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Lehrende mit Schüler und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Regelschule

Vergleich zwischen theoretischen Praxistipps für den Unterricht und Beispielsituationen aus biographischen Berichten von Betroffenen

Titel: Lehrende mit Schüler und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Regelschule

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Valentina Fischenko (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Konzept der inklusiven Schulen, in denen Kinder mit Lernschwächen, Förderbedarf oder auch geistigen Einschränkungen in Regelschulen anstatt in Förderschulen unterrichtet werden, wird von immer mehr Schulen in Deutschland umgesetzt. Dementsprechend treffen sowohl auf die Lehrkräfte als auch auf die Kinder bestimmte Hürden, die beide Seiten zu bewältigen haben. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Schüler und Schülerinnen, die mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) an Regelschulen unterrichtet werden. Dabei wird herausgestellt, wie diverse theoretische Praxistipps sowie allgemeine, zu erwartende Grundhaltungen von Lehrkräften umgesetzt werden. Dies geschieht anhand eines Vergleichs mit den bibliografischen Erfahrungen von Menschen, die mit einer Autismus-Spektrum-Störung an Regelschulen unterrichtet wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Merkmale von Autismus-Spektrum-Störungen und Eigenschaften von Betroffenen

2.1 Auftretende Schwierigkeiten für Kinder mit ASS in der Regelschule

3. Lehrende mit autistischen SuS in der Regelschule

3.1 „Praxistipps“ für den richtigen Umgang mit SuS mit ASS im Unterricht

4. Biographische Beispielsituationen aus der Schulzeit von Betroffenen

4.1 Analyse der Beispielsituationen und Rolle der involvierten Lehrkräfte

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen für Lehrkräfte bei der Beschulung von Schülern und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) in Regelschulen. Das primäre Ziel ist es, den Vergleich zwischen theoretischen Handlungsempfehlungen für den Unterricht und realen, biographischen Erfahrungen Betroffener zu ziehen, um Handlungsspielräume und potenzielle Fehler im schulischen Umgang aufzuzeigen.

  • Grundlegende Merkmale und Besonderheiten von Autismus-Spektrum-Störungen
  • Herausforderungen und Barrieren im Schulalltag für betroffene Kinder
  • Praktische Unterstützungsmöglichkeiten und Methoden für Lehrkräfte
  • Analyse biographischer Berichte zur Wirksamkeit von Unterrichtspraxen
  • Reflexion der Rolle der Lehrkraft im Inklusionsprozess

Auszug aus dem Buch

3.1 „Praxistipps“ für den richtigen Umgang mit SuS mit ASS im Unterricht

Im Unterricht mit autistischen Schülern, gibt es einige Möglichkeiten für den Lehrenden, um einen Zugang zu seinem Schüler zu gewinnen und dem Kind selbst den Schulalltag sowohl einfacher als auch motivierender zu gestalten. Autistischen Kindern bereitet es oft Schwierigkeiten, sich im Unterricht zu melden und ihre Antworten mündlich mitzuteilen, obwohl dieser Teil des Unterrichts großen Einfluss auf die Gesamtnote hat. Wenn im Extremfall eine kommunikative Beteiligung nicht möglich erscheint, sollte der Lehrerende es in Betracht ziehen, die epochale Note nur gering in die Gesamtnote einfließen zu lassen. Ist der Schüler oder die Schülerin grundsätzlich dazu in der Lage, im Unterricht mündliche Beiträge zu leisten, ist Folgendes zu beachten: Damit dem Schüler eine Möglichkeit zur mündlichen Leistung gewährt werden kann, muss der Lehrende in Erfahrung bringen, aus welchem Grund sein autistischer Schüler Meldungen im Unterricht vermeidet. Die eingeschränkte Beteiligung kann auf kommunikative Defizite, der verlangsamten Reaktion oder auch auf bestimmte Situationen, in denen sie von ihren Mitschülern für ihre Wortmeldungen ausgelacht wurden, zurückgeführt werden. Falls es an einer Verzögerung im Denk- und Meldeprozess liegt, sollte der Lehrende seinem autistischen Schüler diese Zeit definitiv gewähren, um eine Chancengleichheit herbeizuführen. Leitet sich die Vermeidung der mündlichen Mitarbeit von Zwischenfällen mit den Mitschülern ab, muss der Lehrerende mit seinen Schülern feste Regeln einführen, die den Umgang aller Schüler untereinander beeinflussen sollen und bei weiteren Vergehen, ist es wichtig, diese Mitschüler oder Mitschülerinnen zur Verantwortung zu ziehen.

