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Möglichkeiten und Grenzen sozialer Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona Pandemie

Title: Möglichkeiten und Grenzen sozialer Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona Pandemie

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Louisa Zeitler (Author)

Social Work
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Inwiefern wirkt sich die Pandemie auf die Chancengleichheit von Kindern, Jugendlichen und Familien aus und durch welche Unterstützungsangebote, insbesondere durch welche politischen Instrumente, können sie unterstützt werden?

Hierbei wird das Hauptaugenmerk auf die Frage bezüglich des Umgangs mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gelegt, da diese essentiell für die Aufstiegschancen junger Menschen sind und dabei das ganze Familienleben beeinflussen. Zudem sollen die Auswirkungen der Pandemie auf die Chancengleichheit von Mann und Frau in der Erwerbsarbeit näher betrachtet werden. Des Weiteren sollen auch die gesundheitlichen Disparitäten, sowohl psychisch als auch physisch, die durch die Krise verstärkt wurden, in den Blick genommen werden.

Als am 7. Januar 2020 von chinesischen Behörden ein neuartiges Corona Virus „Covid-19“ identifiziert wurde, waren dem Großteil der Bevölkerung die politischen, ökonomischen und soziokulturellen Konsequenzen wenig bis kaum bewusst. Knapp 18 Monate nach dem Beginn der Pandemie steht fest, dass wir es mit einer Krise ungeahnten und verheerenden Ausmaßes zu tun haben. Die Corona-Krise stellt das Leben Vieler auf den Kopf, doch die Auswirkungen sind hochgradig heterogen. Grund hierfür ist – neben vielen anderen Faktoren – die soziale Ungleichheit. Die Bewältigung der Pandemie erweitert die globalen Verteilungskämpfe. Beginnend mit dem Zugang zu medizinischer Ausrüstung, Kapazitäten zum Testen bis hin zu einem Impfstoff. Mit den Schutzmaßnahmen, welche zur Eindämmung des Corona-Virus getroffen wurden, haben sich vor allem die Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien in Deutschland radikal verändert. Für viele Kinder ist der Kitabesuch komplett weggefallen und der Schulunterricht wurde im Rahmen von Homeschooling in die eigenen vier Wände verlegt. Unter Berücksichtigung des geltenden Kontaktverbotes, verbringen Kinder und Jugendliche den größten Teil des Tages zu Hause. Das hat zur Folge, dass die Ressourcen, die sie daheim vorfinden, entscheidend für ihren Alltag und das Lernen sind. Hinzu kommt, dass viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aufgrund der Schließung von Betreuungseinrichtungen gezwungen sind, ihre Erwerbstätigkeit zu reduzieren beziehungsweise komplett aufzugeben, um ihre Kinder zu betreuen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Bedeutung von Chancengleichheit

2. Auswirkungen der Covid19-Pandemie

2.1 Bildungs-, und Betreuungseinrichtungen

2.2 Gleichstellung der Geschlechter in der Erwerbsarbeit

2.3 Psychische und Physische Gesundheit

3. Unterstützungsangebote

3.1 Politische Unterstützung

3.2 Digitale Bildungspolitik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die Chancengleichheit von Kindern, Jugendlichen und Familien auswirkt und welche politischen sowie praktischen Unterstützungsangebote existieren, um soziale Ungleichheiten in der Krise abzufedern.

  • Auswirkungen der Pandemie auf Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
  • Geschlechtsspezifische Folgen für die Erwerbsarbeit und Sorgearbeit
  • Physische und psychische Belastungen junger Heranwachsender
  • Angebote zur Krisenintervention und Stressbewältigung
  • Politische Instrumente zur existenzsichernden Unterstützung
  • Bedeutung der Digitalisierung für die Bildungsgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Bildungs-, und Betreuungseinrichtungen

Ab Mitte März 2020 wurden in den meisten Ländern die frühkindlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, wie auch die Schulen zur Bekämpfung der Covid19-Pandemie geschlossen. Hier zeigt sich gemäß des neuesten SDG Berichts der United Nations, ein weltweiter Einsatz dieser Eindämmungsmaßnahme: Ende März hatten über mehr als 190 Länder die Schulen landesweit geschlossen, 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler weltweit waren davon betroffen (United Nations, 2020, S. 34). Aufgrund von Kontaktbeschränkungen und dem erhöhtem Risiko älterer Menschen schwerwiegend an Corona zu erkranken, wurde die Kinderbetreuung, Erziehung und Bildung – zumindest temporär – wieder vollständig zurück an die Familien verlagert (Blank, 2020). Entsprechend gaben in der Woche vom 27. März bis 2. April 2020 92,9 Prozent aller Eltern an, ihre Kinder selbst zu betreuen (Möhring et al., 2020, S. 12). Laut des Berichts der United Nations, dürfte sich die monatelange Abwesenheit aus der Schule auf den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen auswirken, da längerfristige Schulabwesenheit niedrigere Bildungs- und Abschlussquoten, als auch schlechtere Lernergebnisse hervorrufe (United Nations, 2020, S. 32). Insbesondere betroffen sind benachteiligte Bevölkerungsgruppen, wie Schüler und Schülerinnen aus armen Milieus oder mit Behinderungen (ebd.).

