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Selbstbestimmung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen

Title: Selbstbestimmung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen

Term Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Kießhauer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Die Arbeit setzt sich mit den folgenden Fragen auseinander: Was bedeutet Selbstbestimmung? Wie wird die geistige Beeinträchtigung von der Gesellschaft charakterisiert? Welche Möglichkeiten gibt es, um Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen umzusetzen?“

Ziel der Arbeit soll es also sein, diese Fragen zu beantworten und einen Überblick über das Themenfeld der Selbstbestimmung zu schaffen. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass sich diese Arbeit nicht mit allen Lebensbereichen von Menschen mit geistigen Behinderungen in Bezug auf die Selbstbestimmung beschäftigen kann, da es für die Hausarbeit zu umfangreich wäre. Diesbezüglich wird sich nur auf einzelne Bereiche bezogen, die für die Beantwortung der Forschungsfrage notwendig sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. „Selbstbestimmt leben“

1.1. Historische Entwicklung der Selbstbestimmungsidee

1.2. Forderungen und Ziele

1.3. Gesetzliche Grundlagen

1.4. Das Selbstbestimmungskonzept

2. Menschen mit Behinderungen

2.1. Bedeutungsbestimmung „Geistige Behinderung“

2.2. Geistige Behinderung und Selbstbestimmung

3. Fremdbestimmung geistig beeinträchtigter Menschen

4. Möglichkeiten zur Umsetzung von Selbstbestimmung

4.1. Peer Counseling und Peer Support

4.2. Das Assistenzmodell

4.3. Basale Selbstbestimmung

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Möglichkeiten zur Umsetzung von Selbstbestimmung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Barrieren abgebaut sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gestärkt werden können.

  • Historische Entwicklung der Selbstbestimmungsbewegung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen wie SGB IX und UN-BRK
  • Definition und Verständnis geistiger Behinderung
  • Herausforderung der Fremdbestimmung in Institutionen
  • Methodische Konzepte (Peer Counseling, Assistenzmodell, basale Selbstbestimmung)

Auszug aus dem Buch

4.1. Peer Counseling und Peer Support

Die beiden Konzepte der Selbsthilfebewegung grenzen sich dadurch voneinander ab, dass der Peer Support Unterstützung im Sinne von informellen Hilfen, allgemeinen Informationen und Ratschlägen darstellt, Peer Counseling aber eine strukturierte Methode darstellt. (vgl. Röh 2009, 145)

Die Peer-Konzepte zeichnen sich dadurch aus, dass BeraterInnen selbst Menschen mit Behinderungen sind, die die Ratsuchende beraten und unterstützen. So beschreibt der Peer Support die Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen, die von sich aus ein selbstbestimmteres Leben wünschen, welche von beeinträchtigten Co-BeraterInnen, die selbst ein bestimmten Grad der Selbstbestimmung erreicht haben und somit eigene Erfahrungen im Ermächtigungsprozess durchgemacht haben, die sie mit den Ratsuchenden teilen können. So können sie aus dem klassischen Rollenverhalten heraustreten und Themen wie Betreuung, Mitleid, Bevormundung und Fürsorge werden ausgeblendet. Neben den Konzepten bilden diese Grundsätze ein „pädagogische Rüstzeug“ nach Rothenberg (2012), die die Unterstützung behinderter Menschen weiterentwickelt hat. (vgl. Rothenberg 2012, 59 f.)

Die BeraterInnen verkörpern in positive Rollenvorbilder, die den Ratsuchenden zeigen sollen, dass ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben möglich ist. Sie vermitteln aber auch, dass es dafür Veränderungen im Leben benötigt, die die Betroffenen aber auch aufbauen und auf ihren Weg in die Selbstbestimmung unterstützen. So ergibt sich die gegenseitige Unterstützung als wichtigster Bestandteil des Hilfeprinzips. (vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autorin sowie die zentrale Fragestellung bezüglich der Umsetzung von Selbstbestimmung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen.

1. „Selbstbestimmt leben“: Dieses Kapitel erläutert die geschichtlichen Hintergründe, politischen Forderungen und die rechtlichen Fundamente für ein selbstbestimmtes Leben.

2. Menschen mit Behinderungen: Hier wird der Begriff der geistigen Behinderung definiert und das Spannungsfeld zwischen Behinderung und dem Anspruch auf Selbstbestimmung erörtert.

3. Fremdbestimmung geistig beeinträchtigter Menschen: Dieses Kapitel analysiert strukturelle Ursachen von Fremdbestimmung, insbesondere in institutionellen Settings.

4. Möglichkeiten zur Umsetzung von Selbstbestimmung: Es werden konkrete pädagogische und strukturelle Ansätze vorgestellt, um Selbstbestimmung praktisch im Alltag zu fördern.

Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und dem Ausblick auf die Notwendigkeit, Selbstbestimmung individuell an den Unterstützungsbedarf anzupassen.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmung, Geistige Beeinträchtigung, Peer Counseling, Peer Support, Assistenzmodell, Basale Selbstbestimmung, Independent-Living-Bewegung, Inklusion, Fremdbestimmung, Empowerment, Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention, Behindertenpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Selbstbestimmung für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen und der Frage, wie diese in der Lebenswirklichkeit umgesetzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Selbstbestimmungsbewegung, gesetzliche Grundlagen, die Analyse von Fremdbestimmung sowie verschiedene Unterstützungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Konzepte und Methoden existieren, um Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen eine höhere Eigenständigkeit und Kontrolle über ihr Leben zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um das Themenfeld der Selbstbestimmung systematisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Selbstbestimmungsbegriffs, die Auseinandersetzung mit geistiger Behinderung sowie die Darstellung praktischer Ansätze wie das Assistenzmodell oder die basale Selbstbestimmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Selbstbestimmung, Inklusion, Assistenzmodell, Empowerment und Fremdbestimmung.

Warum ist das Thema "Fremdbestimmung" so zentral für die Arbeit?

Da Fremdbestimmung eine der größten Barrieren darstellt, die den Betroffenen die Ausgestaltung eines selbstbestimmten Lebens erschwert oder gar verhindert.

Für wen ist das Konzept der "Basalen Selbstbestimmung" besonders geeignet?

Dieses Konzept richtet sich gezielt an Menschen mit schweren oder mehrfachen Behinderungen, bei denen konventionelle Ansätze aufgrund ihrer Komplexität an Grenzen stoßen könnten.

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Details

Title
Selbstbestimmung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen
College
University of Applied Sciences Nordhausen
Grade
1,3
Author
Julia Kießhauer (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V1154116
ISBN (eBook)
9783346545022
ISBN (Book)
9783346545039
Language
German
Tags
Beeinträchtigung Heilpädagogik Selbstbestimmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Kießhauer (Author), 2018, Selbstbestimmung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154116
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