Für Menschen mit ASS bieten ihre eigens ausgedachten Rituale sowie ihrem streng regulierten Alltag einen Halt in der für sie unorganisierten Realität. In der Schule können nicht alle Rituale frei ausgeübt werden, da es bei manchen Aktionen zu Störungen anderer SuS oder des Unterrichts kommen kann. Durch Vereinbarungen mit dem/der autistischen Schüler/in lassen sich dennoch kleinere Rituale vor oder nach der Unterrichtsstunde einführen, um dem Kind mit ASS eine gleichwertige Chance zur Konzentration zu geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Inklusion von Kindern mit ASS in Regelschulen und thematisiert das weit verbreitete Unwissen von Lehrkräften als zentrales Hindernis.

2. Merkmale von Autismus-Spektrum-Störungen und Eigenschaften von Betroffenen: Dieses Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Autismusformen und erläutert die kognitiven sowie sozialen Besonderheiten und Wahrnehmungsschwierigkeiten von Betroffenen.

2.1 Auftretende Schwierigkeiten für Kinder mit ASS in der Regelschule: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen Barrieren wie Reizüberflutung, starre Alltagsbedürfnisse und sozialen Problemen im Schulalltag.

3. Lehrende mit autistischen SuS in der Regelschule: Es wird die schwierige Ausgangslage für Lehrkräfte beschrieben, eine stabile Bindung zu autistischen Schülern ohne fundiertes Fachwissen aufzubauen.

3.1 „Praxistipps“ für den richtigen Umgang mit SuS mit ASS im Unterricht: Dieser Abschnitt bietet konkrete methodische Handlungsanweisungen für den Schulalltag, wie etwa den Umgang mit mündlicher Beteiligung oder die Gestaltung von Ritualen.

4. Biographische Beispielsituationen aus der Schulzeit von Betroffenen: Hier werden Fallbeispiele aus der Praxis (Peter Schmidt, Nick, Axel Braun) genutzt, um sowohl negative als auch positive Erfahrungen bei der schulischen Integration aufzuzeigen.

4.1 Analyse der Beispielsituationen und Rolle der involvierten Lehrkräfte: Das Kapitel reflektiert die Fallbeispiele im Kontext der erarbeiteten Tipps und bewertet das Verhalten der Lehrpersonen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Inklusion maßgeblich von der Offenheit und Weiterbildung der Lehrkräfte sowie der individuellen Förderung abhängt.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Monographien.

Schlüsselwörter

Inklusion, Autismus-Spektrum-Störung, Regelschule, Lehrerausbildung, Unterrichtsgestaltung, Soziale Interaktion, Theory of Mind, Reizüberflutung, Inklusive Pädagogik, Sonderpädagogik, Schüler mit ASS, Lernatmosphäre, Verhaltensauffälligkeiten, Praxistipps, Schulbegleitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Situation von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Regelschule und der Rolle, die Lehrkräfte in diesem Prozess einnehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Merkmale von Autismus, die Herausforderungen im Schulalltag, didaktische Strategien für Lehrkräfte sowie die Analyse realer Fallbeispiele aus der Perspektive von Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, theoretische „Praxistipps“ für den Unterricht mit autistischen Schülern theoretisch zu fundieren und mittels biographischer Berichte kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie den Vergleich theoretischer Ansätze mit qualitativen biographischen Fallbeispielen und Entwicklungsberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen von ASS erläutert, gefolgt von konkreten didaktischen Ratschlägen und der anschließenden Analyse spezifischer Schulerfahrungen von drei Betroffenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Inklusion, Autismus-Spektrum-Störung, Unterrichtsgestaltung und soziale Integration beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Theory of Mind“ in dieser Arbeit?

Der Begriff dient zur Erklärung sozialer Defizite von Betroffenen, insbesondere bei der Interpretation von Ironie, Sarkasmus und ungeschriebenen sozialen Regeln im Schulkontext.

Warum ist das Beispiel „Nick“ für die Arbeit so relevant?

Nicks Fall zeigt eindrucksvoll, wie durch die Einbeziehung individueller Interessen und eine sensible Anpassung der Lernumgebung massive Verhaltensänderungen und Lernfortschritte erreicht werden können.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle von Lehrkräften?

Lehrkräfte fungieren als entscheidende Vorbilder. Ihre Offenheit, Toleranz und Bereitschaft, sich fortzubilden, sind essenziell, um Vielfalt als Normalität zu begreifen und jedem Kind eine faire Ausbildungschance zu bieten.

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Details

Titel
Lehrende mit Schüler und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Regelschule
Untertitel
Vergleich zwischen theoretischen Praxistipps für den Unterricht und Beispielsituationen aus biographischen Berichten von Betroffenen
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,7
Autor
Valentina Fischenko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1157659
ISBN (PDF)
9783346553195
ISBN (Buch)
9783346553201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lehrende schüler schülerinnen autismus-spektrum-störungen regelschule vergleich praxistipps unterricht beispielsituationen berichten betroffenen inklusion ASS kinder mit autismus-spektrum-störungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valentina Fischenko (Autor:in), 2019, Lehrende mit Schüler und Schülerinnen mit Autismus-Spektrum-Störungen in der Regelschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157659
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Leseprobe aus  21  Seiten
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