Analyse des Investitionsstandorts Mexiko

Betrachtung des Investitionsumfelds für deutsche Direktinvestitionen


Diplomarbeit, 2008

123 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Umfang und Entwicklung der Direktinvestitionen in Mexiko
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.2 Formen von Direktinvestitionen
2.3 Überblick und Struktur der Direktinvestitionen in Mexiko
2.4 Deutsche Direktinvestitionen in Mexiko

3 Wirtschaftliches Umfeld
3.1 Wirtschaft im Überblick
3.2 Makroökonomische Kennzahlen
3.2.1 Wirtschaftswachstum und BIP
3.2.2 Inflation
3.2.3 Wechselkurs
3.2.4 Beschäftigung
3.2.5 Investitionsquote und Sparneigung
3.2.6 Auslandsverschuldung
3.2.7 Forschung und Entwicklung
3.3 Infrastruktur
3.3.1 Verkehrsinfrastruktur
3.3.2 Information und Kommunikation
3.3.3 Energie- und Wasserversorgung
3.4 Außenwirtschaft
3.4.1 Freihandelsabkommen
3.4.2 Außenhandel
3.5 Zusammenfassung

4 Politisches Umfeld
4.1 Institutionelle Rahmenbedingungen
4.2 Politische Stabilität
4.3 Korruption
4.4 Zusammenfassung

5 Rechtliches Umfeld
5.1 Auslandsinvestitionsrecht
5.1.1 Investitionsbeschränkungen
5.1.2 Schutz ausländischer Investoren
5.1.3 Unternehmensgründung
5.1.4 Gesellschaftsrecht
5.2 Arbeitsrecht
5.2.1 Einstellung und Kündigung
5.2.2 Entlohnung
5.2.3 Gewerkschaften
5.3 Steuerrecht
5.3.1 Überblick
5.3.2 Unternehmensbesteuerung
5.3.3 Einkommensteuer, Umsatzsteuer und weitere Steuern
5.4 Zusammenfassung

6 Kulturelles Umfeld
6.1 Ethnische, sprachliche und religiöse Aspekte
6.1.1 Ethnische Aspekte
6.1.2 Sprachliche Aspekte
6.1.3 Religiöse Aspekte
6.2 Kulturdimensionen
6.2.1 Kulturdimensionen und kulturelle Distanz
6.2.2 Kulturdimensionen und internationale Wettbewerbsfähigkeit
6.3 Kulturstandards
6.3.1 Harmoniebedürfnis
6.3.2 Prestigeorientierung
6.3.3 Gegenwartsorientierung und polychrones Zeitverständnis
6.4 Zusammenfassung

7 Chancen-Risiken-Profil
7.1 Wirtschaftliches Umfeld
7.2 Politisches Umfeld
7.3 Rechtliches Umfeld
7.4 Kulturelles Umfeld

8 Fazit

Anhang
Anhang I: Direktinvestitionen in Mexiko (investiertes Kapital) nach
Herkunftsländern 2007
Anhang II: Direktinvestitionszuflüsse 1999 - 2007
Anhang III: Deutsche Direktinvestitionen in Mio. US Dollar von 1999 bis 2007
Anhang IV: Deutsche Direktinvestitionen und Direktinvestitionen der EU nach
Sektoren von 1999 bis 2007
Anhang V: Verteilung der deutschen Unternehmen auf die mexikanischen
Bundesstaaten 1999- 2007
Anhang VI: Mexikanisches Wirtschaftswachstum 1998 - 2007
Anhang VII: Inflationsraten in Mexiko 1995 – 2007
Anhang VIII: Wechselkursentwicklung des mexikanischen Peso 1998 – 2008
Anhang IX: Entwicklung der Arbeitslosenquote in Mexiko 1999 – 2007
Anhang X: Anteil der Bevölkerung der OECD-Staaten mit mindestens einem Abschluss der Sekundarstufe II 2005
Anhang XI: Investitionsquote in Mexiko im Jahr 2007
Anhang XII: Auslandsverschuldung in Mexiko 1997-2007
Anhang XIII: Angemeldete Patente in ausgewählten Staaten 1999-2007
Anhang XIV: Verkehrsinfrastruktur Mexikos
Anhang XV: Informations- und Kommunikationstechnologien in Mexiko
Anhang XVI: Wasserversorgung in Mexiko
Anhang XVII: Mexikos Freihandelabkommen
Anh. XVIII: Entwicklung der Direktinvestitionen der EU nach Sektoren in Mio.
US Dollar 1999 - 2007
Anhang XIX: Außenhandel
Anhang XX: Stimmenverteilung der Zentralregierung, Juni 2008
Anhang XXI: Worldwide Governance Indicators für ausgewählte Staaten 2007
Anhang XXII: Politisches Risiko in Mexiko nach International Country Risk
Guide 2007
Anhang XXIII: Corruption Perception Index 2007 (Auszug)
Anhang XXIV: Investitionsbeschränkungen in Mexiko
Anhang XXV: Gesellschaftsrecht in Mexiko
Anhang XXVI: Ranking of Mexico in employing workers – Compared to selected economies
Anhang XXVII: Entwicklung der Mindestlöhne in Mexiko in mexikanische Pesos
Anhang XXVIII: Arbeitsproduktivität und relative Lohnstückkosten im Vergleich
Anhang XXIX: Religionszugehörigkeit und BIP pro Kopf (Auszug)
Anhang XXX: Korrelation der Kulturdimension Individualismus/ Machtabstand mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung I: Empfängerländer von Direktinvestitionen im Jahr 2006

Abbildung II: Entstehung des Bruttoinlandprodukts nach Sektoren 2007

Abbildung III: Technologie und Humankapital in auserwählten Staaten nach UNCTAD

Abbildung IV: Bewertung von Unternehmensgründungen der Weltbank

Abbildung V: Sozialversicherungsbeiträge 2006 in % des Arbeitslohnes

Abbildung VI: Arbeitskonflikte in Mexiko

Abbildung VII: Unternehmensbesteuerung im weltweiten Vergleich, Paying Taxes 2008

Abbildung VIII: Kulturelle Distanz von Deutschland und Mexiko

Abbildung IX: Chancen-Risiken-Profil - wirtschaftliches Umfeld in Mexiko

Abbildung X: Chancen-Risiken-Profil – Politisches Umfeld

Abbildung XI: Chancen-Risiken-Profil – Rechtliches Umfeld

Abbildung XII: Chancen-Risiken-Profil – Kulturelles Umfeld

1 Einleitung

Im internationalen Kapitalverkehr gewinnen ausländische Direktinvestitionen insbesondere seit den 80er Jahren zunehmend an Bedeutung. Der intensive Anstieg des Welthandels und die Gründung zahlreicher Handelsabkommen veranlassten viele Unternehmen, durch die Gründung von Tochtergesellschaften im Ausland oder die Beteiligung an bestehenden ausländischen Unternehmen weltweit Standortvorteile wahrzunehmen. Während die Unternehmen in der Vergangenheit im Ausland nur produzierten, um Handelsbarrieren zu umgehen, treten heute verstärkt direkte Engagements der Unternehmen auf den Auslandsmärkten als Alternative zu den Exporten in den Vordergrund. Gravierende Fortschritte in Verkehrs- und Kommunikationstechnik sowie deregulierte Kapital- und Gütermärkte tragen dazu bei, dass Standorte heute weltweit und unmittelbar konkurrieren.

Der Schritt in ausländische Märkte stellt ein Unternehmen vor besondere Herausforderungen. Die Wahl eines Standortes zieht kapitalintensive und langfristige Konsequenzen nach sich. Weil sich die Wettbewerbsfähigkeit eines Staates nicht an der Aussagefähigkeit einzelner Indikatoren interpretieren lässt, ist es für den Investor notwendig, eine Vielzahl von Standortfaktoren zu analysieren und deren zukünftige Entwicklung einzuschätzen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein möglichst breites Feld für die derzeitigen Bedingungen ausländischer Direktinvestitionen in Mexiko zu untersuchen. Die Standortqualität wird anhand einer Analyse wirtschaftlicher, politischer, rechtlicher sowie kultureller Faktoren bewertet. Hierbei wird das Datenmaterial mit dem alternativer oder konkurrierender Investitionsstandorte verglichen. Potentiellen deutschen Investoren werden konkrete Anhaltspunkte geliefert, wie sich Mexiko im internationalen Wettbewerb präsentiert. Somit soll ihre Standortentscheidung erleichtert werden. Bei der Untersuchung des Investitionsumfelds werden konkrete Investitionschancen genannt.

Nach einem kurzen theoretischen Teil beschäftigt sich Kapitel zwei mit den Direktinvestitionsströmen des Staates und deren struktureller und regionaler Verteilung. Dabei wird insbesondere auf deutsche Direktinvestitionen in Mexiko eingegangen. Gegenstand des dritten Kapitels ist eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Mexiko, um das ökonomische Risiko zu beurteilen. Zunächst werden die wichtigsten makroökonomischen Größen hinsichtlich ihrer Stabilität untersucht. Anschließend folgt eine Betrachtung der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur und der Energie- und Wasserwirtschaft sowie der außen-wirtschaftlichen Beziehungen Mexikos. Im Rahmen des vierten Punktes wird das politische Umfeld dahingehend untersucht, ob die Rechte und das Eigentum der Direktinvestoren durch politische Instabilität gefährdet sind. Das fünfte Kapitel informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für eine Direktinvestition maßgeblich sind. Geprüft wird hierbei, welche Aspekte im Auslandsinvestitions-, Arbeits- und Steuergesetz eine investitionsfördernde bzw. -hemmende Wirkung haben. Im sechsten Kapitel wird darauf eingegangen, inwiefern kulturelle Einflüsse die Wettbewerbsfähigkeit Mexikos beeinflussen. Weiterhin soll festgestellt werden, ob kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Mexiko sich positiv oder negativ auf den Markteintritt deutscher Investoren auswirken.

