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Frauengewänder im deutschsprachigen Raum um 1200

Die Unterdrückung der Frau durch die Mode und deren Relevanz für die heutige Zeit

Titel: Frauengewänder im deutschsprachigen Raum um 1200

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alina Heß (Autor:in)

Design (Industrie, Grafik, Mode)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Untersuchung wird die Frauenmode im deutschsprachigen Raum um die Jahre 1200 thematisiert und deren Rezeption anhand von weiteren Beispielen aufgezeigt. Dazu werden zunächst die Form und die Bedeutung der mittelalterlichen Gewänder analysiert und der damit verbundene gesellschaftliche Zusammenhang skizziert. Infolgedessen werden Parallelen zu jüngeren Bewegungen in der Mode benannt.

Seit Anbeginn der Zeit ist die Thematik des Stellenwertes der Frau ein reichlich diskutiertes Thema. Zahlreiche literarische Quellen befassen sich mit der Stellung der Frau innerhalb der Gesellschaft. Bereits die Bibel dient als Beispiel, indem der Ursprungsort der Frau als Rippen des Mannes benannt wird und somit ihre Abhängigkeit von diesem besiegelt. Auch im Mittelalter wurde die Bedeutung der Frau häufig thematisiert. Durch ihren hohen Stellenwert als Indikator von Geschlecht, Stand und moralischer Qualität, agierte die Mode im Mittelalter gleichzeitig als Mittel zur Einschränkung der Frau.
Es wird zu zeigen sein, dass der damalige Einsatz der Mode als beliebtes Instrument zur Unterdrückung der Frau in den heutigen Vereinigten Staaten von Amerika wieder Anklang findet. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die lauter werdende Stimme der Frau im Mittelalter

2. Atemnot durch Taillengürtel – Die Unterdrückung der Frau durch die Mode im Mittelalter

2.1. Die Rolle der Mode im Mittelalter

2.2. Die mittelalterliche Mode als Instrument der Unterdrückung

2.3. Moderne Beispiele in der Mode für die mittelalterliche Rezeption

3. Die Diskriminierung der Frau in der Öffentlichkeit in den heutigen USA

4. Der Zusammenhang zwischen Öffentlichkeit und Frauenmode in den heutigen Vereinigten Staaten

5. Vergleich der mittelalterlichen und heutigen modischen Einschränkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Rolle der Frauenmode als Instrument gesellschaftlicher Disziplinierung und Einschränkung. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern modische Praktiken des Mittelalters, wie die körperliche Einengung durch Kleidung, Parallelen zu modernen Reglementierungen des weiblichen Erscheinungsbildes in den USA aufweisen und welche Rückschlüsse dies auf das gesellschaftliche Frauenbild zulässt.

  • Analyse der mittelalterlichen Frauenmode als Mittel zur physischen und sozialen Kontrolle.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Anstandsregeln und deren Visualisierung durch Kleidung.
  • Vergleich der mittelalterlichen Kleiderordnungen mit zeitgenössischen Schulkleiderordnungen in den USA.
  • Aufzeigen der Kontinuität von Mode als Instrument der Unterdrückung von der Ständegesellschaft bis heute.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Rolle der Mode im Mittelalter

Die immense Symbolkraft der Mode wird durch Philipp von Harvengt am Ende des 12. Jahrhunderts verdeutlicht. Im Begriff der „Lesbarkeit der Welt“ konkretisiert er, welche Rolle Symbole im alltäglichen Gebrauch einnehmen. Durch die Seltenheit von Bildung im Mittelalter war der Bürger des Mittelalters kaum in der Lage, seinem Gegenüber den eigenen Stand und Beruf allein durch die Sprache zu verdeutlichen. Nur die Zugehörigen oberster Schichten genossen den Luxus und die Freiheit, Zeit in Bildung zu investieren. Durch diese Gegebenheit war jeder dazu verpflichtet, seinen Stand und dementsprechend die Tätigkeit durch sein äußerliches Auftreten erkennbar zu machen. Mode wurde somit zum substanziellen Bestandteil der sozialen Existenz. Um diese Wechselwirkung zwischen Kleidung und Gesellschaft zu verdeutlichen, wird dieses Kapitel zunächst die gängigsten Kleidungsstücke analysieren.

Die Mode im Mittelalter zeichnete sich durch seine Vielschichtigkeit aus. Es war üblich, in mindestens zwei Schichten von Stoff gekleidet zu sein. Dabei war die Kleidung gegliedert in Ober- und Unterbekleidung. Diese Gliederung wurde bis in die heutige Modewelt überliefert. Dabei gab es die Einteilung der nützlichen Kleidung und die repräsentative, dekorative Kleidung. Je nach Gesellschaftsschicht und Wohlstand variierten die Obergewänder hinsichtlich ihrer Detailliertheit. So kleidete sich Königin Liutgard im Frühmittelalter im Jahr 799 auf einer Parade in einem purpurfarbenen Kleid aus feinem Byssus. Durch goldfarbene Accessoires schmückte sie ihr Äußeres, gepaart mit farbigen Steinen. Durch die Qualität und den Wert der Kleidung sollte sich im Umkehrschluss direkt auf den gesellschaftlichen Rang des Gekleideten schließen lassen. War dies durch eine falsche Kleidungsweise nicht möglich, kam es schnell zu Missverständnissen und wurde von Visionärin Hildegard von Bingen als „Form der Ausübung der Selbstüberhebung“ geachtet. So verdeutlicht sie, dass eine Person mit der Zugehörigkeit eines Standes, durch die Wahl eines Kleidungsstückes, das symbolhaft für einen anderen Rang steht, einen gravierenden Fehler begehe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Relevanz der Kleidung als Mittel der gesellschaftlichen Positionierung ein und formuliert das Ziel, Parallelen zwischen mittelalterlicher Frauenmode und modernen Einschränkungen aufzuzeigen.

