auf das Problem: Es wird analysiert, warum Sterbehilfe aus Sicht von Kants Selbstzweckformel abzulehnen ist, da sie das Leben lediglich als Mittel zum Zweck betrachtet.

2.3 Bewertung der Positionen Bentham und Kant: Die beiden gegensätzlichen Ansätze werden kritisch gegenübergestellt und auf ihre praktische Anwendbarkeit in der modernen, komplexen Welt hin untersucht.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der utilitaristische Ansatz aufgrund seiner Konkretisierbarkeit eine praxisnähere Entscheidungshilfe bietet als die abstrakte Philosophie Kants.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Utilitarismus, Jeremy Bentham, Immanuel Kant, Kategorischer Imperativ, Wachkoma, Ethik, Lebensende, Selbstzweckformel, Moral, Medizintechnik, Leid, Nutzenethik, Patientenverfügung, Menschenwürde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ethische Dilemma der Sterbehilfe bei Wachkoma-Patienten aus der Perspektive zweier einflussreicher philosophischer Strömungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen Ethik, dem Utilitarismus nach Bentham und der Pflichtenethik (Deontologie) von Immanuel Kant.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Positionen von Bentham und Kant auf die Entscheidung über das "Leben lassen" oder die Sterbehilfe anzuwenden, um eine fundierte philosophische Einschätzung zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine komparative philosophische Analyse angewandt, bei der bestehende ethische Theorien auf ein konkretes medizinisches Problem appliziert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Problemstellung, die theoretische Darlegung und Anwendung des Utilitarismus sowie die Erläuterung und Anwendung des kategorischen Imperativs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sterbehilfe, Utilitarismus, Kategorischer Imperativ, Selbstzweckformel und Wachkoma.

Warum hält der Autor den Utilitarismus für besser geeignet?

Der Autor argumentiert, dass Benthams Verfahren konkreter und anwendungsorientierter ist, während Kant als zu realitätsfern für moderne Dilemmata empfunden wird.

Was ist das größte Problem bei der Anwendung von Kants Ethik auf diesen Fall?

Kant verbietet die Instrumentalisierung des Menschen, was dazu führt, dass Sterbehilfe aus seiner Sicht stets als schlecht bewertet wird, ungeachtet des Leidensdrucks der Betroffenen.

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Details

Title
Philosophische Untersuchungen zum Thema Sterbehilfe. Die Positionen Jeremy Benthams und Immanuel Kants
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
13
Catalog Number
V1153844
ISBN (eBook)
9783346550354
Language
German
Tags
philosophische untersuchungen thema sterbehilfe positionen jeremy benthams immanuel kants
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Philosophische Untersuchungen zum Thema Sterbehilfe. Die Positionen Jeremy Benthams und Immanuel Kants, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153844
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