Diese Arbeit ist eine subjektive Reflexion eines Seminars zum Thema Beratungskompetenz.
Es gibt viele verschiedene methodische Kompetenzen, welche während einer Beratung zur Anwendung kommen können. Jedoch kann man sagen, dass nicht jede Kompetenz, die für das Setting nötig wäre, einzusetzen ist. Es ist schwierig abzuwägen, welche Kompetenzen einem vom Vorteil sein könnten, da dies ebenfalls auch von dem/der Klienten/Klientin abhängig ist.
Angelehnt an die Gesprächsführung nach Rogers ist das aktive Zuhören eine wichtige methodische Kompetenz. Hört man einer Person aktiv zu, so ist die Person meistens dazu bereit, aus dem inneren heraus Dinge zu erzählen, welche für den/die Berater/in für die weitere Arbeit mit den/der Klienten/Klientin wichtig sein könnte. Spiegeln ist eine weitere methodische Kompetenz. Hierbei versucht der/die Berater/in, die Gefühle, Bedürfnisse und Inhalte des/der Klienten/Klientin in eigenen Worten zusammenzufassen, ob man das erzählte verstanden hat. Um das gesprochene, also die Kommunikation, auf eine sachliche Ebene zu bringen, ist das paraphrasieren eine Möglichkeit. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man durch das Filtern der Inhalte eine neue Ebene des Vertrauens schafft, da man durch genaues zuhören wichtige Aussagen filtert und diese dann wiedergibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Entwicklung der eigenen Beratungskompetenz
1.1 Kriterien und die eigene Selbsteinschätzung
1.2 Erfahrungswissen durch Anwendung von systemischen und lösungsorientierten Beratungskonzepten
1.3 Erfahrungswissen durch eingenommene Rollen während den Übungen
1.4 Rückmeldung zum Lernprozess
2. Selbstführung und Selbststeuerung in der Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen und im Plenum
3. Kommentierung von Literatur bezogen auf das Seminar
3.1 Selbstwert und Kommunikation von Virginia Satir
3.2 Muster familientherapeutischer Kurzzeit-Therapie
3.3 Unkonventionelle Familien in Beratung und Therapie
3.4 Trennungsfamilien – lösungsorientierte Begutachtung und gerichtsnahe Beratung
3.5 Auf dem Weg zu einem Selbstverständnis von Beratung in der Sozialen Arbeit. Beratung als transprofessionelle und sozialarbeitsspezifische Methode
Zielsetzung & Themen
Dieser Reflexionsbericht hat das Ziel, die persönliche Entwicklung der Beratungskompetenz im Rahmen des Seminars zu dokumentieren und die angewandten systemischen sowie lösungsorientierten Ansätze kritisch zu evaluieren. Die zentrale Fragestellung befasst sich damit, wie theoretisches Wissen durch praktische Fallübungen und Rollenspiele in ein berufsbezogenes Selbstverständnis integriert werden kann.
- Entwicklung methodischer Beratungskompetenzen
- Anwendung systemischer Verfahren wie Genogrammarbeit und Skulpturarbeit
- Einsatz lösungsorientierter Gesprächsführungstechniken
- Reflexion der Rolle der beratenden Person in komplexen Familienkonstellationen
- Theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur
Auszug aus dem Buch
1.2 Erfahrungswissen durch Anwendung von systemischen und lösungsorientierten Beratungskonzepten
Aufgrund der Tatsache, dass der Fokus des Seminares auf Fallarbeiten und Übungen gelegen war, war uns die Möglichkeit gegeben, verschiedene Beratungskonzepte anhand selbst konzipierter Fallarbeiten und Übungen anzuwenden.
Vorab möchte ich erwähnen, dass ein/e Berater/Beraterin während eines Beratungssettings Kriterien zur Beratungsfähigkeit beachten, beziehungsweise verwenden sollte. Diese Kriterien Teilen sich auf in Nonverbale und Verbale Kommunikation.
Um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, ist es vom Vorteil, eine gewisse Körperhaltung einzunehmen, welche Offenheit und Interesse dem/der Klient/in gegenüber signalisiert. Zudem ist es wichtig, seine Stimmlage und das Sprechtempo bewusst zu kontrollieren, sodass die Stimme einen angenehmen Klang hat und Ruhe vermittelt, sodass man sich wohl fühlt. Anhand der Körpersprache soll man dem/der Klient/in bewusst einen Ausdruck von Vertrauen und Zuversicht vermitteln. Diese Kriterien zählen zu der Nonverbalen Kommunikation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Entwicklung der eigenen Beratungskompetenz: Dieses Kapitel reflektiert die persönliche Lernentwicklung hinsichtlich methodischer Kompetenzen wie aktivem Zuhören, Authentizität und Empathie sowie die Anwendung systemischer Konzepte.
2. Selbstführung und Selbststeuerung in der Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen und im Plenum: Hier wird die Gruppenarbeitsdynamik reflektiert, wobei sowohl die positiven Aspekte des Austauschs als auch organisatorische Herausforderungen und die Plenumskultur bewertet werden.
3. Kommentierung von Literatur bezogen auf das Seminar: In diesem Teil werden zentrale Fachwerke zu Themen wie Familientherapie, Kurzzeit-Therapie, unkonventionelle Familienmodelle und Beratungsansätze in der Sozialen Arbeit inhaltlich zusammengefasst und kommentiert.
Schlüsselwörter
Beratungskompetenz, Systemische Beratung, Lösungsorientierte Beratung, Familientherapie, Genogramm, Skulpturarbeit, Fallarbeit, Soziale Arbeit, Kommunikation, Selbsteinschätzung, Lernprozess, Rollenreflexion, Trennungsfamilien, Methodenkompetenz, Beratungssetting.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Reflexionsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die persönliche Auseinandersetzung mit Methoden der lösungs- und ressourcenorientierten Beratung innerhalb eines Seminars an der TH Köln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Beratung von Familien, die Anwendung systemischer Techniken und die Reflexion der eigenen Haltung als angehende Fachkraft in der Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Reflexion des eigenen Lernprozesses und die Überprüfung der Praxistauglichkeit theoretischer Beratungskonzepte anhand von Fallübungen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um einen reflexiven Bericht, der auf der Auswertung von seminarbegleitenden Fallübungen, Rollenspielen und der Kommentierung relevanter Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Entwicklung der Beratungskompetenz, die Erfahrungen in der Gruppenarbeit sowie die theoretische Auseinandersetzung mit systemischen Ansätzen und Familienberatung detailliert beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Systemische Beratung, Lösungsorientierung, Skulpturarbeit, Genogramm sowie Beratung in der Sozialen Arbeit.
Wie bewertet der Autor die Methode der Skulpturarbeit?
Die Skulpturarbeit wird als sehr wirkungsvolles, aber auch komplexes und potenziell konfliktgeladenes Konzept eingestuft, das komplexe Familienbindungen visualisieren kann.
Warum wird die Rolle der Beobachtung in den Übungen hervorgehoben?
Die Rolle der Beobachterin ermöglichte es dem Autor, Informationen über den Gesprächsverlauf und familiäre Dynamiken zu filtern, die für die beratende Person während des aktiven Gesprächs oft verborgen bleiben.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Beratung in der Sozialen Arbeit. Entwicklung der eigenen Beratungskompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154639