Die Hausarbeit befasst sich mit einigen ausgewählten Konzepten der Positiven Psychologie. Nicht Krankheiten und Defizite einer Person werden in den Fokus genommen, wenn auch berücksichtigt, sondern individuelle Stärken, Tugenden und Ressourcen anhand einzelner Konzepte betrachtet mit der Möglichkeit die Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
Durch die Ausrichtung auf das "Positive" soll, kann, darf das Erleben und Verhalten im Alltag von Menschen positiv beeinflusst werden, um das als individuell empfundenen Gefühl des Wohlbefinden zu vermehren und um ein
produktives und erfülltes Leben leben zu können. Frei nach dem Motto: "Selbstbestimmt, kompetent und sozial eingebunden".
Inhaltsverzeichnis
Was ist Positive Psychologie und was ist positive Psychologie nicht?:
Ressourcen und Stärken:
Glück und positive Gefühle:
Wohlfühlglück und Werteglück:
Flow und Flourishing:
Vertrauen und Kreativität
Positive Psychologie in der Sozialen Arbeit:
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist eine theoretische Auseinandersetzung mit zentralen Konzepten der Positiven Psychologie und deren Übertragbarkeit sowie Relevanz für das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit, um ressourcenorientierte Lösungsstrategien für Klienten aufzuzeigen.
- Grundlagen und Abgrenzung der Positiven Psychologie
- Ressourcenorientierung und Signaturstärken
- Differenzierung von Wohlfühlglück und Werteglück
- Flow-Erleben und das Konzept des Flourishing
- Vertrauen und Kreativität als psychologische Basiskonzepte
Auszug aus dem Buch
Ressourcen und Stärken:
Eine Ressource kann ein materielles oder immaterielles Gut sein und dient dazu bestimmte Ziele zu verfolgen, Anforderungen zu bewältigen oder bestimmte Handlungen auszuführen. In der Psychologie wird unter einer Ressource eine Fähigkeit, Charaktereigenschaft oder geistige Haltung verstanden, die durch genetische Prädestinationen, individuelle Erfahrungen und einen persönlichen Wissenserwerb im Laufe des Lebens erworben wird. Diese sind veränderbar, können mal in Vergessenheit geraten und auch wiedergefunden werden und sind meist intrinsisch motiviert.
Alle zusammen machen das Potential einer Person aus, welches für die individuelle Entwicklung zur Verfügung steht. Eng in Zusammenhang steht damit auch ein anderer Begriff, der gerne in der Positiven Psychologie benutzt wird. Der Begriff der Stärken, "persönliche, überdauernde Muster von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen" ( Biswas-Diener 2010 zitiert in Blickhan 2018: 101), die individuell sind, Energie geben und beste Leistungen ermöglichen. Sie können als Gewohnheiten im Denken, Fühlen und Verhalten verstanden werden, die zu den Charakteristika eines Menschen werden können, die aber darüber hinaus nicht nur persönliche Merkmale sind, sondern auch immer durch Situation und Kontext mitbestimmt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Was ist Positive Psychologie und was ist positive Psychologie nicht?: Dieses Kapitel führt in die Grundprinzipien der Positiven Psychologie ein, die den Fokus weg von Defiziten hin zu Stärken und einem produktiven, erfüllten Leben lenkt.
Ressourcen und Stärken: Hier werden Ressourcen als veränderbare Potenziale definiert und die Bedeutung von persönlichen Signaturstärken für die individuelle Entwicklung und das Empowerment erläutert.
Glück und positive Gefühle: Das Kapitel beleuchtet Glück als subjektives Erleben, das durch bewusste Geisteshaltung und Emotionsregulation beeinflusst werden kann, statt nur von äußeren Umständen abzuhängen.
Wohlfühlglück und Werteglück: Es wird zwischen dem hedonistischen Wohlfühlglück und dem eudaimonischen Werteglück unterschieden, welche beide für ein zufriedenes Leben essentiell sind.
Flow und Flourishing: Dieses Kapitel beschreibt den Zustand des Flow als optimale Konzentration sowie Flourishing als Prozess der psychischen Aufblühung im Sinne der Selbstaktualisierung.
Vertrauen und Kreativität: Vertrauen wird als komplexes, zwischenmenschliches Konzept analysiert, das als Basis für zwischenmenschliche Sicherheit und die Entfaltung von Kreativität dient.
Positive Psychologie in der Sozialen Arbeit: Abschließend wird die Brücke zur Sozialen Arbeit geschlagen, indem die Konzepte der Positiven Psychologie als Werkzeuge zur Förderung des Selbstwerts und zur Bewältigung von Krisen diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Positive Psychologie, Ressourcen, Stärken, Signaturstärken, Wohlfühlglück, Werteglück, Flow, Flourishing, Empowerment, Vertrauen, Kreativität, Soziale Arbeit, Selbstwert, Resilienz, Lebenszufriedenheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit den Grundkonzepten der Positiven Psychologie, wie Ressourcen, Glück, Flow und Vertrauen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition von Stärken, die Abgrenzung von Glücksformen sowie die Bedeutung von Flourishing und zwischenmenschlichem Vertrauen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie positive psychologische Konzepte genutzt werden können, um Klienten in der Sozialen Arbeit ressourcenorientiert zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse und Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Positiven Psychologie im Kontext der Sozialen Arbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Fachbegriffe und Konzepte wie Ressourcen, Glücksempfinden, Flow-Theorie, Vertrauensaufbau und deren praktische Relevanz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Positive Psychologie, Empowerment, Stärkenorientierung, Wohlfühlglück, Werteglück und Soziale Arbeit.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Wohlfühlglück und Werteglück?
Wohlfühlglück (hedonistisch) bezieht sich auf den Genuss und angenehme Gefühle, während Werteglück (eudaimonisch) durch sinnhafte Handlungen und Erfüllung persönlicher Ziele entsteht.
Welche Rolle spielt das Empowerment-Konzept in Bezug auf die Soziale Arbeit?
Empowerment dient als Abkehr vom Defizit-Blickwinkel und soll vorhandene Fähigkeiten der Klienten stärken, um eine autonome Lebensgestaltung zu ermöglichen.
Warum wird Vertrauen als so bedeutsam für die Soziale Arbeit hervorgehoben?
Vertrauen ist laut der Arbeit die notwendige Grundlage, damit sich Klienten öffnen und Veränderungsprozesse zulassen können.
Was sagt die Arbeit über den Einfluss von "Negativspiralen" aus?
Negativspiralen werden nicht ignoriert, sondern sollen als Katalysatoren oder "Turning Points" genutzt werden, um durch Erkenntnis der Muster eine positive Veränderung einzuleiten.
- Arbeit zitieren
- laura griesch (Autor:in), 2021, Eine Auseinandersetzung mit einigen ausgewählten Konzepten aus der Positiven Psychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153954