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Unsere Aufgabe lautete nun, ebenfalls einen Beitrag fürs Messe TV zu produzieren. Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es nun, die Planung, Durchführung und Bearbeitung des Beitrags vorzustellen und über Lernerfolge und Probleme zu reflektieren. Ebenfalls wichtig für die Produktion des Beitrags ist der Offene Kanal als Rahmenbedingung, dessen Struktur und Aufgaben sich deutlich von denen anderer privater und öffentlicher Fernsehsender unterscheiden. Diese sowie das Format Messe TV, das ebenfalls ausschlaggebend für unsere Projektarbeit war, sollen daher zunächst charakterisiert werden.
Das Projekt sowie das Seminar „Die Bürgermedien im Spannungsfeld zwischen Medienpolitik und Pluralismustheorie am Beispiel der Offenen Kanäle“ ist im Modul 4 angesiedelt, bei dem die eigene Gestaltung eines Medienbeitrags im Vordergrund steht. Ein Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Audiovisuellen Medien wie dem Fernsehen. Die Studienziele des Moduls 4 sind laut Modulhandbuch unter anderem folgendermaßen definiert: „Studierende erhalten einen Überblick von Bild/Videoverarbeitung (...) und wenden diese exemplarisch als Gestaltungsmittel an. Sie bekommen eine praktische Einführung in das Produktions- und Verbreitungsmodells eines Offenen Kanals oder vergleichbarer Einrichtungen und erwerben Kenntnisse und Kompetenzen, um diese für eigene Projekte zu nutzen.“ Diese Studienziele des Modul 4 treffen genau auf die Tätigkeiten zu, denen wir während unseres Projektes im Offenen Kanal nachgegangen sind. Wir haben praktisch gelernt, mit einer Videokamera und einem Mikro umzugehen, einen Beitrag zu schneiden, theoretisch einen Beitrag zu planen und durchzuführen. Außerdem war ein inhaltlicher Schwerpunkt des Seminars bei Herrn Ruda die Aufgaben und Struktur „Offener Kanäle“. Weiterhin gibt es Verbindungspunkte zwischen der Nutzung traditioneller Medien wie der Videokamera und dem Fernsehen und digitaler Medien, die ebenfalls eine Rolle im Modul 4 spielen. Es wäre beispielsweise denkbar, unsere Videoprojekte auf YouTube zu stellen und so das Web 2.0 mit dem Medium Videokamera zu verknüpfen. Eine weitere Verbindung stellt die Bearbeitung eines mit einer Videokamera gedrehten Films durch ein digitales Schnittprogramm dar. Diesen Schritt haben wir während unseres Projektes selber vollzogen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass das eigenständige Drehen eines Beitrags für Messe TV den Kern des Modul 4 getroffen hat
Inhaltsverzeichnis
A Einleitung und Einordnung in das Modul
B Der Rahmen Offener Kanal und Messe TV
1) Struktur und Aufgaben des Offenen Kanals
2. Das Format „Messe TV“ des Offenen Kanals Kassel
C Die Planung des Beitrags: Recherche in drei Richtungen
1. Die Themensuche
2. Die Bildsuche
3. Die Organisation
a) Das Vorbereitungsgespräch mit dem Interviewpartner
b) Die technische Vorbereitung
D Das Interview
1. Eine Definition
2. Warum ein Interview?
3. Die Interviewfragen
4. Die Durchführung des Interviews - Moderationserfahrungen
a) Die technische Seite
b) Die inhaltliche Seite
5) Die Nachbearbeitung
E Reflektion
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die praktische Erstellung eines Videobeitrags für das Format „Messe TV“ im Rahmen eines Seminars über Bürgermedien. Ziel ist es, die Planung, Durchführung und Nachbearbeitung des Beitrags darzustellen sowie die gesammelten Erfahrungen vor dem Hintergrund des medienpädagogischen Ansatzes des Offenen Kanals zu reflektieren.
