In dieser Arbeit geht es um die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern. Hierfür werden eine Varianzanalyse, ein Chi2-Unabhängigkeitstest und ein Mittelwert-Vergleichstest in R vorgenommen und die Resultate analysiert.
Werden die Ergebnisse der Untersuchungen betrachtet, so lässt sich daraus schließen, dass das Geschlecht einen signifikanten Einfluss auf das Jahreseinkommen hat. Gleichzeitig spielt es auch eine Rolle, wie alt die Person ist, da mit steigendem Alter auch das Jahreseinkommen anwächst.
Zu Beginn wird mittels einer Literaturrecherche der fachterminologische Rahmen für die Arbeit herausgearbeitet. Danach wird der Datensatz und die verwendeten Variablen erläutert und analysiert. Anschließend erfolgt die Darstellung und Analyse der Resultate der Varianzanalyse, des Chi2-Unabhängigkeitstests und des Mittelwert-Vergleichstest. Zum Schluss erfolgt eine kritische Reflexion der Daten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlage
2.1. Gender Pay Gap
2.1.1. Unbereinigter Gender Pay Gap
2.1.2. Bereinigter Gender Pay Gap
2.1.3. Studien zum Gender Pay Gap
3. Datensatz
3.1. Erläuterung des Datensatzes
3.2. Deskription der Variablen
4. Untersuchung und Deutung der Ergebnisse
4.1. Untersuchung und Deutung Alter und Einkommen
4.2. Untersuchung und Deutung Einkommen und Geschlecht
4.3. Analyse und Darstellung Mittelwerte von Einkommen und Geschlecht
5. Kritische Reflexion der Arbeit und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern unter Verwendung eines quantitativen Datensatzes, um die Existenz und die Ausprägung des sogenannten Gender Pay Gaps zu analysieren. Dabei steht insbesondere die Fragestellung im Vordergrund, inwiefern neben dem Geschlecht auch das Alter einen signifikanten Einfluss auf das Jahreseinkommen hat.
- Analyse des unbereinigten und bereinigten Gender Pay Gaps.
- Statistische Untersuchung mittels Varianzanalyse in R.
- Durchführung von Chi2-Unabhängigkeitstests zur Prüfung von Gehaltsunterschieden.
- Vergleich der Mittelwerte des Jahreseinkommens nach Geschlecht und Alter.
- Kritische Reflexion der Datenlage und der geschlechtsspezifischen Lohnlücke.
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Unbereinigter Gender Pay Gap
Beim unbereinigten Gender Pay Gap werden die absoluten Bruttostundenverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer miteinander verglichen. Somit kann der Teil des Verdienstunterschiedes erfasst werden, der Auskunft über die Tätigkeiten, Erwerbsbiografien und unterschiedliche Qualifikationen gibt. Des Weiteren ist für internationale Vergleiche der unbereinigte Gender Pay Gap von Bedeutung. Das Statistische Bundesamt macht daher bei seinen Berechnungen von den europaweit einheitlichen Vorgaben der Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, gebrauch. Das Verhältnis aus dem Bruttostundenverdienst der Männer und der Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes der Frauen und Männer wird als der Gender Pay Gap beschrieben. In die Analyse des Gender Pay Gap wird hierbei nicht nur das Einkommen der Vollzeit Beschäftigten mit einbezogen, sondern auch der in Teilzeit, Alterszeit, die geringfügig Beschäftigten und die Auszubildenden. Die Basis zur Berechnung des Gender Pay Gap wird gezielt aus dem Bruttostundenverdienst und nicht aus dem Bruttomonats- oder dem Bruttojahresverdienst ermittelt. Der Beschäftigungsumfang der Männer und Frauen würde andernfalls das Resultat verfälschen, da Frauen öfters in einer Teilzeitbeschäftigung angestellt sind, als Männer.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Gender Pay Gaps ein und erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Zielsetzung der methodischen Datenanalyse.
2. Theoretische Grundlage: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie der unbereinigte und bereinigte Gender Pay Gap definiert und der aktuelle Forschungsstand kurz umrissen.
3. Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt den verwendeten Datensatz von Glassdoor sowie die für die Analyse relevanten Variablen und deren statistische Deskription.
4. Untersuchung und Deutung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Varianzanalyse, des Chi2-Unabhängigkeitstests und des Mittelwert-Vergleichstests werden hier detailliert präsentiert und hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen interpretiert.
5. Kritische Reflexion der Arbeit und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen.
Schlüsselwörter
Gender Pay Gap, Einkommenslücke, Lohngerechtigkeit, Varianzanalyse, Chi2-Unabhängigkeitstest, Jahreseinkommen, statistische Datenanalyse, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Glassdoor, statistische Signifikanz, Bruttostundenverdienst, Erwerbsbiografie, Lohnstrukturanalyse, Mittelwertvergleich, R-Programmierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert quantitativ die existierende Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern, den sogenannten Gender Pay Gap, anhand eines spezifischen Datensatzes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung des Gender Pay Gaps, der Beschreibung eines Datensatzes und der statistischen Überprüfung von Gehaltsunterschieden in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, mittels statistischer Methoden in R zu untersuchen, ob signifikante Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen und wie diese mit dem Alter der Beschäftigten korrelieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden eine Varianzanalyse (ANOVA), ein Chi2-Unabhängigkeitstest sowie Mittelwert-Vergleichstests eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der deskriptiven Analyse der Variablen, der Durchführung der statistischen Tests zur Hypothesenprüfung und der Interpretation der daraus resultierenden Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gender Pay Gap, statistische Datenanalyse, Jahreseinkommen, Signifikanz und Lohngerechtigkeit kennzeichnen.
Welche Rolle spielt das Alter laut dieser Analyse?
Die Analyse zeigt auf, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Alter und dem Jahreseinkommen besteht, wobei das Einkommen bei beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter steigt.
Wie lautet das Fazit der Arbeit in Bezug auf die Gesetzeslage?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die bestehenden Gesetze zur Gleichbehandlung bisher nicht ausreichen, um den Gender Pay Gap effektiv zu schließen, da sich der Wert in den letzten Jahren kaum verbessert hat.
- Arbeit zitieren
- Marvin Imlauer (Autor:in), 2021, Die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156287