Die Bedeutung von Markenallianzen in der Produktpolitik


Hausarbeit, 2001

24 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Begriffsabgrenzung
2.1 Produkt / Produktpolitik
2.2 Marken
2.3 Allianzen / Markenallianzen

3. Formen von Markenallianzen
3.1 Ingredient Branding
3.2 Co-Branding
3.3 Zukauf
3.4 Markenlizenzen
3.5 Joint Venture

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

6. Eidesstattliche Erklärung

1. Problemstellung

Immer mehr Unternehmen sind davon überzeugt, daß sich durch die regelmäßige Einführung neuer Produkte der Unternehmenserfolg verbessern läßt. Zum einen werden dadurch Produkte, die sich bereits in der Sättigungsphase ihres Lebens-zyklus befinden rechtzeitig abgelöst, und zum anderen kann man sich durch neue Produkte auch neue Märkte erschließen und deren Potential ausschöpfen. Aber die Floprate, das heißt der Anteil von Fehlschlägen bei der Einführung neuer Produk-te, beträgt je nach Markt zwischen 33% und 90%. Mit ein Grund dafür ist die hohe Marktsättigung, die Globalisierung der Märkte und die damit verbundene Verschärfung des Wettbewerbsdrucks. Vor diesem Hintergrund haben Marken und deren Management in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung in der Unternehmenspolitik erlangt. Die eingesetzte Markenstrategie wird von Marken-artikelherstellern als Schlüsselfaktor für den Erfolg neuer Produkte und die Marke selbst oft als wichtigstes absatzpolitisches Instrument einer Unternehmung be-zeichnet. Auf der Suche nach Möglichkeiten die Erfolgsaussichten neuer Pro-dukte zu verbessern, bietet sich infolgedessen auch die Bildung von Markenal-lianzen an. Durch die Erfassung und Strukturierung möglicher Formen von Mar-kenallianzen soll deshalb deren Bedeutung in der Produktpolitik ausgearbeitet werden (vgl. Esch 2000, 339; Kutz 2000, 1).

2. Begriffsabgrenzung

Für ein besseres Verständnis der verschiedenen Formen von Markenallianzen und deren Bedeutung in der Produktpolitik soll als erstes auf einige Begriffe aus der Themenstellung genauer eingegangen werden.

2.1 Produktpolitik

In der Vergangenheit war es oft üblich, daß man den Produktbegriff nur auf Sach-güter begrenzt hatte (vgl. Bruhn 1994, 950). In den folgenden Betrachtungen ge-hen wir von einer weiter gefaßten Definition aus:

Ein Produkt ist, was einem Markt angeboten werden kann, um es zu betrachten und zu beachten, zu erwerben, zu gebrauchen oder zu verbrauchen und somit einen Wunsch oder ein Bedürfnis zu erfüllen.

Wir können also ganz pauschal sagen, daß alles, was vermarktet werden kann, ein Produkt ist: Waren, Dienstleistungen, Personen, Orte, Organisationen, Ideen, In-formationen, Veranstaltungen etc. (Kotler/Bliemel 2001, 716).

Die Produkt- und Programmpolitik ist einer der zentralen Parameter der Mar-ketingpolitik jeder Unternehmung. Sie beinhaltet alle Entscheidungstatbestände, die sich auf die marktgerechte Gestaltung aller vom Unternehmen im Absatzmarkt angebotenen Leistungen beziehen (Meffert 2000, 327).

Das bedeutet, daß im Rahmen der Produktpolitik unter anderem Entscheidungen zur Produkt-, und Verpackungsgestaltung, zu den Produktlinien und zur Marken-politik getroffen werden müssen (vgl. Kotler/Bliemel 2001, 767 und Meffert 2000, 455). Besonders in diesen Bereichen der Produktpolitik haben Marken und somit auch Markenallianzen ihre besondere Bedeutung.

