Die Arbeit gibt einen Überblick über wichtige Stationen der deutschen Geschichte. Zunächst behandelt sie die Zeit zwischen 1917 und 1945. Dabei werden die Stellung und Rolle des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik unter Berücksichtigung des jeweiligen Amtsverständnisses und der Amtsführung von Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg beleuchtet. Im Anschluss wird auf die wichtigsten Stationen der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahr 1933/34 eingegangen.
Im zweiten Teil der Arbeit wird die Zeit zwischen 1945 und 1990 beleuchtet. Zunächst werden die Intentionen und wichtigsten Vertragswerke der sogenannten Neuen Ostpolitik unter dem damaligen Kanzler Willy Brandt dargestellt. Zum Schluss wird der Weg zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung unter die Lupe genommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zeitgeschichte zwischen 1917 und 1945
a. Stellung und Rolle des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik unter Berücksichtigung des jeweiligen Amtsverständnisses und der Amtsführung von Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg
b. Wichtigste Stationen der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933/34
2. Zeitgeschichte zwischen 1945 und 1990
a. Intentionen und wichtigste Vertragswerke der sog. Neuen Ostpolitik unter Kanzler Willy Brandt
b. Weg zur deutsch-deutschen Vereinigung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bietet einen Überblick über zentrale Etappen der deutschen Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert, indem sie die politischen Machtstrukturen der Weimarer Republik, die Faktoren der nationalsozialistischen Machtergreifung, die Ansätze der Neuen Ostpolitik unter Willy Brandt sowie den Prozess der deutschen Wiedervereinigung analysiert.
- Struktur und Befugnisse des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik
- Die Etappen der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933/34
- Entspannungspolitik und diplomatische Verträge der Ära Willy Brandt
- Wirtschaftliche und politische Ursachen des Zusammenbruchs der DDR
- Der Weg zur deutschen Einheit und die Rolle der Siegermächte
Auszug aus dem Buch
b. Wichtigste Stationen der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933/34
Das Aufstreben der Nationalsozialisten fand in einer Zeit statt, die für die deutsche Bevölkerung schwierig war. Die Demokratie ist – vermutlich auch durch die oben erwähnte schwache Verfassung – nie richtig angekommen. Dazu kam, dass im Versailler Vertrag Deutschland die alleinige Kriegsschuld gegeben wurde und die hohen Reparationszahlungen an der Substanz zehrten. Die Reichswehr war auf 100.000 Mann beschränkt worden und das linke Rheinufer von den Alliierten besetzt. Das war der Startschuss in die Demokratie – also nichts, was positive Gefühle hervorruft. Die Dolchstoßlegende fand dagegen großen Anklang. Mit der Verletzung der nationalen Ehre durch die gerade genannten Faktoren, kamen gegenüber den Siegermächten Rachegedanken auf. Dazu kam die Weltwirtschaftskrise, die 1929/30 zu sechs Millionen Arbeitslosen, einem Einbruch von 40% der Industrieproduktion und Massenverelendung geführt hat. Die damit einhergehende Unsicherheit sprachen die NSDAP sowie die KPD an. Mit dem aufbrechen aller negativen Emotionen aus dem ersten Weltkrieg, konnte Hitler nun als „Rächer“ auftreten.
Von Hindenburg und von Papen versuchten mit den ersten Wahlerfolgen der NSDAP Hitlers Popularität für sich zu nutzen. So wollte das Kabinett um Franz von Papen die NSDAP unter Kontrolle zu halten.
Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durch von Hindenburg als Steigbügelhalter wäre die Machtergreifung in dieser Form nicht möglich gewesen. Die „alte Elite“ hatte Hitler unterschätzt und ihm so den Weg geebnet. In diesem Sinn war es auch keine richtige Machtergreifung, sondern eher eine Machtübertragung. Lediglich zwei weitere Nationalsozialisten bekleideten Regierungsämter.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zeitgeschichte zwischen 1917 und 1945: Dieses Kapitel beleuchtet die Machtfülle des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik sowie die instabilen politischen Rahmenbedingungen, die den Aufstieg der Nationalsozialisten und die schrittweise Etablierung der Diktatur ermöglichten.
2. Zeitgeschichte zwischen 1945 und 1990: Hier werden die Entspannungspolitik unter Willy Brandt sowie die wirtschaftlichen und sozialen Faktoren analysiert, die zum Zusammenbruch der DDR und zur anschließenden deutschen Wiedervereinigung führten.
Schlüsselwörter
Weimarer Republik, Reichspräsident, Nationalsozialismus, Machtergreifung, NSDAP, Neue Ostpolitik, Willy Brandt, Entspannungspolitik, DDR, Wiedervereinigung, Planwirtschaft, Mauerfall, Grundlagenvertrag, Souveränität, 2+4-Vertrag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen historischen Abriss über zwei prägende Phasen der deutschen Geschichte: das Scheitern der Weimarer Demokratie und den Aufstieg des Nationalsozialismus sowie die Entspannungspolitik und den Weg zur deutschen Einheit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Rolle staatlicher Ämter, die Machtübertragung 1933, außenpolitische Friedensbemühungen im Kalten Krieg und der Systemwandel in Deutschland 1989/90.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit zielt darauf ab, die historischen Entwicklungen und die Wirksamkeit politischer Strukturen in den jeweiligen Epochen nachzuvollziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive historische Analyse auf Grundlage von Fachliteratur und historischen Quellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Regierungsstile von Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg, der Prozess der Machtübertragung an Hitler, die Ostverträge der 1970er Jahre sowie der Transformationsprozess der DDR behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Demokratie, Diktatur, Ostpolitik, Wiedervereinigung und Souveränität.
Warum war die Macht des Reichspräsidenten ein Problem für die Weimarer Republik?
Die Verfassung verlieh dem Reichspräsidenten eine enorme Machtfülle, insbesondere durch Artikel 48, die bei schwachen demokratischen Institutionen eine autoritäre Regierungsweise ermöglichte.
Wie trug die Neue Ostpolitik zur deutschen Einheit bei?
Durch die Normalisierung der Beziehungen zu den östlichen Nachbarn und der Sowjetunion wurde ein diplomatisches Fundament gelegt, das später – unter veränderten weltpolitischen Bedingungen – die Wiedervereinigung ermöglichte.
- Arbeit zitieren
- Mirijam Unger (Autor:in), 2021, Die Zeitgeschichte Deutschlands (20. Jahrhundert). Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Neue Ostpolitik und deutsche Wiedervereinigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156203