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Ein kritischer Moment: Papstwahlen im 6. bis 8. Jahrhundert in der Darstellung des Liber Pontificalis

Welche Aspekte hatten Einfluss auf die Papstwahl und inwiefern äußert sich das?

Title: Ein kritischer Moment: Papstwahlen im 6. bis 8. Jahrhundert in der Darstellung des Liber Pontificalis

Term Paper , 2020 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anna Schmiedehausen (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Welche Verfahren und Probleme hat es in diesen 300 Jahren rund um die Papstwahlen gegeben und was für ein Bild der Wahlen entsteht im Liber Pontificalis? Um diese Frage zu beantworten, folgt zunächst ein Überblick über die verschiedenen Papsterhebungsverfahren und ob gewisse Kräfte, Krisenfälle oder Manipulationen sichtbar sind. Des Weiteren wird die Abstammung der Päpste, deren familiäre Hintergründe und deutliche herausstechende Eigenschaften beschrieben. Hierbei dient der Liber Pontificalis als Quelle dieser Arbeit. Zusätzlich wurde Literatur verwendet, die den aktuellen Forschungsstand zum Papsttum im Mittelalter widerspiegelt. Dennoch ist die Informationslage im Rahmen des Seminars eingeschränkt, da dieser Hausarbeit nur diese eine mögliche Quelle zugrunde liegt. Im Folgenden werden einzelne Fälle aus dem Liber Pontificalis betrachtet und ausgewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Papsterhebungsverfahren

Kräfte

Krisenfälle

Manipulationen

Abstammung und Eigenschaften der Päpste

Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die problematischen Begleitumstände von Papstwahlen zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert. Ausgehend vom Liber Pontificalis wird analysiert, welche rechtlichen Verfahren existierten, welche Machtfaktoren die Wahlen beeinflussten und inwieweit Manipulationen, Doppelwahlen und soziale Hintergründe das Papstamt in dieser Zeit prägten.

  • Historische Analyse der Papsterhebungsverfahren im 6. bis 8. Jahrhundert.
  • Einfluss von Kaiser und byzantinischer Herrschaft auf die päpstliche Wahl.
  • Untersuchung von Schismen, Gegenpäpsten und Doppelwahlen als Krisenphänomene.
  • Rolle von Bestechung und Korruption in der Frühgeschichte des Papsttums.
  • Soziale Herkunft und charakterliche Darstellung der Päpste in den Viten.

Auszug aus dem Buch

Papsterhebungsverfahren

Nachdem ein Papst verstorben war, musste ein neuer gewählt werden. Dies war oftmals keine einfache Angelegenheit, denn die Wahl eines neuen Papstes war und ist nicht einfach und sehr komplex. Der Bischof musste vom gesamten Volk gewählt werden, bevor er geweiht werden konnte. Zudem wurde berichtet, dass die Bischöfe der benachbarten Gemeinden die Bischofskandidaten prüften. Diese Nachbarbischhöfe waren nach der Wahl des Volkes und ihrer eigenen Prüfung auch diejenigen, die den Auserwählten später in sein Amt erhoben. Mit der Zeit wurde der Einfluss des Volkes immer mehr eingeschränkt und das Stimmrecht zurückgedrängt. Dadurch stieg die Bedeutung der Staatsaristokratie an, da diese bei der Wahl des Papstes eine immer bedeutendere Position errungen hatte.

Da sich mit zunehmender Bedeutung des Papsttums immer mehr verschiedene staatliche Herrscher in die Wahl einzumischen versuchten, war es an der Zeit Regularien für die Papstwahl festzulegen. Im Jahre 499 wurde auf eine Synode beschlossen, dass der Papst selber, seinen Nachfolger auszuwählen hatte und dass der Klerus nur dann wählen sollte, wenn der Papst verstarb, ohne vorher einen Nachfolger gewählt zu haben. Zudem wurde bestimmt, dass es nicht erlaubt war über einen neuen Papst zu debattieren, solange der aktuelle Papst sein Amt noch innehatte. Dem einfachen Volk wurde nicht erlaubt, sich an der Wahl zu beteiligen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der frühen Papstwahlen und Darlegung der Quellenlage durch den Liber Pontificalis für den Zeitraum vom 6. bis 8. Jahrhundert.