2.2 Marken

Seit den Anfängen des Markenwesens hat sich sowohl der Charakter von Marken als auch deren Geltungsbereich grundlegend erweitert. Anfangs diente die Mar-kierung von Waren hauptsächlich als Eigentumszeichen beziehungsweise als Her-kunftsnachweis für die Produkte (vgl. Meffert 2000, 846). Aus heutiger Sicht ist eine Marke aber weit mehr, was aus folgender Beschreibung deutlich wird:

Eine Marke kann als ein in der Psyche des Konsumenten verankertes, unver-wechselbares Vorstellungsbild von einem Produkt oder einer Dienstleistung be-schrieben werden. Die zugrunde liegende markierte Leistung wird dabei einem möglichst großen Absatzraum über einen längeren Zeitraum in gleichartigem Auftritt und in gleichbleibender oder verbesserter Qualität angeboten (Meffert 2000, 847). Einfacher ausgedrückt, ist Marke letztlich nur das, was sich beim Kunden festsetzt und als Programm in seinem Kopf abspult (Liebl 2001, 143).

Eine Marke kann folgende Funktionen erfüllen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Funktionen der Marke aus Hersteller-, Handels- und Konsumenten-

sicht (vgl. Kutz 2000, 23 und Bruhn 1994, 24).

Als weitere Eigenschaften von Marken können genannt werden:

- Kommunikationsmittel vom Hersteller zum Zwischen-/Endabnehmer
- Präferenzbildung zugunsten des eigenen Angebots
- Wiedererkennbarkeit und Wiederholungskaufchance
- Aufbau von Markenbindung und Markentreue
- Ausschöpfung eines Preissetzungsspielraums
- Voraussetzung, die Absatzbasis zu sichern und auszuweiten
- Marktplanbarkeit und Planerfüllungswahrscheinlichkeit
- Möglichkeit des Zielgruppenmarketing
- individuelle Bedarfsbefriedigung

(Pepel 1998, 172).

Diese Vielzahl von Funktionen und Eigenschaften begründet unter anderem die

steigende Bedeutung von Marken.

Jährlich wird von Interbrand eine Liste der wertvollsten Marken der Welt erstellt.

Hierbei wird der Kapitalwert der Erträge und die Kundennachfrage, welche die

Marke voraussichtlich in Zukunft generieren und sichern wird, berücksichtigt.

Nachfolgend sind die 10 wertvollsten globalen Marken aufgelistet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Jährliches Ranking der wertvollsten Marken der Welt

(Interbrand 2001, www.interbrand.de).

Die folgende Auflistung stellt einen Auszug möglicher Erscheinungsformen von Marken dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Klassifikation der Erscheinungsformen von Marken

(vgl. Bruhn 1994, 32 und Koppelmann 2001, 492)

Aus Kombinationen einiger dieser Markenarten ergeben sich unterschiedliche Formen von Markenallianzen.

2.3 Allianzen / Markenallianzen

Unternehmen stellen manchmal fest, daß sie in bestimmten Geschäftsfeldern eine effektivere Strategie entwickeln können, indem sie sich strategische Partner suchen. Sie gehen eine Allianz ein, indem sie in Bereichen wie Forschung & Entwicklung, Produktion und Vertrieb kooperieren. Auch viele neue Techno-logien erfordern globale Standards und begünstigen die Entstehung globaler Allianzen (Kotler/Bliemel 2001, 140 und Backhaus/Piltz 1990, 23).

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Die Bedeutung von Markenallianzen in der Produktpolitik
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Fachbereich Wirtschaft)
Note
2,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
24
Katalognummer
V1158
ISBN (eBook)
9783638107297
ISBN (Buch)
9783656446880
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markenallianzen Ingredient Branding Co-Branding Markenlizenzen Joint Venture
Arbeit zitieren
Richard Litzlfelder (Autor), 2001, Die Bedeutung von Markenallianzen in der Produktpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1158

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