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Die Warschauer Verträge. Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR

Title: Die Warschauer Verträge. Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Gunnar Maier (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Die Arbeit untersucht die Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR. Bei der Verabschiedung der Warschauer Verträge war nach einer Ansicht Krushchevs eine starke Einbeziehung der DDR unbedingt erforderlich, da man in einem gesamtdeutschen Staat im westlichen Lager die Gefahr einer Ausdehnung der amerikanischen Einflusssphäre in Osteuropa befürchtete.

Der DDR musste somit von Anfang an eine Sonderrolle im Bündnissystem der Warschauer Verträge zukommen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie sich diese Sonderstellung auf den Staat der DDR und seine Bürger auswirkte. Da mit dem Mauerbau 1961 eine räumliche Abtrennung von der BRD erfolgte, ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Zeit von 1955-1961 von Interesse, da sich in diesem Zeitraum die DDR und die Bundesrepublik als hochrelevante Bestandteile politischer Blöcke mit gegensätzlichen Gesellschaftsordnungen ohne eine solche Abtrennung, gegenüberstanden.

Den Bürgern der DDR und der BRD war somit die gegensätzliche Entwicklung ihres allgemeinen Lebensstandards in dieser Zeit noch stärker bewusst. Zudem war der Wunsch nach der Einheit eines deutschen Volkes zu diesem Zeitpunkt noch stärker präsent und die Grenzen waren leichter passierbar. Gerade in diesem kritischen Zeitraum galt es, aufgrund politischen Druckes, allerdings wesentliche Züge der Warschauer Verträge umzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Der Weg zu den Warschauer Verträgen

a) Die Berliner Blockade und der Nordatlantikpakt

b) Der Aufstand vom 17. Juni 1953 und die Erhaltung des Status quo

II. Internationale Bedeutung der Warschauer Vertragsorganisation bis 1961

III. Die Rolle der DDR in den Warschauer Verträgen

la) Die Sonderrolle der DDR im internationalen Kontext

b) Auswirkungen auf das Alltagsleben der DDR-Bürger

IV. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR durch die Warschauer Verträge im Zeitraum von 1955 bis 1961. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die spezifische Sonderrolle der DDR innerhalb dieses Bündnissystems auf den Staat und das Alltagsleben seiner Bürger auswirkte, insbesondere vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Spannungen und der räumlichen Abtrennung zur Bundesrepublik Deutschland.

  • Ursachen und politischer Kontext der Gründung des Warschauer Paktes
  • Internationale Bedeutung und Hegemonialstellung der UdSSR bis 1961
  • Die spezifische außen- und innenpolitische Sonderrolle der DDR
  • Militarisierung der DDR und Auswirkungen auf das Alltagsleben
  • Einfluss der NVA und Rolle der Wehrpflicht zur Machtfestigung

Auszug aus dem Buch

b) Auswirkungen auf das Alltagsleben der DDR-Bürger

Die Primärwirkung der Warschauer Verträge entfaltete sich innerhalb der DDR vor allem in einer massiv beschleunigten Militarisierung. Bereits kurz nach Beitritt wurde der Aufbau der NVA in Angriff genommen. Hierzu konnte man auf die, bereits seit 1953, umfangreichen Kräfte der regulären und kasernierten Volkspolizei zurückgreifen. Ob die DDR hierbei als einziger Ostblockstaat verpflichtet war alle ihre Streitkräfte den vereinten WVO-Streitkräften zuzuführen und sie damit der Führung des vereinten Oberkommandos, also quasi sowjetischer Kontrolle, zu unterstellen, ist unklar. Jedenfalls dürfte die Kontrolle der Sowjetunion bereits beim Aufbau der NVA besonders stark gewesen sein, stellte die DDR doch ihre Kräfte an das vereinte Oberkommando schneller zur Verfügung, als alle anderen Ostblockstaaten und waren diese nach sowjetischem Vorbild organisiert, so dass sie besonders reibungslos mit sowjetischen Streitkräften in Deutschland (GSSD) zusammenarbeiten konnten. Neben der äußeren Absicherung sollten diese Kräfte, auch der Herrschaftssicherung im Inneren dienen, wie bereits Pläne von 1956 über ein gemeinsames Eingreifen, im Falle eines weiteren Aufstandes belegen. Man bemühte sich aber eher darum die Bevölkerung für das System einzunehmen und z.B. Jugendlichen, die Militärdienst geleistet hatten, den Studieneinstieg zu erleichtern.