- Struktur und Aufgaben des Offenen Kanals als Bürgermedium
- Planungsprozess und Recherche für einen TV-Beitrag
- Methodik des journalistischen Interviews
- Praktische Aspekte der Videoproduktion und digitalen Nachbearbeitung
- Reflektion über „Learning by Doing“ in der Medienarbeit
Auszug aus dem Buch
Die Durchführung des Interviews - Moderationserfahrungen
Hier möchte ich einfach kurz meine persönliche Erfahrung schildern. Da ich zum ersten Mal vor der Kamera stand, musste ich mich auf drei Dinge besonders konzentrieren:
- Das Mikrofon im richtigen Abstand zum Mund zu halten und daran zu denken, es dem Interviewpartner beim Sprechen vorzuhalten,
- nicht zu lange auf meinen Fragenzettel sondern in die Kamera und zum Interviewpartner hin zu schauen und
- ruhige Bewegungen zu machen.
Insgesamt hat alles mehr oder weniger gut geklappt, ich habe jedoch das Mikrofon zu nah an den Mund gehalten. Ich fand es schwierig, auf alles gleichzeitig zu achten da dies meine erste Moderationserfahrung war und mir wurde deutlich bewusst, dass hinter den so entspannt und kompetent wirkenden Interviewenden im Fernsehen beispielsweise eine Menge Erfahrung und Routine steht.
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung und Einordnung in das Modul: Die Autorin beschreibt den Kontext des Projekts im Rahmen des Moduls 4 und definiert das Ziel, die eigene Medienarbeit zu planen und zu reflektieren.
B Der Rahmen Offener Kanal und Messe TV: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Aufgaben und Strukturen des Offenen Kanals sowie die spezifischen Rahmenbedingungen des Formats „Messe TV“.
C Die Planung des Beitrags: Recherche in drei Richtungen: Hier wird der Auswahlprozess des Themas, die Bildsuche und die organisatorische Vorbereitung des Interviews detailliert dargestellt.
D Das Interview: Das Kapitel definiert die Interviewform, erläutert die Fragestrategie sowie die praktischen Erfahrungen bei der Moderation und der anschließenden Nachbearbeitung des Materials.
E Reflektion: Die Autorin zieht ein Resümee über die Anwendung des „Learning by Doing“-Prinzips und ordnet die gesammelten Erfahrungen in die medienpädagogischen Ziele des Offenen Kanals ein.
Schlüsselwörter
Bürgermedien, Offener Kanal, Messe TV, Medienpädagogik, Videoproduktion, Interview, Moderation, Journalismus, Learning by Doing, Medienkompetenz, Videokamera, Schnittprogramm, Lokale Demokratie, Fernsehen, Praxisprojekt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die praktische Erstellung eines Fernsehbeitrags für den Offenen Kanal Kassel anlässlich der Frühjahrsmesse, eingebettet in ein medienwissenschaftliches Seminar.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur des Bürgermediums, der journalistischen Planung von Interviewbeiträgen und der praktischen Anwendung von Kameratechnik und Schnitt.
Was ist das primäre Ziel der Ausarbeitung?
Ziel ist die detaillierte Darstellung und anschließende kritische Reflektion des gesamten Produktionsprozesses eines Medienbeitrags durch Studierende.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die Dokumentation praktischer Erfahrungen („Learning by Doing“) und verknüpft diese mit theoretischen Grundlagen aus der Fachliteratur zur journalistischen Interviewführung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Recherche und Organisation, die Definition und Durchführung von Interviews sowie die technische Nachbearbeitung der Aufnahmen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Bürgermedien, Medienkompetenz, Interviewführung, TV-Produktion und der Offene Kanal als soziokulturelles Zentrum.
Wie wurde mit den technischen Schwierigkeiten bei der ersten Moderation umgegangen?
Die Autorin reflektiert ihre Schwierigkeiten, etwa bei der korrekten Mikrofonhaltung und der Konzentration auf Kamera und Fragen, und erkennt dabei die Bedeutung von Routine in der professionellen Medienarbeit.
Warum war das „Vorbereitungsgespräch“ mit dem Interviewpartner laut Autorin so herausfordernd?
Aufgrund des engen Zeitplans („zwischen Tür und Angel“) war die Abstimmung der inhaltlichen Begrenzung und der Zeitvorgaben schwierig, was die Autorin als essenzielle planerische Kompetenz identifiziert.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Katharina Haering (Author), 2008, Schriftliche Ausarbeitung zu der praktischen Übung "Gestaltung und Realisierung eines Beitrags fürs MesseTV im Offenen Kanal Kassel", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115455