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Die Suizidgedanken der Hauptfiguren in „The Bell Jar“ von Sylvia Plath und „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe

Titel: Die Suizidgedanken der Hauptfiguren in „The Bell Jar“ von Sylvia Plath und „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe

Hausarbeit , 2003 , 10 Seiten

Autor:in: Martin Setzkorn (Autor:in)

Amerikanistik - Komparatistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sylvia Plath und Johann Wolfgang von Goethe weisen auf den ersten Blick kaum Gemeinsamkeiten auf. Sie lebten in verschiedenen Zeiten und auf unterschiedlichen Kontinenten. Trotzdem versuchten sie beide ein zutiefst menschliches Problem für sich aufzuarbeiten und nutzten dafür ihre literarischen Ausdrucksmöglichkeiten. Es erscheint mir interessant, wie jede bzw. jeder für sich den Suizidgedanken verarbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Aus der Biographie Johann Wolfgang von Goethes

2. Aus der Biographie Sylvia Plaths

3. Entstehungszeit der Werke

4. Zeit der Handlung

5. Hauptcharaktereigenschaften Werthers

6. Hauptcharaktereigenschaften Esther Greenwoods

7. Vergleich der Charaktere

8. Einflussnahme der sozialen Umgebung auf Werther

8.1. Die Mutter

8.2. Charlotte

8.3. Albert

8.4. Wilhelm

9. Einflussnahme der sozialen Umgebung auf Esther Greenwood

9.1. Die Mutter

9.2. Die Schulfreundin Joan

9.3. Jay Cee

9.4. Buddy Willard

10. Unterschiedliche Auflösung des Konflikts

11. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die literarische Verarbeitung von Suizidgedanken bei zwei ikonischen Romanfiguren, Werther und Esther Greenwood, vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Entstehungszeit und persönlichen Lebensumstände. Es wird analysiert, wie gesellschaftliche Einflüsse und das Fehlen stabiler zwischenmenschlicher Stützen die Protagonisten in ihrer psychischen Entwicklung beeinflussen und zu ihrem jeweiligen Umgang mit dem Konflikt führen.

  • Biografische Einflüsse von Goethe und Plath auf ihre literarischen Werke
  • Die Rolle gesellschaftlicher Normen und Umbrüche im 18. und 20. Jahrhundert
  • Charakteranalyse und Identitätssuche der Protagonisten
  • Soziale Netzwerke als stabilisierende oder belastende Faktoren
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Lösungsansätze für den inneren Konflikt

Auszug aus dem Buch

10. Unterschiedliche Auflösung des Konflikts

Goethe nutzt in seinem Werk zielstrebig den Suizidgedanken um sich mit den Zeichen seiner Zeit auseinander zu setzen. Er prüft eigene Erfahrungen, aus dem Tod seines Freundes Jerusalems und aus seiner unerfüllten Liebe zu Charlotte Buff für seine Geschichte. Er setzt sich mit seiner Erziehung im Elternhaus auseinander und schürt den Konflikt zwischen wenigen handelnden Personen. Konsequent zeigt er auf, dass seinem Helden, wenn er die Welt nicht ändern kann nur die Selbstaggression bleibt. So lässt er Werther von einer bessern Welt träumen, in der dieser sich frei fühlen kann.

„Man erzählt von einer edlen Art Pferde, die, wenn sie schrecklich erhitz und aufgejagt sind, sich selbst aus Instinkt eine Ader aufbeißen, um sich zum Atem zu helfen. So ist mir´s oft, ich möchte mir eine Ader öffnen, die mir die ewige Freiheit schaffte.“(Goethe, 1774,S.85)

Indem er seinen Helden konsequent den Suizidgedanken zu Ende führen lässt überwindet er die Gängelung des Elternhauses, seinen Liebeskummer und den Frust seiner Zeit.

Sylvia Plath hält sich viel enger an ihre eigene Biographie. Ihr Buch zum gleichen Thema ist nicht so streng auf ein Ziel ausgerichtet. Sie versucht ebenfalls die Zeiteinflüsse und ihre persönlichen Eindrücke zu verarbeiten. Die Brüche in ihrer Biographie sind weitaus schwerwiegender als bei Goethe. Sie vermisst die lenkende Hand eines Vaters. Ihre Heldin Esther befreit sich somit nicht vom Druck eines Elternteils, sondern sie kann sich ohne dessen Hilfe nicht für ein eigenes Leben entscheiden. Die Dichterin lässt ihre Heldin verschiedene Formen der Selbstaggression ausprobieren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der beiden Autoren und der zentralen Fragestellung zur literarischen Verarbeitung von Suizidgedanken.

1. Aus der Biographie Johann Wolfgang von Goethes: Überblick über das Leben Goethes und die biografischen Hintergründe, die in seinen Werken verarbeitet wurden.

