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Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Eine schülerzentrierte Alternative

Titre: Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Eine schülerzentrierte Alternative

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 25 Pages , Note: 1

Autor:in: Sarai Jung (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Was ist eigentlich unter handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterricht zu verstehen? Die Idee des Handelns impliziert aktives Tätigsein im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel. Dazu kommt die zweite Komponente, nämlich die Produktion. Das bezieht sich darauf, dass die Schüler nicht nur nachvollziehen und nachbilden, sondern gleichzeitig eigene Texte schaffen und selbst kreativ gestalten. In der Produktion von neuen, mehr oder weniger literarischen, auf jeden Fall aber eigenen Texten können die Schüler erfahren, wie und mit welcher Wirkung sie selbst literarische Formen verwenden können. Besonders wichtig ist, dass mit Hilfe von handlungs- und produktionsorientierten Verfahren die traditionelle Kluft zwischen Theorie und Praxis überwunden wird, so dass der Schwerpunkt nicht mehr nur auf der Kopfarbeit liegt, sondern alle Sinne mit eingebunden werden und auch „Handarbeit“ geleistet wird. Diese Art des „learning by doing“ entspricht auch den Erkenntnissen der Lernpsychologie. Außerdem verspricht man sich, auf diese Weise die Schule ein wenig näher an das wirkliche Leben heran zu führen. Denn natürliches Lesen ist immer auch ein aktives Mitgestalten der Sinnzusammenhänge eines Textes. Eine handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsgestaltung zielt also auf eine ganzheitliche schüleraktive Form der Wissensvermittlung ab. Sie stellt den Anspruch, nicht bloßes Wissen zu vermitteln, sondern dieses Wissen „Erfahrung“ werden zu lassen. Die Schüler sollen Literatur und deren Besonderheit nicht nur kognitiv-analytisch lernen, sondern auch sinnlich erfahren und verstehen können. Man will zurückkehren zu dem ursprünglichen Zweck von Literatur und die Schüle wieder Lesegenuss lehren. Denn traditionelle Methoden, wie die der Textanalyse, liegen weit entfernt von einem natürlichen Lesen und von wirklichem Spaß an Literatur. Die vorliegende Arbeit gibt einen knappen Überblick über Grundlagen, Konzepte, Ziele und Vorteile, sowie Diskussionsansätze und methodische Aspekte des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Handlungs- und Produktionsorientierter Unterricht

2. Grundlagen: Rezeptionsästhetik

2.1. Der literarische Text

2.1.1. Produziertheit

2.1.2. Intertextualität

2.1.3. Unbestimmtheitsstellen

2.2. Der literarische Leser als Koproduzent

3. Konzepte des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts

3.1. Gerhard Haas

3.2. Wolfgang Menzel

3.3. Kaspar H. Spinner

4. Ziele und Vorteile von handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterricht

4.1. Lerngegenstand

4.2. Persönlichkeitsentfaltung der Schüler

4.3. Verbesserung des sozialen Klimas im Unterricht

5. Handlungs- und Produktionsorientierter Unterricht in der Diskussion

6. Methodische Aspekte

6.1. Wann kann ich handlungs- und produktionsorientierte Methoden einsetzen?

6.2. Was muss ich bei der Vorbereitung beachten

6.3. Wie gehe ich mit den Schülerproduktionen um

6.4. Bewertung von handlungs- und produktionsorientierten Aufgaben

7. Abschließende Bemerkungen

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts als schülerzentrierte Alternative zum traditionellen, oft kopflastigen Frontalunterricht. Ziel ist es, durch aktive, kreative Methoden einen ganzheitlichen Zugang zur Literatur zu schaffen, der die Lernenden motiviert und ihre persönliche Auseinandersetzung mit literarischen Texten fördert.

  • Theoretische Verankerung in der Rezeptionsästhetik
  • Vergleich verschiedener didaktischer Konzepte (Haas, Menzel, Spinner)
  • Nutzen der Produktionsorientierung für die Persönlichkeitsentwicklung und das Unterrichtsklima
  • Kritische Diskussion und methodische Lösungsansätze zur Planung und Bewertung

Auszug aus dem Buch

Was ist eigentlich unter handlungs- und produktionsorientiertem Unterricht zu verstehen?

Um uns diesem relativ jungen Konzept der Didaktik aus den 80er Jahren zu nähern, wollen wir seine beiden wesentlichen Komponenten heranziehen. Die Idee des Handelns impliziert aktives Tätigsein im Hinblick auf ein bestimmtes Ziel. Dazu kommt die zweite Komponente, nämlich die Produktion. Das bezieht sich darauf, dass die Schüler nicht nur nachvollziehen und nachbilden, sondern gleichzeitig eigene Texte schaffen und selbst kreativ gestalten. In den Worten von Gerhard Haas: „Hauptziel ist immer zuerst die Herstellung eines engen, intensiven Kontakts mit dem Text durch handelndes Reagieren auf ihn und produktives Agieren mit ihm.“ In der Produktion von neuen, mehr oder weniger literarischen, auf jeden Fall aber eigenen Texten können die Schüler erfahren, wie und mit welcher Wirkung sie selbst literarische Formen verwenden können.