Die Ergebnisse dieser Arbeit werden im Kapitel sieben anhand eines Chancen-Risiken-Profils zusammengefasst.

2 Umfang und Entwicklung der Direktinvestitionen in Mexiko

2.1 Begriffliche Grundlagen

In der Volkswirtschaftslehre werden Direktinvestitionen neben Portfolio-Investitionen[1] als eine Form von Auslandsinvestitionen bezeichnet. In der Literatur wird für Direktinvestitionen

auch häufig der Begriff „Ausländische Direktinvestitionen“ (FDI) verwendet. Es handelt sich bei einer Direktinvestition um einen Kapitalexport durch Wirtschaftssubjekte eines Landes in ein anderes Land. Dabei wird das Ziel verfolgt, Immobilien zu erwerben, Betriebsstätten oder Tochterunternehmen zu gründen, ausländische Unternehmen zu erwerben oder sich an ihnen mit einem Anteil zu beteiligen.[2] Eine Direktinvestition wird als langfristige Kapitalanlage verstanden, wobei der Investor direkten Einfluss auf die Tätigkeit bzw. Geschäftsführung des Unternehmens nimmt. Während Portfolio-Investitionen auf dem Kapitalmarkt erworben werden, werden Direktinvestitionen unmittelbar zwischen Investor und Unternehmen abgewickelt.[3]

Sowohl mexikanische als auch deutsche Ämter richten sich bei der Definition von Direktinvestitionen nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF definiert Direktinvestitionen als „international investment by an entity resident in one economy in another economy that is made with the objective of obtaining a lasting interest.” Dies impliziert eine langfristige Beziehung zwischen dem Investor und dem Unternehmen. Als langfristig gilt hierbei eine Investition mit einer Bindungsdauer von mindestens einem Jahr. Es handelt sich um eine Direktinvestition, wenn 10% oder mehr Anteile oder Stimmrechte am gebietsfremden Unternehmen gehalten werden.[4]

Eine Direktinvestition ist langfristig ausgerichtet und der Investor übt einen entscheidenden Einfluss auf die Unternehmenspolitik aus.

Die Motive für Direktinvestitionen sind vielfältig. Eine große Bedeutung haben markt- und absatzorientierte Beweggründe. Diese liegen in der Erschließung und Erhaltung von Absatzmärkten, aber auch in der Größe und Dynamik des Auslandsmarktes. Kosten- und ertragsorientierte Motive sind durch günstigere Faktorpreise im Zielland zu begründen. Außerdem beeinflussen auch die Absicherung politischer Risiken durch Garantien für Kapitalanlagen im Ausland, das Umgehen von Handelsschranken, wettbewerbsrechtliche Vorschriften, eine tragfähige Infrastruktur, die Sicherung der Lieferung von Rohstoffen oder Vorprodukten und Steuervorteile im Ausland die Investitionsentscheidung. Durch das Tätigen von Direktinvestitionen verfolgen Unternehmen weiterhin das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produkte durch Auslagerungen von Teilen der Wertschöpfungskette zu stärken.[5]

2.2 Formen von Direktinvestitionen

Für den Markteintritt stellt sich dem Investor die Frage, in welcher Form und wie stark er sich international betätigen will. Die in der Praxis am häufigsten gewählten Investitionsformen sind das Joint Venture oder die Gründung eines Tochterunternehmens.

Unter der Bezeichnung Joint Venture versteht man wörtlich übersetzt „Gemeinschafts-unternehmen“. Hierbei handelt es sich um Unternehmensgründungen bzw. Kooperationen von mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich unabhängigen Partnern. Joint Ventures werden besonders von Klein- und mittelständischen Unternehmen als Internationalisierungsstrategie gewählt. Dabei werden spezifische Vorteile und Kenntnisse der jeweiligen Unternehmen in Verbindung gebracht. Während das Auslandsunternehmen z.B. technisches Know-how und den Zugang zur Finanzierung einbringt, können bürokratische Hürden durch die Marktkenntnisse des ausländischen Partners einschließlich seiner Vertriebsstrukturen und personellen Verbindungen angegangen werden. Weitere Vorteile des Joint Ventures sind Kosten- und Risikoreduzierung. Um Schwierigkeiten bei der Führung zu vermeiden, sollte die Entscheidungsbefugnis für spezifische Unternehmensbereiche unter den Partnern klar aufgeteilt werden.[6]

Im Gegensatz zum Joint Venture bietet eine Tochtergesellschaft den Vorteil der alleinigen Entscheidung und dem Schutz der Technologie im eigenen Unternehmen. Für die Gründung einer Tochtergesellschaft sollte der Investor verschiedene Vorraussetzungen wie hinreichende finanzielle Mittel, gute Marktkenntnisse, hohe Risikobereitschaft und Erfahrungen im internationalen Handel erfüllen. Die Tochtergesellschaft ist gegenüber der Muttergesellschaft rechtlich unabhängig und der Anteil am ausländischen Kapital kann bis zu 100% betragen. Dabei muss die Tochtergesellschaft eine im Gastland gültige Gesellschaftsform haben. (Vgl. Punkt 5.1.4). Die Gesellschaftsgründung ist aufgrund hoher Kosten und Risiken eher für größere Unternehmen mit einer guten Marktposition geeignet.

2.3 Überblick und Struktur der Direktinvestitionen in Mexiko

Im Jahr 2007 bestanden in Mexiko 38.311 Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung. Nach Herkunftsländern stammt mehr als die Hälfte des investierten Kapitals aus den USA. Den zweiten und dritten Rang nehmen Spanien und die Niederlande ein. Deutschland belegt mit ca. 2% den sechsten Platz.[7] Das tatsächliche Ausmaß deutscher Direktinvestitionen dürfte in der Realität höher liegen, da viele deutsche Unternehmen über ihre US-amerikanischen Tochtergesellschaften Investitionen in Mexiko tätigen. Diese Transaktionen erscheinen in der offiziellen Statistik nicht als deutsche, sondern als US-amerikanische Auslandsinvestitionen.[8] Auffällig ist der hohe Anteil niederländischer Direktinvestitionen in Mexiko. Erklären lässt sich dies dadurch, dass die Niederlanden während der 90er Jahre viel stärker an der Privatisierung von Staatsunternehmen in Lateinamerika sowie an der Übernahme lateinamerikanischer Privatunternehmen beteiligt gewesen ist, als Deutschland.[9]

Im Anhang II sind die Zuflüsse der Direktinvestitionen in der letzten Dekade abgebildet. Betrachtet wird jeweils der Anteil von Neuinvestitionen, Reinvestitionen sowie konzerninternen Investitionen und Übertragungen. Es fällt auf, dass die Neuinvestitionen im Jahr 2001 sprunghaft angestiegen sind. Zurückzuführen ist dies auf die Übernahme von Banamex durch die Citibank Group, die allein 12,4 Mrd. US-Dollar der Direktinvestitionszuflüsse ausmachte.[10] Seitdem zeigt die Entwicklung der Direktinvestitionen einen moderaten Entwicklungstrend auf. Das Ansteigen der Direktinvestitionen ist ein Anzeichen dafür, dass Investoren Vertrauen in die mexikanische Wirtschaft setzen. Im Jahr 2006 erreichte der Bestand an Direktinvestitionen 236,2 Mrd. US-Dollar (Abb. I). Wegen der abgeschwächten Weltkonjunktur wird für das Jahr 2008 mit einem leichten Rückgang der Investitionen gerechnet.[11] Direktinvestitionen haben in Mexiko einen hohen Stellenwert. Mit einem Zufluss von insgesamt etwa 23 Mrd. US-Dollar an ausländischem Kapital im Jahr 2007 waren Direktinvestitionen der drittgrößte Einnahmeposten der mexikanischen Regierung. Größere Einnahmen wurden durch die Erdölexporte (ca. 38 Mrd. US-Dollar) und Überweisungen von in den USA lebenden mexikanischen Immigranten (etwa 24 Mrd. US-Dollar) erzielt.

Im internationalen Vergleich nahm Mexiko im Jahr 2006 Rang 14 unter den Empfängerländern von Direktinvestitionen ein (Abb. I). Unter den lateinamerikanischen Staaten ist Mexiko das Land mit den meisten Zuflüssen an Direktinvestitionen und liegt somit vor Brasilien und deutlich vor Chile. Dies belegt die hohe Bedeutung Mexikos als Investitionsstandort.

