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Das Gedächtnis in zeitlicher und inhaltlicher Dimension. Wie lassen sich die Erkenntnisse der Gedächtnisforschung im Rahmen der Hochschullehre nutzen?

Titel: Das Gedächtnis in zeitlicher und inhaltlicher Dimension. Wie lassen sich die Erkenntnisse der Gedächtnisforschung im Rahmen der Hochschullehre nutzen?

Hausarbeit , 2020 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit gibt einen Überblick über das Gedächtnis in seiner zeitlichen und seiner inhaltlichen Dimension. Wie werden Informationen aus dem Gedächtnis abgerufen, und wie funktioniert das Phänomen des Vergessens? Zudem werden Möglichkeiten und Beispiele aufgezeigt, wie sich die Erkenntnisse der Gedächtnisforschung im Rahmen der Hochschullehre nutzen lassen, und wie nachhaltiges Lernen in diesem Zusammenhang gefördert werden kann.

Neben einer oftmals verlängerten Schulzeit, hat in den letzten Jahren auch die Zahl der Studierenden enorm zugenommen. So hat sich diese in Deutschland in den letzten 17 Jahren um etwa ein Drittel erhöht. Darüber hinaus werden von Arbeitnehmern zu-nehmend mehr Qualifikationen gefordert, so dass viele Beschäftigte sich durch Fort- und Weiterbildungen an veränderte Arbeitsplatzanforderungen anpassen müssen. Dies verlangt für immer komplexer werdende gesellschaftliche und technologische Prozesse ein zum Verständnis weiterführendes Wissen, welches dafür erlernt werden muss. Lernen spielt in diesem Kontext somit eine außerordentlich wichtige Rolle. Vor allem ist es essenziell, zu wissen, wie neue Inhalte erlernt werden können. Das veranschaulicht auch folgendes Zitat des renommierten Gedächtnisforschers Robert A. Bjork: „In a rapidly changing and ever more complex world, the ultimate survival tool for individuals and organizations is knowing how to learn“. Das Gedächtnis bildet die Voraussetzung für Lernprozesse, indem es Erfahrungen und Wissen speichert. Lernen und Gedächtnis gehören somit zusammen. Heutzutage gibt es so viele Gedächtnisstützen, dass eine Gedächtnisspeicherung nur manchmal nötig ist. Und trotzdem finden sich immer noch ausreichend Lernereignisse, welche eine Informationsspeicherung im Gedächtnis erforderlich machen, wie eben beispielsweise Prüfungen im Kontext der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Das Gedächtnis in seiner zeitlichen Dimension

2.1 Sensorisches Gedächtnis

2.2 Kurzzeitgedächtnis (KZG) und Arbeitsgedächtnis (AG)

2.4 Langzeitgedächtnis (LZG)

3 Das Gedächtnis in seiner inhaltlichen Dimension

3.1 Deklaratives Gedächtnis

3.2 Non-deklaratives Gedächtnis

3.3 Abruf von Inhalten aus dem Gedächtnis

3.4 Vergessen

4 Möglichkeiten zur Förderung nachhaltigen Lernens am Beispiel neuer Konzepte der Hochschullehre

4.1 Inverted Classroom

4.2 Hohenheimer Lernorte

4.3 Lernen mit Dr. House

5 Kritische Diskussion

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses in seiner zeitlichen und inhaltlichen Dimension und analysiert, wie diese Erkenntnisse für eine effektivere Gestaltung von Lernszenarien in der Hochschullehre genutzt werden können, um nachhaltiges Lernen zu fördern.

  • Zeitliche und inhaltliche Gedächtnissysteme
  • Prozesse der Informationsverarbeitung und des Vergessens
  • Didaktische Konzepte: Inverted Classroom, Hohenheimer Lernorte, Science Caching
  • Integration von Gedächtnisstrategien (z.B. Chunking, Elaboration, Testungseffekt)
  • Praxistransfer und nachhaltige Wissensverankerung

Auszug aus dem Buch

3.3 Abruf von Inhalten aus dem Gedächtnis

Der Abruf wird im Alltag auch als „sich erinnern“ bezeichnet (Monte, 2010, S. 17). Um Informationen in der Abrufphase wieder zugänglich zu machen, werden sie vom LZG in das AG überführt (Schüler, Wegner & Plessner, 2020, S. 61). Damit ein Abruf stattfinden kann, muss im Vorfeld eine Speicherung erfolgt sein. Folglich kann nur Gelerntes auch wieder abgerufen werden. Trotzdem ist nicht jeder gespeicherte Inhalt auch wieder abrufbar (Lefrançois, 2015, S. 283). Diese Inhalte sind oft aufgrund fehlender Abrufreize, welche den Informations-Abruf aus dem LZG erleichtern, nicht zugänglich. Solche Abrufreize können verschiedener Art sein, wie z.B. Kategorie, Zeit, Struktur oder Raum. Auch Sinnesempfindungen, wie z.B. Gerüche, können ein erleichtertes Erinnern bewirken. Der Abruf gelingt also umso besser, je mehr Hinweisreize beim Enkodieren einer Information mit eingespeichert werden. Somit kann durch eine systematischere und bewusstere Einprägung, das Erinnern erheblich besser gelingen (Kullmann & Seidel, 2005, S. 88–90).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung lebenslangen Lernens und stellt die Forschungsfrage, wie Erkenntnisse der Gedächtnisforschung gezielt in die Hochschullehre integriert werden können.

