Das Ziel dieser Arbeit ist es, systematisch zu untersuchen, wie sich die Unterbrechung des Kursbetriebs aufgrund der COVID-19-Pandemie und die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in der Weiterbildungsbranche auswirken. Die Phasen der Auseinandersetzung mit der Krise werden auf die Volkshochschule Bingen bezogen und es werden die daraus resultierenden Erkenntnisse aufgezeigt. Der Fokus liegt dabei auf der Arbeit der vhs Bingen sowie der internen und externen Kommunikation. Neben den Herausforderungen werden auch die Chancen der Krise aufgezeigt.
Es ergeben sich die folgenden Forschungsfragen: Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf die Gestaltung des Kursangebots? Wird sich die Pandemie nachhaltig auf die Arbeit und die Strategie der Einrichtung auswirken oder gibt es ein Zurück zum Status ante Corona?
Seit mehr als einem Jahr sind die gesamte Gesellschaft und damit auch die Volkshochschule und Musikschule Bingen mit einer globalen Pandemie konfrontiert. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus greifen massiv in das gesellschaftliche Leben, die Privatsphäre der Menschen und letztlich auch die Arbeit der vhs Bingen ein. Für das Managen der Auswirkungen einer weltweiten Krise mit verheerenden Folgen gibt es noch keinen Ablaufplan.
Mit dem Verbot aller Präsenzveranstaltungen im Kulturbereich verlieren von einem Tag auf den anderen nahezu alle Kulturschaffenden ihre Arbeit und ihr Einkommen, Millionen Arbeitnehmer finden sich plötzlich im Home-Office wieder, Schulen und auch die Weiterbildung müssen plötzlich auf Online-Lehre umstellen. Vor allem die Digitalisierung und die schnelle Umstrukturierung des Kursangebots auf Online-Lernen verursachen erhebliche Mehrarbeit. Im Gegensatz zu Schulen und Hochschulen muss die vhs Bingen ihre Teilnehmer aktiv zum Online-Unterricht motivieren, was besonders zu Beginn der Pandemie, als viele Menschen noch von einem zeitlich kurzen Lockdown ausgehen, eine große Herausforderung darstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Untersuchung
2. Management in Krisenzeiten
2.1 Krisen
2.2 Krisenphasen
2.3 Krisenmanagement
2.4 Die Corona Krise
2.5 Krisenmanagement in der Corona Krise
2.5.1 Katastrophe – Phase der Verwirrung
2.5.2 Schnelle Lösungen – Krisen-Plateau
2.5.3 Neustart – Krisenbewältigung
2.5.4 Die neue Normalität – Nachkrisen-Zeit
2.5.5 Repulsives Krisenmanagement in der Corona-Pandemie
3. Die vhs Bingen in Zeiten der Krise
3.1 Die Volkshochschule und Musikschule Bingen e.V.
3.2 Chronologie der Pandemie an der vhs Bingen
3.2.1 Phase I – Katastrophe
3.2.2 Phase II – Schnelle Lösungen
3.2.3 Phase III – Neustart
3.2.4 Phase IV – Die neue Normalität
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht systematisch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Kursbetrieb und die Organisation der Volkshochschule und Musikschule Bingen e.V. Ziel ist es, die Phasen der Krisenbewältigung theoretisch zu fundieren, auf die Praxis der Einrichtung zu beziehen und dabei sowohl Herausforderungen als auch Chancen durch die Digitalisierung und Kommunikation aufzuzeigen.
- Theoretische Grundlagen des Managements in Krisenzeiten
- Analyse der vier Phasen der Corona-Krise (Katastrophe, Schnelle Lösungen, Neustart, Neue Normalität)
- Praktische Fallstudie der Volkshochschule Bingen während der Pandemie
- Strategien zur Digitalisierung und Aufrechterhaltung des Bildungsbetriebs
- Kommunikation mit Stakeholdern unter Krisenbedingungen
Auszug aus dem Buch
Katastrophe – Phase der Verwirrung
Die Phase der Katastrophe ist in der Corona-Krise durch zahlreiche Einschränkungen gekennzeichnet. Die Aufforderung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zuhause zu bleiben, das Verbot aller Veranstaltungen und Zusammenkünfte bringt einen weitgehenden Stillstand des gesellschaftlichen Lebens mit sich. Des Weiteren werden Unternehmen dazu angehalten, ihre Mitarbeiter im Home-Office arbeiten zu lassen. Dies führt zur Eindämmung eines Großteils der persönlichen Kommunikation und verändert auch die ursprüngliche Art und Weise der Unternehmenstätigkeiten.
