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Wie Sünde unser alltägliches Leben bestimmt. (Unterrichtsentwurf, evangelische Religion, 3. Klasse Grundschule)

Title: Wie Sünde unser alltägliches Leben bestimmt. (Unterrichtsentwurf, evangelische Religion, 3. Klasse Grundschule)

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 41 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Alina Finkeldey (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Summary Excerpt Details

In dieser Modulabschlussarbeit ist eine Unterrichtsreihe zum Thema „Sünde“ mit dem Unterthema „Wie die Sünde unser tägliches Leben bestimmt“ entworfen. Schülerinnen und Schüler sollen dabei lernen, dass das biblische Verständnis von Sünde ein anderes Verständnis ist, als die Gesellschaft vorgibt und prägt und diese Erkenntnisse auf ihre Lebenswirklichkeit zu beziehen.

Zunächst wird in der Bedingungsanalyse erläutert, mit welchen SuS die konzipierte Unterrichtseinheit durchgeführt wird. Dabei werden Alter, Schule, soziales Umfeld und religiöse Sozialisierung näher beschrieben.
Bei der Entwicklung einer Unterrichtsreihe für den Religionsunterricht ist das Bewusst werden der zu vermittelnden Inhalte sehr wichtig. Daher werde ich mich in der anschließenden Sachanalyse ausführlich systematisch-theologisch mit dem Sündenbegriff auseinandersetzen. Die biblische Urgeschichte (Genesis Kapitel 1 bis 11) ist dabei Grundlage dieser Erarbeitung. Kinder und Jugendliche verstehen den Begriff „Sünde“ im Laufe ihrer Entwicklung immer wieder in unterschiedlichen und zunehmend komplexen Dimensionen. Dies lässt sich unter anderem durch die moralischen und religiösen Entwicklungstheorien nach L. Kohlberg und J. Fowler begründen, auf die ich im Laufe dieser Arbeit noch näher eingehen werde.

Nachdem die Ergebnisse der Sachanalyse in einem Fazit gesammelt wurden, beginnt der zweite große Abschnitt meiner Arbeit, der religionspädagogische Teil. Die systematisch-theologischen Erkenntnisse sollen nun in einem Unterrichtsentwurf verwertet werden. Konkret soll dies anhand einer von mir konzipierten Unterrichtseinheit deutlich werden. Danach wird diese didaktisch kommentiert, indem Bezug zum Lehrplan genommen wird und Lernziele erläutert werden. Als letztes wird eine Unterrichtsstunde genauer dargestellt und ebenfalls kommentiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedingungsanalyse

3. Sachanalyse

3.1 Einleitung

3.2 Begriffsbestimmung

3.3 Sünde im Kontext der biblischen Urgeschichte

3.4 Begriffsgeschichte - Lutherische Sündenlehre Sünde bis zur Reformation

3.5 Sündenverständnis nach Gerhard Ebeling

3.6 Sündenverständnis nach Konrad Hilpert

3.7 Exkurs: Rechtfertigungslehre

3.8 Fazit

4. Tabelle der geplanten Unterrichtseinheit

5. Didaktischer Kommentar zur geplanten Unterrichtseinheit mit Bezugnahme auf den Lehrplan

6. Tabelle der Unterrichtsstunde

7. Didaktisch-Methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den theologisch komplexen Sündenbegriff für den Religionsunterricht an Grundschulen aufzubereiten. Es soll untersucht werden, wie Grundschulkinder den Begriff der Sünde verstehen und wie eine Unterrichtsreihe diesen Begriff von einer rein moralischen Belehrung hin zu einer lebensweltorientierten Reflexion über Gerechtigkeit, Vergebung und menschliches Miteinander führen kann.

  • Systematisch-theologische Grundlagen des Sündenbegriffs
  • Biblische Urgeschichte (Genesis 1-11) als Basis der Auseinandersetzung
  • Transfer des Sündenverständnisses auf die Lebenswirklichkeit von Grundschulkindern
  • Entwicklung und didaktische Begründung einer Unterrichtsreihe
  • Verbindung von biblischer Lehre mit Werten wie Respekt, Vergebung und Verantwortung

Auszug aus dem Buch

3.3 Sünde im Kontext der biblischen Urgeschichte

Im Kontext der biblischen Urgeschichte wird deutlich, dass es sich bei der Sünde nicht um die „Übertretung von Vorschriften eines bestimmten Kodex, eines göttlichen und insofern lenzgültigen Moralsetzes“ handelt, sondern vielmehr um eine „Grundhaltung der Existenz“ des Menschen selbst. Paul Tillichs Ausführungen, aus seinem Buch „Systematische Theologie Band drei“, verdeutlichen dies. Er schreibt, „[...] in der Beziehung zu Gott gibt es keine einzelnen Sünden, sondern die eine Sünde - die Trennung von Gott und den Widerstand gegen die Wiedervereinigung mit ihm.“ Schon auf den ersten Seiten der Bibel finden wir bei Genesis klassische Beispielgeschichten, in denen Menschen sich wiederholt an die Stelle Gottes setzen. Durch die Erzählung des Sündenfalls wird auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass Gottesverhältnis zu den Menschen durch sündiges Verhalten zerstört wird. Die Menschen hielten sich nicht an das von Gott gegebene Gebot und strebten viel mehr danach, so sein wie Gott. Dadurch konnten sie nicht mehr in enger Gemeinschaft mit ihm leben und wurden aufgrund ihres Ungehorsams bestraft und aus dem Garten Eden verbannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Ziel der Modulabschlussarbeit vor, den Sündenbegriff in einer Unterrichtsreihe für die Grundschule zu thematisieren.

2. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Rahmenbedingungen der Lerngruppe, inklusive sozialer Faktoren und religiöser Vorprägungen.

3. Sachanalyse: In diesem Hauptteil wird der theologische Sündenbegriff systematisch von biblischen Urgeschichten bis hin zu modernen dogmatischen Positionen hergeleitet.

4. Tabelle der geplanten Unterrichtseinheit: Hier findet sich die tabellarische Übersicht der geplanten Unterrichtsreihe mit den entsprechenden Lernzielen und Inhalten.

5. Didaktischer Kommentar zur geplanten Unterrichtseinheit mit Bezugnahme auf den Lehrplan: Dieser Kommentar begründet die Unterrichtsreihe auf Basis des Kernlehrplans und erläutert die didaktischen Entscheidungen.

6. Tabelle der Unterrichtsstunde: Eine detaillierte tabellarische Darstellung der konkreten Unterrichtsstunde.

7. Didaktisch-Methodischer Kommentar zur Unterrichtsstunde: Eine reflektierte Analyse der angewandten Methoden, Sozialformen und Medien in Bezug auf die Unterrichtsziele.

Schlüsselwörter

Sünde, Religionsunterricht, Grundschule, biblische Urgeschichte, Gerhard Ebeling, Konrad Hilpert, Schuld, Vergebung, biblische Didaktik, Elementarisierung, Gottesbeziehung, soziale Sünde, Rechtfertigung, Urgeschichte, Unterrichtsentwurf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufarbeitung des Sündenbegriffs für den Religionsunterricht in der Grundschule unter Einbeziehung theologischer Fachwissenschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das biblische Verständnis von Sünde, die Abgrenzung von moralischem Fehlverhalten, die Sündenlehre bei Luther, Ebeling und Hilpert sowie der Transfer in die Lebenswelt von Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine Unterrichtsreihe zu entwerfen, die Grundschülern hilft, den komplexen Begriff „Sünde“ als gestörte Beziehung zu Gott und Mitmenschen zu verstehen und Handlungskompetenzen für ein respektvolles Miteinander zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, verbunden mit einer religionspädagogischen Unterrichtsplanung und -reflexion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Bedingungsanalyse eine ausführliche Sachanalyse theologischer Sündenkonzepte sowie die konkrete didaktische Planung und Reflexion der Unterrichtsstunden präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sünde, Religionsunterricht, Grundschule, biblische Urgeschichte, Sündenverständnis, Vergebung und didaktische Elementarisierung.

Wie spielt das Thema „Gott spielen“ eine Rolle in den Unterrichtsstunden?

Die Unterrichtsreihe greift das Motiv des „Gott spielen wollen“ aus der Urgeschichte auf, um Schülern zu verdeutlichen, wie Selbstüberschätzung zu Konflikten und Fehlverhalten gegenüber Mitmenschen führen kann.

Warum wird die biblische Urgeschichte als Grundlage gewählt?

Die Urgeschichte (Genesis 1-11) dient als Basis, da sie die fundamentalen menschlichen Erfahrungen von Schuld, Trennung und dem Wunsch nach Autonomie anhand klassischer Erzählungen anschaulich darstellt.

Welche Rolle spielt die „soziale Sünde“ nach Konrad Hilpert?

Das Konzept der sozialen Sünde erweitert das Verständnis von individuellem Fehlverhalten auf strukturelle Ungerechtigkeiten und Gruppendynamiken, was besonders für das soziale Miteinander im Klassenraum relevant ist.

Wie wird das Thema Vergebung in den Unterricht integriert?

Vergebung wird als eine Reaktion auf die Erkenntnis der Sündhaftigkeit und als Weg zur Wiederherstellung von Beziehungen vermittelt, wobei Jesus als Vorbild für einen respektvollen und versöhnlichen Umgang dient.

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Details

Title
Wie Sünde unser alltägliches Leben bestimmt. (Unterrichtsentwurf, evangelische Religion, 3. Klasse Grundschule)
College
Bielefeld University
Course
Systematische Theologie und Religionspädagogik
Grade
1,6
Author
Alina Finkeldey (Author)
Publication Year
2021
Pages
41
Catalog Number
V1154782
ISBN (eBook)
9783346548740
ISBN (Book)
9783346548757
Language
German
Tags
Systematische Theologie Sünde Gott Religionspädagogik Didaktik Religion Theologie Modulabschlussarbeit Unterrichtsentwurf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alina Finkeldey (Author), 2021, Wie Sünde unser alltägliches Leben bestimmt. (Unterrichtsentwurf, evangelische Religion, 3. Klasse Grundschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1154782
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