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Serialität im Kinderfernsehen. Merkmale am Beispiel Bibi & Tina

Title: Serialität im Kinderfernsehen. Merkmale am Beispiel Bibi & Tina

Bachelor Thesis , 2019 , 38 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nele Graf (Author)

Communications - Movies and Television
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In dieser Arbeit wird das Grundkonzept seriellen Erzählens untersucht und damit einhergehend Merkmale von Kinder- und Jugendserien herausgearbeitet. Als Beispiel fungiert das Zeichentrickformat Bibi und Tina. Anhand der Definition von Serialität, Erläuterung der Merkmale und Nennung von verschiedenen Formaten verspricht diese Sendung die Möglichkeit, das Konstrukt Serie aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es folgt zu Beginn ein theoretischer Rahmen, welcher als Einführung fungiert und hilft, den Serienaspekt thematisch einzuordnen. Anschließend ist es relevant, die Unterschiede von Kinderfernsehen und Erwachsenenfernsehen zu verdeutlichen, um die Merkmale von Serialität im Kinderfernsehen nachzuvollziehen.

Da es sich um Kinderfernsehen handelt, welches vermutlich, das wird in dieser Arbeit auch herausgestellt, anderen Ansprüchen gerecht werden muss, kann der Schwerpunkt an dieser Stelle mehr in der Medienerziehung und -entwicklung liegen. So ist es notwendig auf die pädagogischen Merkmale des Visuellen einzugehen. Zudem werden in der vorliegenden Arbeit auch die geschlechtsspezifischen Merkmale untersucht, um auch mithilfe der dort gemachten Feststellungen auf mögliche wichtige Details zu den Merkmalen von Serialität hinzuweisen. Anschließend werden die Begriffe, die Serialität im Fernsehen definieren erläutert und anhand des Beispiels Bibi und Tina erklärt.

Medien, speziell Massenmedien, gehören zum Alltag des Menschen und sind somit von Beginn an Teil des Lebens von Heranwachsenden. Eine starke Bedeutung für unsere Art von Kommunikation kommt dem Fernsehen zu. Das Fernsehen ist bereits seit seiner Erfindung und Etablierung in den privaten Haushalt ein wichtiger Bestandteil im Alltag der Menschen. Dem Leitmedium Fernsehen wird somit ein wichtiger Stellenwert zugesprochen, der für die Entwicklung von Werten äußerst bedeutsam ist. Dort werden von den unterschiedlichsten Sendern, verschiedene Formate angeboten, sodass jeder eine gewisse Auswahl bei der Wahl seines Fernsehprogrammes hat. Diese seriellen Angebote unterscheiden sich hauptsächlich im Inhalt. Einen Teil des Angebotes bilden die fiktionalen Fernsehserien, die sich in verschiedenen Aspekten inhaltlich unterscheiden, jedoch alle einzelnen Merkmale der Serialität in sich vereinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

3. Kinderfernsehen und Wirkung

3.1 Pädagogischer Aspekt

3.2 Negativer Aspekt von Fernsehen

3.3 Geschlechterspezifisches Fernsehen

4. Merkmale von Serialität am Beispiel von Bibi und Tina

4.1 Serielle Organisation

4.2 Genre

4.3 Intro

4.4 Farbgebung

4.5 Wiederholung und Stagnation

4.6 Adaption

4.7 Cliffhanger

4.8 Pilot

4.9 Outro

5. Merchandising und Kinofilme

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Grundkonzept seriellen Erzählens im Kontext des Kinderfernsehens und arbeitet spezifische Merkmale anhand des Zeichentrickformats "Bibi und Tina" heraus. Ziel ist es, das Konstrukt der Serie aus medienwissenschaftlicher Perspektive zu betrachten und die Besonderheiten der kindgerechten Rezeption und Programmgestaltung zu verdeutlichen.

  • Grundkonzepte seriellen Erzählens
  • Pädagogische Aspekte im Kinderfernsehen
  • Geschlechtsspezifische Darstellung in Kinderserien
  • Medienästhetische Merkmale von Zeichentrickserien
  • Kontextuelle Einbettung durch Merchandising

Auszug aus dem Buch

4.1 Serielle Organisation

Ein Merkmal, welches auf die Serialität hinweist, ist die Art der Rezeption. Denn „die traditionelle Art und Weise, Fernsehserien zu rezipieren, folgt einem wöchentlichen Rhythmus“98. Je nach Genre gibt es unterschiedliche Zeiten der Ausstrahlung und eine eigene Art der Regelmäßigkeit, abhängig davon, ob es sich hierbei um eine tägliche oder wöchentliche Serie handelt oder um ein besonderes Event. Bei der Serie Bibi und Tina handelt es sich um eine Kinderserie, welche auch ihren eigenen Rhythmus hervorbringt. Da diese Serie nur beschränkt auf ARD, ZDF, KIKA und Juniorclub läuft, gibt es bei jedem Sender eine andere Art der Ausstrahlung. Im ZDF werden samstags von 9.15 Uhr bis 10.05 Uhr zwei Folgen hintereinander ausgestrahlt. Am Sonntag folgt eine weitere Folge um 7.20 Uhr. Beim Juniorclub dagegen wird nicht wöchentlich, sondern täglich eine Folge mit einer Länge von ca. 25 Minuten um 6 Uhr ausgestrahlt. Durch den Zeitpunkt der Ausstrahlung wird deutlich, dass es sich um eine Sendung für Kinder handelt.

