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Frauensprache - Männersprache: Eine interkulturelle Kommunikation?

Die Anwendbarkeit des Begriffs „interkulturelle Kommunikation“ auf Frauen- und Männersprache

Title: Frauensprache - Männersprache: Eine interkulturelle Kommunikation?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Katharina Haering (Author)

Communications - Intercultural Communication
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Summary Excerpt Details

Im ersten Teil der Arbeit geht es darum, zu überprüfen, ob der Begriff „interkulturelle
Kommunikation“ unter der Annahme, dass geschlechtstypische Unterschiede bestehen, auf
die Kommunikation zwischen Männern und Frauen angewendet werden kann.
Dazu soll dem Leser zunächst ein Überblick über die als weiblich und männlich geltenden
Kommunikationsmerkmale gegeben werden. Diese werden in einer Tabelle aufgelistet.
Anschließend soll der Begriff „interkulturelle Kommunikation“ definiert und probeweise auf
die Kommunikation zwischen Männern und Frauen angewandt werden. Damit soll überprüft
werden, was man demnach unter Kommunikation zwischen Geschlechtern verstehen müsste.
Die sich aus der hypothetischen Anwendung ergebenden Schlussfolgerungen sollen dann
konkret auf die zuvor in der Tabelle genannten Merkmale wie beispielsweise „gebrauchen
indirekte Formulierungen“ angewendet werden. Da sich aus dieser hypothetischen
Anwendung des Begriffs der interkulturellen Kommunikation auf Männer- und Frauensprache
Kritik am „Zwei- Kulturen Ansatz“ ergibt, folgt diese anschließend in einem Abschnitt.
Im zweiten Teil der Arbeit geht es um die Frage, ob die kommunikativen Unterschiede
zwischen Männern und Frauen tatsächlich so groß sind, wie lange behauptet wurde/ teilweise
immer noch behauptet wird. Da es den Rahmen einer Hausarbeit sprengen würde,
Auswertungen an großen Textkorpora vorzunehmen, sollen hierzu verschiedene neuere
Studien zu geschlechtstypischem Kommunikationsverhalten angeführt werden. Anschließend
soll eine von mir selbst durchgeführte Stichprobe anhand eines Auszugs aus einer „Sabine
Christiansen“ – Sendung vorgestellt und ausgewertet werden. Es geht hierbei um den
Gebrauch von Abtönungspartikeln und Positionsausdrücken.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Hinführung und Zielvorgabe

2. Vorgehensweise

II. Die Anwendbarkeit des Begriffs „interkulturelle Kommunikation“ auf Männer und Frauen unter der Annahme von geschlechtstypischen Gesprächsstilen

3. „Erforschte“ gesprächstypische Verhaltensweisen von Männern und Frauen

4. Interkulturelle Kommunikation

a) Eine Begriffsbestimmung und probeweise Anwendung auf die Kommunikation zwischen Frauen und Männer

b) Die Verständigungsproblematik interkultureller Kommunikation nach K. Knapp und K. Brinker

c) Zusammenfassung

5. Kritik am Zwei- Kulturen Ansatz

III. Sprechen Männer und Frauen tatsächlich so unterschiedlich?

6. Neuere Ergebnisse der Geschlechterforschung: Hängt ein bestimmtes Kommunikationsverhalten nicht doch maßgeblich von anderen Faktoren als dem Geschlecht ab?

7. Der Gebrauch von Abtönungspartikeln und Positionsausdrücken in einer Sendung von „Sabine Christiansen“: Eine Stichprobe

a) Die Positionsausdrücke (P-A)

b) Die Abtönungspartikel (A-P)

c) Zusammenfassung

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Begriff „interkulturelle Kommunikation“ sinnvoll auf die Kommunikation zwischen Männern und Frauen angewendet werden kann, insbesondere unter der Annahme, dass diese unterschiedlichen geschlechtstypischen Gesprächsstilen folgen. Dabei wird die „Zwei-Kulturen-Theorie“ kritisch hinterfragt und durch eine empirische Stichprobe auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

  • Analyse geschlechtstypischer Kommunikationsmerkmale.
  • Theoretische Begriffsbestimmung von „Kultur“ und „interkultureller Kommunikation“.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem „Zwei-Kulturen-Ansatz“.
  • Empirische Untersuchung des Gebrauchs von Abtönungspartikeln und Positionsausdrücken in einer Talkshow-Sendung.
  • Evaluation der Bedeutung der Gesprächsrolle gegenüber dem Geschlecht als Einflussfaktor.

Auszug aus dem Buch

3. „Erforschte“ gesprächstypische Verhaltensweisen von Männern und Frauen

Eine der stärksten Verfechterinnen des „Zwei-Kulturen Ansatzes“ ist Deborah Tannen, der zufolge die unterschiedlichen Gesprächsstile von Männern und Frauen aus den unterschiedlichen Kulturen resultieren, die sich in ausschließlich männlichen oder weiblichen Gruppen ausbilden.

