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Eine vergleichende Betrachtung der Geschichtsphilosophie bei Kant und Marx

Titel: Eine vergleichende Betrachtung der Geschichtsphilosophie bei Kant und Marx

Bachelorarbeit , 2021 , 54 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Görke (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Autor möchte mit dieser Abschlussarbeit die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der geschichtsphilosophischen Konzeptionen von Kant und Marx herausarbeiten sowie diese einer kritischen Reflexion aus gegenwärtiger Perspektive unterziehen. Er vertritt dabei die These, dass die auf den ersten Blick grundverschiedenen Geschichtsbilder zahlreiche verbindende Aspekte aufweisen, insbesondere hinsichtlich ihrer Gegenwartsdiagnose und
Wirkungsmechanismen ausgehend von den individuellen Handlungen der Menschen. Zudem soll gezeigt werden, dass Kants Konzept durch seine im Gegensatz zu Marx bestehende Offenheit sich größere geschichtsphilosophische Relevanz bewahrt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau

2 Einordnung in die Geschichtsphilosophie

3 Geschichtsphilosophie im Werk Kants

3.1 Einordnung und Entwicklung im Werk Kants

3.2 Geschichte als Fortschritt der Vernunft

3.3 Geschichtszeichen als Ausdruck der moralischen Anlage

3.4 Rekonstruktion der Geschichte der Vernunft

4 Geschichtsphilosophie im Werk Marx´

4.1 Einordnung und Entwicklung im Werk Marx´

4.2 Der Historische Materialismus

4.3 Übergänge zwischen den Entwicklungsstufen

4.4 Zustand der Entfremdung

5 Vergleich der geschichtsphilosophischen Konzeptionen

5.1 Zweck und Methode

5.2 Ziel der Geschichte

5.3 Begründung der angenommenen Entwicklungen

5.4 Triebkräfte der geschichtlichen Entwicklungen

5.5 Freiheit und Rolle des Individuums

6 Kritische Reflektion aus gegenwärtiger Perspektive

6.1 Plausibilität auf Basis der Entwicklungen im 20./21. Jahrhundert

6.2 Globalisierung als antizipierte Entwicklung

6.3 Gegenwärtige Bedeutung für die Geschichtsphilosophie

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die geschichtsphilosophischen Konzepte von Immanuel Kant und Karl Marx. Das primäre Ziel besteht darin, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede herauszuarbeiten und diese im Kontext aktueller globaler Entwicklungen kritisch zu reflektieren, um die fortwährende Relevanz dieser klassischen Theorien zu bewerten.

  • Vergleichende Analyse der teleologischen Geschichtsauffassung Kants und der materialistischen Dialektik von Marx.
  • Untersuchung der Rolle des Individuums und der Freiheit im geschichtlichen Prozess.
  • Reflektion der Bedeutung von Arbeit, ökonomischen Strukturen und Vernunft als Triebkräfte der Geschichte.
  • Kritische Überprüfung der Theorien anhand realhistorischer Ereignisse des 20. und 21. Jahrhunderts.
  • Diskussion der Globalisierung als antizipierte Entwicklung in beiden Werken.

Auszug aus dem Buch

3.2 Geschichte als Fortschritt der Vernunft

Kant legt in der „Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ sein geschichtsphilosophisches Konzept dar. Er nimmt an, dass die menschlichen Handlungen durch Naturgesetze bestimmt sind. Die Geschichte als ihre Erzählung setzt nicht beim einzelnen Menschen an, dessen Handlungen regellos erscheinen mögen, sondern versucht einen übergreifenden Zusammenhang einer langfristigen und stetigen Entwicklung der Menschheit zu erkennen, analog zu den dem menschlichen Willen unterworfenen Geburten und unbeständigen Witterungen in der Natur, die aber jeweils Teil eines Ganzen sind, das beständigen Naturgesetzen unterworfen zu sein scheint. Wie einzelne Menschen, so verfolgen auch Völker ihre eigenen Absichten, wodurch sie zugleich aber die von ihnen unbemerkte Naturabsicht befördern, an der ihnen „wenig gelegen sein würde“.