Besonders wichtig ist, dass mit Hilfe von handlungs- und produktionsorientierten Verfahren die traditionelle Kluft zwischen Theorie und Praxis überwunden wird, so dass der Schwerpunkt nicht mehr nur auf der Kopfarbeit liegt, sondern alle Sinne mit eingebunden werden und auch „Handarbeit“ geleistet wird. Diese Art des „learning by doing“ entspricht auch den Erkenntnissen der Lernpsychologie. Außerdem verspricht man sich, auf diese Weise die Schule ein wenig näher an das wirkliche Leben heran zu führen. Denn natürliches Lesen ist immer auch ein aktives Mitgestalten der Sinnzusammenhänge eines Textes. Eine handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsgestaltung zielt also auf eine ganzheitliche schüleraktive Form der Wissensvermittlung ab. Sie stellt den Anspruch, nicht bloßes Wissen zu vermitteln, sondern dieses Wissen „Erfahrung“ werden zu lassen. Die Schüler sollen also Literatur und deren Besonderheit nicht nur kognitiv-analytisch lernen, sondern auch sinnlich erfahren und verstehen können. Man will zurückkehren zu dem ursprünglichen Zweck von Literatur und die Schülern wieder Lesegenuss lehren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Handlungs- und Produktionsorientierter Unterricht: Einführung in das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts und dessen Ziel, eine schülerzentrierte, ganzheitliche Wissensvermittlung zu etablieren.

2. Grundlagen: Rezeptionsästhetik: Erläuterung der rezeptionsästhetischen Basis, wobei der literarische Text durch Produziertheit, Intertextualität und Unbestimmtheitsstellen charakterisiert wird, die den Leser zum Koproduzenten machen.

3. Konzepte des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts: Vorstellung der unterschiedlichen Schwerpunkte der Didaktiker Gerhard Haas, Wolfgang Menzel und Kaspar H. Spinner in Bezug auf produktive Verfahren.

4. Ziele und Vorteile von handlungs- und produktionsorientiertem Literaturunterricht: Analyse der positiven Auswirkungen auf das Textverständnis, die Persönlichkeitsentfaltung der Schüler sowie das soziale Klassenklima.

5. Handlungs- und Produktionsorientierter Unterricht in der Diskussion: Auseinandersetzung mit kritischen Einwänden wie Notengebung, Planbarkeit und der Gefahr der Beliebigkeit, wobei Gegenargumente für einen ganzheitlichen Unterricht angeführt werden.

6. Methodische Aspekte: Praktische Hinweise zur funktionalen Vorbereitung, Durchführung und Beurteilung von produktiven Aufgaben im Unterricht.

7. Abschließende Bemerkungen: Zusammenfassendes Plädoyer für eine ausgewogene Kombination aus diskursiv-analytischen und produktiven Verfahren für einen lebendigen Literaturunterricht.

8. Anhang: Zusammenstellung von Vergleichstabellen, Lernzielen, methodischen Hinweisen und einem Literaturverzeichnis.

Schlüsselwörter

Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Literaturunterricht, Rezeptionsästhetik, Schülerzentrierung, Kreatives Schreiben, Ganzheitliches Lernen, Learning by doing, Literarische Kompetenz, Gruppenarbeit, Textanalyse, Sinnbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Didaktik, Lehrerrolle, Unterrichtsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das didaktische Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts als schülerzentrierte Alternative zum traditionellen, rezeptiven Unterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen der Rezeptionsästhetik, die unterschiedlichen Konzepte führender Fachdidaktiker, die Vorteile für die Lernenden sowie die methodische Umsetzung und kritische Diskussion des Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch produktive Verfahren ein intensiverer Kontakt zu literarischen Texten hergestellt, die Motivation gesteigert und ein ganzheitlicher Lernerfolg erzielt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur und rezeptionsästhetischer Grundlagen, die durch eine kritische Diskussion und die Darstellung praktischer Anwendungsbeispiele ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den Vergleich didaktischer Konzepte, die Analyse von Lernzielen und Vorteilen, eine kritische Diskussion sowie die methodische Ausarbeitung zur praktischen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Handlungs- und Produktionsorientierung, schülerzentrierter Unterricht, Kreativität, ganzheitliches Lernen und die Rolle des Lesers als Koproduzent.

Wie soll der Lehrer mit der Bewertung von Schülerproduktionen umgehen?

Die Autorin empfiehlt, bei der Benotung Vorsicht walten zu lassen, die Kriterien transparent zu machen und sich eher auf funktionale Aspekte und die Kohärenz des Textes zu konzentrieren, anstatt nur nach rein stilistischen Normen zu urteilen.

Warum ist der Kontrast zu traditionellen Methoden so wichtig?

Der Kontrast verdeutlicht, dass traditionelle Methoden oft auf kognitive Kopfarbeit und vorgegebene Ergebnisse setzen, während der produktionsorientierte Ansatz die individuelle Kreativität und sinnliche Auseinandersetzung in den Mittelpunkt stellt.

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Résumé des informations

Titre
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Eine schülerzentrierte Alternative
Université
University of Würzburg  (Philosophisches Institut II)
Cours
Epochenbilder im Deutschunterricht
Note
1
Auteur
Sarai Jung (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
25
N° de catalogue
V11543
ISBN (ebook)
9783638176750
ISBN (Livre)
9783638641906
Langue
allemand
mots-clé
Handlungs- Unterricht Eine Alternative Epochenbilder Deutschunterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarai Jung (Auteur), 2003, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Eine schülerzentrierte Alternative, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11543
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Extrait de  25  pages
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