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Hip-Hop als Jugendkultur. Selbstinszenierung Jugendlicher in der Rapper-Szene und Gründe der Identifikation

Title: Hip-Hop als Jugendkultur. Selbstinszenierung Jugendlicher in der Rapper-Szene und Gründe der Identifikation

Term Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nazile Karagöz (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Jugendkultur Hip-Hop und beschäftigt sich mit der Frage, wie Jugendliche sich in der Rapper-Szene inszenieren und aus welchen Gründen Jugendliche sich mit dieser Jugendkultur identifiziert.

Angelehnt an dieses Thema ist es von großer Bedeutung, dass erstmal Begriffe wie Identität, Jugendkultur und Rap definiert werden. Somit widmet der erste Teil sich für die terminologische Klärung. Anschließend wird der historische Kontext des Rap angedeutet und die Adaption nach Deutschland skizziert. Als Nächstes werden Gründe und die Art und Weise der Selbstinszenierung von Jugendlichen (mit Migrationshintergrund) untersucht.

Abschließend werden zwei Fallbeispiele dargestellt, die im Rahmen eines Interviews von Herschelmann im Jahre 2009 über die Selbstinszenierung in der Rap-Szene geführt wurden. Schließlich werden die Fälle auf ihre Anwendung des Rap und die Auswirkungen auf die Realität hin verglichen. Das Thema der jugendkulturellen Selbstinszenierung im Hiphop und Rap ist ein aktuelles und umstrittenes Thema, da von vielerlei Hinsichten davon ausgegangen wird, dass Rapmusik schlechte Auswirkungen auf Jugendliche habe. Aus diesem Grund setzt sich diese Arbeit mit dem Hiphop als Jugendkultur auseinander und untersucht, ob sie das Negative darstellt, was viele Menschen mit dieser Kultur verbinden.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN

2.1. IDENTITÄT IM HIPHOP ALS REPRÄSENTATIONSHANDLUNG

2.2. JUGENDKULTUR

2.2.1. Jugendkultureller Stil und Selbstinszenierung

2.3. RAP

2.4. GLOKALISIERUNG

3. HISTORISCHER KONTEXT DES RAP UND DIE ADAPTION NACH DEUTSCHLAND

4. SELBSTINSZENIERUNG IM HIPHOP

4.1. JUGENDLICHE MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

4.2. KOLLEKTIVE HANDLUNGEN UND KOLLEKTIVE IDENTITÄT

4.3. MARKENKLEIDUNG ALS ÖKONOMISCHES STATEMENT

5. KULTURELLE VERBINDUNG ZUR RAP-MUSIK

5.1. ZWEI FALLBEISPIELE: „PAUL“ UND „BEKIR“

5.1.1. Fallbeispiel: Paul

5.1.1.1. „Inszenierung des Expertenstatus“

5.1.1.2. „‚Gute Rapper‘“

5.1.1.3. „Rap als biographische Projektionsfläche“

5.1.1.4. Umgang mit Gewaltthemen im Rap

5.1.1.5. Sexuelle Rap-Themen zur Bearbeitung verdrängter Wünsche

5.1.2. Fallbeispiel: Bekir

5.1.2.1. „Rap als Bewältigung von Benachteiligungserfahrungen“

5.1.2.2. Anstoß für Lebensveränderungen

5.1.2.3. Rap zur Verarbeitung von Emotionen

5.2. VERGLEICH DER ZWEI FÄLLE

5.2.1. Abgrenzung vs. Dazugehören

5.2.2. Inkonsequente Haltung zu Gewalt

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des HipHop als Jugendkultur und erforscht, wie sich Jugendliche in der Rapper-Szene inszenieren und welche Motive der Identifikation mit dieser Kultur zugrunde liegen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob Rapmusik tatsächlich die negativen Auswirkungen hat, die ihr gesellschaftlich oft unterstellt werden, oder ob sie vielmehr als Bewältigungsstrategie für soziale Probleme und Identitätsfindung dient.

  • Grundlagen der Identitätsbildung in jugendkulturellen Kontexten
  • Historische Adaption und Entwicklung des Rap in Deutschland
  • Die Funktion der Selbstinszenierung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Fallbasierte Analyse der Nutzung von Rap zur Bewältigung von Lebensproblemen
  • Vergleich unterschiedlicher Identitätsentwürfe innerhalb der HipHop-Kultur

Auszug aus dem Buch

5.1.1.1. „Inszenierung des Expertenstatus“ (Herschelmann 2013: S. 62)