2 Das Gedächtnis in seiner zeitlichen Dimension: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Komponenten-Modell des Gedächtnisses, unterteilt in sensorisches Gedächtnis, Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis und Langzeitgedächtnis.

3 Das Gedächtnis in seiner inhaltlichen Dimension: Hier werden die Systeme des deklarativen und non-deklarativen Gedächtnisses sowie Prozesse des Abrufs und verschiedene Ursachen des Vergessens detailliert dargelegt.

4 Möglichkeiten zur Förderung nachhaltigen Lernens am Beispiel neuer Konzepte der Hochschullehre: Praxisbeispiele wie Inverted Classroom, Hohenheimer Lernorte und das Seminarformat „Dr. House“ werden hinsichtlich ihrer lernförderlichen Potenziale analysiert.

5 Kritische Diskussion: Es wird reflektiert, dass innovative Lehrkonzepte zwar Potenzial für selbstgesteuertes Lernen bieten, deren tatsächlicher Effekt auf die Lerneffizienz jedoch weiter empirisch belegt werden muss.

6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass bewusste Aufmerksamkeitslenkung, aktives Wiederholen und die Verbindung von Theorie und Praxis wesentliche Bedingungen für nachhaltige Wissensspeicherung sind.

Schlüsselwörter

Gedächtnisforschung, Nachhaltiges Lernen, Hochschullehre, Arbeitsgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Inverted Classroom, Hohenheimer Lernorte, Abrufleistung, Enkodierung, Mnemotechniken, Wissensmanagement, Didaktik, Lernstrategien, Transfer, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses in konkrete Lehr- und Lernformate an Hochschulen übersetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die zeitliche und inhaltliche Struktur des Gedächtnisses, die psychologischen Bedingungen des Lernens und deren Anwendung in modernen Lehrkonzepten wie dem Inverted Classroom.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Gestaltungskriterien für Lernszenarien abzuleiten, die ein nachhaltiges Behalten und einen erfolgreichen Praxistransfer des Wissens ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle psychologische Fachliteratur und Forschungsberichte zu Gedächtnismodellen und Hochschuldidaktik systematisch zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die kognitiven Grundlagen (Speichersysteme) erörtert und anschließend mit praktischen Beispielen aus der Hochschullehre verknüpft, um lernförderliche Aspekte zu identifizieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gedächtnisforschung, nachhaltiges Lernen, Hochschullehre und Transfer geprägt.

Warum ist der Inverted Classroom ein Beispiel für effektives Lernen?

Er ermöglicht durch die Trennung von Wissensvermittlung (Selbstlernphase) und Anwendung (Präsenzphase) Aspekte wie individuelles Tempo, Wiederholung und aktives, vernetztes Arbeiten.

Welche Rolle spielt die Fernsehserie „Dr. House“ in dieser Untersuchung?

Sie dient als Fallbeispiel für eine motivierende Seminarreihe, bei der emotionale Beteiligung und Visualisierung genutzt werden, um medizinisches Fachwissen nachhaltig zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Gedächtnis in zeitlicher und inhaltlicher Dimension. Wie lassen sich die Erkenntnisse der Gedächtnisforschung im Rahmen der Hochschullehre nutzen?
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
33
Katalognummer
V1154446
ISBN (eBook)
9783346551962
ISBN (Buch)
9783346551979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gedächtnis Lernen Gedächtnisforschung Abrufen Vergessen Langzeitgedächtnis Kurzzeitgedächtnis Arbeitsgedächtnis sensorisches Gedächtnis deklaratives Gedächtnis Gedächtnissysteme verschachteltes Lernen geblocktes Lernen massiertes Lernen verteiltes Lernen nachhaltiges Lernen Gedächtnispsychologie Erwachsenenbildung Hochschullehre Ultrakurzzeitgedächtnis Chunking Enkodierung Konsolidierung Non-deklaratives Gedächtnis explizites Gedächtnis episodisches Gedächtnis semantisches Gedächtnis implizites Gedächtnis prozedurales Gedächtnis klassische Konditionierung Habituation Primacy-Recency-Effekt Mnemotechniken Erinnern Sensitivierung Enkodierungsspezifität Gedächtnisstrategien wünschenswerten Lernerschwernisse Generierungseffekt Testungseffekt Spurenzerfallstheorie Interferenz Abrufindizierte Inhibition Inverted Classroom Blended Learning Flipped Classroom Elaboration Hohenheimer Lernorte kontextgebundenes Wissen Science Caching selbst gesteuertes Lernen Abruf Allgemeine Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Das Gedächtnis in zeitlicher und inhaltlicher Dimension. Wie lassen sich die Erkenntnisse der Gedächtnisforschung im Rahmen der Hochschullehre nutzen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154446
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Leseprobe aus  33  Seiten
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