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"Der Mensch im Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit" von Bernhard Welte auf Grundlage der Daseinsanalytik Martin Heideggers in "Sein und Zeit"

Ist der Mensch doch unendlich?

Titel: "Der Mensch im Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit" von Bernhard Welte auf Grundlage der Daseinsanalytik Martin Heideggers in "Sein und Zeit"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lucas Graf (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit umfasst grundlegend zwei Teile. Der erste Teil beschäftigt sich mit Heideggers Daseinsanalytik, wobei die Begriffe „Dasein“ und „In-der-Welt-sein“ im besonderen Maße erklärt werden. Im zweiten Teil wird dann die grundlegende Anthropologie Weltes vorgestellt, welche er in den ersten drei Vorlesungen der Vorlesungsreihe dargelegt hat. Welte stützt sich dabei auf Heideggers Begriffserklärungen zu „Dasein“ und „In-der-Welt-sein“. Da die philosophische Sprache Heideggers oft schwer zu verstehen ist, beschränkt sich die Arbeit im Wesentlichen auf die Erkenntnisse seines Denkens, wobei die Grundstruktur seiner Gedankenschritte möglichst klar dargestellt werden soll. Am Ende werden die Erkenntnisse zusammengefasst und in einem Schlusskommentar die Leitfrage beantwortet, ob der Mensch letztlich doch unendlich ist.

Bernhard Welte bezieht sich zu Beginn seiner Vorlesungsreihe „Der Mensch im Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit“ explizit auf Heideggers Daseinsanalytik, die er in seinem 1927 erschienenem Buch „Sein und Zeit“ dargelegt hat. Um nun den Grundansatz von Weltes Anthropologie zu verstehen, muss zunächst ein Verständnis für Heideggers Gedanken und Erkenntnisse in „Sein und Zeit“ geschaffen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Sein und Zeit“

2.1 Das Da-Sein

2.1.1 Die Struktur einer Frage

2.1.2 Der ontologische Vorrang der Seinsfrage

2.1.3 Der ontische Vorrang der Seinsfrage

2.1.4 Wie ist das Dasein einer existenzialen Analyse zugänglich?

2.1.5 Die phänomenologische Methode der Untersuchung

2.1.6 Grundlage der Analytik des Daseins

2.2 In-der-Welt-sein

2.2.1 Erste Begriffsbestimmungen

2.2.2 Weltlichkeit der Welt

2.2.3 Innerweltlich Seiendes

2.2.4 Räumlichkeit des Daseins

2.3 Dasein zum Tode

3. Der Mensch im Spielfeld zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit

3.1 Das Dasein als sich transzendierendes In-der-Welt-sein und die Welt als Spielfeld

3.2 Endlichkeit als Grundstruktur des Daseins und als Faktizität

3.3 Unendlichkeit als Idealität des Daseins

4. Zusammenfassende Analyse - Schluss

4.1 Zusammenfassung der Daseinsanalytik Heideggers

4.2 Zusammenfassung der Anthropologie Weltes

4.3 Stellungnahme zur Leitfrage

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das menschliche Dasein im Spannungsfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit zu untersuchen, indem sie Martin Heideggers existenzialontologische Daseinsanalytik mit Bernhard Weltes philosophischer Anthropologie verknüpft und kritisch reflektiert.

  • Grundlagen der Daseinsanalytik nach Martin Heideggers "Sein und Zeit"
  • Strukturen des "In-der-Welt-seins" und die Bedeutung der Zeitlichkeit
  • Bernhard Weltes anthropologische Deutung des Spielfelds der menschlichen Existenz
  • Die Dialektik von faktischer Endlichkeit und ideeller Unendlichkeit
  • Ethische und philosophische Reflexion der Unendlichkeit des Menschen

Auszug aus dem Buch

3.2 Endlichkeit als Grundstruktur des Daseins und als Faktizität

Die Endlichkeit ist für das menschliche Dasein omnipräsent: „‚Wir stoßen auf Ende und Endlichkeit sowohl dann, wenn wir den Vollzug des Daseins als ein Bestimmen seiner Möglichkeiten und seiner Welt betrachten, als auch dann, wenn wir auf das Bestimmtwerden dieses Daseins von seinen welthaften Möglichkeiten blicken.‘“

Endlichkeit hat also zwei Dimensionen: 1. eigene Entscheidungen innerhalb selbstgewählter Möglichkeiten und 2. Bestimmungen, auf die das Dasein keinen Einfluss hat, bei denen es aber auch verschiedene Möglichkeiten gibt. Innerhalb der Kategorie Beziehung lassen sich diese Dimensionen gut zeigen. Wenn bei einer Beziehung ein Partner die Beziehung beendet, so entscheidet er sich gegen die Möglichkeit die Beziehung weiter zu führen. Der Verlassene wird bestimmt, wobei es aber auch die Möglichkeit gegen hätte, dass die Möglichkeit des Beziehungsendes nicht wahrgenommen wird, was im strengen Sinne ebenfalls eine Bestimmung von außen ist.