Abbildung I: Empfängerländer von Direktinvestitionen im Jahr 2006

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung nach World Factbook 2007[12]

2.4 Deutsche Direktinvestitionen in Mexiko

In der Vergangenheit ist ein großer Teil der deutschen Direktinvestitionen in die USA geflossen. Im Jahr 2005 entfielen etwa 30% aller deutschen Direktinvestitionen auf die Vereinigten Staaten. Knapp über die Hälfte aller deutschen Direktinvestitionen wurden in den Staaten der Europäischen Union getätigt. Besonders umfangreich fallen die Investitionen in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich aus.[13] Die Rolle Mexikos als Investitionsstandort ist hingegen noch gering. Deutsche Investitionen nahmen in Mexiko in den letzten Jahren tendenziell zu, sind aber angesichts des wirtschaftlichen Gewichts und der wachsenden Integration Mexikos mit den USA eher noch dürftig. Ende 2007 bestanden 1067 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung, was nur 2,8% der insgesamt 38.311 registrierten Auslandsunternehmen entsprach.[14] Von 1999 bis 2007 stiegen die Zuflüsse deutscher Direktinvestitionen mit Ausnahme des Jahres 2001 kontinuierlich an. Insgesamt sind in diesem Zeitraum kumuliert ca. 3,1 Mrd. US Dollar aus Deutschland eingeflossen.[15] Eine Erklärung für den Rückgang der Direktinvestitionen im Jahr 2001 ist das Einsetzen der Rezession in den USA und die verlangsamte Entwicklung der Weltwirtschaft. Für die Zukunft wird mit einer wachsenden Bedeutung deutscher Direktinvestitionen in Mexiko gerechnet. Volkswagen kündigte an, ein neues Werk mit Gesamtkosten von einer Mrd. US-Dollar errichten zu wollen, was Investitionen zahlreicher Zulieferer nach sich ziehen würde. Deutsche Investitionen bestehen zum Großteil aus Reinvestitionen von Großkonzernen.[16]

Im Anhang IV ist die Verteilung der deutschen Direktinvestitionen auf die Wirtschaftssektoren dargestellt. Die meisten und damit fast ein Drittel der Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung investierten in den traditionellen Sektor des verarbeitenden Gewerbes. Besonderen Zulauf deutscher Direktinvestitionen verzeichnet die Metallindustrie[17]. Am zweithäufigsten wurden Investitionen in kommunale und soziale Dienstleistungen, Hotels und Restaurants und andere Dienstleistungen einschließlich Konstruktionsdienstleistungen getätigt. Weitere 26,6% der Direktinvestitions-Zuflüsse entfallen auf den Handel. Nur 0,1% der deutschen Unternehmen sind im Bereich der Elektrizitäts- und Wasserwirtschaft tätig. In diesem Bereich unterliegen ausländische Aktivitäten noch gesetzlichen Restriktionen (siehe Punkt 5.1.2). Auch andere Bereiche sind für deutsche Investoren weniger attraktiv, da diese aufgrund der US-Dominanz nur schwer für Europäer zugänglich sind. Dies betrifft vor allem die Landwirtschaft und die Baubranche. Deutsche Investoren mit der höchsten Kapitalbeteiligung in Mexiko sind Volkswagen und Mercedes Benz, Bayer, Siemens, ThyssenKrupp Budd, Dräxlmaier und Kärchner[18].

Geographisch konzentrieren sich die deutschen Direktinvestitionen besonders auf Zentralmexiko. Die meisten Unternehmen sind in Mexiko-Stadt (D.F.), im Bundesstaat Mexiko, Puebla und Jalisco ansässig. Im Norden Mexikos gibt es außer im Bundesstaat Nuevo León mit der Millionenmetropole Monterrey relativ wenige Niederlassungen deutscher Unternehmen. Diese Region ist vor allem durch die Maquiladora-Betriebe vieler US-Firmen gekennzeichnet, die in Mexiko kostengünstiger produzieren. Die Bundesstaaten im Süden Mexikos sind mit Ausnahme der Touristenregion Quintana Roo (Cancún) mit 85 registrierten Unternehmen weniger interessant. Investitionen in dieser Gegend sind riskant, da die Infrastruktur schlecht ausgebaut ist, wenige Ballungszentren vorhanden sind und es oft zu politischen Konflikten (Chiapas-Krise, Aufstand in Oaxaca) kommt.[19]

3 Wirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Staates sind für Investoren maßgeblich für die Beurteilung des Investitionsklimas und –risikos. Ein Investor wird sich bei der Wahl des Standorts für Staaten entscheiden, in denen die länderspezifischen wirtschaftlichen Faktoren als günstig einzustufen sind. Darum stellt Kapitel drei den Hauptteil dieser Arbeit. Da Direktinvestitionen langfristig ausgerichtet sind, braucht ein Investor die Gewissheit von zukünftiger ökonomischer Stabilität. Durch eine Analyse der wirtschaftlichen Kennzahlen vergangener Jahre lässt sich das wirtschaftliche Risiko für die Zukunft besser prognostizieren. Nach der Betrachtung der Binnenwirtschaft, wird auf die Infrastruktur sowie die Außenwirtschaft Mexikos eingegangen.

3.1 Wirtschaft im Überblick

Die mexikanische Volkswirtschaft ist nach Brasilien die zweitgrößte Volkswirtschaft in Lateinamerika. Mexiko gilt als freie Marktwirtschaft mit einem hohen, aber abnehmenden Ausmaß staatlicher Interaktionspolitik. Industrie und Landwirtschaft werden zunehmend vom Privatsektor dominiert. Seit den 80er Jahren treibt die mexikanische Wirtschaftspolitik die Privatisierung von Staatsunternehmen, die außenwirtschaftliche Öffnung, die Industrialisierung und den Abbau des staatlichen Interventionismus voran. In jüngster Vergangenheit wurden der Ausbau der Verkehrs- sowie Kommunikationsinfrastruktur intensiviert. Das Pro-Kopf-Einkommen zu Kaufkraftparitäten beträgt etwa ein Viertel des US-amerikanischen. Allerdings besteht eine große Ungleichverteilung der Einkommen. Mexiko verfügt über ein hohes Rohstoffvorkommen an Petroleum, Erdgas, Gold, Silber, Kupfer und Blei. Im Jahr 1994 wurde Mexiko in die OECD aufgenommen und zählt somit zur Gruppe der Industrieländer.[20]

3.2 Makroökonomische Kennzahlen

Im Folgenden werden eine Reihe makroökonomischer Kennzahlen betrachtet, um Aussagen über die wirtschaftlichen Chancen und Risiken einer Direktinvestition in Mexiko zu treffen.

3.2.1 Wirtschaftswachstum und BIP

Die Betrachtung des Wirtschaftswachstums innerhalb der letzten Dekade zeigt, dass die jährlichen relativen Zuwachsraten des mexikanischen Bruttoinlandsprodukts mit Ausnahme des Jahres 2001 stetig ansteigen (Vgl. Anhang VI). Im Jahr 2000 wurden 7,1% Wachstum erreicht. Danach wirkten sich die Argentinienkrise und die Regierungskrise in Venezuela wachstumshemmend aus. Außerdem beeinflusste die verlangsamte globale wirtschaftliche Entwicklung und die erhöhte Risikoaversion auf den internationalen Finanzmärkten das mexikanische Wirtschaftswachstum negativ.[21] Es verringerte sich 2001 um 0,3% und stieg 2002 lediglich um 1%. Ab dem Jahr 2004 verzeichnete das Wachstum wieder größere Zuwachsraten, welche sich seitdem zwischen 3 und 4 Prozent eingependelt haben. Dies stellt für Investoren einen positiven Aspekt bei der Bewertung des Standortes Mexiko dar. Zum Wachstum tragen vor allem die hohe Nachfrage nach in Mexiko gefertigten Gütern aus den USA, die hohen Rohölpreise[22] und die Zunahme der inländischen Nachfrage bei.[23]

Im Jahr 2007 erreichte Mexiko ein Bruttoinlandsprodukt von 784,4 Mrd. US-Dollar. Betrachtet man das BIP pro Kopf erscheint Mexiko mit 12.500 US Dollar im Vergleich zur EU arm. Das BIP pro Kopf lag im EU-Durchschnitt bei 24.700 Euro (36.600 US Dollar[24]). Im lateinamerikanischen Raum nimmt Mexiko dagegen nach Chile (14.400 US Dollar) und Argentinien (13.000 US Dollar) den dritten Rang ein und gehört damit zu den reicheren Ländern der Region. Rang vier belegt Brasilien mit einem BIP pro Kopf von 9.700 US Dollar.[25]

Abbildung II: Entstehung des Bruttoinlandprodukts nach Sektoren 2007

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung nach dem World Factbook 2007[26]

Betrachtet man die Zusammensetzung des BIP nach Wirtschaftssektoren (Abb. II), so ist die Struktur mit derjenigen anderer Industriestaaten vergleichbar. Mehr als zwei Drittel werden im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Hier spielen kommunale und persönliche Dienstleistungen sowie Handel, Restaurants und Gaststätten die tragende Rolle. Etwa ein Viertel des BIP entfallen auf den industriellen Sektor, wobei das verarbeitende Gewerbe dominiert. Das Wachstum war im Bereich der Metallindustrie, Maschinerie und Ausrüstung am stärksten. Der primäre Sektor macht einen Anteil von 3,9% am BIP aus.[27]

3.2.2 Inflation

Die Inflationsentwicklung eines Anlegerlandes ist für die Investitionsentscheidung ein wichtiger Faktor, da sich ein unerwarteter Inflationsanstieg für den Investor zum Risiko entwickeln kann.

Seit Anfang der 70er Jahre hatte Mexiko hohe Inflationsraten mit der Folge der ständigen Abwertung des mexikanischen Pesos. Seit Beginn der Präsidentschaft von Carlos Salinas im Jahre 1988 konnte die Inflation durch Reformen zur Öffnung und Liberalisierung der mexikanischen Wirtschaft bis Anfang des Jahres 1994 auf 9% gesenkt werden. Mexiko finanzierte sein Wirtschaftswachstum jedoch hauptsächlich durch ausländisches Kapital. Einen Großteil des Kapitals machten private Kredite aus, deren Vergabe explosionsartig in die Höhe stieg. Trotz des scheinbaren Schutzes des NAFTA-Abkommens waren die Kredite nicht genügend gedeckt, der Peso stark überbewertet. Das Ansteigen des Leistungsbilanzdefizits und der Auslandsschulden führten zu einem Rückgang der Direktinvestitionen. Durch den Rückzug des Kapitals und das Fehlen wichtiger Devisen musste die Zentralbank den Wechselkurs freigeben, denn die Dollarreserven reichten nicht aus, um die Währung zu stützen. Nach der Abwertung des Pesos resultierte eine Inflation von 52% im Jahre 1995.[28] Seit der tiefen Finanzkrise verzichtet die Zentralbank auf feste Wechselkurse und führte eine restriktive Geldpolitik ein. Langfristig strebt sie eine jährliche Inflationsrate zwischen 2% und 4% an.[29]

Im Anhang VII ist die Entwicklung der Inflationsraten von 1995 bis 2007 dargestellt. Nachdem die mexikanische Wirtschaft noch einige Jahre unter der Finanzkrise von 1994 gelitten hatte, konnte der Preisniveauanstieg seit dem Jahr 2001 deutlich gesenkt werden und erreichte im Jahr 2005 einen historischen Tiefstand von 3,3%. Im darauf folgenden Jahr wurde die angestrebte 4%-Marke wieder leicht verfehlt. 2007 sank die Inflationsrate auf 3,8%. In Zukunft ist die mexikanische Zentralbank gezwungen, ihre Geldpolitik restriktiv zu gestalten, damit der positive Trend fortgesetzt werden kann und die Inflation die Grenze von 4% nicht erneut übersteigt. Zusammenfassend lässt sich aussagen, dass die schwere Finanzkrise das Vertrauen ausländischer Investoren in die mexikanische Wirtschaft stark beeinträchtigt hat. Das Inflationsrisiko konnte jedoch in den letzten Jahren gesenkt und somit das Investitionsklima verbessert werden.

