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Psychoanalytische Literaturinterpretation am Bespiel Sigmund Freuds "Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva"

Title: Psychoanalytische Literaturinterpretation am Bespiel Sigmund Freuds "Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva"

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jarek Kracht (Author)

German Studies - Miscellaneous
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In der vorliegenden Arbeit sollen zwei Texte Sigmund Freuds [1] untersucht werden – vom Standpunkte der Literaturwissenschaft aus soll die Frage gestellt werden, was sich aus diesen Texten Freuds für die Beurteilung literarischer Werke ergibt, insbesondere welchen Beitrag Freuds Psychoanalyse zur Theorie der Autorschaft zu leisten vermag. Es handelt sich um die theoretische Schrift „Der Dichter und das Phantasieren“ (1907, 1908) und um den etwa ein halbes Jahr zuvor erschienenen Essay „Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva“ (1907), in dem Freud die psychoanalytische Methodologie auf ein konkretes literarisches Werk, eben Jensens „Gradiva“-Novelle, anwendet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Der Dichter und das Phantasieren“

3. W Jensens „Gradiva – Ein pompejanisches Phantasiestück“

4. „Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva“

5. Diskurs

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zwei zentrale Texte Sigmund Freuds aus der literaturwissenschaftlichen Perspektive. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Beitrag Freuds psychoanalytische Methodologie zur Theorie der Autorschaft sowie zur Beurteilung literarischer Werke leisten kann, insbesondere anhand der Anwendung auf Wilhelm Jensens Novelle „Gradiva“.

  • Analyse der theoretischen Schrift „Der Dichter und das Phantasieren“
  • Untersuchung von Freuds Essay „Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva“
  • Diskussion der psychoanalytischen Vorgehensweise bei literarischen Texten
  • Kritische Reflexion über die Anwendung psychoanalytischer Methoden auf fiktionale Figuren
  • Einordnung der psychoanalytischen Literaturwissenschaft im wissenschaftlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

Freuds Position

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie Freuds Vorgehensweise überhaupt literaturwissenschaftlich einzuordnen ist. Die theoretischen Überlegungen Freuds in „Der Dichter und das Phantasieren“, die zu den Erkundigungen beim Dichter selbst passen, lassen Freuds Methodologie als „autorzentrierte Position“ erscheinen. Doch finden wir in der „Gradiva“-Studie eher das Gegenteil praktiziert, hier findet, wenn auch mit psychoanalytischen Mitteln, eine textbezogene Analyse statt, die aber, nach Renner nicht rein hermeneutisch, sondern „entschieden assoziativ, metaphorisch und metonymisch“ sei. Man kann in Freuds Methodologie einen Dualismus von autor- und textbezogener Analyse sehen.

Zu diesem Dualismus kommt ein Drittes hinzu. In seiner Schrift „Psychopathische Personen auf der Bühne“ untersucht Freud die Frage, welche Voraussetzungen eines Dramas gegeben sein müssen, damit es auf den Zuschauer eine Wirkung hätte, und er entwickelt dies von der Psychologie des Zuschauers aus. Insofern der Zuschauer jedoch eine in einem bestimmten soziokulturellen historischen Kontext stehende Figur ist, so tendiert dies zu jenen Auffassungen, nach welchen jedes literarische Werk in jeder Zeit anders gelesen und interpretiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, in der zwei Freud-Texte hinsichtlich ihres Beitrags zur Theorie der Autorschaft und Literaturanalyse untersucht werden.

2. „Der Dichter und das Phantasieren“: Dieses Kapitel stellt Freuds Thesen vor, in denen er das dichterische Schaffen als Analogie zum kindlichen Spiel und zu Tagträumen Erwachsener begreift.

3. W Jensens „Gradiva – Ein pompejanisches Phantasiestück“: Es erfolgt eine inhaltliche Zusammenfassung der Novelle von Wilhelm Jensen, die als Grundlage für Freuds psychoanalytische Deutung dient.

4. „Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva“: Das Kapitel referiert Freuds Interpretation des „Gradiva“-Textes, wobei besonders die Deutung der Träume des Protagonisten Norbert Hanold im Vordergrund steht.

5. Diskurs: Hier findet eine kritische Auseinandersetzung mit Freuds Methode statt, insbesondere im Hinblick auf die Problematik der Analyse literarischer Figuren wie realer Personen.

6. Ausblick: Der Ausblick beleuchtet den Einfluss von Freuds Theorie auf spätere Autoren wie Thomas Mann und reflektiert über die Grenzen der psychologischen Interpretation in der Literaturwissenschaft.

Schlüsselwörter

Sigmund Freud, Wilhelm Jensen, Gradiva, Psychoanalyse, Literaturwissenschaft, Autorschaft, Tagträume, Wunscherfüllung, literarische Interpretation, Traumdeutung, Psychologie, Norbert Hanold, Narrativ, Unbewusstes, Literaturtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch zwei zentrale Texte von Sigmund Freud aus literaturwissenschaftlicher Sicht und untersucht, wie die Psychoanalyse zur Interpretation von literarischen Werken beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Psychoanalyse und Literatur, die Theorie der Autorschaft, der Vergleich zwischen Tagträumen und dichterischem Schaffen sowie die methodische Problematik bei der Analyse fiktionaler Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Erkenntniswert und die Grenzen der psychoanalytischen Methodologie am Beispiel von Freuds Auseinandersetzung mit Jensens Novelle „Gradiva“ aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Freuds theoretische Schriften und seine fallbezogene Anwendung in der „Gradiva“-Studie sowie die akademische Debatte darüber einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Freuds Theorie, die Zusammenfassung der Novelle „Gradiva“, die Darstellung von Freuds Analyse dieser Novelle sowie einen kritischen Diskurs über Freuds Vorgehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Freud, Psychoanalyse, Literaturwissenschaft, Gradiva, Autorschaft, Traumdeutung und literarische Interpretation.

Wie bewertet die Arbeit Freuds Methode der "Fernanalyse" von literarischen Figuren?

Die Arbeit stellt fest, dass die Analyse von Romanfiguren wie realen Menschen wissenschaftlich äußerst umstritten ist und kritisiert, dass Freud dabei die methodischen Standards der Psychoanalyse selbst überdehnt.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Nützlichkeit der Psychoanalyse in der Literaturwissenschaft?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Psychoanalyse zwar keine exakte Hilfswissenschaft sein kann, aber als assoziative Methode wertvolle Impulse für die Interpretation literarischer Werke liefern kann.

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Details

Title
Psychoanalytische Literaturinterpretation am Bespiel Sigmund Freuds "Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva"
College
Technical University of Berlin
Grade
2
Author
Jarek Kracht (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V115449
ISBN (eBook)
9783640169788
ISBN (Book)
9783640172382
Language
German
Tags
Psychoanalytische Literaturinterpretation Bespiel Sigmund Freuds Wahn Träume Jensens Gradiva
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jarek Kracht (Author), 2008, Psychoanalytische Literaturinterpretation am Bespiel Sigmund Freuds "Der Wahn und die Träume in W. Jensens Gradiva", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115449
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