Eine flächenwirksame Schulungsfunktion konnte die NVA allerdings erst mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht entfalten. Dies war allerdings undenkbar, solange die leicht passierbare Grenze nach Westberlin, alle anderen waren bereits weitestgehend abgesichert, existierte. Ohne eine sichere Abriegelung dieses Grenzabschnittes, hätte dies eine permanente Erosion des Wehrpflichtpotentials und der Wirtschaftskraft bedeutet. Darüber hinaus bestand die Gefahr einer Destabilisierung des Regimes durch die weitere Ausdünnung der Bildungselite. Somit war erst nach dem Mauerbau 1961 eine verstärkte ideologische Indoktrinierung der Bevölkerung über die Wehrpflicht und später auch militärisch geprägte Jugendorganisationen wie der FDJ oder GST möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Weg zu den Warschauer Verträgen: Dieses Kapitel analysiert die geopolitischen Faktoren wie die Berliner Blockade und den Aufstand vom 17. Juni 1953 als wesentliche Treiber für die Gründung des Verteidigungsbündnisses.

II. Internationale Bedeutung der Warschauer Vertragsorganisation bis 1961: Hier wird die hegemoniale Stellung der Sowjetunion beleuchtet und erläutert, wie innere Krisen im Ostblock die Konsolidierung der Paktstrukturen beeinflussten.

III. Die Rolle der DDR in den Warschauer Verträgen: Der Abschnitt fokussiert auf die schwierige internationale Ausgangslage der DDR und die daraus resultierende forcierten Militarisierung als Mittel der innen- und außenpolitischen Machtstabilisierung.

IV. Gesamtergebnis: Das Fazit fasst zusammen, wie durch die Einbindung in den Warschauer Pakt und die nachfolgende Grenzschließung 1961 eine der am stärksten militärisch geprägten Gesellschaften der damaligen Zeit entstand.

Schlüsselwörter

DDR, UdSSR, Warschauer Verträge, Kalter Krieg, NVA, Militarisierung, SED-Regime, Ostblock, 17. Juni 1953, Mauerbau, Berliner Blockade, Nordatlantikpakt, geopolitische Integration, Sicherheitssystem, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration der DDR in das Militärbündnis des Warschauer Paktes und den daraus resultierenden Auswirkungen auf den DDR-Staat und die Gesellschaft zwischen 1955 und 1961.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte des Kalten Krieges, die Rolle der NATO als Gegenpol, die interne Konsolidierung des SED-Regimes sowie die forcierte Militarisierung der DDR-Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Sonderrolle der DDR innerhalb des Warschauer Vertrages zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese zur Machtfestigung des Regimes genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Dokumenten basiert, um die kausalen Zusammenhänge der politischen Entscheidungen dieser Ära darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Weg zur Vertragsunterzeichnung, die internationale Bedeutung der Vertragsorganisation sowie die konkreten innenpolitischen Auswirkungen, insbesondere den Aufbau der NVA.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben DDR und Warschauer Verträge vor allem Militarisierung, SED-Herrschaft, geopolitische Machtblöcke und die Zäsur des Jahres 1961.

Wie wirkte sich die NVA auf das Alltagsleben der DDR-Bürger aus?

Die NVA diente nicht nur der äußeren Verteidigung, sondern wurde zunehmend als Instrument der inneren Herrschaftssicherung und ideologischen Indoktrinierung genutzt, was durch die Einführung der Wehrpflicht weiter verstärkt wurde.

Warum war der Mauerbau 1961 für die Militarisierung so entscheidend?

Die Abriegelung der Grenze verhinderte die Abwanderung von Arbeitskräften und Wehrpflichtigen, was dem Regime erst ermöglichte, eine flächendeckende ideologische und militärische Kontrolle über die Bevölkerung auszuüben.

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Details

Title
Die Warschauer Verträge. Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR
College
University of Kassel
Grade
2,3
Author
Gunnar Maier (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V1157570
ISBN (eBook)
9783346551993
ISBN (Book)
9783346552006
Language
German
Tags
DDR Warschauer Pakt Nato Berliner Blockade
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gunnar Maier (Author), 2008, Die Warschauer Verträge. Integration der DDR in die Machtsphäre der UdSSR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157570
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