3.2.3 Wechselkurs

Die Wechselkursentwicklung einer Währung ist eine weitere Kennzahl zur Einschätzung des wirtschaftlichen Risikos eines Investitionsstandorts. Seit dem Jahr 1995 verzichtet die mexikanische Notenbank auf das Instrument fester Wechselkurse. Mit der Einführung von flexiblen Wechselkursen müssen sich internationale Investoren mit Wechselkursschwankungen auseinandersetzen. Im Anhang VIII ist die Wechselkurs-entwicklung des mexikanischen Pesos zum Euro dargestellt. Vom Jahr 1999 bis zum Jahr 2002 wurde der Peso gegenüber dem Euro aufgewertet. Der niedrigste Wert für einen Euro waren etwa acht Peso. Seit dem Jahr 2002 befindet sich der mexikanische Peso im Abwertungstrend. Zum Anfang des Jahres 2008 markierte der Peso gegen den Euro ein Rekordtief. Für einen Euro erhielt man etwa 17 mexikanische Pesos. Ein Ende der Entwicklung ist zurzeit nicht absehbar.

Aus Sicht ausländischer Investoren bedeutet die Abwertung des Pesos eine Kostensenkung inländischer Inputfaktoren. Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig gesteigert werden. Die Importkonkurrenz für ansässige Tochterunternehmen nimmt ab, was die Exportchancen steigen lässt. Diesen für Direktinvestitionen günstigen Bedingungen steht eine relative Verteuerung der importierten Vorprodukte gegenüber, die im ausländischen Produktionsprozess benötigt werden. Importiert ein Unternehmen einen Großteil seiner Vorprodukte, kann die Abwertung der Fremdwährung zu höheren Gesamtkosten führen. Zusätzlich schmälert eine Abwertung die im Ausland erzielten Gewinne und bringt einen Vermögensverlust. Dies wirkt sich besonders für marktorientierte Direktinvestitionen negativ aus.

Insgesamt kann aufgrund empirischer Untersuchungen dennoch davon ausgegangen werden, dass sich eine Abwertung der Fremdwährung auf den Zustrom ausländischer Direktinvestitionen fördernd auswirkt.[30]

3.2.4 Beschäftigung

Zur Bewertung des Investitionsklimas in Mexiko trägt die Analyse des Arbeitsmarktes bei. Mit etwa 47 Millionen Personen im erwerbsfähigen Alter stellt Mexiko nach Brasilien den zweitgrößten Arbeitsmarkt in Lateinamerika. Die offizielle Arbeitslosenquote bewegt sich in Mexiko seit 10 Jahren auf sehr niedrigem Niveau. Im Jahr 2000 lag sie bei etwa 2% und verzeichnete im folgenden Jahr mit dem Einsetzen der Rezession einen leichten Anstieg. Seitdem liegt die Arbeitslosenquote zwischen 3 und 4 Prozent.[31] Für das Jahr 2007 wird von einer hohen Unterbeschäftigung von ca. 25% der Beschäftigten ausgegangen,[32] die nicht in die offizielle Statistik eingeht. Das wahre Bild wird auch insofern verzerrt, da nur die städtische erwerbstätige Bevölkerung betrachtet und die weit verbreitete Schattenwirtschaft nicht erfasst wird.

Für Investoren, die ihre Produktion ins Ausland verlagern, sind für die Standortwahl sowohl die Verfügbarkeit gut ausgebildeten Fachpersonals als auch das Lohnniveau entscheidend. Dabei erhöht sich die Arbeitsproduktivität (Siehe hierzu Punkt 5.2.2) mit einer besseren Ausbildung. Um das Ausbildungsniveau der mexikanischen Arbeitskräfte zu beurteilen, bietet sich ein Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der OECD an. Bei der von der OECD durchgeführten Studie „Education at a Glance 2007“ wird deutlich, dass Mexiko im Bereich der Schulbildung starke Defizite aufweist. Der Anteil der 25- bis 34-Jährigen Personen, die in Mexiko mindestens einen Abschluss in der Sekundarstufe II erreicht haben ist mit 24% der geringste unter den OECD-Staaten.[33] Im Jahr 2005 besaßen 40% der Angehörigen des entsprechenden Altersjahrgangs einen solchen Abschluss. Die Lücke zu den anderen Industriestaaten konnte in jüngster Vergangenheit verringert werden. Auch im tertiären Bereich stieg die Anzahl der Abschlüsse in Mexiko über die letzten Jahre.[34] Allerdings werden die mexikanischen Schüler vergleichsweise weniger lang ausgebildet und die Qualität der Bildung ist gering. Die internationale Schulleistungsstudie der OECD (PISA) vergleicht den Ausbildungsgrad der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Mitgliedstaaten. Nach Ergebnissen der PISA-Studie 2006 schneidet Mexiko in den drei untersuchten Kompetenzbereichen Naturwissenschaften, Lesekompetenz und Mathematik am schlechtesten ab.[35] In der Altersgruppe von 25 bis 64 Jahren beträgt die Ausbildungsdauer durchschnittlich 8,7 Jahre. Damit nimmt Mexiko unter den OECD-Staaten den zweitletzten Rang ein. Mexikanische Hochschulabsolventen gelten im Allgemeinen als qualifiziert, insbesondere wenn sie an bedeutenden Universitäten wie der Tec de Monterrey oder der UNAM ausgebildet wurden.[36] Die mexikanische Regierung ist bemüht, mehr Investitionen im Bildungsbereich zu tätigen, da dadurch die Arbeitsproduktivität gesteigert werden kann. Der Anteil der Bildungsausgaben des Staates lag im Jahr 2004 bei 6,4% des BIP, was über dem OECD-Durchschnitt liegt.[37] Die Defizite in der Ausbildung lassen für Investoren Kosten für zusätzliche Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitskräfte entstehen. Vor allem übersteigt die Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften in Mexiko das Angebot. Dadurch wird die Besetzung von Managerposten in mexikanischen Tochterunternehmen erschwert.

Zukünftig wird die Verfügbarkeit von Arbeitskräften durch die demographische Entwicklung begünstigt. Mexiko ist mit derzeit ca. 110 Millionen Einwohnern nach Brasilien (ca. 192 Mio.) das zweitbevölkerungsreichste Land Lateinamerikas und nimmt weltweit den elften Rang ein. Die mexikanische Bevölkerung ist sehr jung. Etwa 30 % der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt und nicht mehr als 6% sind über 65. Der Altersmedian liegt bei lediglich 26 Jahren. Das Bevölkerungswachstum verlangsamte sich in den letzten Jahren und liegt zurzeit bei 1,1%. Gründe für ein verlangsamtes Wachstum sind die zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen sowie eine negative Nettomigration, welche bei 3,84 Personen pro 1000 Einwohnern liegt.[38] Bis etwa zum Jahr 2030 wird der Anteil der Bevölkerung im Arbeitsalter gegenüber der Gruppe der Kinder und Älteren wachsen und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen. Das Arbeitskräfteangebot wird sich bis dahin jährlich erhöhen, was sich positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirkt. Gleichzeitig führt das starke Bevölkerungswachstum zu Problemen für die mexikanische Wirtschaft, da es langfristig zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl führt.

3.2.5 Investitionsquote und Sparneigung

Sind die Investitionen in einer Volkswirtschaft hoch, führt dies zu einer höheren Produktion und somit zu einer Wohlfahrtssteigerung. Betrachtet man die Bruttoinvestitionen Mexikos im Jahr 2007, liegen diese mit 20,8% des Bruttoinlandprodukts höher als in anderen lateinamerikanischen Staaten wie Brasilien und Chile. Allerdings ist die Investitionsquote deutlich niedriger als in anderen aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien.[39] In den vergangenen Jahrzehnten waren die staatlichen Investitionen rückläufig, wurden aber durch steigende private Investitionen kompensiert. Insgesamt blieb die Investitionsquote jedoch weitgehend unverändert und bewegte sich in den letzten zehn Jahren innerhalb einer Spannbreite von etwa 18 bis 21% des Bruttoinlandprodukts.[40] Dem Staat fehlten aufgrund der geringen Steuereinnahmen (Vgl. Punkt 5.3.1) bislang die Mittel, dringend erforderliche Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen. Abhilfe soll die seit dem 1. Januar 2008 in kraft getretene Steuerreform schaffen. (Vgl. Punkt 5.3.2)

Die Investitionen einer Volkswirtschaft werden zum großen Teil von der inländischen Sparneigung determiniert. Bei der privaten Sparquote handelt es sich um den Anteil der Ersparnisse am verfügbaren Einkommen der Haushalte nach Steuern einschließlich der empfangenen Transferleistungen. Gesamtwirtschaftlich dienen Ersparnisse dafür, einen Kapitalstock aufzubauen und wirken sich auf die zukünftige Produktion und Einkommen aus. Die private Netto-Sparquote ist in Mexiko mit etwa 7% des verfügbaren Einkommens gering. In Deutschland liegt die private Netto-Sparquote mit ca. 11% des Einkommens deutlich höher.[41] Um die Abhängigkeit vom Ausland auf Dauer zu verringern, strebt die mexikanische Regierung einen Anstieg der Ersparnisse an. Hohe Ersparnisse führen bei gegebener Investitionstätigkeit im Inland zu Leistungsbilanzüberschüssen, aus denen ein zunehmendes Auslandsvermögen aufgebaut wird.