Hauptteil: Untersuchung der Wahlverfahren, der Einflussnahme staatlicher Mächte, auftretender Krisen wie Doppelwahlen sowie Praktiken wie Bestechung und der sozialen Herkunft der Päpste.

Papsterhebungsverfahren: Analyse der sich wandelnden Wahlregeln, von der Beteiligung des Volkes hin zur Einschränkung des Stimmrechts und dem wachsenden Einfluss staatlicher Herrscher.

Kräfte: Erörterung des Machtverhältnisses zwischen Papsttum und Kaisertum sowie der Rolle der kaiserlichen Bestätigung und der diplomatischen Vertreter (Apokrisiare).

Krisenfälle: Betrachtung von Schismen und Doppelwahlen als Ausdruck politischer Meinungsverschiedenheiten und machtpolitischer Interessen.

Manipulationen: Dokumentation von Bestechung, Stimmenkauf und Erpressung zur Erlangung des päpstlichen Amtes.

Abstammung und Eigenschaften der Päpste: Auswertung der Viten hinsichtlich der Herkunft aus dem Adel und der betonten positiven Eigenschaften wie Frömmigkeit und Bildung.

Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, die das Fehlen starrer Regeln bis 1059 und die ständige Einflussnahme politischer und finanzieller Faktoren belegen.

Schlüsselwörter

Papstwahl, Liber Pontificalis, Mittelalter, Papsttum, Kaisertum, Gegenpapst, Doppelwahl, Bestechung, Kirchengeschichte, Exarchat, Synode, Klerus, Adel, Apokrisiar, Amtswechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Abläufen und den politischen Problemen bei Papstwahlen im Zeitraum vom 6. bis zum 8. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Wahlverfahren, den Einfluss von Kaisern, das Auftreten von Gegenpäpsten sowie Korruption und die soziale Herkunft der Päpste.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, herauszufinden, welche Faktoren und Kräfte die Papstwahlen prägten und welches Bild dieser Wahlen im Liber Pontificalis vermittelt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die den Liber Pontificalis als zentrale Quelle auswertet und mit aktueller Forschungsliteratur vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Erhebungsverfahren, Machtkonflikten zwischen Kirche und Kaiser, Manipulationsversuchen sowie der biographischen Charakterisierung der Päpste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Papstwahl, Liber Pontificalis, Gegenpapst, Doppelwahl, Machtverhältnis und Korruption.

Welche Bedeutung hatte das Papstwahldekret von 1059 für die Argumentation?

Das Dekret dient als zeitlicher Ankerpunkt, um aufzuzeigen, dass vor diesem Zeitpunkt keine einheitlichen, festen Regeln für die Papstwahl existierten.

Wie wirkten sich Bestechungsgelder auf die Papstwahl aus?

Wie im Fall von Papst Sergius beschrieben, konnten finanzielle Mittel entscheidend sein, um die kaiserliche Zustimmung zur Weihe zu erzwingen oder Wahlen zu den eigenen Gunsten zu beeinflussen.

Welche Rolle spielten die byzantinischen Kaiser bei der Papstwahl?

Die Kaiser (oder deren Vertreter, die Exarchen) mussten die Wahl des Papstes bestätigen, was eine direkte Kontrolle über die kirchliche Besetzung ausübte und die Päpste in eine Abhängigkeit brachte.

Warum war der Adel bei Papstwahlen so entscheidend?

Da Päpste oft aus Adelskreisen stammten und finanzielle Unabhängigkeit für den Bau und die Ausstattung von Kirchen essenziell war, sicherte der Adel durch die Wahl Einfluss auf das höchste geistliche Amt.

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Details

Title
Ein kritischer Moment: Papstwahlen im 6. bis 8. Jahrhundert in der Darstellung des Liber Pontificalis
Subtitle
Welche Aspekte hatten Einfluss auf die Papstwahl und inwiefern äußert sich das?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
2,3
Author
Anna Schmiedehausen (Author)
Publication Year
2020
Pages
13
Catalog Number
V1157384
ISBN (PDF)
9783346554864
ISBN (Book)
9783346554871
Language
German
Tags
kritischer moment papstwahlen jahrhundert darstellung liber pontificalis welche aspekte einfluss papstwahl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Schmiedehausen (Author), 2020, Ein kritischer Moment: Papstwahlen im 6. bis 8. Jahrhundert in der Darstellung des Liber Pontificalis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157384
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