Externe Arbeitsstandorte bringen verschiedene Herausforderungen mit sich. So verfügen beispielsweise nicht alle Mitarbeiter zuhause über einen geeigneten Arbeitsplatz und schnelles Internet. Außerdem müssen Eltern ihre Kinder während der Arbeitszeiten zuhause betreuen. Unternehmen sind dazu gezwungen das tägliche Geschäft über Audiokommunikation und Videokonferenzen, Onlinepräsentationen und Kollaborationsplattformen fortzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Arbeit: Hier werden die Problemstellung, die Zielsetzung sowie der Gang der Untersuchung definiert und in den Kontext der COVID-19-Pandemie gesetzt.
2. Management in Krisenzeiten: Dieses Kapitel erläutert wissenschaftliche Modelle des Krisenmanagements und ordnet die Corona-Krise in spezifische Entwicklungsphasen ein.
3. Die vhs Bingen in Zeiten der Krise: Dieses Hauptkapitel analysiert konkret die Situation, die organisatorischen Veränderungen und die Bewältigungsstrategien der Volkshochschule Bingen während der Pandemie.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die langfristigen Auswirkungen der Krise auf die digitale Transformation und die strukturelle Aufstellung der Einrichtung.
Schlüsselwörter
Corona-Krise, Krisenmanagement, Volkshochschule Bingen, Digitalisierung, Online-Lernen, Kurzarbeit, Bildungsmanagement, Pandemie, Krisenphasen, Weiterbildung, Strategie, Kommunikation, Präsenzunterricht, Organisationsentwicklung, Transformation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Volkshochschule und Musikschule Bingen e.V. und wie die Einrichtung diese Krise managementtechnisch bewältigt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen das Krisenmanagement, die Digitalisierung von Bildungsangeboten, die interne und externe Kommunikation sowie die wirtschaftliche Absicherung in Zeiten eines Lockdowns.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die systematische Untersuchung, wie sich der erzwungene Stopp und die spätere Wiederaufnahme des Kursbetriebs auf die Arbeitsprozesse und die Strategie einer Weiterbildungseinrichtung auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch bestehende Krisenmodelle (z.B. von Krystek und Rapaccini), die auf eine praktische Fallstudie der vhs Bingen angewendet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die vier Phasen der Krise – von der Katastrophe bis hin zur "neuen Normalität" – detailliert auf die vhs Bingen übertragen und deren Reaktionen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Krisenmanagement, Digitalisierung, Weiterbildung, Transformation und die vhs Bingen als Fallbeispiel.
Wie hat sich der Kursbetrieb konkret verändert?
Die vhs musste kurzfristig auf Online-Formate umstellen, Micro-Schulungen via Zoom einführen und den Präsenzunterricht unter strengen Hygieneauflagen organisieren.
Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die zukünftige Strategie?
Die Digitalisierung wird nicht als kurzfristiger Notbehelf gesehen, sondern als langfristige Chance zur Erweiterung des Kursangebots und zur Professionalisierung der Arbeitsprozesse.
Konnte das finanzielle Risiko bewältigt werden?
Trotz eines Defizits infolge der Krise konnte die Existenz der Einrichtung durch Rücklagen und Sonderzuschüsse der Stadt Bingen sowie Kurzarbeitergeld gesichert werden.
- Arbeit zitieren
- Yannik Eberhard (Autor:in), 2021, Management in Krisenzeiten. Auswirkungen der Corona-Krise auf eine Volkshochschule und Musikschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154680