3.2.6 Auslandsverschuldung

Der Grad der Auslandsverschuldung ist eine weitere Kennziffer zur Bewertung des Investitionsstandorts. Die Verschuldung muss nicht immer ein negatives Phänomen sein. Wenn Kapitalimporte genutzt werden, um zusätzliche Investitionen zu tätigen und somit die Produktion anzukurbeln, kann sich dies positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Solange die Kosten für ausländische Kredite durch die zusätzliche Produktion bedient werden können, ist Auslandsverschuldung nicht problematisch. Das Rückzahlungsrisiko steigt, wenn die Kredite konsumtiv verwendet werden. Für die Beurteilung der Schulden ist somit nicht die absolute Höhe der Verbindlichkeiten wichtig, sondern wie diese im Verhältnis zum BIP und zu den Exporten stehen.

Im Anhang XII wird die Entwicklung der Auslandsverschuldung Mexikos, gemessen am prozentualen Anteil am BIP und an den Exporterlösen in der letzten Dekade betrachtet. Im Jahr 2007 betrug die Auslandsverschuldung etwa 173 Mrd. US- Dollar, was einem Anteil von 19% des BIP entspricht. In den letzten 10 Jahren konnte der Anteil der Auslandsverschuldung am BIP bis auf die Jahre 1998 und 2003 stets verringert werden. Im Jahr 1996 waren die Auslandsverbindlichkeiten höher als die Exporterlöse. Ab dem Jahr 1997 stiegen die Einnahmen aus den Exporten stärker als die Verschuldung. Bis zum Jahr 2007 konnte der prozentuale Anteil der Auslandsverschuldung an den Exporterlösen auf 26,3% gesenkt werden. Mexiko muss nur einen geringen Teil seiner Exporterlöse für die Bedienung der Auslandsverbindlichkeiten aufwenden. Dadurch besteht wenig Gefahr, in Folge eines Exportausfalls in Zahlungsverzug zu geraten. Die Betrachtung der Kennzahlen zeigt, dass die Auslandsverschuldung Mexikos rückläufig ist und es derzeit keine Liquiditätsengpässe gibt. Dies wirkt sich positiv auf zukünftige Investitionen aus.

3.2.7 Forschung und Entwicklung

Neue Technologien und Innovationen bestimmen wesentlich die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand eines Landes und gelten als Motor für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Die zukünftige Standortqualität eines Anlegerlandes ist in hohem Maße von der Investitionstätigkeit der Unternehmen abhängig.

Der Innovation Capacity Index, welcher von der UNCTAD herausgegeben wird (Abb. III), bewertet die innovative Wettbewerbsfähigkeit eines Staates. Er setzt sich aus den Indizes Technology Activity Index und Human Capital Index zusammen und gibt somit an, wie technologische Leistungsfähigkeit und Humankapital zusammenwirken. Der Index zeigt, dass im Jahr 2001 die Kapazität für Innovationen in Mexiko größer war als in China und Indien. Im Vergleich zu Südkorea, Brasilien und Chile liegt Mexiko hingegen zurück.[42]

Abbildung III: Technologie und Humankapital in auserwählten Staaten nach UNCTAD

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: UNCTAD[43]

Für Forschung und Entwicklung wendet Mexiko im Vergleich zu anderen Ländern verhältnismäßig wenig Mittel auf. Im Jahr 2005 wurden nur 0,5% des BIP in diesen Bereich investiert. Damit nahm Mexiko unter den Mitgliedstaaten der OECD den letzten Rang ein und lag hinter China (1,33%) und Indien (0,69%).[44] Die geringen Ausgaben in Forschung und Entwicklung spiegeln sich an der niedrigen Anzahl von Patenten wider. Patente messen nicht den Input, sondern das Ergebnis des Innovationsprozesses. Die Anzahl von Patenten ist ein Indikator für die Innovationsfähigkeit und den technischen Fortschritt eines Landes. Im Jahr 2007 wurden in Mexiko 55 Patente generiert, wobei die Zahl der Patente seit 2004 rückgängig war. Die Zahl ist angesichts der ca. 105 Mio. Einwohnern sehr gering. In Deutschland wurden im selben Jahr 9051 Patente angemeldet.[45] Während im Jahr 1999 in China und Indien noch ähnlich viele Patente generiert wurden wie in Mexiko, ist die innovative Tätigkeit in diesen Staaten in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen.[46] Die geringe Anzahl von Patenten weist darauf hin, dass die Innovationstätigkeit ist in Mexiko geringer ist, als in anderen aufstrebenden Volkswirtschaften.

3.3 Infrastruktur

Unternehmen können nur dann erfolgreich agieren und ihre Betriebskosten niedrig halten, wenn ihnen der öffentliche Sektor eines Landes eine tragfähige Infrastruktur zur Verfügung stellt. Aufgrund des internationalen Wettbewerbs ist eine gute Infrastruktur als Standortfaktor für den Investor von großer Wichtigkeit. Im Folgenden soll auf die Verkehrsinfrastruktur und auf Informations- und Kommunikationstechnologien eingegangen werden.

3.3.1 Verkehrsinfrastruktur

Mit einer Fläche von 1.964.375 km2, was etwa fünfmal so groß wie Deutschland ist, der gemeinsamen Grenze von 3.000 km mit den USA sowie dem Zugang zu zwei Ozeanen sind die Anforderungen an Mexikos Verkehrsinfrastruktur hoch. Um die Attraktivität Mexikos für Investoren zu steigern, kündigte Präsident Felipe Calderón ein ambitioniertes Infrastrukturprogramm für den Zeitraum von 2007 bis 2012 an, in welchem etwa 168 Mrd. Euro für die Modernisierung und den Neubau von Straßen, Brücken, See- und Flughäfen eingesetzt werden sollen. Das Vorhaben wird von einem nationalen Infrastrukturfonds unterstützt, an welchem sich auch private Investoren beteiligen.[47]

Mexiko verfügt über ein weit verzweigtes Straßennetz, welches eine Länge von etwa 236.000km aufweist. Davon ist aber nur etwas mehr als die Hälfte der Strecke, inklusive von ca. 6.100 km Autobahn, asphaltiert.[48] Die wichtigsten Städte des Landes sind durch ein Netz von 14 Bundesstraßen miteinander verbunden, welches im Zentrum Mexikos gut ausgebaut ist, während die ländlichen Gebiete im Norden und Süden nur schwer zugänglich sind.[49] Da in Mexiko die Straßen das wichtigste Transportmedium im Güterverkehr sind, plant Calderón für seine Amtsperiode vor allem die Modernisierung der wichtigsten Fernstraßen, um einen besseren Zugang zu den Grenzen, Touristengebieten und Seehäfen zu ermöglichen.[50] Der Schienenverkehr spielt in Mexiko im Gütertransport eine eher untergeordnete und im Personenverkehr so gut wie keine Rolle. Grosse Landesteile sind vom Schienennetz, das etwa 18.000 km beträgt, ausgeschlossen.[51] Allerdings steigt die Bedeutung für die Beförderung von Gütern in die USA. Mexiko verfügt über ein gut ausgebautes Flughafennetz mit 50 internationalen Flughäfen.[52] Zwischen allen wichtigen mexikanischen Städten und vielen Orten im Ausland gibt es direkte Flugverbindungen. Der Hauptflughafen, der sich in Mexiko-Stadt befindet, ist aufgrund des ansteigenden Personenverkehrs stark ausgelastet. Die Situation sollte durch den Bau eines Flughafens in Texcoco gelöst werden. Das Projekt wurde aber durch Bauernproteste gestoppt und bislang nicht in die Tat umgesetzt.[53] Entlang seiner Küstenlinie von über 9000 km besitzt Mexiko 96 See- und 23 Haupthäfen, welche für den Außenhandel von großer Bedeutung sind.[54] Die direkten Seerouten von Mexiko nach Europa sind wegen zu geringen Frachtaufkommens noch beschränkt, was zum Teil zur Umleitung von Containern über die USA führt.[55] Da die meisten Investoren in exportorientierte Unternehmen investieren, ist der Ausbau der Schiffsrouten besonders wichtig, weil dadurch Zeit und Kosten gespart werden können. Es ist festzustellen, dass die Verkehrsinfrastruktur zwar gut ausgebaut ist, jedoch in allen Bereichen noch Defizite aufweist. Die erfolgreiche Durchsetzung des Infrastrukturprogramms würde die Standortqualität Mexikos erhöhen und sich positiv auf die Anzahl von Direktinvestitionen auswirken.

3.3.2 Information und Kommunikation

Die Betrachtung der Verbreitung, Qualität und Kosten von Informations- und Kommunikationstechnologien trägt maßgeblich zur Bewertung des Investitionsstandorts Mexikos bei.