Er versucht sich von anderen abzugrenzen, indem er sich gegenüber anderen Jugendlichen als „Experte“ inszeniert und dadurch eine Hierarchie untereinander bildet. Die Abgrenzung vollzieht sich bei ihm in doppelter Weise, erst über sein Expertenwissen und zweitens hat er keine naive Berufsperspektive als Rapper, wie andere Jugendliche in seinem Alter. Das Expertenwissen baut er selber auf, indem er „ ‚sich wirklich für Musik interessiert oder auch für Rap, und nicht einfach die Musik hört‘ “ (ebd.: S. 62), dabei achtet er auf die Texte und singt nicht nur mit, wie andere Jugendliche. Er achtet beispielsweise bewusst auf die Anzahl der Reime und entscheidet dann, ob der Rapper eine gute Technik hat. Er nutzt dabei sein Wissen aus der Schule und analysiert somit die Qualität der Rapper. Auch das Kennen anderer unbekannter Rapper mache ihn zu etwas Besonderem innerhalb der Gleichaltrigengruppe (vgl. ebd.: S. 62f.). Doch auch mit dem einfachen „Nachrappen“ repräsentieren Jugendliche eine bestimmte Identität, wobei sie durch die Repräsentation eine eigene neuformulierte Identität schaffen (siehe Kapitel 1.1.).

Er würde selber gerne Rapper werden, doch aufgrund seiner hohen Qualitätsanforderungen, die er sich selber stellt, kann er seiner Meinung nach nicht erfolgreich werden. Aus diesem Grund beschränkt er sich auf das Zuhören von Rapmusik. Doch trotzdem hat er einen Platz in der Jugendkultur durch seinen Expertenstatus (ebd.: S. 64).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Jugendkultur HipHop und geht der Frage nach, wie sich Jugendliche in dieser Szene inszenieren und identifizieren.

2. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung zentraler Begriffe wie Identität, Jugendkultur, Rap und Glokalisierung als theoretische Basis für die Untersuchung.

3. HISTORISCHER KONTEXT DES RAP UND DIE ADAPTION NACH DEUTSCHLAND: Darstellung der Entstehung des HipHop in New York und seiner spezifischen Entwicklung sowie Adaption in Deutschland.

4. SELBSTINSZENIERUNG IM HIPHOP: Untersuchung der Identitätsarbeit von Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, und der Bedeutung von kollektiver Identität und Ästhetik.

5. KULTURELLE VERBINDUNG ZUR RAP-MUSIK: Analyse von zwei Fallbeispielen („Paul“ und „Bekir“), um die unterschiedliche Nutzung von Rap als Bewältigungsstrategie zu veranschaulichen.

6. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, die unterstreicht, dass HipHop-Selbstinszenierung ein hochindividueller Prozess zur Identitätsbildung und Konfliktbewältigung ist.

Schlüsselwörter

HipHop, Rap-Kultur, Selbstinszenierung, Identität, Jugendkultur, Migrationshintergrund, Sozialisation, Bewältigungsstrategie, Performanz, Distinktion, Glokalisierung, Gangster-Rap, Identitätsbildung, Fallbeispiele, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Jugendkultur HipHop und der Frage, wie Jugendliche sich in der Rapper-Szene inszenieren und aus welchen Gründen sie sich mit dieser Kultur identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören Identitätsbildung, jugendkulturelle Stile, die Bedeutung von Rap als Bewältigungsstrategie sowie die soziokulturellen Auswirkungen der HipHop-Adaption in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Jugendliche Rap nutzen, um sich zu inszenieren, und zu klären, ob die mit Rap assoziierten negativen Zuschreibungen die Realität der Jugendlichen korrekt widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie auf die sekundäranalytische tiefenhermeneutische Auswertung von Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, eine historische Einordnung, die Analyse von Selbstinszenierungsprozessen und eine detaillierte Fallstudie von zwei Jugendlichen („Paul“ und „Bekir“).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Identität, HipHop, Selbstinszenierung, Bewältigungsstrategie und Jugendkultur.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Rap zwischen Paul und Bekir?

Während Paul Rap primär als Mittel zur Experten-Inszenierung und zum Fantasieren nutzt, verwendet Bekir Rap aktiv zur Verarbeitung seiner realen Lebensprobleme und zur aktiven Verhaltensänderung.

Welche Rolle spielt der Migrationshintergrund bei der Identifikation mit HipHop?

Jugendliche mit Migrationshintergrund finden im HipHop einen Raum für Akzeptanz und eine Möglichkeit, Migrationserfahrungen positiv zu verarbeiten und sich in einer oft als „Ghetto“ stigmatisierten Umgebung zu behaupten.

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Details

Title
Hip-Hop als Jugendkultur. Selbstinszenierung Jugendlicher in der Rapper-Szene und Gründe der Identifikation
College
University of Dortmund
Grade
1,0
Author
Nazile Karagöz (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V1157893
ISBN (PDF)
9783346553591
ISBN (Book)
9783346553607
Language
German
Tags
HipHop Kultur Jugendkultur Selbstinszenierung Jugendliche Rap-Szene Rapper-Szene Kollektive Handlungen Rap als biografische Projektionsfläche Gewalt Kollektive Identität Identität Globalisierung Geschichte des Rap Abgrenzung Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nazile Karagöz (Author), 2018, Hip-Hop als Jugendkultur. Selbstinszenierung Jugendlicher in der Rapper-Szene und Gründe der Identifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1157893
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