Voraussetzungen der Managertätigkeit - Führungsstile?


Essay, 2008

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Führungsstile - Begriffsdefinitionen und –einordnung
2.1. Führung in der BWL
2.2. Führung in den Sozialwissenschaften
2.3. BWL versus Sozialwissenschaften

3. Studien und daraus hervorgegangene realtypische Ansätze
3.1. Die Iowa-Studie
3.2. Die Ohio-State-Studien
3.3. Die Michigan-Studien
3.4. Die Group Dynamics-Studien

4. Der „ideale“ Führungsstil? - Führungsstile nach Goleman
4.1. Der autoritative Führungsstil
4.2. Der affiliative Führungsstil
4.3. Der demokratische Führungsstil
4.4. Der coachende Führungsstil
4.5. Der autoritäre Führungsstil
4.6. Der leistungsbetonte Führungsstil

5. Fazit

Quellen

1. Einleitung

Managergehälter: ein in den Medien viel diskutiertes Thema.

Doch warum bekommen Manager vergleichsweise hohe Gehälter? Offensichtlich hängt von ihrem Handeln Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens ab. Der entscheidende Teil dieses Handelns eines Managers ist die Führung. Daraus wiederum lässt sich schließen, dass Führung und damit einhergehend der Führungsstil eine äußerst entscheidende Komponente für den Unternehmenserfolg zu sein scheint.

Diese Komponente gilt es in dieser Arbeit zu betrachten. Es soll die Frage geklärt werden: Welcher Führungsstil ist der erfolgversprechendste und erzielt den größtmöglichen Erfolg? Mit Erfolg ist an dieser Stelle der positive Niederschlag in wirtschaftlichen Kennzahlen gemeint, also die Erhöhung von Absatz, Umsatz, Rentabilität, etc..

Die Herangehensweise zur Beantwortung der zentralen Fragestellung wird sein:

In Kapitel 2 finden eine Klärung und Einordnung des Führungsbegriffs, sowie der wissenschaftlichen Suche nach Erkenntnissen zu Führungsstilen statt. Weiterhin soll Kapitel 3 einen Überblick über die bekanntesten Studien zum Thema Führungsstile und den daraus hervorgegangenen Erkenntnissen geben, wobei zu erwähnen sei, dass sich diese Arbeit auf die realtypischen Ansätze beschränkt. Grund hierfür ist, dass diese Ansätze mit der Praxis verknüpft sind. Mit den idealtypischen/ normativen Ansätzen beschäftigt sich die Kommilitonin Paula Müllernova in ihrer Arbeit.

In Kapitel 4 wird die Frage nach dem „idealen“ Führungsstil diskutiert und eine neuere, realtypische Studie und deren Ergebnisse vorgestellt.

Abschließend, in Kapitel 6 resümiere ich die in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse und ziehe ein Fazit.

2. Führungsstile - Begriffsdefinitionen und –einordnung

Führung ist ein Phänomen, das in Bereichen des sozialen, menschlichen Umgangs herbeigeführt wird (bewusst) oder entsteht (unbewusst). Bei der Untersuchung des Gegenstandes ist zu beachten, dass Führung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, wie den Wirtschaftswissenschaften (Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung, etc.) und den Naturwissenschaften (Psychologie, Soziologie, etc.) beheimatet ist. Daher möchte ich nachfolgend klären, wie es um die Sichtweisen in den für die Untersuchung dieses Gegenstandes zentralen Disziplinen Betriebswirtschaftslehre und Psychologie/Soziologie bestellt ist.

2.1. Führung in der BWL

In der Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist die Managementlehre (auch: Unternehmensführung) mit der Führungspsychologie ein wichtiger Teil der Gesamtlehre. In der Literatur wird weitgehend unterschieden zwischen realtypischen und idealtypischen/normativen Ansätzen. Die realtypischen Ansätze beschreiben Führung deskriptiv, also wie sie in der Empirie vorhanden ist, während die idealtypischen Ansätze normativen Charakter haben und darauf verweisen, wie Führung im Idealfall stattfinden sollte.