Im Telekommunikationssektor hat die Telefongesellschaft Teléfonos de México (TELMEX), ein privatisiertes Staatsunternehmen, die führende Stellung. Bisher konnte die TELMEX ihre marktbeherrschende Position nutzen, um z.B. durch hohe Gebühren für die Mitnutzung des Festnetzes durch Konkurrenten den Wettbewerb weitgehend zu unterbinden.[56] Durch die Monopolstellung der TELMEX ergeben sich hohe Kosten für die Telekommunikation, was sich nachteilig auf Direktinvestitionen auswirkt. Die von der OECD durchgeführte Studie Communications Outlook 2005 kommt zu dem Ergebnis, dass die Gebühren für internationale Telefongespräche in den Mitgliedstaaten in Mexiko nach Korea am zweithöchsten sind.[57] Auch Orts- und Ferngespräche sind in Mexiko überdurchschnittlich teuer. Dies führte dazu, dass der Mobiltelefonsektor in den letzten Jahren stärker anstieg, als die Verbreitung der Festnetzanschlüsse.[58] Nach den Daten der mexikanischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation (COFETEL) kommen in Mexiko auf 100 Einwohner nur 19 Festnetzanschlüsse. Die Telefondichte Mexikos ähnelt sich mit derjenigen anderer lateinamerikanischer Staaten. Chile, Brasilien und Argentinien verfügen über geringfügig höhere Deckungsraten. Im Vergleich zu anderen Industrienationen liegt Mexiko weit zurück.[59] Die Telekommunikationsbranche wächst nur gering, da es wenig Konkurrenz gibt und Investitionsbeschränkungen den Eintritt ausländischer Investoren erschweren. Die geringe Kapazität und die hohen Kosten im Telekommunikationssektor können sich für Investoren besonders für internationale Geschäftskontakte, wie die Beschaffung von Vorleistungen oder Exportaktivitäten, hinderlich auswirken.

Mexiko verfügt über geringe Deckungsraten von Internetzugängen in Privathaushalten. Die Verfügbarkeit des Internets für Privatkonsumenten wird durch eine große Anzahl von Internetcafés erweitert. Im Jahr 2007 lag die Anzahl der Internetnutzer bei etwa 23 Millionen. Von diesen hatte nur etwa ein Drittel einen Internetzugang im eigenen Haus.[60] Die Qualität der Internetverbindungen in Mexiko ist rückständig. Es gibt nur eine geringe Anzahl an Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen. Im OECD-Raum ist die Breitbandtechnologie die vorherrschende Internetzugangstechnologie. In Mexiko liegt die Anzahl der Breitbandnutzer mit etwa 3 pro 100 Einwohner weit unter dem OECD-Durchschnitt.[61] Zudem sind die Kosten für die Breitbandnutzung so hoch wie in keinem anderen Mitgliedstaat der OECD.[62] Die Verbreitung des Internets wird durch hohe Servicekosten sowie die geringe Verbreitung von Festnetzanschlüssen und PCs in Privathaushalten erschwert. Im nationalen Durchschnitt besaßen im Jahr 2005 nur etwa 20 Prozent der Haushalte in Mexiko einen Computer. In den südlichen Bundesstaaten (Chiapas, Oaxaca, Guerrero) ist mit 7 bis 9 Prozent eine unterdurchschnittliche Computerdichte zu verzeichnen.[63] Wegen der geringen Verbreitung des Internets können Investoren durch Onlinewerbung oder –Shops nur wenige Konsumenten erreichen.

Mit einer Bevölkerung von ca. 110 Mio. Einwohnern weist der mexikanische Markt für Telekommunikationsgeräte und –Dienstleistungen, Software und Internetservice aufgrund einer unterentwickelten Kommunikationsinfrastruktur ein enormes Wachstumspotential auf.

3.3.3 Energie- und Wasserversorgung

Für ausländische Investoren spielen der Ausbau und die Kosten der Energie- und Wasserversorgung eine bedeutende Rolle. Die Förderung von Erdöl und Erdgas, welche von der staatlichen Ölgesellschaft Pemex betrieben werden, sind die Hauptquellen der mexikanischen Energieerzeugung. Mit einer täglichen Fördermenge von 3,78 Mio. Barrel pro Tag nahm Mexiko im Jahr 2005 weltweit nach Saudi Arabien, Russland, den USA und dem Iran den fünften Rang ein.[64] Investoren können derzeit noch von den geringen Benzinpreisen von etwa 0,50 Euro profitieren. Negativ wirkt sich allerdings die Abhängigkeit der mexikanischen Wirtschaft von den Einnahmen aus der Erdölförderung und dem Export aus, da der Staat damit ca. 40% seiner Ausgaben finanziert. Zur Deckung des Energiebedarfs wird in den letzten Jahren verstärkt Erdgas gefördert.

Wegen der nicht selten vorkommenden Stromausfälle, die meist nur von kurzer Dauer sind, ist die Stromversorgung in Mexiko nicht immer flächendeckend gewährleistet. Mexiko hat die höchsten Strompreise in der OECD. Die Strompreise variieren nach Jahreszeit und Verbrauch. Haushalte, deren Stromverbrauch über der durchschnittlichen Menge in einer bestimmten Region liegt, zahlen zwar eine niedrigere Grundgebühr, aber müssen einen höheren Preis pro Kilowattstunde verrichten. Diese Haushalte werden wiederum, je nach Stromverbrauch, in unterschiedliche Tarifklassen unterteilt. Unternehmen befinden sich aufgrund des höheren Stromverbrauchs in anderen Tarifklassen als private Haushalte. Für Unternehmen sind die Stromkosten durch die unübersichtlichen Tarife nur schwer zu durchschauen.[65] Insgesamt beeinflussen die enormen Stromkosten Direktinvestitionen negativ. Unternehmen können den Kosten z.B. durch eine bessere Kapazitätsplanung von Rechenzentren entgegentreten. Spezielle Software kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren, indem sie angibt, auf welche Server das Unternehmen verzichten kann und in welche Hardware es verstärkt investieren soll. Es ergeben sich Marktchancen für Anbieter von sog. Business-Intelligence-Software.

Mexikos Wasserwirtschaft ist durch eine veraltete Infrastruktur, ein ineffizientes Ressourcenmanagement und eine schlechte Trinkwasserqualität gekennzeichnet. Aufgrund der nationalen klimatischen Bedingungen sowie des starken Bevölkerungswachstums verstärkten sich außerdem Probleme bei der Wasserversorgung und Wasserentsorgung. Ein Schlüsselfaktor in der Wasserwirtschaft und –verfügbarkeit stellt die Niederschlagsmenge dar. Diese variiert in Mexiko erheblich. Während im Bundesstaat Baja California Norte im Durchschnitt nur 202 mm Regen im Jahr fallen, beträgt der Niederschlag im Bundesstaat Tabasco mit durchschnittlich 2.410 mm jährlich ca. das Zwölffache.[66] Etwa 67% der Niederschlagsmenge in Mexiko fällt während der Regenszeit von Juli bis September.[67] Aufgrund dessen und aufgrund des jährlichen Absinkens des Grundwasserspiegels wird der Ausbau einer besseren Infrastruktur für das Ansammeln und die Speicherung des Wassers gefordert. Es gibt bereits heute Gebiete, in denen Haushalte nicht an allen Wochentagen fließendes Wasser bekommen. Dazu trägt wesentlich das enorme Bevölkerungswachstum bei. Die Bevölkerung konzentriert sich besonders in städtischen Gebieten, wo sich die Einwohnerzahl im Zeitraum von 1950 bis 2005 von 11 Mio. auf 75 Mio. erhöhte.[68] Auf nationaler Ebene fand das größte Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Gegenden mit geringer Wasserverfügbarkeit statt. In den zentralen und nördlichen Regionen des Landes stehen 31% der nationalen Wasserverfügbarkeit 77% der Bevölkerung gegenüber. Betrachtet man außerdem die Entwicklung des jährlichen verfügbaren Wassers in Kubikmeter pro Einwohner in den letzten Jahrzehnten, wird die heikle Situation deutlich. In nur 46 Jahren sank die Verfügbarkeit von 13,3 auf 4,4 Kubikmeter ab.[69] Aufgrund der großen regionalen Unterschiede bei den Wasservorräten, weisen die Wasserpreise je nach Gebiet große Schwankungen auf. Generell liegen die Preise für die Industrie über den Preisen für private Haushalte. In Ballungsgebieten wie Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara liegen die Wasserkosten der Industrie etwa bei einem Euro pro Kubikmeter.[70] Die Regierung will durch zusätzliche Gelder in den Ausbau der Abwasser- und Trinkwasserversorgung zur Lösung des bedrohlichen Problems beitragen. Finanziert werden soll das Projekt durch den eigens gegründeten Nationalfonds (Fondo National para el Tratamiento de Aguas). Demnach sollen vom Jahr 2007 bis 2012 umgerechnet etwa 13,6 Mrd. Euro bereitgestellt werden.[71] Probleme bei der Wasserversorgung können sich für Investoren zum Risiko entwickeln. Andererseits wird der Markt für Wasser- und Abwassertechnik wegen der genannten Defizite in den nächsten Jahren expandieren. Da inländische Unternehmen oftmals nicht über die benötigte Technologie verfügen, besteht eine hohe Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen. Es ergeben sich Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Technologieanbieter. Gefragt sind u.a. Technologien zur chemischen, biologischen oder mechanischen Wasserreinigung.

3.4 Außenwirtschaft

Bei der Beurteilung des Investitionsklimas eines Anlagelandes trägt die Betrachtung der Außenwirtschaft eine entscheidende Rolle. Die Intensität der Vernetzung durch internationale Freihandelsabkommen (FHA) und der daraus resultierende Außenhandel zeigen, ob es sich bei dem betrachteten Land um eine eher geschlossene oder offene Volkswirtschaft handelt und ob Direktinvestitionen willkommen sind.

3.4.1 Freihandelsabkommen

Das Vorhandensein von Freihandelsabkommen wirkt sich positiv auf Direktinvestitionen aus, weil sie Handelsbedingungen vorschreiben, Schutzrechte zur Absicherung von Auslandsinvestitionen und Regelungsmechanismen für Streitfälle enthalten sowie geistiges Eigentum und den freien Wettbewerb schützen.[72] Für einen Investor bedeutet dies mehr Transparenz und Vertrauen. Außerdem schaffen Freihandelsabkommen neue Absatzmärkte für in Mexiko niedergelassene Unternehmen.

