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Das Erziehungssystem im alten Sparta. Die Agoge

Title: Das Erziehungssystem im alten Sparta. Die Agoge

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Hugo (Author)

World History - Early and Ancient History
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Meine Arbeit soll einen Überblick über das spartanische Erziehungssystem, die sogenannte Agōgē, geben. Nach der Definition des Begriffs im Kleinen Pauly versteht man unter der Bezeichnung Agōgē die umfassende, zentral organisierte militärische Erziehung und Sozialisation in Sparta. Ihr Durchlaufen war verpflichtend für jeden Spartiaten, der die Vollbürgerschaft erhalten wollte.
Meine Arbeit ist in vier große Abschnitte gegliedert. Im ersten Teil möchte ich auf die Quellenlage zur Agōgē eingehen. Xenophon von Athen und Plutarch gelten als die Hauptquellen zu dieser Thematik. Die Probleme, die sich bei der Interpretation und dem Umgang mit diesen Quellen ergeben, sollen aufgezeigt werden. Auch andere griechische und römische Autoren und Philosophen haben sich zur Agōgē geäußert. Die Beschäftigung mit der Inschriftenkunde ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um sich dem spartanischen Erziehungssystem zu nähern.
Bei der Betrachtung der Sekundärliteratur wird deutlich, dass verschiedene Forschungsansichten zur Agōgē vorhanden sind. Im zweiten Abschnitt meiner Arbeit möchte ich mich zunächst dem traditionellen Forschungszweig zuwenden. Diese Gruppe Historiker orientiert sich streng an den Hauptquellen und lässt keine Zweifel an der Härte und Brutalität des spartanischen Erziehungssystem aufkommen. Als Hauptwerk zu diesen Forschungsmeinungen wird Marrou herangezogen werden, aber es auch andere Autoren sollen zur Sprache kommen. Es wird zuerst auf Entstehung, Inhalt und Ziele der Erziehung eingegangen werden, bevor dann der Aufbau des Systems im Mittelpunkt steht.
Der dritte Teil des Aufsatzes wird sich mit neuen Ansätzen der Historiker beschäftigen. Neue Impulse zur Untersuchung der Agōgē sind vor allem durch Kennells Buch „The gymnasium of virtue“ entstanden, aber auch andere Forscher haben inzwischen die konventionelle Forschungsmeinung überdacht. Dieser Abschnitt soll auf die neuen Ansichten zu den Phasen und zum Aufbau eingehen, bevor die verschiedenen Zweifel der Forscher aufgezeigt werden. Unter diesem Punkt soll auch die Bedeutung der Wettbewerbe und Feste für die Agōgē verdeutlicht werden.
Anschließend soll im letzten Punkt noch die Erziehung der Mädchen kurz umrissen werden. Dieses Thema ist weit weniger bekannt und erforscht, als die Erziehung der Jungen. Die Aussagen der antiken Quellen und die bisherigen Erkenntnisse der Forschung sollen zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Übersicht der Arbeit

B. Das Erziehungssystem im alten Sparta: Die Agōgē

1. Quellenlage

2. Die traditionelle Darstellung der Agōgē in der Forschung

a) Entstehung, Inhalt und Ziele der Erziehung

b) Aufbau des Systems

3. Neue Aspekte der Forschung

a) Phasen und Aufbau

b) Verschiedene Zweifel an der konventionellen Darstellung der Agōgē

c) Bedeutung der Wettbewerbe und Feste für die Agōgē

4. Erziehung der Mädchen

C. Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über das spartanische Erziehungssystem, die sogenannte Agōgē, und analysiert dabei kritisch den Wandel von einer traditionellen, streng militärisch geprägten Forschungssicht hin zu differenzierteren, neueren wissenschaftlichen Ansätzen.

  • Quellenkritische Untersuchung der antiken Berichte (insb. Xenophon und Plutarch)
  • Traditionelle Forschungsmeinungen zur militärischen Erziehung und Disziplinierung
  • Moderne Ansätze zur Differenzierung in klassische, hellenistische und römische Phasen
  • Die spezifische Rolle und Erziehung der Mädchen im spartanischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Neue Aspekte der Forschung

Erst in den letzten Jahren ist Kritik an dieser etablierten Vorstellung der Agōgē aufgekommen und Historiker bezweifeln ihren Wahrheitsgehalt. Das bedeutendste Werk zur neueren Forschung stammt von Kennell, der die Wahrnehmung der Agōgē stark beeinflusst hat. Aber auch andere Forscher sind inzwischen zu neuen Erkenntnissen gelangt. Während die Historiker früher daran geglaubt haben, dass die Agōgē ein starres System ist und sich über die Jahrhunderte nicht verändert hat, sieht das die moderne Forschung ganz anders.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Übersicht der Arbeit: Einführung in das Thema der Agōgē und Darlegung der methodischen Vorgehensweise sowie der Quellenlage.

