Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Gedächtnis


Hausarbeit, 2008
19 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Vorwort

3. Drei Definitionen von Emotionen
3.1. Definition Nr. 1
3.2. Definition Nr. 2
3.3. Definition Nr. 3

4. Definition Gedächtnis

5. Neurologische Aspekte des Gedächtnisses
5.1 Neurologische Aspekte von Emotionen
5.2 Neurologische Aspekte des Gedächtnisses

6. Emotionen, Gedächtnis und Erfahrungsinhalte

7. Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Gedächtnis
7.1 Traumata
7.2 Psychosomatische Prozesse
7.3 Neurologische Prozesse
7.4 Denkgewohnheiten

8. Schlussbemerkung

9. Literatur

10. Sekundärliteratur

11. Abbildungsverzeichnis

1. Vorwort

Ziel dieser Hausarbeit ist es die Wechselwirkungen von Emotionen und Gedächtnisprozessen näher zu erläutern und versuchen diese zu beschreiben. Dabei werde ich mich zunächst der Thematik annähern, indem ich Emotionen und Gedächtnis definiere. Danach gehe ich etwas näher auf die neurowissenschaftlichen Perspektiven von Emotionen und Gedächtnis ein. Im Anschluss daran beziehe ich mich auf die Wechselwirkungen zwischen Emotion und Gedächtnis und werde versuchen die verschiedenen Faktoren herausarbeiten.

2. Einleitung

Die (emotions)psychologische Forschung ist in den letzten Jahren deutlich vorangeschritten und hat die verschiedensten emotionalen Wechselwirkungen im Gehirn und vor allem mit der Psyche erkannt (natürlich unterstützt durch zahlreiche neurologische Forschungserkenntnisse). Emotionen spielen bei den verschiedensten mentalen als auch physischen Prozessen eine entscheidende Rolle. Doch es bleibt immer noch die Frage bestehen, welcher Natur Emotionen sind und im Bezug auf diese Hausarbeit vor allem die Verbindung zu funktionalen Gedächtnisprozessen.

Abstrakt gesehen, besteht diese Verbindung aus einer wechselseitigen Abhängigkeit, auf die ich in späteren Abschnitten noch genauer eingehen werde.

Der Einfluss von Emotionen auf das Gedächtnis ist nicht zu unterschätzen, in dem Sinne, dass Emotionen, die mit verschiedensten kognitiven Inhalten verbunden sind, nicht mehr ins Bewusstsein treten können und Gedächtnisinhalte sogar verzerren oder verfälschen können. Die Verbindung zwischen Emotionen und Gedächtnisprozessen ist schon von Freud in seinem Postulat über die Verdrängung von Bewusstseinsinhalten und deren Wechselwirkungen mit der Psyche aufgetreten. Darauf werde ich aber später noch eingehen. Zuerst werde ich Emotionen und Gedächtnis definieren.

3. Drei Definitionen von Emotionen

Die Ansichten der Wissenschaftstheoretiker darüber, wie Emotionen zu definieren sind, gehen größtenteils sehr weit auseinander. Da im Rahmen einer Hausarbeit unmöglich jede Definition Berücksichtigung finden kann, werden ich mich im Folgenden auf drei Definitionen beschränken.

3.1. Definition Nr. 1:

"Eine Emotion ist ein qualitativ näher beschreibbarer Zustand, der mit Veränderungen auf einer oder mehreren der folgenden Ebenen einhergeht: Gefühl, körperlicher Zustand und Ausdruck." (Schmidt-Atzert, 1996, S.21)

3.2. Definition Nr. 2:

"1. Emotionen sind Vorkommnisse von zum Beispiel Freude, Traurigkeit, Ärger, Angst, Mitleid, Enttäuschung, Erleichterung, Stolz, Scham, Schuld, Neid sowie von weiteren Arten von Zuständen, die den genannten genügend ähnlich sind.

2. Diese Phänomene haben folgende Merkmale gemeinsam:
(a) Sie sind aktuelle Zustände von Personen;
(b) Sie unterscheiden sich nach Art oder Qualität und Intensität [...];
(c) Sie sind in der Regel objektgerichtet [...];
(d) Personen, die sich in einem der genannten Zustände befinden, haben normalerweise ein charakteristisches Erleben (Erlebensaspekte von Emotionen), und häufig treten auch bestimmte physiologische Veränderungen (physiologischer Aspekt von Emotionen) und Verhaltensweisen (Verhaltensaspekt von Emotionen) auf." (Meyer, Reisenzein, R. 2001, S.23ff)

3.3. Definition Nr. 3

Carl Gustav Jung definiert Gefühle bzw. Emotionen wie folgt:

„ […]Das Gefühl ist zunächst ein Vorgang, der zwischen dem Ich und einem gegebenen Inhalt stattfindet, und zwar ein Vorgang welcher dem Inhalt einen bestimmten Wert im Sinne des Annehmens oder Zurückweisens erteilt, sodann aber auch ein Vorgang, der, abgesehen vom momentanen Bewusstseinsinhalt oder von momentanen Empfindungen sozusagen isoliert als Stimmung auftreten kann.“ (Jung, 1990, S.140).

Das Gefühl besteht nach Jung also in einem gewissen Inhalt der einen spezifischen Wert, nämlich Annehmen oder Zurückweisen aufweist und als eine Art von Stimmung auftritt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Gedächtnis
Hochschule
Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg
Veranstaltung
Behalten - Erinnern - Vergessen
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
19
Katalognummer
V115410
ISBN (eBook)
9783640173433
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wechselwirkungen, Emotionen, Gedächtnis, Erinnern, Vergessen, Psychodynamik
Arbeit zitieren
David Hofmann (Autor), 2008, Wechselwirkungen zwischen Emotionen und Gedächtnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115410

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