Speziell am Wochenende, wenn die Kinder bereits vor ihren Eltern wach sind, können sie sich vor dem Fernseher selbst beschäftigen. Auch unter der Woche, vor allem in den Schulferien trifft diese Handhabung zu. Darüber hinaus kann man durch die zeitliche Ausstrahlung Vermutungen darüber anstellen, wie alt die Zuschauer sein könnten, darunter befinden sich meist Kindergarten- oder Grundschulkinder. Diese finden unter Woche am meisten Zeit nach oder teilweise vor der Schule eine Serie zu konsumieren. Auch der frühe Morgen am Wochenende eignet sich für die Rezeption. Dies liegt vordergründig am Tagesrhythmus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium ein und begründet die Wahl des Zeichentrickformats Bibi und Tina für die Untersuchung serieller Merkmale im Kinderprogramm.

2. Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe wie "Serie", "Narrativ" und "Flow" definiert, um die medientheoretischen Grundlagen für das serielle Erzählen zu legen.

3. Kinderfernsehen und Wirkung: Das Kapitel beleuchtet die spezifischen Anforderungen an kindgerechte Inhalte, pädagogische Ansprüche sowie die geschlechterspezifische Rollenverteilung in Kinderserien.

4. Merkmale von Serialität am Beispiel von Bibi und Tina: Dieser Hauptteil analysiert konkrete serielle Gestaltungselemente wie das Intro, die Farbgebung, die Wiederholungsstruktur und den Verzicht auf Cliffhanger innerhalb der Serie.

5. Merchandising und Kinofilme: Das Kapitel thematisiert die kontextuelle Einbettung der Serie in ein mediales Gesamtensemble, inklusive Kinofilmen, Merchandising und der Nutzung durch Streamingdienste.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kinderfernsehen durch geschlossene Folgen und moralische Sinnstiftung den Rezipienten einen altersgerechten Zugang ermöglicht, der sich deutlich vom Erwachsenenfernsehen unterscheidet.

Schlüsselwörter

Serialität, Kinderfernsehen, Bibi und Tina, Medienpädagogik, Zeichentrick, Flow-Prinzip, Rezeption, Geschlechterrollen, Serienform, Kindermedien, Medienkompetenz, Dramaturgie, Unterhaltung, Bildungsauftrag, Merchandising.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Serialität im Kinderfernsehen und analysiert, wie diese spezifische Erzählform in Kinderserien wie „Bibi und Tina“ eingesetzt wird, um sowohl Unterhaltung als auch pädagogische Werte zu vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören der theoretische Rahmen des seriellen Erzählens, der pädagogische Einfluss von Medien, geschlechtsspezifische Repräsentationen sowie die formale Ästhetik von Zeichentrickserien.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die besonderen Merkmale der Serialität im Kinderbereich herauszuarbeiten und zu erklären, warum sich diese von den Strukturen bei Sendungen für Erwachsene unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse, bei der theoretische Begriffe auf das konkrete Beispiel „Bibi und Tina“ angewendet werden, um Strukturmerkmale wie Intro, Farbgebung und episodische Organisation zu validieren.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil werden die einzelnen technischen und erzählerischen Parameter einer Serie (z.B. Farbgestaltung, Pilotfolge, Cliffhanger) anhand der Serie Bibi und Tina detailliert auf ihre Bedeutung für das kindliche Publikum geprüft.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Serialität, Kinderfernsehen, mediale Identität, pädagogische Konzeption und Medienwirkung beschreiben.

Warum gibt es bei "Bibi und Tina" keine Cliffhanger?

Der Autor argumentiert, dass geschlossene Handlungen in jeder Folge notwendig sind, um den Wiedereinstieg für Kinder zu erleichtern und ein konstantes, sicheres Gefühl beim Konsum zu gewährleisten, da die Folgen nicht aufeinander aufbauen.

Welche Rolle spielt das "Intro" für die Serialität?

Das Intro dient als "Identitätsmarker" und "corporate design", das durch die stetige Wiederholung Sicherheit bietet und dem Zuschauer sofort signalisiert, welches Genre und welche Welt er zu erwarten hat.

Wie unterscheidet sich die Rezeption bei Kindern von der bei Erwachsenen?

Kinder benötigen laut der Analyse eine längere Nachbereitungszeit, lassen sich stärker durch visuelle Reize leiten und nutzen Fernsehen zur individuellen Lebensbewältigung, während Erwachsene eher in der Lage sind, Handlungswechsel rational einzuordnen.

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Details

Title
Serialität im Kinderfernsehen. Merkmale am Beispiel Bibi & Tina
College
University of Regensburg
Grade
2,3
Author
Nele Graf (Author)
Publication Year
2019
Pages
38
Catalog Number
V1154299
ISBN (PDF)
9783346554642
ISBN (Book)
9783346554659
Language
German
Tags
serialität kinderfernsehen merkmale beispiel bibi tina
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nele Graf (Author), 2019, Serialität im Kinderfernsehen. Merkmale am Beispiel Bibi & Tina, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154299
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