Diese Diplomarbeit soll sich mit diversen Aspekten rund um den Beruf desMaklers1 mit dem Schwerpunkt Finanz- und Versicherungssektorbeschäftigen. Um die Unterschiede zum Vertreter deutlich zu machen, wird dieser an gegebener Stelle zu Vergleichszwecken herangezogen.Im Groben lässt sich die Arbeit in zwei Bereiche gliedern. Der erste Bereich ist vorwiegend der Theorie gewidmet. Neben der Abgrenzung des Maklers vom Vertreter sollen hier Hinweise zur Existenzgründung aber auch Fördermöglichkeiten vorgestellt werden. Nach diesen Hinweisen zum Berufseinstieg folgen Sachverhalte zur Berufsausübung, bis schließlich im darauf folgenden Abschnitt auf die Unternehmensabgabe bzw. Unternehmensnachfolge eingegangen wird.Neben dem vorwiegend theoretischen ersten Teil folgt im zweiten Bereich die Auswertung der Umfrage. Hierbei wurde der theoretische erste Teil der Arbeit in der Praxis angewandt. So wurden diverse Makler und Vertreter zu ihrer beruflichen Tätigkeit, ihren Plänen für den Berufsausstieg und den möglichen Regelungen zum Berufseinstieg eines Nachfolgers befragt.
Inhaltsverzeichnis
1. Überblick und Aufbau dieser Arbeit
2. Unterscheidung Makler – Vertreter
2.1. Vertreter
2.2. Makler
2.3. Abhängigkeit von einem Unternehmen / eingeschränktes Maklertum
2.4. Unterstützung durch ein „Vertragsunternehmen“
2.5. Vertriebsinhalte / Vertriebsumfang
3. Existenzgrundlagen als Finanz- und Versicherungsberater
3.1. Grundlegende Eigenschaften zum Maklerberuf
3.2. Eigen- und Fremdanalyse
3.3. Bereitschaft zur Selbständigkeit – Sachverhalte und Lösungsmöglichkeiten
3.3.1. Motivation für die Selbständigkeit
3.3.2. Vorab - Prüfung des Unternehmenskonzeptes
3.3.3. Businessplan
4. Fördermöglichkeiten für Existenzgründer
4.1. Überbrückungsgeld
4.2. „Ich – AG“
4.3. Existenzgründungshilfe der GFAW
4.4. Notwendige Unterlagen / Voraussetzungen und die damit verbundenen Kosten für die Existenzgründung
5. Fragen zum Berufseinstieg
5.1. Wahl der Krankenversicherung
5.2. Wahl der Rentenversicherung
5.3. Scheinselbständigkeit
5.4. Risikomanagement
6. Arbeit als Vertreter und Makler – Rechte und Pflichten
7. Unternehmensnachfolge mit dem Schwerpunkt Finanz- und Versicherungssektor
7.1. Übernahmevarianten
7.1.1. Sofortige Kaufpreiszahlung vs. Rentenzahlung
7.1.2. Freie Übernahme – der Kauf
7.1.3. Familiengeprägte Nachfolge
7.2. Funktionen des Eigentumsüberganges
7.3. Zulässigkeit der Bestandsübertragung
7.4. Datenschutzbestimmungen bzgl. Kundenübertragung
7.5. Strafen bei Verstößen
7.6. Abgabe / Übernahme der Firma
7.6.1. Auswahl und Ausbildung des Nachfolgers
7.6.2. Warum will der Nachfolger die Firma übernehmen?
7.7. Bestandsbewertungen
7.7.1. Bewertungsmethoden im Überblick
7.7.2. Substanzwertmethode
7.7.3. Unterscheidung Substanzwert- und Ertragswertmethode
7.7.4. Ertragswertmethode
7.7.5. Zusammenfassung zu den Bewertungsmethoden
8. Auswertung der Fragebögen
9. Fazit / Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen für die Tätigkeit als Makler im Finanz- und Versicherungssektor, mit einem besonderen Fokus auf den Prozess der Unternehmensgründung und die spätere Unternehmensnachfolge. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, welche Voraussetzungen für den Berufseinstieg gelten, wie sich die Rolle des Maklers von der des Vertreters abgrenzt und welche Aspekte bei der Übertragung von Kundenbeständen beachtet werden müssen.