Bis Mitte der 80er Jahre war Mexiko für den Außenhandel eine recht geschlossene Volkswirtschaft. Seit dem Beitritt zum General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) im Jahr 1986 setzte die Liberalisierung des Marktzutritts für Direktinvestitionen ein.[73] Derzeit hat Mexiko 12 Freihandelsabkommen mit 46 Ländern und diverse Investitionsschutzabkommen (Vgl. Punkt 5.1.2) abgeschlossen.[74] Das für Mexiko bedeutsamste Freihandelsabkommen ist das Abkommen zur nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) mit den USA und Kanada. Der Abschluss von Freihandelsabkommen mit der NAFTA und der EU sowie dem lateinamerikanischen Raum und Mitgliedsstaaten der EFTA verschaffen Mexiko einen entscheidenden Standortvorteil im internationalen Wettbewerb.

Die genauere Betrachtung aller Freihandelsabkommen würde an dieser Stelle zu weit gehen. Im Folgenden soll auf den Inhalt und die Auswirkungen des Übereinkommens mit der EU eingegangen werden, um dessen Bedeutung für deutsche Investoren zu erläutern. Das Abkommen trat zum 1. Juli 2000 in kraft und regelt die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen der derzeit 27 Mitgliedstaaten der EU und Mexiko. Das Hauptziel dieses Kontakts ist die Abschaffung von Zöllen und nichttarifären Einfuhr- und Ausfuhrbeschränkungen sowie die Beseitigung von Investitionsbeschränkungen. Nach dem Vertrag wurden die Zölle für Industriegüter seit dem 1. Januar 2007 völlig abgeschafft. Für landwirtschaftliche Produkte soll bis zum Jahre 2010 in einem festgelegten Schema die Liberalisierung des Warenaustauschs stattfinden. Sonderregelungen gelten für bestimmte Produkte wie Zucker, Fleisch, Getreide und Milchprodukte. Das Freihandelsabkommen regelt zudem den Schutz geistigen Eigentums wie Patente, Marken und Urheberrechte. Dadurch schafft es eine gute Basis für langfristige Anlagen deutscher Investoren. In Zukunft könnte das Freihandelsabkommen zudem die wirtschaftliche Abhängigkeit Mexikos gegenüber Rezessionen in den USA verringern.

Bei der Betrachtung der Auswirkungen des Freihandelsabkommens auf die getätigten Direktinvestitionen aus den Ländern der EU in Mexiko fällt auf, dass diese zwar ständig, aber nicht übermäßig stark anstiegen. Überproportional viele Investitionen flossen in das verarbeitende Gewerbe und in Finanzdienstleistungen.[75] Insgesamt wirkt sich das Freihandelsabkommen fördernd auf Investitionsentscheidungen aus.

3.4.2 Außenhandel

Der Außenhandel eines Landes ist ein weiterer Indikator zur Bestimmung des Investitionsklimas. Bei der Betrachtung der Exporte lassen sich Aussagen über die Wettbewerbsfähigkeit mexikanischer Produkte treffen. Wie sich die Nachfragesituation nach ausländischen Erzeugnissen gestaltet, erkennt man anhand der Struktur und des Umfangs der Importe.

Mexiko ist die größte Exportnation in Lateinamerika. In Anhang XIX a) ist die Entwicklung der mexikanischen Ex- und Importe im Zeitraum der letzten zehn Jahre dargestellt. Bis zum Jahr 2000 wies der Außenhandel hohe Zuwachsraten auf. Danach erkennt man die Auswirkungen der verlangsamten Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Jahr 2001 waren sowohl die Ein- als auch die Ausfuhren um etwa 5% rückläufig. Eine Erholung setzte erst im Jahr 2004 ein. Seitdem verzeichnet der Außenhandel ein starkes Wachstum. Die Einnahmen aus Exporten und Importen stiegen jährlich im Durchschnitt jeweils um 25 Mrd. US-Dollar. Ende 2007 erreichten die mexikanischen Exporte und Importe jeweils ein Rekordhoch von 272 Mrd. US-Dollar beziehungsweise von 283 Mrd. US-Dollar. Somit wies die Handelsbilanz einen negativen Außenbeitrag auf.

Betrachtet man die wichtigsten Handelspartner Mexikos, so liegt das Gewicht deutlich auf den USA. Über vier Fünftel der mexikanischen Exporte gingen im Jahr 2007 in die USA, etwa die Hälfte der Importe wurde von dort eingeführt. Dies macht eine starke Abhängigkeit Mexikos von der US-Konjunktur deutlich. Zwar kann die exportorientierte Industrie von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den USA profitieren, leidet aber erheblich in Zeiten von Rezessionen. Mit einem Anteil von 1,5% am mexikanischen Export liegt Deutschland nach Kanada (2,4%) noch vor Spanien auf Platz drei der Abnehmerländer. Bei der Verteilung der Herkunftsländer der mexikanischen Importe fällt die wachsende Rolle Chinas auf. Von 2002 bis 2007 haben sich die Importe aus China etwa verfünffacht. Südkorea liegt nach Japan auf dem vierten Rang. Dadurch wird das Vordringen asiatischer Konkurrenz sowohl für mexikanische Unternehmen als auch für deutsche Investoren deutlich. Innerhalb der EU ist Deutschland der wichtigste Handelspartner Mexikos.[76]

Mexikos Außenhandel wird zum Großteil von den Maquiladoras bestimmt. Fast die Hälfte der Exporte und etwa ein Drittel der Importe fallen auf diesen Bereich. Es handelt sich hierbei um Re-Exporte, das heißt, dass importierte Vorprodukte nach ihrer Veredlung exportiert werden.[77] Mexikos Exporterzeugnisse sind hauptsächlich Industriegüter, Rohöl, Silber und landwirtschaftliche Produkte. Importiert werden vor allem Maschinen, Elektrogeräte, Autoteile sowie Flugzeuge und Flugzeugteile.[78]

3.5 Zusammenfassung

In diesem Kapitel wurden die makroökonomischen Kennzahlen, die Infrastruktur sowie die Außenwirtschaft Mexikos analysiert.

Mexikos Wirtschaft zeichnet sich durch eine stabile Entwicklung der wichtigsten makroökonomischen Größen aus. Hierzu tragen das kontinuierliche Wirtschaftswachstum, die geringe Inflation und der Abbau der Auslandsverschuldung bei. Seit der Einführung der restriktiven Geldpolitik der mexikanischen Zentralbank sind Wechselkursschwankungen gering. Die dynamische Entwicklung der mexikanischen Wirtschaft wird vorrangig durch Mängel im Humankapital abgebremst. Was die allgemeine und berufliche Ausbildung anbelangt, so liegt Mexiko im Vergleich zu anderen Industrienationen weit zurück. Es besteht ein Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften. Zukünftig wird sich das starke Bevölkerungswachstum positiv auf das Arbeitskräftepotential auswirken. Höhere Investitions- und Sparquoten sowie eine verstärkte Innovationstätigkeit würden die Wettbewerbsfähigkeit Mexikos erhöhen.

Mexikos Verkehrsinfrastruktur zeichnet sich durch ein gut ausgebautes Straßen- und Flughafennetz aus. Hingegen ist die Kommunikations- und Informationsinfrastruktur weniger gut ausgebaut. In privaten Haushalten ist die Zahl der Festnetzanschlüsse sowie Internetzugänge deutlich geringer als im OECD-Durchschnitt. Gleichzeitig sind die Kosten für Telekommunikation und Internetnutzung überdurchschnittlich hoch. Die Hauptquellen der mexikanischen Energiegewinnung sind die Förderung von Erdöl und Erdgas. Mexiko finanziert etwa 40% der Staatsausgaben mit dem Erdölexport und ist somit von diesem abhängig. Die hohen Stromkosten für Unternehmen beeinflussen das Investitionsklima negativ. Weiterhin besteht in Mexiko ein Problem bei der Wasserversorgung und Wasserentsorgung sowie bei der Trinkwasserqualität. Die mexikanische Regierung will den Mängeln in der Infrastruktur mit Hilfe spezieller Infrastrukturprogramme entgegentreten. Durch die Ausschreibungen ergeben sich diverse Marktchancen für deutsche Technologieanbieter.

Seit Mitte der 80er Jahre setzte die Liberalisierung der mexikanischen Außenwirtschaft ein. Heute hat Mexiko 12 Freihandelsabkommen mit 46 Staaten abgeschlossen. Am wichtigsten sind das Abkommen zur NAFTA und das Freihandelsabkommen mit der EU. Die Verträge erhöhen die Rechtssicherheit der Investoren und schaffen neue Absatzmärkte. Beim Außenhandelsvolumen nimmt Mexiko unter allen anderen Ländern Lateinamerikas die führende Stellung ein. Allerdings ist die Leistungsstärke der mexikanischen Volkswirtschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in den USA anhängig, da über 80% aller Exporte in die USA gehen.

Letztlich lässt sich aussagen, dass sich das wirtschaftliche Risiko für Direktinvestitionen in Mexiko in einem akzeptablen Rahmen bewegt.

[...]