Im folgenden sollen solche typischen Merkmale, nach denen in der linguistischen Genderforschung weibliches und männliches Kommunikationsverhalten unterschieden wird, aufgeführt werden. Dabei stütze ich mich auf die Auflistungen von R. Albert von 1997 („Sprechen Frauen anders als Männer?“) und auf den Artikel von T. Faschingbauer von 2002 („Quantitative versus qualitative Methoden in der Sprachwissenschaft: die Variable Gender im Unterbrechungsverhalten).

Da es in der vorliegenden Arbeit um geschlechtstypische Gesprächsstile geht, soll außerdem kurz nach der in „Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung“ aufgeführten Definition zwischen geschlechtsspezifisch und geschlechtstypisch unterschieden werden. Als geschlechtsspezifisch bezeichnen Degenhardt und Trautner Merkmale, die unabänderlich an das jeweilige Geschlecht gebunden sind und ausschließlich bei ihm vorkommen. Als geschlechtstypisch sind solche Merkmale zu benennen, die zwischen den Geschlechtern deutlich stärker ausgeprägt sind, jedoch bei beiden vorkommen. Bei den in der folgenden Tabelle 1 Aufgeführten handelt es sich um solche geschlechtstypischen Merkmale.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Darstellung des Forschungsinteresses an geschlechtstypischen Sprachunterschieden und der Zielsetzung, die Anwendbarkeit des Konzepts „interkulturelle Kommunikation“ darauf zu prüfen.

II. Die Anwendbarkeit des Begriffs „interkulturelle Kommunikation“ auf Männer und Frauen unter der Annahme von geschlechtstypischen Gesprächsstilen: Theoretische Herleitung und kritische Betrachtung, ob das Konzept „Zwei Kulturen“ zur Erklärung von Geschlechterkommunikation taugt.

III. Sprechen Männer und Frauen tatsächlich so unterschiedlich?: Vorstellung neuerer Forschungsergebnisse und Durchführung einer eigenen empirischen Stichprobe zur Überprüfung der These.

IV. Fazit: Zusammenfassende Erkenntnis, dass die „Theorie der Zwei-Kulturen“ nicht haltbar ist und kommunikatives Verhalten eher durch die Rolle des Sprechers als durch das Geschlecht determiniert wird.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Geschlechterforschung, Männersprache, Frauensprache, Zwei-Kulturen-Theorie, Gesprächsstil, Abtönungspartikel, Positionsausdrücke, Kommunikation, Sprachwissenschaft, Rollenverhalten, Geschlechtsstereotype, empirische Analyse, Gesprächsanalyse, Gender

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob kommunikative Unterschiede zwischen Männern und Frauen so tiefgreifend sind, dass man sie als „interkulturelle Kommunikation“ bezeichnen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die geschlechtstypischen Gesprächsstile, der Vergleich von männlichem und weiblichem Kommunikationsverhalten sowie die kritische Reflexion des „Zwei-Kulturen-Ansatzes“.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung, ob der Terminus „interkulturelle Kommunikation“ auf die Interaktion der Geschlechter anwendbar ist, und ob die „Zwei-Kulturen-Theorie“ empirisch und theoretisch Bestand hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein zweigeteilter Ansatz gewählt: Eine theoretische Literaturanalyse zu bestehenden Gender-Studien sowie eine eigene empirische Stichprobenanalyse anhand eines Transkripts einer Talkshow.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen von Kultur und Kommunikation, stellt kritische Gegenpositionen zur „Zwei-Kulturen-Theorie“ vor und wertet Sprachdaten (Abtönungspartikel und Positionsausdrücke) aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Kommunikation, Geschlechterforschung, Gesprächsstil, Rollenverhalten und die Dekonstruktion von Geschlechtsstereotypen.

Warum spielt die Talkshow „Sabine Christiansen“ eine Rolle?

Sie dient als konkretes Fallbeispiel, um die theoretischen Annahmen über geschlechtstypische Sprechweisen anhand realer Daten (Abtönungspartikel und Positionsausdrücke) in einer natürlichen Sprechsituation zu testen.

Welche Rolle spielt der Faktor „Rolle“ im Vergleich zum Geschlecht?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die situationsbedingte Rolle eines Sprechers (z.B. Moderatorin vs. Experte) einen signifikant größeren Einfluss auf das Sprachverhalten ausübt als das bloße Geschlecht.

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Details

Title
Frauensprache - Männersprache: Eine interkulturelle Kommunikation?
Subtitle
Die Anwendbarkeit des Begriffs „interkulturelle Kommunikation“ auf Frauen- und Männersprache
College
University of Marburg
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Katharina Haering (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V115571
ISBN (eBook)
9783640170401
Language
German
Tags
Frauensprache Männersprache Eine Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Katharina Haering (Author), 2005, Frauensprache - Männersprache: Eine interkulturelle Kommunikation?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115571
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