Weltweit lebten 2016 etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV (vgl. WHO 2017). Seit Ausbruch des HI-Virus in den 80er-Jahren ist eine hochwirksame Therapie entwickelt worden, die die Erkrankung an AIDS verhindern kann. Diese muss allerdings konsequent das Leben lang eingenommen werden.
Die vorliegende Arbeit geht auf das Thema der Prävention ein, wie die weitere Übertragung von bereits HIV-Infizierten reduziert werden kann. Es wird eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, um Aufschluss über evidenzbasierte Präventionsinterventionen zu erhalten. Zwanzig Studien erfüllten die Einschlusskriterien. Es wird analysiert, welche Beratungsstrategien zur Prävention und dadurch zur Einhaltung der Therapie bei HIV-positiven Personen führen und welche anderen Präventionsinterventionen bereits durchgeführt werden. Ergebnis dieser Studien ist, dass Beratung standardisiert und durch geschulte Personen durchgeführt zur Senkung des Risikoverhaltens bzw. Veränderungen des Lebensstils führen können. Unter anderem wird in den Studien auf die motivierende Gesprächsführung hingewiesen. Außerdem gibt es auch technische Hilfsmittel die helfen, dass die Therapie regelmäßig eingenommen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Fragestellung
2 Methodik
3 Die HIV-Infektion/AIDS
3.1 Epidemiologie
3.2 Übertragungswege
3.3 Viruslast/CD4-Zellen
3.4 Therapie
3.5 Prävention
4 Studien zum Thema Prävention und unterschiedliche Präventionsstrategien
4.1 Beratungsstrategien zur HIV- Prävention
4.2 Präventionsstrategien in der Schwangerschaft
4.3 Präventionsstrategien bei intravenösen Drogenkonsum
5 Diskussion und Praxisrelevanz der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, weltweit genutzte Strategien und Beratungsinterventionen zur Prävention der HIV-Übertragung bei HIV-positiven Erwachsenen zu analysieren, um Erkenntnisse für eine evidenzbasierte Integration in die regelmäßige pflegerische Kontrollversorgung zu gewinnen.
- Systematische Analyse evidenzbasierter Präventionsinterventionen
- Beratungsstrategien zur Verbesserung der Therapieadhärenz
- Präventionsansätze in der Schwangerschaft und bei Drogenkonsum
- Integration von Prävention in die klinische Routineversorgung
Auszug aus dem Buch
3 Die HIV-Infektion/AIDS
Das Acquired Immune Deficiency Syndrom (AIDS) wird mit „erworbenes Immunschwächesyndrom“ übersetzt. Von AIDS wird gesprochen, wenn zum Teil lebensbedrohliche Symptome, wie zum Beispiel schwere Infektionskrankheiten auftreten. Die Ursache für AIDS ist eine vorangegangene Infektion mit dem HI-Virus. Eine HIV-Infektion ist zurzeit nicht heilbar, wenn jedoch eine ART rechtzeitig begonnen, sowie regelmäßig und lebenslang eingenommen wird, bestehen gute Chancen viele Jahre und Jahrzehnte mit HIV zu leben und eine schwere Immunschwäche sowie den Ausbruch von AIDS zu verhindern (vgl. Sweers et al. 2014: 4).
Die AIDS Erkrankung wurde 1981 erstmals klinisch und immunologisch charakterisiert. Damals mit unbekannter Ätiologie. 1983 wurde HIV-1 zum ersten Mal aus einer Person isoliert. Verschiedene Faktoren sind für einen Anstieg der STI verantwortlich. In Entwicklungsländern kommt es zur Auflösung familiärer und sozialer Bindungen, zur Landflucht und Arbeitsmigration. In Ost- und Südeuropa kam es in den letzten Jahren durch politische und ökonomische Veränderungen zu hoher Arbeitslosigkeit und zur Ausdehnung kommerzieller Sexarbeit. Durch Um- und Abbau von staatlichen Gesundheitssystemen wurde zumindest vorübergehend ein schlechter Zugang zur Gesundheitsversorgung erreicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Prävention als pflegerische Kernkompetenz und umreißt die Struktur der Arbeit sowie die Problematik der weltweiten HIV-Infektionsraten.
2 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in der Datenbank PubMed unter Anwendung des PICO-Schemas zur Auswahl relevanter Studien.
3 Die HIV-Infektion/AIDS: Es werden grundlegende Informationen zu HIV/AIDS, epidemiologische Daten, Übertragungswege, die Bedeutung von CD4-Zellen sowie Therapiemöglichkeiten dargelegt.
4 Studien zum Thema Prävention und unterschiedliche Präventionsstrategien: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Beratungsansätze, Strategien in der Schwangerschaft und Präventionsmaßnahmen bei intravenösem Drogenkonsum auf Basis der recherchierten Studien.
5 Diskussion und Praxisrelevanz der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studien werden diskutiert, hinsichtlich ihrer Vergleichbarkeit bewertet und Handlungsempfehlungen für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege abgeleitet.
Schlüsselwörter
HIV, AIDS, Prävention, Beratung, Therapieadhärenz, Antiretrovirale Therapie, ART, Risikoverhalten, Mutter-Kind-Übertragung, Gesundheitsberatung, Pflegewissenschaft, Interventionen, Systematische Literaturrecherche, Evidenzbasierte Praxis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den globalen Maßnahmen und Strategien zur Prävention der HIV-Übertragung bei bereits HIV-infizierten Personen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf Beratungsstrategien zur Einhaltung der Therapie, der Prävention von Übertragungen in der Schwangerschaft und bei intravenösem Drogenkonsum.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet, welche präventiven Maßnahmen weltweit im ambulanten Setting für HIV-positive Erwachsene genutzt werden, um die Neuerkrankungsrate zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank PubMed durchgeführt, ergänzt durch die formale Qualitätsbewertung der gefundenen klinischen Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert 20 ausgewählte Studien zu verschiedenen Präventions- und Beratungsinterventionen, wie motivierende Gesprächsführung oder computerunterstützte Programme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind HIV, Prävention, ART, Adhärenz, Beratungsstrategien und pflegerische Interventionen.
Welche Rolle spielt die motivierende Gesprächsführung in den untersuchten Studien?
Die motivierende Gesprächsführung wird als effektive Methode identifiziert, um das Risikoverhalten von HIV-positiven Personen signifikant zu senken und die Adhärenz zur antiretroviralen Therapie zu verbessern.
Warum ist die Einbeziehung der Partner in die Beratung relevant?
Studien zeigen, dass die Partner von Betroffenen oft ihren eigenen HIV-Status nicht kennen, weshalb der Einbezug in die Beratung wesentlich zur Reduzierung weiterer Übertragungsrisiken beiträgt.
- Quote paper
- MSc Monika Höllriegl (Author), 2018, Prävention von HIV. Welche Maßnahmen können die Verbreitung verhindern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1156874