Kernthematik im Umgang mit Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ist die Frage, inwieweit zwischen dem Gesundheitsschutz der Kinder und ihrer Angehörigen, sowie der in den pädagogischen Einrichtungen beschäftigten Personen und dem Anspruch auf Bildung abgewogen werden soll. Dieser Diskurs ist eine schmale Gradwanderung, der sorgfältig deliberiert werden sollte, um einer möglichen Polarisierung vorzubeugen. Die Teilnahme an Bildungs- und Betreuungsangeboten ist essentielle Voraussetzung für Aufstiegschancen junger Menschen. Gleichwohl hat die Erfahrung gezeigt, dass die Bildungschancen junger Heranwachsender erheblich von der sozialen Herkunft abhängen. So kann beispielsweise Homeschooling je nach familiärer Situation Segen oder Fluch für Zöglinge und deren Familien darstellen. Homeschooling gelingt besser, wenn ein Elternteil nicht zur Arbeit muss oder auf Flexibilität in Form von Homeoffice zurückgreifen kann. Gänzlich anders sieht es für Familien aus, in welchen es zu Fällen von häuslicher Gewalt oder gar sexuellen Missbrauchsfällen kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die weitreichenden sozioökonomischen Folgen der Corona-Pandemie und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Chancengleichheit.

1. Die Bedeutung von Chancengleichheit: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Chancengleichheit im Kontext des Grundgesetzes und betont deren gesellschaftliche Relevanz.

2. Auswirkungen der Covid19-Pandemie: Es wird analysiert, wie die Pandemie bestehende soziale Ungleichheiten verschärft und das tägliche Leben beeinflusst.

2.1 Bildungs-, und Betreuungseinrichtungen: Das Kapitel behandelt die Auswirkungen von Schul- und Kitaschließungen auf die Bildungschancen und die Belastung für Familien.

2.2 Gleichstellung der Geschlechter in der Erwerbsarbeit: Hier wird untersucht, wie die Pandemie die Aufteilung von Sorgearbeit und Erwerbstätigkeit zwischen den Geschlechtern beeinflusst.

2.3 Psychische und Physische Gesundheit: Dieses Kapitel erörtert die gesundheitlichen Folgen von Isolation und Lockdown für Kinder und Jugendliche.

3. Unterstützungsangebote: Ein Überblick über existierende Anlaufstellen und Hilfsangebote für Familien in Krisensituationen.

3.1 Politische Unterstützung: Analyse der staatlichen Maßnahmen und Sozialschutzpakete zur Abfederung wirtschaftlicher Krisenfolgen.

3.2 Digitale Bildungspolitik: Erörterung der Chancen und Herausforderungen durch die verstärkte Digitalisierung im Bildungsbereich.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Entlastungen für Familien zur Wahrung der Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Corona-Pandemie, Chancengleichheit, Soziale Ungleichheit, Familien, Kinderbetreuung, Homeschooling, Erwerbsarbeit, Geschlechtergerechtigkeit, Psychische Gesundheit, Sozialschutz, Bildungspolitik, Digitalisierung, Resilienz, Soziale Hilfen, Krisenintervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit?

Die Arbeit analysiert die sozioökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder, Jugendliche und Familien mit einem besonderen Fokus auf die Chancengleichheit in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Bildungseinrichtungsschließungen, die Verschiebung der Geschlechterrollen in der Erwerbsarbeit sowie die physische und psychische Gesundheit Heranwachsender.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, wie die Pandemie Chancengleichheit beeinflusst und durch welche politischen sowie sozialen Instrumente Familien in dieser Krisenzeit effektiv unterstützt werden können.

Welche methodische Vorgehensweise liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Studien, Berichten internationaler Organisationen (z.B. UN) und aktuellen Forschungsergebnissen zu den Auswirkungen der Covid-19-Krise.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der pandemiebedingten Auswirkungen auf Bildung, Erwerbsarbeit und Gesundheit sowie eine Bestandsaufnahme aktueller politischer und praktischer Unterstützungsangebote.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Bildungsgerechtigkeit und staatliche Unterstützungsmaßnahmen geprägt.

Warum spielt die soziale Herkunft bei der Bildungsbewältigung während der Pandemie eine entscheidende Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Homeschooling stark von den vorhandenen Ressourcen zu Hause abhängt, was benachteiligte Familien deutlich härter trifft als wohlhabendere.

Welche langfristige Gefahr für die Geschlechtergerechtigkeit identifiziert die Autorin?

Es besteht die Sorge, dass eine verstärkte Übernahme der Kinderbetreuung durch Frauen zu langfristigen Erwerbseinbußen führen und die Einkommensungleichheit zwischen den Geschlechtern zementieren könnte.

Welche Rolle spielt die Schule als Schutzraum für Kinder?

Die Schule dient nicht nur als Bildungsort, sondern auch als strukturgebender Sozialisationsraum, der bei Problemen in der Familie (z.B. häusliche Gewalt) eine wichtige Beobachtungs- und Hilfsfunktion erfüllt.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen sozialer Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona Pandemie
College
University of Applied Sciences Nuremberg  (Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Louisa Zeitler (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1157533
ISBN (PDF)
9783346554789
ISBN (Book)
9783346554796
Language
German
Tags
Soziale Ungleichheit Pandemie Soziale Hilfen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Louisa Zeitler (Author), 2021, Möglichkeiten und Grenzen sozialer Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona Pandemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157533
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