1. Die lauter werdende Stimme der Frau im Mittelalter: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle der Frau zwischen rechtlicher Unmündigkeit und dem entstehenden moralischen Schrifttum, welches das ideale Frauenbild durch Anstandsregeln definierte.

2. Atemnot durch Taillengürtel – Die Unterdrückung der Frau durch die Mode im Mittelalter: Hier wird analysiert, wie Mode gezielt zur physischen Einschränkung und zur Durchsetzung gesellschaftlicher Normen sowie Standesunterschiede instrumentalisiert wurde.

2.1. Die Rolle der Mode im Mittelalter: Dieser Abschnitt untersucht die Symbolkraft von Kleidung als primäres Identitätsmerkmal in einer weitgehend bildungsfernen Gesellschaft.

2.2. Die mittelalterliche Mode als Instrument der Unterdrückung: Das Kapitel erläutert die spezifischen Techniken, wie durch Schnürungen und Schnittführungen die Bewegungsfreiheit und Atmung der Frau systematisch beeinträchtigt wurden.

2.3. Moderne Beispiele in der Mode für die mittelalterliche Rezeption: Hier wird aufgezeigt, wie mittelalterliche modische Elemente in Film und moderner Haute Couture zitiert werden.

3. Die Diskriminierung der Frau in der Öffentlichkeit in den heutigen USA: Dieses Kapitel stellt die fortwährende Problematik der Gleichstellung in den USA in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Debatten.

4. Der Zusammenhang zwischen Öffentlichkeit und Frauenmode in den heutigen Vereinigten Staaten: Diese Sektion untersucht, wie moderne Kleiderordnungen, insbesondere an Schulen, als Mittel der Disziplinierung und Kontrolle weiblichen Verhaltens fungieren.

5. Vergleich der mittelalterlichen und heutigen modischen Einschränkung: Das Schlusskapitel setzt die historischen Beobachtungen in Bezug zu den modernen Befunden und zieht ein Fazit über die Kontinuität modischer Reglementierungen.

Schlüsselwörter

Frauenmode, Mittelalter, Unterdrückung, Kleidungsordnung, Taillengürtel, Gesellschaftsstruktur, Anstandsregeln, USA, Schulkleidung, Geschlechterrollen, Symbolik, Identität, Körperkontrolle, Historischer Vergleich, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Funktion von Frauenmode als Instrument gesellschaftlicher Kontrolle und Einschränkung der Frau.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der mittelalterlichen Mode als gesellschaftliches Statussymbol und Regulativ sowie deren Parallelen zu modernen Reglementierungen in den USA.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass Mode historisch wie heute als Mittel zur Disziplinierung und zur Durchsetzung spezifischer Frauenbilder dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturgestützte Analyse, die historische Quellen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse mittelalterlicher Anstandsregeln, die physischen Einschränkungen durch Kleidung sowie den Vergleich mit heutigen amerikanischen Schulkleiderordnungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Konzepte sind Kleiderordnung, gesellschaftliche Unterdrückung, die historische Rezeption von Mode und die Kontrolle des weiblichen Körpers.

Wie wirkt sich der Taillengürtel laut der Autorin auf die Frau aus?

Er wird als Instrument beschrieben, das durch die enge Schnürung die Atmung erschwert und die Bewegungsfreiheit einschränkt, wodurch ein körperlich inaktives Idealbild erzwungen wurde.

Warum wird die Schulkleidung in den USA als modernes Beispiel gewählt?

Die Autorin nutzt diese als Fallbeispiel für die heutige, institutionalisierte Kontrolle weiblichen Auftretens, welche die Autorin in eine direkte Traditionslinie zu mittelalterlichen Vorgaben stellt.

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Details

Titel
Frauengewänder im deutschsprachigen Raum um 1200
Untertitel
Die Unterdrückung der Frau durch die Mode und deren Relevanz für die heutige Zeit
Hochschule
AMD Akademie Mode & Design GmbH  (Hochschule Fresenius)
Veranstaltung
Modegeschichte
Note
1,0
Autor
Alina Heß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V1157357
ISBN (PDF)
9783346554888
ISBN (Buch)
9783346554895
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauen Gesellschaft Mittelalter Mode Mode im Mittelalter mittelalterliche Mode Deutschland Gewänder Geschlechter Geschlechterforschung sex Trend Unisex Unterdrückung Feminismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Heß (Autor:in), 2019, Frauengewänder im deutschsprachigen Raum um 1200, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157357
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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