B. Das Erziehungssystem im alten Sparta: Die Agōgē: Hauptteil, der die Quellenbasis sowie die traditionelle Forschung zu Entstehung, Inhalten, Zielen und dem stufenweisen Aufbau der Erziehung behandelt.

1. Quellenlage: Kritische Auseinandersetzung mit Xenophon, Plutarch und anderen antiken Autoren als Überlieferungsträger für das spartanische Erziehungssystem.

2. Die traditionelle Darstellung der Agōgē in der Forschung: Darstellung des klassischen Forschungskonsenses, der die Agōgē als einheitliches, hartes und auf rein militärische Tugenden ausgerichtetes System betrachtet.

3. Neue Aspekte der Forschung: Analyse aktueller wissenschaftlicher Ansätze, die das System in zeitliche Phasen unterteilen und bisherige Interpretationen, wie etwa die Aussetzung von Kindern, hinterfragen.

4. Erziehung der Mädchen: Untersuchung der spezifischen Rolle und Ausbildung der spartanischen Mädchen zur körperlichen Ertüchtigung und späteren Mutterrolle.

C. Abschließende Betrachtungen: Reflexion über die Rezeptionsgeschichte der Agōgē und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Agōgē, Sparta, antike Erziehung, Xenophon, Plutarch, militärische Sozialisation, Lykurg, klassische Forschung, moderne Historiographie, Epheben, Mädchenerziehung, griechische Antike, Initiationsritus, Artemis Orthia, soziale Disziplinierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Agōgē, dem staatlich organisierten Erziehungssystem im antiken Sparta, und untersucht dessen Struktur, Ziele und die historische Wahrnehmung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Quellenlage, die traditionelle Interpretation des Erziehungssystems, neuere fachwissenschaftliche Erkenntnisse, den Einfluss von Festen und Wettbewerben sowie die Erziehung der Mädchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über den Forschungsstand zur Agōgē zu geben und dabei kritisch aufzuzeigen, wie sich die wissenschaftliche Sichtweise auf dieses System im Laufe der Zeit verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methodik wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenorientierte Analyse, indem sie antike Texte (wie Xenophon und Plutarch) mit moderner wissenschaftlicher Sekundärliteratur vergleicht und in den Kontext einordnet.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die traditionelle Sichtweise, die von einer starren, militärischen Erziehung ausgeht, und die neuere Forschung, die das System in Phasen unterteilt und kritischer hinterfragt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Agōgē, Sparta, Quellenkritik, Erziehungsideale, Historizität und soziale Normen geprägt.

Wie unterscheidet die moderne Forschung die Phasen der Agōgē?

Die moderne Forschung, maßgeblich durch Forscher wie Kennell beeinflusst, unterteilt das System in eine klassische, eine hellenistische und eine römische Phase, anstatt es als ein statisches System zu betrachten.

Welche Bedeutung kommt der Erziehung der Mädchen zu?

Die Erziehung der Mädchen zielte insbesondere auf körperliche Fitness durch Sport ab, um die Zeugung gesunder und kräftiger Nachkommen für den Staat sicherzustellen.

Wie wird die Rolle der Feste und Wettbewerbe bewertet?

Wettbewerbe und Feste werden nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern als integraler Bestandteil der Erziehung gesehen, die der Identitätsstiftung, der Konkurrenzförderung und der Demonstration spartanischer Tugenden dienen.

Was wird über die "Aussetzung" neugeborener Kinder kritisch diskutiert?

Neuere Forschungsergebnisse legen nahe, dass das staatliche Prüfverfahren möglicherweise nicht primär der Tötung kranker Kinder diente, sondern eher dem Schutz der Kinder vor eigenmächtiger Aussetzung durch die Eltern aus wirtschaftlichen Gründen.

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Details

Title
Das Erziehungssystem im alten Sparta. Die Agoge
College
LMU Munich  (Institut für Alte Geschichte)
Course
Sparta
Grade
1,0
Author
Katrin Hugo (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V115729
ISBN (eBook)
9783640181254
ISBN (Book)
9783640181285
Language
German
Tags
Erziehungssystem Sparta Agoge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Hugo (Author), 2003, Das Erziehungssystem im alten Sparta. Die Agoge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115729
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