In der vorliegenden Arbeit wird ein Unterrichtsentwurf im Fach Sport zum Themenbereich des Rollbrettfahrens erstellt. Ziel der Unterrichtsstunde ist, dass die Lernenden ihre Urteils- und Entscheidungskompetenz erweitern, indem sie verschiedene Fahrpositionen im Rahmen einer Stationsarbeit anwenden und ausprobieren sowie ihre gesammelten Erfahrungen austauschen, um verschiedene Bewegungsanforderungen stationsspezifisch zu reflektieren und zu bewerten.
Inhaltsverzeichnis
1 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit
2 Lernvoraussetzungen
2.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
2.2 Institutionelle Lernvoraussetzungen
2.3 Spezielle Lernvoraussetzungen
3 Sachanalyse
4 Didaktische Überlegungen
5 Angestrebter Kompetenzzuwachs
6 Methodische Überlegungen
7 Stundenverlaufsplan
8 Literatur
9 Anhang
9.1 Individuelle Lernvoraussetzungen:
9.2 verwendetes Material
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist die Vertiefung von Bewegungserfahrungen auf dem Rollbrett durch gezieltes Fahren, Lenken und Bremsen, um die Urteils- und Entscheidungskompetenz der Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Stationsarbeit zu fördern.
- Vertiefung der Fahrpositionen (sitzend, kniend, liegend)
- Gezieltes Fahren, Lenken und Bremsen an Stationen
- Entwicklung von Urteils- und Entscheidungskompetenz durch Reflexion
- Vorbereitung auf den "Rollbrettführerschein"
- Förderung koordinativer Fähigkeiten bei sprachbeeinträchtigten Kindern
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
Das Rollbrett ist ein circa 35x55cm großes Übungsgerät aus der Psychomotorik und besteht aus mehrfach verleimten Schichthölzern mit abgerundeten Kanten und Ecken. Die Oberfläche ist standardmäßig naturbelassen oder mit Klarlack behandelt. Auf der Unterseite des Rollbrettes ist an allen vier Ecken jeweils eine Rolle befestigt, sodass sich das Rollbrett in alle vier Richtungen drehen und lenken lässt. Daraus resultiert eine hohe Beweglichkeit um 360°, wodurch sich auch der hohe Aufforderungscharakter und die Eigendynamik des Rollbrettes begründen lässt. Es fordert die Kinder zum Ausprobieren heraus und verleitet sie zu spontaner Aktivität.
Des Weiteren hat das Rollbrett für die Lernenden einen hohen Erlebnischarakter, aufgrund des Empfindens von physikalischen Kräften in Kurven und beim Beschleunigen und der Möglichkeit zu selbstbestimmten Handlungen. Zum Beispiel fährt man mit dem Rollbrett so lange in dieselbe Richtung, bis man durch eine Kraft, wie beispielsweise einer Gewichtsverlagerung, einen Stoß von außen oder dem Aufstellen eines Fußes, in eine andere Richtung gelenkt wird. Durch Abstoßen mit den Händen oder Füßen vom Boden oder der Wand sowie durch Schieben, Ziehen oder Schleudern mittels eines Partners, kann das Rollbrett in Bewegung gesetzt werden. Man muss das Rollbrett jedoch so steuern, dass man durch den Anstoß nicht aus der Balance gerät. Das Rollbrett bietet eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten, die neben einer großen Bewegungsfreude auch elementare neuartige Erfahrungen im Bereich der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten ermöglichen. Ferner ermöglicht das Rollbrett verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten (sitzend, liegend, Bauch- oder Rückenlage). Es kann alleine oder zu zweit genutzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel ordnet die geplante Unterrichtsstunde in den Kontext der gesamten Unterrichtseinheit ein und benennt die jeweiligen Lernziele sowie den Kompetenzzuwachs.
2 Lernvoraussetzungen: Hier werden die allgemeinen, institutionellen und speziellen Voraussetzungen der Lerngruppe detailliert beschrieben, unter Berücksichtigung der sonderpädagogischen Schwerpunkte.
3 Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert das Rollbrett als Übungsgerät der Psychomotorik, seine Beschaffenheit, Eigendynamik und die damit verbundenen Bewegungsmöglichkeiten.
4 Didaktische Überlegungen: Hier wird der Einsatz des Rollbretts im Sportunterricht curricular legitimiert und die Auswahl der Lerninhalte sowie die didaktische Reduktion begründet.
5 Angestrebter Kompetenzzuwachs: Dieses Kapitel definiert das zentrale Lernziel der Stunde mit Fokus auf die Urteils- und Entscheidungskompetenz.
6 Methodische Überlegungen: Hier werden die methodische Gestaltung der Stunde, die Strukturierung der Stationsarbeit sowie die Rolle der Lehrkraft erläutert.
7 Stundenverlaufsplan: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte tabellarische Übersicht über den zeitlichen Ablauf, die Phasen, Inhalte, Methoden und benötigten Medien.
8 Literatur: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur für die Unterrichtsvorbereitung.
9 Anhang: Enthält ergänzende Informationen zu den individuellen Voraussetzungen der Lernenden sowie eine Übersicht des verwendeten Materials.
Schlüsselwörter
Rollbrett, Psychomotorik, Sportunterricht, Förderbedarf, Sprachheilförderung, Stationenlernen, Bewegungserfahrung, Koordination, Gleichgewicht, Urteilsfähigkeit, Entscheidungskompetenz, Grundschule, Inklusion, Fahrposition, Motorik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein schriftlicher Unterrichtsentwurf im Fach Sport für eine Förderschule mit den Schwerpunkten Sprachheilförderung, Hören und Sehen, in dem das Thema "Rollbrettfahren" behandelt wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der methodisch-didaktische Einsatz von Rollbrettern im Sportunterricht, die Förderung von Bewegungskompetenz sowie die Entwicklung von Entscheidungsfähigkeit durch Stationsarbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler durch das Ausprobieren verschiedener Fahrpositionen an Stationen ihre Bewegungserfahrungen vertiefen und situationsspezifisch reflektieren, um ihre Urteils- und Entscheidungskompetenz zu erweitern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch fundierte Unterrichtsplanung nach dem Modell des Stationslernens (in geschlossener Form) angewandt, welche durch motorische Lernzielkontrollen und Reflexionsphasen ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Sachanalyse des Sportgeräts Rollbrett, die didaktische Begründung des Themas, methodische Überlegungen zur Durchführung der Stationsarbeit sowie den konkreten Verlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rollbrett, Psychomotorik, Stationsarbeit, Bewegungskompetenz, Urteilsfähigkeit sowie die spezifische Förderung im Förderschulkontext.
Warum wurde eine geschlossene Form der Stationsarbeit gewählt?
Die Autorin entschied sich für eine geschlossene Form, da diese besser steuerbar ist, sicherstellt, dass alle Stationen durchlaufen werden, und die Lernenden gezielter auf die spätere "Rollbrettführerschein-Prüfung" vorbereitet.
Welche Rolle spielt die Reflexion am Ende der Stunde?
Die Reflexion dient dazu, dass die Lernenden ihre subjektiven Erfahrungen (leicht/schwer) und ihr Wissen über die effektivsten Fahrpositionen anhand von Bildmaterial austauschen und somit ihre Urteilsfähigkeit festigen.
- Arbeit zitieren
- Ulrike Enders (Autor:in), 2021, Stationstraining zum Fahren, Lenken und Bremsen von Rollbrettern (Unterrichtsentwurf Sport, Grundschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157273