- Unterscheidung zwischen Handelsvertretern und Maklern
- Existenzgründung und Fördermöglichkeiten im Finanzsektor
- Rechte und Pflichten bei der Berufsausübung
- Methoden der Unternehmensbewertung bei Nachfolgeregelungen
- Datenschutzrechtliche Anforderungen bei der Kundenübertragung
Auszug aus dem Buch
3.2. Eigen- und Fremdanalyse
Ein grundsätzlicher Fehler vieler Menschen besteht darin, dass sie ihr Eigenbild anders einschätzen, als es ein Dritter von außen tut. In dieser Einschätzung geht es darum, ob der potenzielle Makler überhaupt für diesen Beruf geeignet scheint. Die Analyse sollte natürlich nicht als einziges Kriterium für die Zukunftsentscheidung herhalten, aber sie sollte einen Anteil an der Entscheidung haben. Es ist sicherlich hilfreich, wenn man weiß, wie andere Leute über einen denken, wie sie einen einschätzen und ob man sich selbst eventuell in einem falschen Licht sieht. Gerade im Beruf des Maklers mit den notwendigen Kundenkontakten und der Akquisition von Neukunden wäre eine falsche Selbsteinschätzung womöglich Existenz gefährdend.
Daher sollte man den folgenden Fragebogen zunächst selbst ausfüllen, um dann ein weiteres Exemplar einem guten Bekannten, Freund oder Kollegen, mit der Bitte um eine Einschätzung der eigenen Person aus Sicht eines Anderen, zu geben. Anhand der Bewertung der Kriterien kann man sodann feststellen, ob andere einen selbst so sehen, wie man sich selbst sieht, ob man wirklich das Verkaufstalent ist, das man meint zu sein oder ob man eventuell eher ein schüchterner Mensch ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Überblick und Aufbau dieser Arbeit: Einführung in das Thema der Maklertätigkeit und Gliederung der Arbeit in einen theoretischen und einen praktischen Teil.
2. Unterscheidung Makler – Vertreter: Detaillierte juristische Abgrenzung der beiden Berufsbilder unter Berücksichtigung des HGB.
3. Existenzgrundlagen als Finanz- und Versicherungsberater: Analyse der notwendigen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für die Selbständigkeit.
4. Fördermöglichkeiten für Existenzgründer: Vorstellung finanzieller Starthilfen wie Überbrückungsgeld und Ich-AG sowie rechtliche Anforderungen.
5. Fragen zum Berufseinstieg: Behandlung kritischer Themen wie Kranken- und Rentenversicherung sowie das Risiko der Scheinselbständigkeit.
6. Arbeit als Vertreter und Makler – Rechte und Pflichten: Erörterung der vertraglichen Bindungen und der jeweiligen Verantwortungsbereiche.
7. Unternehmensnachfolge mit dem Schwerpunkt Finanz- und Versicherungssektor: Umfassende Untersuchung der Übernahmeformen, der Bestandsbewertung und datenschutzrechtlicher Aspekte.
8. Auswertung der Fragebögen: Präsentation und Analyse der praktischen Umfrageergebnisse unter lokalen Finanzdienstleistern.
9. Fazit / Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz einer frühzeitigen Nachfolgeplanung und der Risiken bei mangelnder Vorbereitung.
Schlüsselwörter
Finanzmakler, Versicherungsvertreter, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge, HGB, Kundenbestand, Bestandsbewertung, Ertragswertmethode, Substanzwertmethode, Datenschutzgesetz, Scheinselbständigkeit, Provision, Berufseinstieg, Finanzdienstleistung, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen und unternehmerischen Aspekte, die für Makler im Finanz- und Versicherungssektor relevant sind, von der Existenzgründung bis hin zur späteren Unternehmensnachfolge.
Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?
Zentral sind die gesetzliche Abgrenzung von Maklern und Vertretern, die Voraussetzungen für den Berufseinstieg, Möglichkeiten der staatlichen Förderung und die komplexen Herausforderungen bei der Unternehmensübertragung.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die berufliche Praxis zu geben und aufzuzeigen, wie wichtig eine strukturierte Nachfolgeplanung für den Erhalt des Kundenstamms ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literaturrecherche zu rechtlichen Grundlagen (HGB, BGB, GewO) mit einer empirischen Auswertung in Form einer Umfrage unter Finanzberatern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Berufsbildern und Fördermöglichkeiten sowie in einen praktischen Teil, der durch Fragebögen Erkenntnisse über die aktuelle Nachfolgeplanung in der Branche liefert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensnachfolge, Finanzmakler, Bestandsbewertung, Ertragswertverfahren, Scheinselbständigkeit und Datenschutz.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Makler und Vertreter so wichtig?
Sie ist entscheidend für die rechtliche Haftung, die Provisionsansprüche und die Unabhängigkeit bei der Produktauswahl, was direkte Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit und den Firmenwert hat.
Warum betont der Autor die Notwendigkeit einer professionellen Bewertung bei der Nachfolge?
Da der Kundenstamm das wertvollste Gut eines Maklerbüros ist, führt eine subjektive oder falsche Bewertung oft zu existenzgefährdenden Ergebnissen für den Verkäufer oder zu überhöhten Kosten für den Käufer.
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- Thomas Müller (Author), 2005, Das aktuelle Maklertum im Finanz- und Versicherungssektor - Einstieg, Ausübung, Nachfolge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115751