So ist die menschliche Geschichte nicht wie bei Tieren instinktgeleitet oder basierend auf ihren vernünftigen Handlungen entsprechend einer festen Gesetzmäßigkeit folgend, sondern erscheint chaotisch, bestehend aus „Torheit, kindischer Eitelkeit [...] und Zerstörungssucht“. Da Kant dementsprechend keine „eigene Absicht“ voraussetzen kann, entwickelt er einen Leitfaden basierend auf der Annahme einer verborgenen „Naturabsicht“ als ordnenden Plan der Geschichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, die sich mit den geschichtsphilosophischen Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Kant und Marx befasst.

2 Einordnung in die Geschichtsphilosophie: Grundlegende Definition und Abgrenzung des Geschichtsbegriffs im Hinblick auf Fortschritt und Materialität.

3 Geschichtsphilosophie im Werk Kants: Analyse von Kants Idee der Naturabsicht und der Entwicklung der Vernunft als teleologischem Fortschrittsprozess.

4 Geschichtsphilosophie im Werk Marx´: Untersuchung des Historischen Materialismus, der Klassenauseinandersetzungen und des Konzepts der Entfremdung.

5 Vergleich der geschichtsphilosophischen Konzeptionen: Gegenüberstellung von Zweck, Methode, Ziel und Treibern beider Theorien.

6 Kritische Reflektion aus gegenwärtiger Perspektive: Überprüfung der Theorien an historischen Ereignissen sowie der Globalisierung.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Attraktivität und Relevanz der Konzepte von Kant und Marx für die Gegenwart.

Schlüsselwörter

Geschichtsphilosophie, Immanuel Kant, Karl Marx, Historischer Materialismus, Vernunft, Fortschritt, Naturabsicht, Entfremdung, Globalisierung, Dialektik, Weltbürgerliche Absicht, Produktionsverhältnisse, Freiheit, Aufklärung, Politische Ökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geschichtsphilosophischen Überlegungen von Immanuel Kant und Karl Marx und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Ansätze zur Entwicklung der Menschheitsgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Konzepte von Fortschritt, Vernunft, Materialismus, Klassenkonflikte, Entfremdung und die Rolle des Staates sowie des Individuums im geschichtlichen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die systematische Herausarbeitung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Theorien sowie deren kritische Prüfung unter Einbeziehung globaler Entwicklungen der letzten Jahrhunderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine vergleichende, textanalytische Untersuchung der Primärschriften von Kant und Marx, ergänzt durch eine kritische Reflektion anhand historischer und zeitgenössischer Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Kants und Marx' Geschichtsphilosophien, deren direkten Vergleich entlang relevanter Dimensionen und eine abschließende kritische Auseinandersetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Geschichtsphilosophie, Historischer Materialismus, Fortschritt, Entfremdung, Naturabsicht und Globalisierung.

Wie unterscheidet sich Kants Ansatz von dem Marx'?

Während Kant Geschichte als zielgerichteten Prozess der Vernunftentfaltung unter einer moralischen Naturabsicht sieht, fokussiert Marx auf die ökonomische Basis, Produktionsverhältnisse und Klassenkämpfe als Treiber der Geschichte.

Welche Bedeutung hat die Globalisierung in der Arbeit?

Die Globalisierung dient als Prüfstein für beide Theorien, da Kant eine weltbürgerliche Verfassung und Marx die weltweite Ausweitung von Produktionsverhältnissen bereits antizipierten.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine vergleichende Betrachtung der Geschichtsphilosophie bei Kant und Marx
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,0
Autor
Alexander Görke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
54
Katalognummer
V1157732
ISBN (PDF)
9783346553614
ISBN (Buch)
9783346553621
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine betrachtung geschichtsphilosophie kant marx
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Görke (Autor:in), 2021, Eine vergleichende Betrachtung der Geschichtsphilosophie bei Kant und Marx, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157732
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  54  Seiten
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