2. Aus der Biographie Sylvia Plaths: Darstellung der Lebensgeschichte von Plath und der prägenden Ereignisse, die zu ihrem Roman führten.

3. Entstehungszeit der Werke: Analyse der historischen Kontexte der Werke im Vorfeld der Französischen Revolution bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg.

4. Zeit der Handlung: Untersuchung der zeitlichen Einordnung der Romane und deren Relevanz für das zeitgenössische Publikum.

5. Hauptcharaktereigenschaften Werthers: Porträtierung von Werthers Persönlichkeit, geprägt von Idealismus und dem Konflikt mit gesellschaftlichen Konventionen.

6. Hauptcharaktereigenschaften Esther Greenwoods: Analyse der psychischen Instabilität und Identitätsproblematik der Protagonistin aus "The Bell Jar".

7. Vergleich der Charaktere: Gegenüberstellung der beiden Protagonisten hinsichtlich ihrer Weltanschauung und ihrer Anpassungsprobleme.

8. Einflussnahme der sozialen Umgebung auf Werther: Untersuchung des Einflusses von Mutter, Lotte, Albert und Wilhelm auf das Handeln Werthers.

9. Einflussnahme der sozialen Umgebung auf Esther Greenwood: Analyse der prägenden Beziehungen zu Mutter, Joan, Jay Cee und Buddy Willard.

10. Unterschiedliche Auflösung des Konflikts: Vergleich der Wege, mit denen die Autoren ihre Figuren mit dem Suizidgedanken umgehen lassen.

11. Schluss: Zusammenfassende Reflexion über die zeitlose Relevanz des Themas und die Bewältigung persönlicher Lebenskonflikte.

Schlüsselwörter

Suizidgedanken, Johann Wolfgang von Goethe, Sylvia Plath, Die Leiden des jungen Werther, The Bell Jar, Literaturvergleich, Identitätsfindung, gesellschaftliche Umbrüche, psychische Krise, Charakteranalyse, Lebensbewältigung, literarische Verarbeitung, Selbstaggression, biografische Bezüge, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht vergleichend, wie die Autoren Sylvia Plath und Johann Wolfgang von Goethe das Thema Suizidgedanken in ihren literarischen Hauptwerken verarbeitet haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die biographischen Hintergründe der Autoren, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Entstehungszeiten sowie die sozialen Einflüsse auf die literarischen Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Persönlichkeiten vor dem Hintergrund individueller Krisen und zeitgeschichtlicher Umbrüche den Suizidgedanken als literarisches Motiv nutzen und auflösen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die biographische Aspekte mit den jeweiligen Romaninhalten kontrastiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Charakterstudien, die detaillierte Untersuchung der sozialen Bezugspersonen der Protagonisten und eine Analyse der Konfliktlösung durch die Autoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Identitätskrise, literarischer Suizid, biographisches Schreiben und gesellschaftliche Konventionen definieren.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Vaters in den Biographien der Autoren?

Während Goethes Vater ein Jurist war, der den Werdegang seines Sohnes prägte, verlor Sylvia Plath ihren Vater bereits in jungen Jahren, was eine zentrale Leerstelle in ihrem Leben und ihrem Werk hinterließ.

Warum spielt die Umgebung bei Esther Greenwood eine solch entscheidende Rolle?

Esthers Umgebung, insbesondere die Ambivalenz zwischen dem Wunsch nach beruflicher Anerkennung und gesellschaftlichen Erwartungen, verstärkt ihre innere Unsicherheit und Unentschlossenheit.

Welche Rolle spielt die "Glasglocke" bei Sylvia Plath?

Sie symbolisiert die psychische Erkrankung der Protagonistin, die ihre Wahrnehmung verzerrt und den Kontakt zur Außenwelt erschwert.

Welche Rolle spielt die Vernunft in Werthers sozialer Umgebung?

Die Vernunft wird vor allem durch Albert und Wilhelm verkörpert, die Werther zur Anpassung mahnen, jedoch nicht in der Lage sind, seine tiefe emotionale Not zu verstehen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Suizidgedanken der Hauptfiguren in „The Bell Jar“ von Sylvia Plath und „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
Nordamerikanische Literatur
Autor
Martin Setzkorn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V115490
ISBN (eBook)
9783640170005
ISBN (Buch)
9783656766476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleichende Betrachtung Suizidgedankens Beispiel Helden Werke Bell Jar“ Sylvia Plath Leiden Werther“ Johann Wolfgang Goethe Nordamerikanische Literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Setzkorn (Autor:in), 2003, Die Suizidgedanken der Hauptfiguren in „The Bell Jar“ von Sylvia Plath und „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115490
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Leseprobe aus  10  Seiten
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