Nach Macharzina ergibt sich Führung daraus, dass das Handeln von Personen im Hinblick auf Ziele koordiniert werden muss. Dieses Phänomen kann sowohl in hierarchisch aufgebauten Institutionen, als auch in nicht-hierarchischen Einheiten auftreten.[1]

Der Führungsstil wird in betriebswirtschaftlicher Literatur beschrieben, als „regelmäßig wiederkehrende[s] Muster des Führungshandelns“[2], oder auch als „langfristig relativ stabiles, situationsvariantes Verhaltensmuster des Führers“[3]

Die Analyse von Führungsstilen gestaltet sich schwierig, da es sich hier um abstrakte und mehrdimensionale Konstrukte handelt.[4]

Beschreibungsmerkmal von Führungsstilen sind meist die wahrgenommene Bedeutung der Zielerreichung, Art der Willensbildung, die informationellen Beziehung in der Gruppe, die Form der Kontrolle, die Art der Sanktionierung, die Einstellung einer Führungskraft gegenüber den Mitarbeitern und/oder das Ausmaß der von einer Führungskraft ausgehenden Fürsorge für die Mitarbeiter.[5] Über die Beschreibung und Untersuchung von Führungsstilen wird in Kapitel 3 und 4 näher eingegangen.

2.2. Führung in den Sozialwissenschaften

In den naturwissenschaftlichen Disziplinen findet man Führung in den Sozialwissenschaften, genauer in der Psychologie bzw. in der Gruppenpsychologie.

Führung wird in den Sozialwissenschaften wie folgt definiert: „Phänomen, bei dem mindestens zwei Personen beteiligt und als handelnde Akteure eingreifend agieren.“[6]

Grundsätzlich beschränkt sich die Forschung zum Thema Führung in den Sozialwissenschaften auf Gruppen, allerdings findet diese Disziplin primär Anwendung in betriebswirtschaftlichen Bereichen, wie der Organisationspsychologie[7]. Auch die Gruppenpsychologie greift betriebswirtschaftliche Sachverhalte und Bezüge immer wieder auf.

2.3. BWL versus Sozialwissenschaften

Wesentliches Merkmal von Führung, und das haben BWL und Sozialwissenschaften gemein, ist die Zielausrichtung. Die führende Person will andere Personen oder Personengruppen in Richtung eines erstrebenswerten Zustandes bewegen.[8]

Zu unterscheiden ist jedoch, dass Führung in der BWL als zentrales Interesse die Unternehmung und deren Vorankommen bezüglich wirtschaftlicher Kennzahlen sieht, also die Führung von Personal im Vordergrund steht, während die Sozialwissenschaften sich auf menschliche Beziehungen und Zustände zwischen den Personen bezieht. Dieses, sowie die Tatsache, dass sich ein messbarer Erfolg mit wirtschaftlichen Kennzahlen besser aufzeigen lässt und der Fakt, dass das Thema dieser Arbeit ein vorrangig betriebswissenschaftlicher Hintergrund ist, soll Grund dafür sein, dass in dieser Arbeit die betriebswirtschaftliche Sichtweise von Führung zu Grunde liegt.

[...]


[1] Macharzina 2003, S. 35

[2] Macharzina 2003, S. 488

[3] Staehle 1999, S 334

[4] Macharzina 2003, S. 488

[5] Macharzina 2003, S. 488 f.

[6] Macharzina 2003, S.37

[7] Rosenstiel 1992, S. 4 ff.

[8] Macharzina 2003, S. 38

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Voraussetzungen der Managertätigkeit - Führungsstile?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Seminar
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V115403
ISBN (eBook)
9783640173402
Dateigröße
426 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Voraussetzungen, Managertätigkeit, Führungsstile, Seminar
Arbeit zitieren
Anna Schultze (Autor:in), 2008, Voraussetzungen der Managertätigkeit - Führungsstile?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115403

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