Welte sieht die erste Dimension auch in der Wissenschaft und in der fortschreitenden Technik. Jedoch wird der Mensch immer wieder erkennen müssen, dass „‚die geheimnisvolle Mächtigkeit der Endlichkeit […] immer der größere und zuletzt unüberspielbare Gegenspieler [bleibt]‘“. Die zweite Dimension sieht Welte bereits im menschlichen In-der-Welt-sein. Das Dasein wird zu einer bestimmten Zeit in einen bestimmten (kulturellen) Raum hineingeboren und vermag sich nicht davon zu befreien, gleichwohl es sich zu seiner Herkunft und seiner Entwicklung auf verschiedene Weisen verhalten kann. Ebenso bestimmt ist die individuelle, nach Heidegger die „jemeinige“, Persönlichkeit jedes Daseins, die das Dasein selbst zwar verstehen, aber ebenfalls nicht überwinden kann. Schlussendlich bleibt die letzte und endgültigste Endlichkeit des Daseins, der Tod.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Themenstellung ein und erläutert den Aufbau der Arbeit, die zunächst Heideggers Daseinsanalytik klärt, um darauf aufbauend Weltes Anthropologie darzustellen.

2. „Sein und Zeit“: Dieses Kapitel expliziert die Grundlagen von Heideggers Fundamentalontologie, einschließlich der Begriffe Dasein, In-der-Welt-sein, Zeitlichkeit und des Seins zum Tode.

3. Der Mensch im Spielfeld zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit: Hier wird Bernhard Weltes Weiterentwicklung der Heideggerschen Philosophie analysiert, wobei das Dasein als ein auf Unendlichkeit ausgerichtetes Wesen interpretiert wird.

4. Zusammenfassende Analyse - Schluss: Dieser Abschnitt resümiert die erarbeiteten Positionen und bietet eine persönliche Stellungnahme zur Leitfrage der Unendlichkeit des Menschen an.

Schlüsselwörter

Dasein, In-der-Welt-sein, Heidegger, Welte, Endlichkeit, Unendlichkeit, Existenz, Fundamentalontologie, Zeitlichkeit, Faktizität, Anthropologie, Sorge, Tod, Idealität, Spielfeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das menschliche Dasein unter der philosophischen Fragestellung, ob der Mensch trotz seiner offensichtlichen faktischen Endlichkeit im Wesen als unendlich betrachtet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Fundamentalontologie von Martin Heidegger, insbesondere seine Analyse des Daseins, sowie die religionsphilosophische Anthropologie von Bernhard Welte.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, auf Grundlage der Heideggerschen Daseinsanalytik zu klären, wie das menschliche Dasein sein Leben im "Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit" gestaltet und ob hierbei die Möglichkeit einer existenziellen Unendlichkeit besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine phänomenologische und hermeneutische Vorgehensweise, wie sie in der Tradition Heideggers steht, um die Strukturen der menschlichen Existenz durch Analyse und Interpretation offenzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit "Sein und Zeit" von Heidegger sowie die Anwendung und kritische Weiterführung dieser Konzepte durch Bernhard Welte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Schlüsselbegriffe wie Dasein, In-der-Welt-sein, Endlichkeit, Unendlichkeit, Existenzialität, Zeitlichkeit und Faktizität stehen im Zentrum der terminologischen Untersuchung.

Inwiefern spielt der Begriff der "Jemeinigkeit" für die Analyse eine Rolle?

Die Jemeinigkeit ist entscheidend, da sie besagt, dass das Dasein immer nur aus der Perspektive seiner selbst betrachtet werden kann und jedes Verständnis des Seins einen subjektiven Bezug erfordert.

Wie unterscheidet sich Weltes Ansatz von dem Heideggers im Hinblick auf den Tod?

Während Heidegger den Tod als notwendiges Ende für die Vollkommenheit des Daseins sieht, erweitert Welte diesen Gedanken um eine logische Perspektive auf die Unendlichkeit, was die Denkmöglichkeit eröffnet, dass der Mensch über den Tod hinaus "ist".

Warum wird das Dasein bei Welte als „Spielfeld“ bezeichnet?

Das Dasein agiert in einem Raum voller Möglichkeiten, wobei diese Welt als Spielfeld fungiert, auf dem das Dasein durch Handeln, Begehren und Streben ständig zwischen begrenzenden Erfahrungen und idealen Entwürfen oszilliert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Der Mensch im Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit" von Bernhard Welte auf Grundlage der Daseinsanalytik Martin Heideggers in "Sein und Zeit"
Untertitel
Ist der Mensch doch unendlich?
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Katholische Fakultät)
Note
1,7
Autor
Lucas Graf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V1154517
ISBN (eBook)
9783346547163
ISBN (Buch)
9783346547170
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mensch spielfeld endlichkeit unendlichkeit bernhard welte grundlage daseinsanalytik martin heideggers sein zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucas Graf (Autor:in), 2017, "Der Mensch im Spielfeld von Endlichkeit und Unendlichkeit" von Bernhard Welte auf Grundlage der Daseinsanalytik Martin Heideggers in "Sein und Zeit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154517
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Leseprobe aus  19  Seiten
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