[1] Indirekte Investitionen von reinem Anlagekapital in das Gastland

[2] Vgl. Ohne Autorenangabe, Gabler Volkswirtschafts-Lexikon, Wiesbaden 1996, S. 104, 230

[3] Vgl. Hesse, P., Das rechtliche Umfeld für ausländische Direktinvestitionen in Entwicklungsländern, Frankfurt am Main, 2006, S. 285

[4] Vgl. International Monetary Fund, Foreign direct investment statistics, Washington. D. C., 2003, S. 23

[5] Vgl. Ohne Autorenangabe, Gabler Volkswirtschafts-Lexikon, Wiesbaden 1996, S. 230

[6] Vgl. Ohne Autorenangabe, Großes Wörterbuch Wirtschaft, Grundwissen von A-Z, München 2004 S. 198, Vgl. auch Thommen, J-P., Achleitner, A.-K., Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Wiesbaden 2003, S. 83

[7] Vgl. Anhang I

[8] Vgl. Kühlmann, T.M., Lamping D., Wirtschaftspartner Mexiko, Wiesbaden 2005, S. 66

[9] Vgl. Schweickart, N., Kaufmann, L. (Hrsg.)., Lateinamerika-Management, Wiesbaden 2004, S.51

[10] Vgl. Ries, M., Exportieren nach Mexiko, Bundesagentur für Außenhandelsinformationen, Köln 2003, S. 36

[11] Umann, U., Mexiko zieht immer mehr Firmen an, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2008

[12] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2198rank.html>, 01.05. 2008

[13] Vgl. Deutsche Bundesbank, Direktinvestitionen von 2002-2005 nach Ländern und Branchen, <http://www.dihk.de/index.html?/inhalt/themen/international_neu/investitionen/invest.html>, 15.07. 2008

[14] Vgl. Secretaría de Economía, Dirección General de Inversión Extranjera, <http://www.economia.gob.mx/?P=1156>, 10.02. 2008

[15] Vgl. Anh. III

[16] Vgl. Umann, U., Mexiko zieht immer mehr Firmen an, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2008

[17] Vgl. Secretaría de Economía, Dirección General de Inversión Extranjera, <http://www.economia.gob.mx/?P=1156>, 10.02. 2008

[18] Vgl. Duscha, W. Investitionsklima und –Risiken Mexiko, Bundesagentur für Außenhandelsinformation, Köln 2006, S.10

[19] Vgl. Anh. V

[20] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008, vgl. auch Kühlmann, T.M., Lamping D., Wirtschaftspartner Mexiko, Wiesbaden 2005, S. 7

[21] Vgl. Perri, G., Latin America Outlook, Weltbank (Hrsg.), London 2003

[22] Mexiko ist Förderland

[23] Vgl. Auswärtiges Amt, Mexiko: Wirtschaft, <http://www.aktion-europa.diplo.de/diplo/de/Laenderinformationen/Mexiko/Wirtschaft.html>, 10.01. 2008

[24] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008, Vgl. auch: Institut für Wirtschaftsstudien, Überblick der Wirtschaftskraft der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten, <http://www.econoic-growth.eu>, 10.01. 2008

[25] nach Wechselkurs von August 2008

[26] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

[27] Vgl. Instituto Nacional de Estadística Geografía e Informática (INEGI), Información estatisticas- economía, <http://www.inegi.gob.mx/inegi/default.aspx?s=est&c=125>, 03.04. 2008

[28] Vgl. Torregrosa, R., Die historischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Direktinvestitionen, Hamburg 2007, S. 50; Vgl. auch Klaiber, C.-T., Unternehmensgründungen in Mexiko, Frankfurt am Main 2005, S. 80

[29] Vgl. Kühlmann, T.M., Lamping D., Wirtschaftspartner Mexiko, Wiesbaden 2005, S. 8, 9

[30] Vgl. Caves, R., Multinational Enterprises and Economic Analysis, Cambridge 1982, S.42

[31] Vgl. Anhang IX

[32] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

[33] Vgl. Anhang X

[34] Vgl. Organisation for economic co-operation and development (OECD), Education at a Glance 2007, < http://www.oecd.org/dataoecd/4/55/39313286.pdf>, 01.05. 2008

[35] Vgl. Prenzel, M., Artelt, C., Baumert, J., Blum, W., Hammann, M., Klieme, E., Pekrun, R., PISA 2006, Die Ergebnisse der dritten internationalen Vergleichsstudie, <http://pisa.ipn.uni-kiel.de/zusammenfassung_PISA2006.pdf>, 15.05.2008

[36] Vgl. Klaiber, C.-T., Unternehmensgründungen in Mexiko, Frankfurt am Main 2005, S. 151

[37] Vgl. Organisation for economic co-operation and development (OECD), Education at a Glance 2007, < http://www.oecd.org/dataoecd/4/55/39313286.pdf>, 01.05. 2008

[38] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

[39] Vgl. Anh. XI

[40] Vgl. Organisation for economic co-operation and development (OECD), Country statistical profiles 2008, <http://stats.oecd.org/wbos/viewhtml.aspx?queryname=473&querytype=view&lang=en>, 20.06. 2008

[41] Vgl. Organisation for economic co-operation and development (OECD), Country statistical profiles 2008, <http://stats.oecd.org/wbos/viewhtml.aspx?queryname=473&querytype=view&lang=en>, 20.06. 2008

[42] Vgl. United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), World Investment Report 2005, Transnational Corporations and the Internationalization of R&D, <http://www.unctad.org/en/docs/wir2005ch3_en.pdf>, 20.06. 2008

[43] Vgl. United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD), World Investment Report 2005, Transnational Corporations and the Internationalization of R&D, <http://www.unctad.org/en/docs/wir2005ch3_en.pdf>, 20.06. 2008

[44] Vgl. Organisation for economic co-operation and development (OECD), Country statistical profiles 2008, <http://stats.oecd.org/wbos/viewhtml.aspx?queryname=473&querytype=view&lang=en>, 20.06. 2008

[45] Vgl. United States Patent and Trademark Office, Patents by Country, State, and Year- Utility Patents (December 2007), < http://www.uspto.gov/web/offices/ac/ido/oeip/taf/cst_utl.htm>, 20.06. 2008

[46] Vgl. Anh. XIII

[47] Vgl. Umann, U., Mexiko investiert in die Infrastruktur, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2007

[48] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

[49] Vgl. Anh. XIV a)

[50] Vgl. Bancomext, Industrial Costs in Mexico 2008- A Guide for Foreign Investors, <http://investinmexico.com.mx>, 03.04. 2007

[51] Vgl. Anh. XIV b)

[52] Vgl. Anh. XIV c)

[53] Vgl. Klaiber, C.-T., Unternehmensgründungen in Mexiko, Frankfurt am Main 2005, S. 108

[54] Vgl. Anh. XIV d)

[55] Vgl. Umann, U., Mexiko mobilisiert Gelder zum Ausbau der Infrastruktur, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2006

[56] Vgl. Kühlmann, T.M., Lamping D., Wirtschaftspartner Mexiko, Wiesbaden 2005, S. 22

[57] Vgl. Anh. XV a)

[58] Vgl. Anh. XV b)

[59] Vgl. Anh. XV c)

[60] Vgl. Comisión Federal de Telecomunicaciones (COFETEL), Usarios de Internet en México, <http://www.cft.gob.mx/wb/COFETEL/COFE_Usuarios_estimados_de_internet_en_Mexico_2>, 12.06. 2008

[61] Vgl. Anh. XV d)

[62] Vgl. Anh. XV e)

[63] Vgl. Anh. XV f)

[64] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

[65] Vgl. Ohne Autorenangabe, Preise für Wasser, Energie und Telekommunikation in Mexiko, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2006

[66] Vgl. Comisión National del Agua, Estadísticas del Agua en México, Edición 2007, <http://www.cna.gob.mx/conagua/Espaniol/TmpContenido.aspx?id=24002a7d-7cf5-4153-adeb-6e36ce1dff13%7CSISTEMA%20NACIONAL%20DE%20INFORMACI%C3%93N%20DEL%20AGUA%7C10%7C0%7C0%7C0%7C0>, 15.07. 2008

[67] Vgl. Anh. XVI a)

[68] Vgl. Anh. XVI b)

[69] Vgl. Anh. XVI c)

[70] Vgl. Ohne Autorenangabe, Preise für Wasser, Energie und Telekommunikation in Mexiko, Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln 2006

[71] Vgl. Comisión Nacional del Agua, Programa Nacional Hídrico, <http://www.conagua.gob.mx/conagua/Espaniol/TmpContenido.aspx?id=61178e27-98db-4d4c-a358-1005e4507475|Programa%20Nacional%20H%C3%ADdrico|0|121|0|0|0>, 15.07. 2008

[72] Vgl. Kühlmann, T.M., Lamping D., Wirtschaftspartner Mexiko, Wiesbaden 2005, S. 69

[73] Vgl. Schulz, C., Direktinvestitionen in Mexiko, Norderstedt 2008, S. 62

[74] Vgl. Anh. XVII

[75] Vgl. Anh. XVIII

[76] Vgl. Anhang XIX b), vgl. auch Secretaría de Economía, Mexico’s Trade Statistics, < http://www.economia-bruselas.gob.mx/ls23al.php?s=24&p=4&l=2#>, 04.04.2008

[77] Vgl. Banco de Mexico, Annual Report 2005, <http://www.banxico.org.mx/documents/%7B8332ED6F-F7A4-FD5B-A472-2FF0B3CC590D%7D.pdf>, 11.04. 2008

[78] Vgl. Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, <https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/mx.html>, 12.01. 2008

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Analyse des Investitionsstandorts Mexiko
Untertitel
Betrachtung des Investitionsumfelds für deutsche Direktinvestitionen
Hochschule
Hochschule Schmalkalden, ehem. Fachhochschule Schmalkalden
Veranstaltung
Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
123
Katalognummer
V115552
ISBN (eBook)
9783640170319
ISBN (Buch)
9783640172610
Dateigröße
2795 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, Investitionsstandorts, Mexiko, Internationale, Wirtschaftsbeziehungen
Arbeit zitieren
Diplom-Betriebswirtin Tina Scheerle (Autor), 2008, Analyse des Investitionsstandorts Mexiko, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115552

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